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Unser Hund knurrt uns an

  • Wir haben einen Mischlingshund, vierzehn Monate alt, Mutter Samojede, Vater eine Mischung aus norwegischem Schlittenhund und weißem Schäfer. Er war der stärkste im Wurf und von Anfang an sehr bestimmend, obwohl er sehr schnell gelernt hat und auch fast von Anfang an zu uns kam, wenn wir ihn riefen.
    Problem: Es begann damit, daß er uns anknurrte, wenn er einen Knochen hatte und ging dann im Alter von sechs Monaten damit weiter, daß er murrte, wenn er einen Befehl ausführen sollte; es begann bei mir, bei meinem Mann später. Das ganze steigerte sich, inzwischen hat er schon einige Male leicht zugebissen, nicht stark, aber doch sichtbar.


    Spazierengehen klappt meistens gut, er läuft zwar ab und zu weg, das wurde aber erheblich besser. Was er allerdings gern macht: Er läuft hinter anderen Menschen her; gestern z.B. sprang er hinter meinen Eltern her, die zum ersten Mal zu Besuch waren, die er also garnicht kennt!,-einen Spaziergang machten, davor verfolgte er zwei Reiter, wir durften ihn dann einige Kilometer weit abholen.


    Wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen, er ist eigentlich ein lieber und freundlicher Hund- gegenüber anderen. Und uns gegenüber, wenn er gute Laune hat. Keiner glaubt uns unsere Probleme, da er eben so positiv ist!


    Wenn er uns anknurrt, was immer häufiger passiert, sieht es auch oft so aus, als ob er Angst hätte- oder interpretieren wir das falsch?


    Wir lieben unseren Bamse, allerdings ist mir klar, daß wir ihn abgeben müssen, wenn das so weitergeht. Was sollen wir tun? Wir wollen es jetzt mal mit Futterentzug probieren, obwohl ihm Fressen eigentlich unwichtig ist, er ißt auch selten auf, obwohl er nicht viel bekommt.


    Er springt frei auf dem Grundstück herum, außerdem bekommt er zwei Spaziergänge pro Tag. Kein Zugang zu jedem Zimmer, kuscheln kommt er manchmal, obwohl es da sowohl bei meinem Mann als auch bei mir vorgekommen ist, daß er ankam und kuscheln wollte und mitten im Kuscheln die Ohren anlegte und anfing, zu knurren, nicht zu beruhigen war!
    Die Katzen knurrt er nicht an, versucht ständig eine Kontaktaufnahme, die mit Kratzern und Fauchen endet. Er hat nie zugeschnappt oder ähnliches!
    Körperlich ist er zumindest mir überlegen, er wiegt inzwischen fast genausoviel wie ich.


    Hat jemand Rat?

  • Hallo Cordula,


    was Du schreibst erinnert mich an unseren ersten Riesenschauzer vor etlichen Jahren. Es fing mit Knurren an und nach einiger Zeit fing er an zu schnappen. Da wir so etwas bisher bei keinem Hund erlebt hatten, ging ich zum Tierarzt, eigentlichen zu mehreren TA's. Beim 3ten stellte sich dann heraus, das unser Schnauzer eine prächtige Mandelentzündung hatte. Nachdem die Mandeln entfernt waren hat er uns niemehr angeknurrt oder nach uns geschnappt.


    Wenn Ihr Erziehungsfehler ausschließen könnt , solltest Du deinen Hund einmal beobachten vielleicht hat er Schmerzen und reagiert deshalb so.


    LG Eva

  • Halte die Mandelentzündung für Abwägig.
    Klingt eher nach einem Heftigen Rangfolgeproblem! Sehr ungewöhnlich in dem Alter!


    Empfehle dringend die Lebenssituation zu ändern, und konsequent mit dem kleinen zu verfahren!
    Ihr müst das Kerlchen schon von euch beeindrucken. Soll heißen, ihr müst euch als "Gottgleiches Wesen" verkaufen.
    Gönnt ihm mal eine Zeitlang weniger Freiräume.
    Laßt euch das anknurren nicht gefallen. Futter hinstellen, Futter wieder wegnehmen, und keinen Knurrer gefallen lassen.
    Dann Füttert ihr ihn eben mal Bröckchen weise aus der Hand usw.


    Rate dringend zum Besuch einer guten hundeschule!


    Viel Erfolg, Kai

    Alles wird gut!

  • Hi,


    zum einen würde ich mir mal Gedanken bzgl. Erziehung des Hundes machen. So von wegen hinter anderen herrennen, andere Leute anspringen, Reiter jagen, usw. Knurren, wenn er einen Knochen im Maul hat o.ä. würde ich mir mal überlegen. Das hättet ihr prinzipiell schon damals nicht durchgehen lassen dürfen. Wobei ich jetzt nicht sagen möchte, dass ihr das mit Zwang und Gewalt abgewöhnen solltet. Hund soll nur lernen, dass er bestimmte Dinge auf Signal hin ausgibt. Und zwar alles, was er gerade im Maul hat. Andererseits soll er lernen, dass ihr ihm nichts einfach so wegnehmt und er in Ruhe neben euch fressen kann. Schätze mal, dazu gibt es hier im Forum schon einiges an Tipps.


    Zum anderen, Eva hat ja schon gesagt, dass es evtl. auch Schmerzen sein könnten. Gerade wenn er zum Kuscheln kommt und er plötzlich anfängt zu knurren. Beobachtet mal, ob das immer dann stattfindet, wenn ihr in eine bestimmte Region kommt. Und dann lasst diesen Bereich durchchecken.


    Viele Grüße
    Cindy

    Viele Grüße
    Cindy

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hallo Cordula,


    Cindy und Kai könnten echt recht haben. Es hört sich ein bissl so an als ob der Kleine schon früh eigene Entscheidungen treffen musste und jetzt quasi sein eigener Boss ist.
    Lasst Ihr Ihn unbeaufsichtigt auf dem Grundstück frei laufen ???? Wenn das so ist, könnte das evtl. ein Grund sein. Er entscheidet selber was er macht bzw. was nicht und es ist für Ihn dann unverständlich wenn Ihr Ihm "Vorschriften" machen wollt, vielleicht fühlt er sich dann sogar bedroht !!!???
    Ich würde Dir auch raten eine gute Hundeschule aufzusuchen und versuchen Ihm mehr Grenzen zu setzen, ohne Gewalt o.ä. Braucht viel Geduld und Zeit , aber ich denke Ihr kriegt das hin :gut:


    Lieben Gruß von der Chris !

  • Hi,


    man muss nicht gleich ein „Gott gleiches Wesen“ verkörpern ;-) aber ernst nehmen sollte Euch der Hund auf jeden Fall und, wenn es keine Schmerzen sind, würde ich das in keinem Fall tolerieren. Kann es sein, dass ihr mittlerweile schon etwas Angst vor seiner Unberechenbarkeit habt ?????


    Würde Euch ebenfalls den Besuch einer Hundeschule und da vielleicht mal Einzelstunden für den Anfang anraten.


    Auch das Anknurren nach von ihm eingeforderten Streicheleinheiten ist durchaus nicht OK, ER fordert und ER beendet, wann er will.


    Würde ihm seine Privilegien absolut strikt untersagen. Kommt er und fordert, schickt ihn weg. Weist ihm einen festen Platz zu, auf den ihr ihn dann schickt. Bleibt er dort nicht auch durchaus mal anbinden. Den Hund gezielt ignorieren.


    Draußen würde ich ihm unkontrollierten Freilauf nicht gestatten. Eine lange Schleppleine hilft hier gut weiter.


    Es kommt so rüber, dass ihr schnellstens an der Bindung zu Euch arbeiten solltet, weil er sich nach den Beschreibungen einen „Scheiß“ um Euch schert......manchmal passt ihr ihm halt ein wenig in den Kram und meist halt nicht....zu sehr verselbständigt.......


    Aber auf die Ferne kann man das oft nicht wirklich gut beurteilen und nur Vermutungen anstellen und muss sich auf den Bericht verlassen.


    Liebe Grüße
    Alexandra

  • Puh, ich glaube, ich kriege eine Ahnung... Bamse wollte von Anfang an lieber draußen als drin sein, und da wir oft drin zu tun hatten, haben wir ihn rausgeschickt. Haben es gut gemeint. Er ist oft allein draußen, allerdings haben wir immer einen Blick auf ihn, durchs Fenster, zeigen ihm auch regelmäßig, daß wir ihn im Blick haben, aber vielleicht reichte das nicht... Als wir ihn letztes Jahr bekamen, hat mein Mann ihn mit auf Arbeit genommen, aber selbst da war er zwangsläufig tagsüber allein, bis auf die Pausen halt. Hatte meinen Mann aber immer auf Sichtweite, er ist Maler und malt im Sommer draußen.


    Wir haben von Anfang an versucht, gegen das Knurren vorzugehen, kamen da aber trotz verschiedener Anregungen nicht weiter, es wurde immer alles schlimmer. Heute habe ich zum ersten Mal diesen Wolfsgriff oder wie das heißt, ausprobiert, ist ja ein Drama! Er hält sehr lange Augenkontakt, knurrt sehr lange, zweimal ist er während ich ihn gehalten habe, agressiver geworden und hat dann nach mir geschnappt.


    Wir sind uns aber einig, daß ab heute alles anders wird. Er macht es uns aber wirklich nicht leicht, ich hoffe, wir packen es...


    Vielen Dank für die Anregung, auch das mit den Schmerzen werden wir mal abklären.


    Noch eine Frage: Wenn wir abends an ihm vorbeigehen, duckt er sich und knurrt oft, gehen wir zu ihm, geht eine Knurraktion los. Also auch einfach eine Mitteilung, wir sollen ihn in Ruhe lassen? Oder kann abends was anderes dahinterstecken?

  • Hi Cordula
    Ich würde auf jeden Fall erstmal auf die Rasse abstellen. Er ist ja eine explosive Mischung aus Nordischen Hunden und die sind bei weitem nicht ohne. 1. diese Hunde brachen extrem viel Bewegung, 2. diese Hunde neigen vermehrt zu Rangordnungsproblemen gerade in der Wohnung und wenn sie alleine gehalten werden (nordische Hunde mögen es draußen lieber mit Artgenossen) 3. braucht man extrem viel Konsequenz in der Erziehung und 4. haben sie noch zusätzlich einen extremen Jagdtrieb, weshalb nordische Hunde selten ohne Leine anzutreffen sind. Natürlich entstehen dann arge Probleme, da sie ihrem Laufbedürfnis nicht nachkommen.
    Ich denke, dass ihr zu "weich" seid und dass Euch Euer Hund langsam klar macht, wer bei Euch Chef ist. Ich kann Euch nur empfehlen ganz konsequent Eure Erziehung umzustellen. Euer Hund braucht eine strake Hand, einen Führer praktisch, der ihm souverän genug erscheint, sich ihm anzuschließen. Kein Verhätscheln oder sonstige Aufmerksamkeit, er bekommt erst Futter, wenn ihr gegessen habt, er kommt auf Spaziergängen an die Leine (habt ihr schon mal übers Radfahren mit ihm nachgedacht oder sonstigen Laufsport?) anschließend würde ich noch Grundgehorsam im Garten oder in der Hundeschule trainieren und dabei ganz klar, bestimmend und kosequnet rüberkommen. Es darf für den Hund keinerlei Zweifel bestehen, dass ihr es nicht ernst meint.
    Ihr müsst bedenken, dass diese Rassen verdammt selbstständig sind, sehr ursprünglich und nicht leicht zu erziehen. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll sich genauer mit der Rasse auseianderzusetzen und vielleicht auch mal den einen oder anderen Halter zu ihren Erziehungsmethoden zu befragen. Vielleicht könnt ihr Euch bei denen das eine oder andere mal abschauen.
    Ihr müsst Euch komplett umstellen. Ich wünsche Euch viel Kraft und Geduld dabei.
    LG Maren und Sydney

    Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
    Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
    Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.


    (Roger Caras)

  • Zu der Sache abends.....


    auch hier es nicht dabei bewenden lassen. IHR habt das Recht, jederzeit an ihm vorbeizugehen und ihn auch jederzeit von überall wegzuschicken !!!


    Liegt eine meiner Damen im Weg rum ( z.Bsp. im Türrahmen ) und ich komme auf sie zu, stehen sie auf und machen Platz. Tun sie das mal nicht, schick ich sie weg....( meist reicht ein GEH ansonsten tippe ich sie ganz dezent am Popo an ;-) )


    Wenn er seine Ruhe haben will, dann kann ER gehen aber sicher nicht ihr Platz machen !!! Und das ganz ruhig aber bestimmt.


    Er wird das sehr schnell verstehen.


    Liebe Grüße
    Alexandra


    PS: Die Geduld und Konsequenz lohnen sich und ihr habt viel mehr Spaß MITEINANDER !!!

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den kostenlosen Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen kostenlosen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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