Diagnose Tumor!-wollt ihr wissen ob gut-oder bösartig?

  • :winken:

    Aufgrund eines aktuellen "Vorfalls" innerhalb der Familie würde mich eure Meinung sehr interessieren.

    Bei einem Hund in unserer familie wurde ein "Tumor" am After diagnostiziert.
    Dieser Tumor wurde entfern und eingeschickt. Die Besitzer wollten das Ergebniss jedoch nicht wissen und wissen daher bis heute nicht ob der "Tumor" gut-oder bösartig war.

    Der Hund ist schon sehr alt (16J.) und überseht von Alterswarzen, kleinen Fettgeschwulzten und sogut wie taub.

    der TA hat im Vorfeld angedeutet, dass bei einem Hund in einem solch hohen alter nicht wirklich mehr viel gemacht wird-und daher wollten die Besitzer das Ergebniss nicht wissen.

    ich war ziehmlich entsetzt über diese Entscheidung und bin noch Heute sehr zwiegespalten.
    ich wollte in jedem Fall wissen ob gut-oder bösartig, alleine um reagieren zu können und Gewissheit zu haben.
    Andererseits kann ich es vieleicht auch nachvollziehen- meine Hunde sind viel jünger.
    dennoch denke ich aber, das einem Tier immer geholfen werden kann-egal in welchem alter und sei es der letzte gemeinsame Weg.

    Viele sagen-sie können sehen, wenn ihr Tier schmerzen hat, das mag auch bei vielen Tieren so sein, auch bei unserem Eddie, aber bei unserem Hasi kann ich das nicht!!!
    Hasi leidet still und ich finde die Vorstellung schrecklich, das ich sein Leiden eventuell nicht deuten könnte.

    Wie seht ihr das?-würdet ihr es wissen wollen oder nicht???? Würdet ihr die Entscheidung auch am Alter des Hundes festmachen-oder wäre das Alter egal???

    LG Nadine

  • Ich würde immer wissen wollen, ob gut- oder bösartig, egal, wie alt der Hund ist, auch bei einem 16-jährigen Hund, ich muss sagen, ich hätte sonst keine Ruhe, würde mir Vorwürfe machen, ob man nicht doch noch etwas hätte tun können.
    LG Noora und Jerry

  • Guten Morgen Nadine!

    Eine schwierige Frage......

    Ich glaube, ich würde es tatsächlich am Alter des Hundes und am
    Allgemeinzustand festmachen.

    Damit will ich sagen, daß ich auf jeden Fall wissen möchte, ob der Tumor
    gut- oder bösartig ist.

    Aber bei so einem alten Hund würde ich ihm nur etwas gegen die
    Schmerzen geben, da eine OP in diesem Alter sehr risikoreich ist.

    Wenn ich dann merkte, es geht gar nicht mehr, dann würde ich ihn erlösen lassen.

    Wäre es ein jüngerer Hund, bei dem eine Behandlung noch Erfolg oder gar
    Heilung bringen könnte, würde ich auf jeden Fall etwas unternehmen!

  • :winken:

    Edit:


    Vor 4 und 2 jahren stand ich vor einer ähnlichen Entscheidung. Die Entscheidung war aber für mich von anfangan klar-ich will wissen was mit meinen Tieren ist und ich will ihnen helfen können-egal wie die Hilfe aussieht.
    Leider musste ich beide Katzten erlösen lassen-was mir unendlich schwer gefallen ist. Wir haben bei Moglie 6 Wochen gekämpft, bei Snoopy waren es 4 Wochen-dann ging es nicht mehr und es waren die schrecklichsten tage meines Lebens.

    dennoch bin ich froh, das ich so entschieden habe, Froh, das ich die Untersuchungen hab machen lassen und froh, das ich die Ergebnisse wusste, denn nur so konnte ich den Beiden helfen.

    LG nadine

  • Ich würde es wissen wollen um ganz einfach noch entsprechend reagieren zu können. Sei es nun, das ich die Lunge und Blutwerte regelmäßig checke oder mit der Ernährung und anderen Dinge noch etwas versuche vorzubeugen.

    Meiner Meinung nach kann ich nur so effektiv auf das Tier eingehen und ihm noch eine schöne Zeit machen und früh genug reagieren, wenn die Lebensqualität nachzulassen droht. Ich würde nicht wirklich warten wollen, bis sich mein Hund unter Schmerzen quält.

  • wenn mein Hund bereits
    16 Jahre is
    eine Op nicht mehr gemacht wird (weil es sich "nicht lohnt" (blöd ausgedrückt, aber ihr wißt wie ich es meine))

    dann brauch ich es nicht mehr zu wissen.

    Viel bringt es nicht, wenn ich es weiß. Und auch ohne es zu wissen, kann ich dem Hund noch eine schöne Zeit bescheren. wahrscheinlich sogar noch schöner, als wenn iche s weiß. Denn sobald ich das ergebnis kenne, übertrage ich unbewußt meine Traurigkeit und meine Ängste auf den Hund und mache ihn damit "krank", sehe Dinge, die sonst garnicht so schlimm sind, als schlimm an, werde übervorsichtig und der Hund würde in Watte gepackt.

    Bei einem jüngeren Hund sieht es anders aus.

    Und auch wenn ich das Ergebnis nicht kenne, kann ich ihn frühzeitig ohne Schmerzen gehen lassen.

  • Zitat

    Ich würde immer wissen wollen ob gut- oder bösartig.

    Wieso haben die Besitzer des Hundes denn den Tumor einschicken lassen, wenn sie das Ergebnis gar nicht wissen wollen?

    :winken:

    Die untersuchung des Tumor wurde vom TA eingeleitet. Warum weiß ich nicht-vieleicht wird das immer so gemacht?!?
    Die Besitzer haben das nicht veranlasst.

    LG nadine

  • Ich kenne sogar eine Frau, die nicht zur Vorsorgeuntersuchung geht, weil sie nicht wissen will, ob sie Krebs hat oder nicht.

    Sollte es mal dazu kommen, dass sie Krebs bekommt, will sie ihr Leben dann nicht durch diese Diagnose "kaputt" machen lassen. Sie befürchtet aufgrund des Wissens ganz automatisch psychologisch bedingt eine Verminderung der Lebensqualität.

    Erst dachte ich, die hat sie doch nicht mehr alle, die Frau!

    Dann, nachdem ich drüber nachgedacht habe, kann ich es zumindest verstehen.

    Man würde sich automatisch asich selbst und anderen gegenüber anders verhalten.
    Ob das nun gut oder schlecht ist, ist da ja ganz nebensächlich, sie will einfach so bleiben, wie sie ist bis zu dem Tag, an dem sie stirbt.

    Sie hat Angst, das Leben dann nicht mehr unbeschwert leben zu können, sondern in dieser "jeden Tag könnte ich sterben"- Stimmung zu sein, außerdem ist sie sehr spirituell... sie glaubt an Schicksal und wenn es eine Dysharmonie im Körper gibt, dann ist das so und dann kommt ihr Körper damit klar oder eben nicht.

    In Bezug auf einen richtig alten Hund würde ich auch überlegen...
    Will man den Hund auf seine letzten Tage anders behandeln, als sonst?
    Wenn eh medizinisch so oder so nichts mehr machbar wäre, wozu sich so einen Befund in den Kopf prügeln?

  • Ich mache es am Alter fest, als Sunny vor einem Jahr ein kleiner Tumor entfernt wurde, meinte der TA, wir brauchen ihn nicht untersuchen lassen. 100% Sicherheit kann mir nur eine Untersuchung ergeben und sie kann mir jetzt schon sagen, es wird ehe nichts gemacht.
    Sunny wird jetzt 15Jahre alt, sein Herz ist zu schwach, so das jede OP und sei es nur eine Kurznarkose ein Risiko ist. Der Tumor ist wieder nachgewachsen, allerdings sehr langsam, keiner würde was tun, also warum soll ich das Geld jetzt noch investieren.
    Dieses Geld nutze ich für seine Lieblingsleckerlie, und verwöhne ihn. Allerdings wie gesagt, ich weiß von zwei TA, dass bei ihm definitiv nichts mehr gemacht wird.
    Solange mir einer sagt, er würde was tun, sehe die Sache anders aus.

    Tine

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