Kastration / Bequemlichkeit des Besitzers?

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    [Häh? Ich galube du hast hier etwas falsch verstanden! Es geht bei Walachen bestimmt nicht darum, dass sie weniger/nicht erzogen werden müssen...

    Wenn 600 kg Hengst beim Anblick einer rossigen Stute einen 2 Meter Zaun übersteigen wollen und es auch immer wieder schaffen, dann hat das rein gar nichts mit Erziehung zu tun :lachtot:
    Manch einer hat bei seinem 50 kg Rüden schon Probleme, ihn im Fall eines Falles zu halten, bei einem Hengst, auch wenn es ein süßer kleiner 200 kg Ponyhengst ist... Wenn der gehen will, dann geht er! :^^:

    Nicht, das Hengsthaltung nicht möglich wäre, in unserer Herde lief auch einer mit, aber eine Mädchenreitstunde mit diversen Ponyhengsten und Stuten dazu? :hilfe:
    Hier hat die übliche Kastration von Hengsten zum größten Teil praktische Gründe!

    LG
    Maike

    Doch, es geht. Ich habe ein Praktikum auf einer Westernranch im Steigerwald gemacht. Dies war ein Zuchtbetrieb und sie hatten nur Hengste und Stuten.

    Diese standen in in benachtbarten Paddocks und man konnte die Hengste auch locker an Stuten vorbeiführen.

    Aber leider ist es nur unter Westernreitern selbstverständlich, ihre Pferde zu erziehen, die Englischreiter haben da leider noch sehr seltsame Vorstellungen :hust:

  • *Noch mal kurz dazwischen rede* : Es gibt neben Kastration auch noch Sterilisation. Was mich allerdings wundert, dass das bisher keiner zur Sprache gebracht hat... Ich finde, gerade die Sterilisation ist ein "gutes" Mittelding...

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    *Noch mal kurz dazwischen rede* : Es gibt neben Kastration auch noch Sterilisation. Was mich allerdings wundert, dass das bisher keiner zur Sprache gebracht hat... Ich finde, gerade die Sterilisation ist ein "gutes" Mittelding...

    Finde ich gar nicht.

    Der Hund wird weiterhin läufig, die Gefahr, dass sie Eierstockzysten oder Pyometra bekommt, besteht ja weiterhin. Dann doch lieber gar kein Eingriff und hoffen, dass sie bis ins hohe Alter gesund bleibt ...

  • Zitat


    Doch, es geht. Ich habe ein Praktikum auf einer Westernranch im Steigerwald gemacht. Dies war ein Zuchtbetrieb und sie hatten nur Hengste und Stuten.

    Diese standen in in benachtbarten Paddocks und man konnte die Hengste auch locker an Stuten vorbeiführen.

    Aber leider ist es nur unter Westernreitern selbstverständlich, ihre Pferde zu erziehen, die Englischreiter haben da leider noch sehr seltsame Vorstellungen :hust:


    Sorry, ich bin auch Westernreiter und muss Maike vollkommen Recht geben. Du schreibst hier von einem Zuchtbetrieb... klar das die dort die Hengste halten müssen, da Wallache ja bekanntlich denkbar ungeeignet für die Zucht sind ;)
    Zu welcher Jahreszeit hast Du dort Dein Praktikum denn gemacht?

    Es hat nichts damit zu tun das Englischreiter ihre Pferde nicht erziehen... so ein Stuss :irre:

    Es gibt für den ganz normalen Pferdebesitzer keinen Grund einen Hengst zu halten. In Zuchtbetrieben müssen sie sich damit arrangieren, in den einen klappt es halt besser wie in den anderen. Nur der Freizeitreiter steht mit einem Hengst immer vor Problemen, will er ihn artgerecht halten. Ob Westernreiter oder Englischreiter is da egal.

    Zum Thema: Das ist ausgelutscht wie ein Bonbon... müßig dazu etwas zu sagen.

  • Zitat

    Finde ich gar nicht.

    Der Hund wird weiterhin läufig, die Gefahr, dass sie Eierstockzysten oder Pyometra bekommt, besteht ja weiterhin. Dann doch lieber gar kein Eingriff und hoffen, dass sie bis ins hohe Alter gesund bleibt ...

    Hmm, naja ok. Für die die eine Kastration nur machen, damit der Hund nicht an erkrankt nicht, für die die es machen, damit der Hund keine Welpen bekommen kann, finde ich sehr wohl. Und, wenn man seinen Hund vor diesen Tumorarten schützen will, muss man es eh bestensfalls vor der ersten oder Zweiten Läufigkeit machen, aber so früh, finde ich es Alles andere als in Ordnung....

  • Zitat

    Hmm, naja ok. Für die die eine Kastration nur machen, damit der Hund nicht an erkrankt nicht, für die die es machen, damit der Hund keine Welpen bekommen kann, finde ich sehr wohl. Und, wenn man seinen Hund vor diesen Tumorarten schützen will, muss man es eh bestensfalls vor der ersten oder Zweiten Läufigkeit machen, aber so früh, finde ich es Alles andere als in Ordnung....

    Ich fände es schlimm, wenn man seiner Hündin eine Sterilisation zumuten würde, nur weil man nicht bereit ist, auf sie während der Läufigkeit aufzupassen. Ausserdem würde man ja erst recht in Kauf nehmen, dass sie anschliessend scheinträchtig würde.

    Diese Argumentation ist ja noch schlimmer als das Thema Kastration an sich ...

    Und was die Gesäugetumore betrifft - frag mal die Halter, deren Hunde deswegen operiert werden müssen nach ihrer jetzigen Meinung ...

  • Dann befragt mal darüber eingehen einen TA in einer guten TK...

    Wenn ich sowas lese... Kastration nur um damit eine eventuelle Erkrankung zu verhindern, dann geht mir die Hutschnur hoch.
    Lasst ihr dann auch Leber und Knochen entfernen? Vorsichtshalber? Kann sich ja auch Krebs bilden. Was sind das für Argumente? Legt doch mal representative, aussagekräftige Studien vor... und zwar unabhängige!

  • Zitat

    Ich frage mich, warum immer mit solchen absoluten Meinungen an Themen rumdiskutiert wird, bei denen man auf keinen Nenner kommen kann und dann auf diese Art und Weise eh nicht?

    Ich würde mir echt wünschen, dass sich alle Gedanken machen, was für ihren eigenen Hund das Beste ist. Denn mit einer starren Meinung kommt man beim eigenen Hund eh nicht weiter.

    Das finde ich aber auch! Ich habe jetzt nicht alles gelesen, sonder teilweise überflogen.

    Ich kenn es auch beschimpft zu werden, weil ich BEIDE Hunde habe kastrieren lassen.
    Cindy ist sogar Frühkastriert. Ja, ich weiß, auch hier scheiden sich die Geister. Ich habe es für sinvoll angesehen.
    Weil...
    ... der Trieb noch nicht erwacht ist!
    ... der Eingriff leichter war
    ... das Krebsrisiko noch etwas mehr gesenkt wird.

    Ich habe mich dazu entschlossen, Cindy kastrieren zu lassen, weil wir mehrere Rüden in der Familie haben. U.a. Den Vater und zwei Brüder.
    Sie sollte nie tragen, warum soll ich ihr diesen Streß antuen?
    Der Gesundheitlich Aspekt ist auch nicht außen vor zu lassen.
    Und, vielleicht wirklich Bequemlichkeit, ich hätte keine Lust auf den Streß mit einer läufigen Hündin rauszugehen, oder sogar die Rüden von unserem Grundstück zu scheuchen, bevor ich ohne Hund das Haus betreten kann. Habe da einer sehr unschöne Kindheitserinnerung.
    Versucht mal als 6jährige einen Labradorrüden vernzuhalten, der versucht die zu begatten, weil du nach einer läufigen Hündin riechst. Nicht wirklich schön.

    Das sind MEINE PERSÖNLICHEN Gründe weshalb ich für eine Kastration bin.

    Bei unserem Rüden, war es nicht so schnell klar, ob oder ob nicht. Ausschlaggebend war (außer oben genannten Argumenten), dass er mit acht Monaten schon hypersexuell war. Danke diesen Streß zu ich MIR und DEM HUND nicht an.

    Wer jedoch meint seine Hunde, Katzen usw nicht kastrieren zu lassen, hat denke ich ebenfalls gute Gründe dafür.
    Für mich war es für die Kastration, und ich halte es für richtig.


    LG
    Jessy

  • So, jetzt geb ich auch mal meinen Senf dazu.
    Gleich vorweg: Meine Hündin ist kastriert und ich bereue es nicht!!!

    Wir haben damals gewartet bis sie ca. 1,5 Jahre alt war und haben sie dann vor der 2. Läufigkeit kastriert.
    Bis heute kann ich nix negatives daran finden. Ich glaube nicht, das mein Hund einen Trieb vermisst, den er nicht mal richtig kennengelernt hat.

    Auch im Umgang mit andern Hunden wir sie ernst genommen, es gibt da nie Probleme. :p

    Ich frage mich, wie es Leute mit einer unkastrierten Hündin in einer Stadt aushalten!!! Obwohl ich die Läufigkeit nur ein mal erlebt habe, hat mir das gereicht, denn wir haben sämtliche Rüden angezogen, normales Gassi gehen war nicht mehr möglich!!!
    Wie regelt ihr das bloß????? :???:

    Solange ich aber solche "Probleme" nicht hätte, würde ich meine Hündin vielleicht auch nicht kastrieren lassen... weiß nicht genau.
    Am Ende muss das ja eh jeder für sich entscheiden, aber ich kann diese TOTALE Pro bzw. besonders Contra Haltung einiger echt nicht verstehen!


    Zitat

    wenn man seinen Hund vor diesen Tumorarten schützen will, muss man es eh bestensfalls vor der ersten oder Zweiten Läufigkeit machen, aber so früh, finde ich es Alles andere als in Ordnung....

    Wiso denn nicht??
    Bei großen Hunden versteh ich das ja noch, aber was ist mit den Kleinen?
    Die sind doch vor ihrere 2. Läufigkeit doch schon mehr oder weniger ausgewachsen...

  • Hallo,
    also ich sehe das so wenn es ohne geht ok dann sollte man es nicht einfach machen was macht man aber mit einem Rüden der über jeden Zaun springt oder anderweitig ausreist nur weil in der nähe eine Hündin läufig ist?
    Wir hatten im Bekanntenkreis auch ein Fall das Ihr Rüde immer abgehauen ist und es auch schon zu fast Unfällen kam dies ist finde ich schon ein Grund einen Rüden zu kastrieren das hat nichts mehr mit Erziehung zu tun wenn er wegläuft weil er den Trieb hat (ist ja auch immer unterschiedlich von Hund zu Hund)

    Bei meinem war es leider so das ich keine Wahl hatte da er vom Tierheim ist und die haben drauf bestanden Ihn zu kastrieren mit erschreckenden 6 Monaten was ich persönlich viel zu früh fand.

    Und da geht es nicht um die medizinischen Indikation sondern einfach um die eindämmung von neuen Welpen die im Tierheim landen.
    Hab zwar darum gebeten das ich Ihn mit 12-15 Monaten kastrieren lasse aber darauf hat sich das Tierheim nicht eingelassen.

    Nun ist er 10 Monate und ich glaube nicht das er unglücklich damit ist allerdings hätte ich es nicht so früh machen lassen wenn ich die Wahl gehabt hätte.

    Also im allgemeinen sehe ich das so das man das echt von Rüde zu Rüde sehen muß, bei den Hündinen ist bekannt das eine frühe Kastration ein Krebsbefall von Mamatumoren extrem verringern läßt.

    Bei einer reinen Sterilisation ist weder der Trieb des Rüden noch das Krebsrisiko bei der Hündin geband.

    Gruß
    Dogpaul

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