Züchterin hat trotz pos.HDBef. der Mutter Welpen verkauft..

  • Zitat

    Das aber nur, wenn der Deckpartner dann A1-2( HD-0), oder HD-Grenzfall B1-2 (HD-1) hat.

    Zumindest ist es beim DRC so.

    Der Vater (der auch Laika's Vater ist) hat AA/00. Sie hätte auch mit ihr züchten dürfen hätte der Vater BB gehabt. Laut den Bestimmungen in Finnland. Wollte sie aber nicht, hat versucht den gesündesten Rüden für die Hündin zu finden und hat offenbar geklappt.

    Ich bin was diese HD/ED Befunde angeht immer etwas kritisch. Einmal, in Finnland ist es so (wie es anderswo ist weiß ich nicht), daß man IDENTISCHE Röntgenbilder einschicken kann und zweimal unterschiedliche Ergebnisse bekommt. Einmal ist es AA und einmal ist es CC (Dalmatinerhündin einer befreundeten Züchterin). Nun erklär mir das mal wer. Worauf ich achte - neben den vom Zuchtverband angegebenen Gelenksgeschichten - ist wie viele Verwandte tatsächlich Hüftbeschwerden hatten. Angenommen aus einem Wurf (wie bei Laika's Mutter), sind alle Welpen mit AA/00, bis auch Laika's Mama, die hat BB/00. Allerdings: KEINER der Geschwister oder Halbgeschwister der Mutter (der Vater ist ein sehr bliebter Zuchtrüde und hat Europaweit glaube ich neun Würfe) hat je tatsächlich Hüftdyspalsie entwickelt. Die Großmutter ist aus einem extrem angesehenen Zwinger in Deutschland, sie selber hat nur sehr gesunde Hunde produziert, ihr Bruder, der einer der Dobermann "No 1 Studs" in Skandinavien ist hat nur gesunde Nachkommen in die Welt gesetzt usw. Was ich sagen will, nur indem man sich die Eltern anguckt kriegt man zwar ein Bild, aber kein sonderlich großes. Man kriegt ein wesentlich besseres Bild von der Sache, wenn man die Familie auch anguckt. Beispielsweise hätte ich wenig Problem damit einen HUnd zu nehmen, wenn die Mutter Hüften CC hat, aber alle anderen Verwandten AA oder AB oder so haben. Allerdings, hat die Mutter CC und Verwandte haben auch alle CC oder am Ende sogar CD oder DD, wäre das was anderes.
    Also, Befunde hin oder her, kein Hund hat je entsprechende Beschwerden gehabt. Also was will man mehr?

  • Zitat

    Der Vater (der auch Laika's Vater ist) hat AA/00. Sie hätte auch mit ihr züchten dürfen hätte der Vater BB gehabt. Laut den Bestimmungen in Finnland. Wollte sie aber nicht, hat versucht den gesündesten Rüden für die Hündin zu finden und hat offenbar geklappt.

    Na, B- Befund ist doch noch absolut in Ordnung und vertretbar.

    Zitat

    Ich bin was diese HD/ED Befunde angeht immer etwas kritisch. Einmal, in Finnland ist es so (wie es anderswo ist weiß ich nicht), daß man IDENTISCHE Röntgenbilder einschicken kann und zweimal unterschiedliche Ergebnisse bekommt. Einmal ist es AA und einmal ist es CC (Dalmatinerhündin einer befreundeten Züchterin). Nun erklär mir das mal wer.

    Das kann ich jetzt auch nicht erklären :???: ,

    aber beim DRC ist es so, dass die Bilder immer zu einer bestimmten Stelle geschickt werden, das kann man nicht selber nach gut Dünken aussuchen...es ist so vorgeschrieben.

    Also nicht einmal da, und dann wieder dort.

    Golden haben auch wieder andere Anlaufstellen als Flats oder Labradore.

    Ob das andere Zuchtverbände auch so handhaben, dass entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

    Zitat


    Worauf ich achte - neben den vom Zuchtverband angegebenen Gelenksgeschichten - ist wie viele Verwandte tatsächlich Hüftbeschwerden hatten. Angenommen aus einem Wurf (wie bei Laika's Mutter), sind alle Welpen mit AA/00, bis auch Laika's Mama, die hat BB/00. Allerdings: KEINER der Geschwister oder Halbgeschwister der Mutter (der Vater ist ein sehr bliebter Zuchtrüde und hat Europaweit glaube ich neun Würfe) hat je tatsächlich Hüftdyspalsie entwickelt. Die Großmutter ist aus einem extrem angesehenen Zwinger in Deutschland, sie selber hat nur sehr gesunde Hunde produziert, ihr Bruder, der einer der Dobermann "No 1 Studs" in Skandinavien ist hat nur gesunde Nachkommen in die Welt gesetzt usw. Was ich sagen will, nur indem man sich die Eltern anguckt kriegt man zwar ein Bild, aber kein sonderlich großes. Man kriegt ein wesentlich besseres Bild von der Sache, wenn man die Familie auch anguckt.

    Natürlich.

    Ein guter und verantwortlicher Züchter wird die Wahrscheinlichkeit zur HD/ED Disposition auf mehrere Generationen zurückverfolgen, um sie dementsprechend auch in seiner Nachzucht zu berücksichtigen.

    Die berühmten Anzeigen " Eltern HD-frei" sagen in der Tat null und nichts aus, sondern dienen mehr einem Verkaufsargument.

  • Hallo!

    Wenn euer Hund im IBC (Internatinaler Boxer Club) gezüchtet worden ist, ist die Verpaarung einer Hündin mit C-Hüfte erlaubt, wenn der Deckpartner eine A-Hüfte hat. Also schaut in die Papiere, unter dem Namen des Vaters stehen alle Daten zu ihm - auch sein HD-Befund. Ist der A, habt ihr Pech gehabt und könnt gar nichts unternehmen.
    Ansonsten ist es natürlich nach 3 Jahren auch recht spät Forderungen zu stellen. Ihr hättet euren Hund schließlich schon lange Röngten lassen können. Dann hättet ihr euch sofort an die Züchterin wenden müssen, um eine Regelung zum Kaufpreis und für zukünftige Kosten zu finden, wobei es meist bei einer Rücknahme des Hundes oder Kaufpreisminderung bleibt, wenn man den Hund behält, hat man die Folgekosten normalerweise allein.
    Es tut mir sehr leid für euch, aber sicherlich informiert ihr euch vor dem Kauf eines weiteren Hundes besser. Ein guter Ansprechpartner ist übrigens immer die Ortgruppe des Zuchtvereins. Dort bekommt man eigentlich alle Informationen, die man braucht und lernt dazu nette Leute kennen.
    Alles Gute für euren Hund!

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat


    aber beim DRC ist es so, dass die Bilder immer zu einer bestimmten Stelle geschickt werden, das kann man nicht selber nach gut Dünken aussuchen...es ist so vorgeschrieben.

    Das ist beim CfBrH auch so. Vor einigen Jahren ist der alte Gutachter in Rente und sein Sohn hat das übernommen, da hat man allerdings auch deutlich eine Verschiebung der Auswertungen gemerkt. Der neue ist scheinbar deutlich strenger.

  • Hi Yohanna,

    Zitat

    daß man IDENTISCHE Röntgenbilder einschicken kann und zweimal unterschiedliche Ergebnisse bekommt. Einmal ist es AA und einmal ist es CC (Dalmatinerhündin einer befreundeten Züchterin).

    so einen Fall kenne ich auch in Deutschland. Gleiches Bild, gleicher Auswerter. Einmal A, einmal C.

    Problem ist, dass HD-Auswertung recht subjektiv ist. Im Prinzip gibt es nur 2 Kriterien bei der Auswertung, die man wirklich messen kann. Das ist einmal der Norbergwinkel und zum anderen die Überdeckung des Oberschenkelkopfes durch die Hüftpfanne. Und beide Werte sind sehr von der korrekten Lagerung abhängig. Das gilt übrigens auch für die restlichen Kriterien zur Auswertung.

    Die Bilder meiner Hunde habe ich übungshalber selbst ausgewertet, bevor sie zum Auswerter gingen. Bei beiden hätte von A2 rps. A1 bis C1 alles drin sein können. Je nach "Pingeligkeit" des Auswerters.

    Nehmen wir mal die sogenannte "subchondrale Knochenlinie". Das ist die weisse Linie, die man direkt am Gelenksrand sieht, also der Knochen direkt unter dem Gelenksknorpel. Die soll idealerweise "feingezeichnet" sein. Man definiere jetzt aber "feingezeichnet". Was ist "feingezeichnet"? Da kann auch ein und derselbe Auswerter mal sagen "oh, irgendwie scheint mir die minimal verdickt also nicht mehr feingezeichnet" und schwupp gibt es einen Minuspunkt mehr auf der Liste. Das bei 2-3 Kriterien und schon sind wir nicht mehr bei A, sondern bei B, oder gar schon bei C.

    dhmeyer
    Ach ja, was den Boxerclub betrifft. Da beim IBC wohl erlaubt ist, HD C mit HD A zu verpaaren, wirst Du wohl nichts machen können.

    Im übrigen hätte das auch bei zwei Eltern passieren können, die beide HD A haben. Kommt immer drauf an, wie die Gene so sind und sich rekombinieren. Mal angenommen, Hund A hat einen leicht divergenten Gelenkspalt, ansonsten ist alles in Ordnung. Bei Hund B ist die Hüftpfanne eine Idee zu klein ausgebildet, aber ansonsten auch alles in Ordnung. Beide könnten mit diesen Minuspunkten immer noch im A-Bereich sein. Denn eines sollte man immer bedenken, es handelt sich um LEBEWESEN. Und da gibt es keine 1000stel mm Toleranzbereiche. In der Natur sind die Toleranzbereiche deutlich grösser. Und das muss man auch bei HD-Auswertungen berücksichtigen.

    So. Und nun werden diese beiden Hunde verpaart und zufällig erhält ein Hund sämtliche "schlechten" Gene, also einen divergierenden Gelenkspalt und eine Hüftpfanne, die einen Tick zu klein ist. Schon sind wir bei zwei A-Eltern bei einem C-Welpen. Oder schlimmstenfalls sogar bei einem D-Welpen.

    Viele Grüße
    Cindy

  • britta,
    Pebbles
    yane

    Jaja, in Finnland werden die alle an den Suomen Kennelliitto (Finnischen Kennelclub/= "finnischer VDH") geschickt. Und warum man da so derartig unterschiedliche Ergebnisse bekommt ist mir mehr als rätselhaft. aber es ist so. Hier werden die Befunde für Hunde aller Rassen von der selben Stelle (wo mehrere Personen arbeiten) beurteilt.
    Deswegen habe ich auch davon Abstand genommen NUR auf die Befunde zu achten und lieber Mal gefragt wie die jeweiligen HUnde denn gelebt haben, UNABHÄNGIG von befunden.

    dhmeyer
    Hast Du mal die Züchterin angerufen/angeschrieben und gefragt, was Du jetzt machen sollst? Ich meine, Dein Hund hat Schmerzen und egal wie, was, warum und weshalb, DAGEGEN muß ja irgendwas geschehen. Und es gibt verschiedene Behandlungsmethoden je nach individuellem Krankheitsbild, die es dem Hund ermöglichen können noch ein möglichst langes und lebenswertes (=schmerzfreies) Leben zu leben.

  • @literaturschock

    Beim VDH finde ich leider keine Zuchtordnung, aber bei der FCI.
    Die FCI-Regeln besagen als Mindeststandard keine Zucht mit Hunden mit schwerer HD, also HD D :irre:
    Ob die Zuchtordnung des VDH als Mindeststandard das ganze enger sieht, kann ich leider nicht sagen.
    Die einzelnen Mitgliedsvereine müssen nur die diese Mindestvorgaben erfüllen, können aber ihre eigenen Zuchtordnungen strenger fassen. Als Beispiel darf im Boxer-Klub (BK) mit einem Hund mit C-Hüfte nicht gezüchtet werden, im IBC aber eben doch, wenn der Deckpartner A hat.
    Es liegt also in der Hand des Käufers, sich vorher zu informieren, wenn es für die gewünschte Hunderasse verschiedene Vereine gibt.
    Bei der HD ist es aber für den jeweiligen Zuchtverband sehr schwer Einfluss zu nehmen. Normalerweise wird für einen Hund die Zuchtzulassung wieder entzogen, wenn es vermehrt zu kranken Nachkommen kommt. HD ist aber eben nicht nur erblich bedingt, sondern auch von der Fütterung und Haltung abhängig. Ein kranker Hund reicht da nicht. Weiterhin fehlen ja bei den meisten Hunden die Ergebnisse, denn nur ein ganz geringer Teil der Käufer lässt seinen Hund röntgen und auswerten. Bei dem betroffenen Boxer hier ist es ja auch so. Die Züchterin wusste nichts davon, der IBC hat es auch nicht in der Statistik, weil der Hund eben nicht für den Gutachter geröngt wurde, sondern erst jetzt, bei Auftreten von Problemen, aber das Bild hat ja auch nur der Haustierarzt gesehen und beurteilt.
    Es gibt sicherlich wirklich gute und auch schlechtere Züchter unter dem VDH, aber man sollte sich bewußt sein, dass es mit einem Hund aus VDH-Zucht nicht getan ist. Damit diese Regelungen, die einen standardgerechten und gesunden Hund sichern sollen, greifen, sollte der Käufer die für seine Rasse vorgesehenen Gesundheitsuntersuchungen durchführen und offiziell beurteilen lassen. Ein paar mal Ausstellenund rassetypische Prüfungen ablegen würde dem Züchter auch helfen, aber die Untersuchungen sind wichtiger! Wie soll ein Züchter denn über sein zukünftiges Vorgehen verantwortungsvoll entscheiden, wenn er keine Ergebnisse von den Nachkommen hat?

    LG
    das Schnauzermädel
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Als Beispiel darf im Boxer-Klub (BK) mit einem Hund mit C-Hüfte nicht gezüchtet werden, im IBC aber eben doch, wenn der Deckpartner A hat.

    Doch, im BK darf mit C gezüchtet werden, nur nicht mit D (mittlere) und E (schwere). Bezüglich der Verpaarung mit A ist in der ZUchtverordnung nichts hinterlegt. Beim IBC steht dieses jedoch explizit in der Zuchtverordnung.

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