knurrender Welpe
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Hallo zusammen
Ich hätte gern mal eure Meinung zu folgendem Fall gehört:Ich habe einen 3 Monate alten Cão da Serra da Estrela.
Diese Rasse ist eine Schutzhundrasse,sehr stolz,eigenwillig und selbständig und ist nicht mein erster Hund dieser Sorte.Vorgestern hat er seinen 1. Fleischknochen bekommen, den ich ihm genauso hin und wieder wegnehme und wiedergebe wie die Kauknochen.
Bei dem Fleischknochen hat er dann aber zum 1. x gegrummelt,weshalb ich ihm auch zum 1. x leicht ins Genick gegriffen habe und er sofort aufhörte zu knurren.Jetzt ist es immer noch so,dass er bei jedem 2. wegnehmen grummelt(immer nur bei Fleischknochen),was immer diesen leichten Griff ins Genick bedeutet.
Ist er wieder friedlich,bekommt er den Knochen auch wieder.Nun will mir mein Freund einreden, der Hund hätte nicht ausreichend Respekt vor mir, da er ja immer noch bei jedem 2. x Fleischknochen wegnehmen grummelt.
Ich dagegen denke, dass es bei dieser Rasse normal ist,denn diese Hunde sind extrem selbstbewusst und dominant und der Hund muss erst noch lernen, dass er niemals knurren darf, auch nicht,wenn ich ihm seinen heissgeliebten Fleischknochen wegnehme.
Sicher gibt es hier doch noch viel mehr Leute mit dominanten Hunderassen, weshalb ich euch gern fragen möchte, wie ihr das seht.
Ich freu mich über eure Antworten.
LG
Silvia - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Zitat
Jetzt ist es immer noch so,dass er bei jedem 2. wegnehmen grummelt(immer nur bei Fleischknochen),was immer diesen leichten Griff ins Genick bedeutet.
ich würde ihn nicht im Genick packen.
meiner hat es so gelernt.
Hast du versucht zu tauschen? Ihm etwas besseres zu als Ersatz zu geben?
Kennt er das Kommando:"Aus"?
Für mich is das Genick packen eine Art von Gewalt, und Gewalt sollte man einem Tier nicht antun. Zumal dein Kleiner ja noch ein Baby is.
Mein Hund wurde noch nie ins Genick gepackt oder sonstiges. Du mußt nur ruhig und konsequent bleiben. Und brauchst Geduld.
Biete ihm was besseres an, oder ignorier das knurren (wobei es hier auch andere Meinungen bzgl. des knurren ignorieren gibt).
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Hallo Sylvia,
also ich weiss nicht - lies sich jetzt irgendwie für mich so als würdest Du das mit dem Wegnehmen-Üben etwas übertreiben. Wie oft machst Du das denn so?
Wenn ich grad mein Lieblingsessen vor mir hab und jemand stört mich dauernd dabei und nimmt es mir weg - Du, dann knurr ich nicht nur, da werd ich richtig bissig.
Und mehr Respekt hab ich vor solchen Deppen dann auch nicht - ich schätze mal Hunde sehen das ähnlich.In der Hundeschule war mal jemand, der dies mit seinem Hund so dermaßen übertrieben hat das er nichtmal mehr in die Nähe vom Fressnapf gehen durfte. Der Hund wurde total neurotisch gemacht.
Ich hab das eigentlich immer nur als Tauschgeschäft geübt, d.h. Jacko bekam und bekommt dann immer was noch besseres von mir, wenn er sich was abnehmen läßt. :^^:
Das Knurren würde ich auf gar keinen Fall unterbinden, denn das ist nunmal die einzige Möglichkeit für einen Hund uns Menschen zu "sagen", hei - lass das, das paßt mir nicht.
Wenn Du ihm das verbietet oder abtrainierst .. tja, dann versucht er womöglich bei nächsten Mal seinen Unmut gleich mittels seiner Zähne zu bekunden.lg
susa -
Hi Silvia,
mich würde mal interessieren, was dieses "Futter wegnehmen" überhaupt soll?
Mal ehrlich, Du hast nen supertollen Eisbecher vor der Nase und dein Freund nimmt ihn Dir dauernd wieder weg - wie würdest Du reeagieren?
Bring deinem Hund ein gutes "Aus" bei, idealerweise durch Beutetausch, und dein Hund hat keine Veranlassung, seinen Kauknochen zu verteidigen.
Viele Grüße
Cindy -
Hallo Silvia.
Ich muss sagen, dass ich von dem GRiff ins Genick, auf den Rücken drehen und alldiesen seltsamen Methoden den sogenannten "dominaten" HUnden gegenüber überhaupt nichts halte. Sehr antiquiert.
Auf diese Art wird ein HUnd eher Angst bekommen, als "Respekt"
Mit Verständnis, Geduld und echter Konsequenz kann man einem Tier ganz souverän beibringen, wie es um die Rangfolge "im Rudel" bestellt ist.
Auch ist es nicht erforderlich, dem HUnd mehrfach hintereinander sein Schmackofatz - was auch immer es ist - weg zunehmen. Mit dem Üben des KOmmandos "AUS" wird der HUnd auch später, wenn er nicht für dich greifabr ist, ALLES ausspucken, was er gerade versucht zu fressen. (Falls das der Hintergrund ist, warum du ihm sein Futter wegnehmen möchtest.)
Du schreibst, dass es nicht dein erster Hund ist...Wie hast du es bei deinem anderen Hunde / deinen anderen HUnden denn geregelt? -
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Hallo,
Dein Welpe ist grade 3 Monate alt. Er ist ein Hundebaby. Der Griff in den Nacken bedeutet "Ich will Dich töten !". Klar, daß er dann sofort das Knurren sein läßt, er will ja sein Leben nicht riskieren. Hör bitte auf, Deinem Hundebaby Angst zu machen. Wenn er rassebedingt zu "Dominanz" neigt (ich mag das Wort nicht), riskierst Du so nur, daß er sich irgendwann ernsthaft versucht zu wehren.
Wie schon gesagt wurde, Knurren ist ein Signal, eine Art des Hundes, sich zu verständigen. Wenn Du das jetzt schon unterbindest wird er später direkt zuschnappen, ohne vorher zu warnen.
Wenn Welpen in einem Hunderudel ihr Fressen verteidigen (Knurren), wird das von den "Großen" ignoriert. Der Welpe stellt keine ernsthafte Gefahr für die Ranghöheren und das Überleben des Rudels dar.
Übe wie schon erwähnt das Kommando "Aus", indem Du ihm ein Tauschgeschäft anbietest. Ich würde das aber nicht mit einem saftigen, oberleckeren Knochen machen. Beginne mit Spielzeug, nem Ball oder so.
Zitat:" ...diese Hunde sind extrem selbstbewusst und dominant und der Hund muss erst noch lernen, dass er niemals knurren darf..." Zitat Ende
Das vergiß mal ganz schnell. Ein Hund, der NIEMALS KNURREN darf, ist eine Zeitbombe. Du nimmst ihm damit ein wichtiges Signal und Dir selbst nimmst Du die Möglichkeit, Deinen Hund zu verstehen. Auf ein Knurren kannst Du noch reagieren...wenn er direkt beißt, ist es zu spät.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Hallo Silvia,
Dein Hund ist 3 Monate alt - da hat sein Knurren überhaupt nix mit dem "Respekt" vor Dir zu tun.
Er ist erst kurze Zeit bei Euch und hat noch das Verhaltensrepertoire drauf, was er bis vor wenigen Wochen noch sehr effektiv gegenüber seinen Geschwistern angewendet hat und da hieß es: "Pfoten weg, das ist meins!".
Von den anderen Welpen "drohte die Gefahr", dass sie so ein cooles Teil für sich beanspruchen würden - Dein Hund WEIß doch noch gar nicht, dass DU überhaupt kein persönliches Interesse an seinem Superknochen hast.Ich würde so einen Fleischknochen künftig "gemeinsam" verspeisen.
Setz Dich auf den Boden, halt den Knochen an einem Ende fest und lass ihn knabbern. Ganz souverän. Er darf es essen und Du darfst es anfassen.Darüber hinaus würde ich mit ihm Tauschübungen für das "Aus!" sowieso machen, aber vielleicht erstmal mit einfacheren Dingen als mit einem Fleischknochen.
Und immer fleißig "nach oben" tauschen. Also er bekommt etwas BESSERES, wenn er Dir das in seinen Augen MINDERWERTIGE aushändigt.Es ist auch fairer, wenn Du ihm, bevor Du ihm etwas wegnehmen möchtest (auch in späteren Jahren), das Kommando "Aus!" gibst und nicht einfach zugrapscht, damit er weiß, dass er von Dir keinen Diebstahl zu befürchten hat.
Liebe Grüße,
Sub. -
Hallo
Ich kann verstehen,dass sich das komisch anhört mit dem Knochen wegnehmen.
Ich renne auch nicht ständig hin und klau ihm sein Futter.
Ab und zu mache ich es aber doch bei allen meinen Hunden, um zu sehen, ob sie mich respektieren.
Antiquiert kann gut sein, ich habe das so vor vielen Jahren gelehrt bekommen und ausser dieser Rasse knurrte auch nie ein Hund.
Auch das mit ins Genick packen,dass ich wirklich nicht feste gemacht habe, habe ich so von Hundetrainern in den 90igern gelehrt bekommen und selbst die Züchterin empfiehlt dies auch heute noch.Bei meinen anderen Hunden reicht ein "Nein", mein 1. Cão da Serra da Estrela hat das aber auch nicht immer akzeptiert, weshalb ich ihm dann ins Genick packen sollte,laut Hundetrainer.
Ich muss gestehen,dass ich das nicht als Gewalt antun angesehen habe, eher so wie "Hundesprache".
Zumindest hat man mir das immer so empfohlen,da ,wenn diese Hunde meinen sie könnten der Chef sein, viel Unheil anrichten können und auch schon angerichtet haben.Jetzt habt ihr mich mehr als nachdenklich gemacht, da ich immer genau das Gegenteil gelehrt bekommen habe.
Selbst der TA spricht mich immer auf diese Rasse und die besondere Verantwortung an. Sie haben hier leider einen sehr schlechten Ruf.
Jetzt zieh ich mich erstmal sehr nachdenklich zurück und frage mich, ob ich alles falsch gemacht habe.
Dabei war ich immer so stolz auf meinen so gut erzogenen ersten Serra-Hund, der nie jemanden angegriffen hat.Danke für eure Antworten, ich muss wohl umdenken lernen.
LG
Silvia -
Hallo Sylvia.
Schön, daß Du Dir ein paar Gedanken machst. Meine Vorredner haben es allzu schön beschrieben, mit dem Tauschen, und dem Vergleich mit dem eigenen Lieblingsessen. Ich möchte noch hinzufügen, daß man auch immerwieder mal, wenn der Hund am Fressen oder Kauen ist, einfach etwas noch tolleres dazu geben sollte, ohne ihm seines abzunehmen... So lernt er, daß die Hand und/oder der herannahende Mensch nur Gutes bedeuten...
Und daß Deine "alten" Erziehungsmethoden funktionieren, bestreitet niemand. Allerdings klappt es nicht immer und vorallem: zu welchem Preis?
Dein Hund kriegt Angst vor Dir. Mit Respekt hat das nichts zu tun. Und "DEN" dominanten Hund gibt es nicht. Dominanz ist immer situationsbezogen.
Ein Hund packt einen anderen Hund nicht im Genick um ihn zu maßregeln. Dies geschieht im Spiel oder ganz schlimm in Verletzungsabsicht...
Du zeigst Deinen Hunden viel mehr, daß Du das sagen hast, wenn Du sanft und bestimmt konsequent bist. Und jeder junge Hund stellt in Frage, ganz unabhängig von der Rasse. Nur der eine läßt sich von Gewalt eher beeindrucken und "brechen", der andere begehrt länger auf... Aber will man so etwas bei einem Familienmitglied?
Dein Freund hat Unrecht mit dem Knurren. Und wie die Vorredner geschrieben haben, ist Knurren gut, weil der Hund warnt. Er sagt Dir, daß er Streß hat, sich bedrängt fühlt. Arbeite an Eurer Beziehung und zeig ihm als guter Chef, daß es in Ordnung ist und nur Gutes geschieht, dann wird er keinen Grund haben...
Auch wenn alle Deine Hunde es akzeptieren, wenn Du ihnen das Futter wegnimmst: Entweder es ist ihnen nicht so wichtig, oder sie haben nichts falsches damit verknüpft oder sie haben schlichtweg Angst vor Dir. Denn selbst der schwächste Wolf hat das Recht und wird dies jederzeit tun, sein Fressen vor dem obersten zu verteidigen. dazu verweise ich gerne auf Bloch.
Sei ruhig weiter stolz auf Deinen ersten gut erzogenen Hund, aber mach Dich vielleicht von Deinen eigenen Rasse-Vorurteilen etwas freier und behandle Dein Würmchen wie nen jungen frechen potentiell besten Hund der Welt.. Nicht wie einen potentiell gefährlichen Beißer...
Leider wird immer noch und immer wieder gerne das "alte" Zeug gelehrt, weil :
- viele es nciht besser wissen.
- nicht besser wissen wollen.
- Befriedigung darin finden, einen Hund so "unterzuordnen!"
- denken, bestimmte Rassen bräuchten das....
-.........wenn du hier noch ein wenig rum liest findest du noch viele interessante dinge..
viel spaß...
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Hallo,
ich denke mal, daß keiner hier die Absicht hatte, Dich zu verschrecken.
Wenn Du Dich "zurückziehen" magst, wie Du schreibst, um nachzudenken, ist das natürlich okay. Hauptsache, Du fühlst Dich nicht persönlich angegriffen. Veraltete Erziehungsmethoden (Alphawurf, Nackenpacken und -schütteln ect.) finden vielfach heute noch Anwendung auf Hundeplätze, bei Trainern und werden auch noch immer von Züchtern empfohlen. Früher wurden Kinder auch geschlagen, was heute unter Strafe verboten ist. Man lernt eben dazu.
Ich freue mich über jeden, der (unwissenderweise) diese Methoden anwendet und darüber nachdenkt, wenn er hier Aufklärung bekommt. Wenn nur einer von Vielen unsere Ratschläge annimmt und seinen Hund nicht mehr erzieht, indem er ihm Angst macht, haben wir etwas erreicht.
Mich würde Dein Wuff übrigens mal rein optisch interessieren, kenne die Rasse nämlich gar nicht. Zeig uns doch mal ein Foto.
Und weiterhin viel Spaß hier im Forum und beim Stöbern, Umdenken und Weiterbilden...:-)
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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