Hund uriniert im Kinderzimmer

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  • Hallo zusammen,

    ich brauche mal eine objektive Einschätzung von euch zu meiner aktuellen Situation zu Hause. Ich habe eine 5,5-jährige Hündin (jack russel /kokoni Mischlin ), (kastriert, geimpft), die ich von klein auf habe. Seit ich Kinder habe (3,5 Jahre und 8 Monate), wird die Situation immer angespannter und ich mache mir große Sorgen um die Sicherheit.

    Hier sind die Punkte, die mich extrem belasten:

    Ressourcenverteidigung & Eifersucht: Schon als meine erste Tochter ein Baby war, wurde sie angeknurrt. Einmal knurrte die Hündin massiv, als meine Tochter einen Gast zuerst begrüßen wollte. Auch wenn meine Tochter (3,5) mal etwas zu grob war (was bei Kleinkindern ja leider passiert), reagiert die Hündin sofort aggressiv mit Knurren. Eine Bindung zwischen den beiden existiert nicht.

    Gezielte Unsauberkeit: Der Hund markiert gezielt die Plätze der Kinder mit Kot und Urin. Das passierte damals schon direkt neben dem Beistellbett meiner ersten Tochter und aktuell wieder mitten auf der Spieldecke meines Babys (8 Monate), das gerade anfängt zu krabbeln.

    Vorgeschichte: Das Problem mit Kindern scheint generell zu sein. Schon vor Jahren hat sie die Kinder meines Bruders ständig verbellt und war nie entspannt in ihrer Nähe.

    Aktuelles Verhalten: Sie ist permanent hektisch, bellt viel und hat vor kurzem sogar gegen mich geschnappt. Draußen provoziert sie andere Hunde, was schon zu Beißereien geführt hat.

    Ich habe das Gefühl, dass die Hündin durch die Kinder unter Dauerstress steht und sie als Bedrohung für ihr Revier oder ihre Ressourcen sieht. Ich versuche alles zu managen, aber mit zwei kleinen Kindern stoße ich an meine Grenzen.

    Was denkt ihr über dieses Verhalten? Ist das ein Stresspegel, der für einen Hund in einer Familie noch tragbar ist, oder seht ihr hier eine Gefahr?

  • Wie war denn deine Hündin vor den Kindern?

    Ist das ein Stresspegel, der für einen Hund in einer Familie noch tragbar ist, oder seht ihr hier eine Gefahr?

    Ich finde, laut deinem Text, hat sie scheinbar sehr viel Stress.

    Kann sie sich auch irgendwo entspannt zurückziehen, wo keine Kinder hinkommen? Schläft sie denn genug?

    Aber ja, ich sehe da schon eine Gefahr, gerade weil sie ja auch schnappt. Das Knurren ist ja immer erstmal die erste Wahl, aber wenn es ein Kind mal nicht versteht (du nicht dabei bist), dann wird sie auch deine Kinder schnappen/beißen.

    Aber , wir lesen hier ja nur das was du schreibst. vllt holst du dir mal einen Trainer ins Haus der die Situation einschätzen wird und dir dann zu xy raten. Vllt auch eine Abgabe, wenn das für alle Beteiligten das Beste sein wird.

  • Auf jeden Fall ab sofort dauerhaft einen Maulkorb drauf wenn das nicht schon der Fall ist. Kinder und Hund konsequent trennen. Dazu eignen sich Türgitter ganz gut.

    Zusätzlich würde ich mir einen kompetenten Trainer ins Haus holen der sich das ganze mal anschaut.

    Knurren ansich finde ich nicht tragisch, der Hund muss ja auch kommunizieren das er das scheiße findet. Es ist aber deine Aufgabe solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Gleichzeitig kann man dann schauen wie man den Alltag besser gestalten kann und ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt dem Hund den Stress zu nehmen in dieser Konstellation.

  • Sie hat ihre hundebox im Schlafzimmer, oder auch kissen unter unserem Bett da kommt auch kein Kind dran , wenn sie möchte kann sie sich zurückziehen und meine grosse Tochter stört sie nie , sie hat mal versucht mit ihr zu spielen hat si3 ein bisschen zu heftig gestreichelt und da kam die Reaktion. Ansonsten wartet meine Tochter auf dem Boden und lässt den hund zu ihr kommen wenn sie es möchte. Aber in der Regel liegt sie in ihrem bettchen im Wohnzimmer, also wenn wir zuhause keine Gäste haben und nicht laut spielen kann sie ruhig bleiben. Wenn ich mal die balkontür offen lasse und sie was hört(Vor allem kinder) bellt sie wieder. Es ist als ob es ein Reflex ist. Ja vielleicht mal die hundetrainerin zu uns kommen lassen aber wie gesagt in der hundeschule mit anderen Hunden war sie extrem ängstlich, nervös , hat gedauert bis sie da irgendwie mitmachen konnte. Verschieden Kommandos beherrscht sie ja wenn sie halt nicht unter Stress ist.

  • Das Knurren an sich fand ich auch nicht tragisch aber ich fand es schon komisch weil es halt nichts heftiges war , also die Toleranz ist niedrig. Meine Tochter weiss ja mittlerweile das der hund nicht vieles möchte also lässt sie sie in ruhe, ich lasse sie auch nicht alleine ,keine von den beiden . Manchmal setzt sie sich ja zu uns im Kinderzimmer oder auch auf der spieldecke deshalb hab ich mich ja so gewundert wieso sie da alles vollgepinkelt hat

  • Vor den Kindern, zum beispiel mit meinen Patienten in der physiopraxis ( ich hatte sie immer dabei) hatte sie sich ausgesucht wenn sie mag und wenn nicht ,ich hab da nie so richtig verstanden was der Auslöser war, andere hat sie angebellt andere ignoriert andere geliebt. Und vor meinen Kindern zu besuch bei meinem bruder und seiner familie hat sie auf dessen Familienbett gekotet wie erwähnt was ich auch nicht verstanden hatte. Kinder , familie und Geräusche sind offensichtlich schnell zu viel für sie. Oder auch in Restaurants, oder wandern kann sie Sachen finden die sie stressen ( zu viele Leute, ein andere hund) manchmal kann sie ruhig bleiben und manchmal versteht sie gar nichts mehr vor lauter Stress. Ich Blicke nicht so richtig durch

  • Hallo!

    Vorab: ich hab keine Kinder, deswegen kann ich nur mit meinem Bauchgefühl antworten

    Ressourcenverteidigung & Eifersucht: Schon als meine erste Tochter ein Baby war, wurde sie angeknurrt. Einmal knurrte die Hündin massiv, als meine Tochter einen Gast zuerst begrüßen wollte. Auch wenn meine Tochter (3,5) mal etwas zu grob war (was bei Kleinkindern ja leider passiert), reagiert die Hündin sofort aggressiv mit Knurren. Eine Bindung zwischen den beiden existiert nicht.

    Das Knurren deiner Hündin ist Kommunikation, die ernst genommen werden muss.

    In meiner Vorstellung gehören Kinder und Hunde unter Schulalter nicht zusammen alleine gelassen bzw unmoderiert laufen gelassen. Ich würde immer trennen. Eine Dreieinhalbjährige kann sich gar nicht an Regeln halten, wie - nicht anfassen,nicht zwicken, nicht bedrängen, nicht beim Ruhen/Schlafen stören, nicht kreischen, keine schnellen Bewegungen. Da hat der Erwachsene die Verantwortung, Hund und Kind von einander fern zu halten und voreinander zu schützen.

    Der "Familienhund", "der beste Freund des Kindes schon das ganze Leben lang", das ist doch sehr romantisiert.

    Gezielte Unsauberkeit: Der Hund markiert gezielt die Plätze der Kinder mit Kot und Urin. Das passierte damals schon direkt neben dem Beistellbett meiner ersten Tochter und aktuell wieder mitten auf der Spieldecke meines Babys (8 Monate), das gerade anfängt zu krabbeln.

    Ich würde Kindergitter installieren und das Kinderzimmer wäre für den Hund tabu.

    Vorgeschichte: Das Problem mit Kindern scheint generell zu sein. Schon vor Jahren hat sie die Kinder meines Bruders ständig verbellt und war nie entspannt in ihrer Nähe.

    Aktuelles Verhalten: Sie ist permanent hektisch, bellt viel und hat vor kurzem sogar gegen mich geschnappt. Draußen provoziert sie andere Hunde, was schon zu Beißereien geführt hat.

    Auch hier wieder: Da hat der Erwachsene die Verantwortung, Hund und Kind von einander fern zu halten und voreinander zu schützen, auch bei Besuch. Ihr bekommt Besuch, nicht der Hund. Ist das nicht kompatibel, dann bekommt der Hund seinen sicheren, abgetrennten Bereich in dem ihn niemand stört.

    Ich habe das Gefühl, dass die Hündin durch die Kinder unter Dauerstress steht und sie als Bedrohung für ihr Revier oder ihre Ressourcen sieht. Ich versuche alles zu managen, aber mit zwei kleinen Kindern stoße ich an meine Grenzen.

    Was denkt ihr über dieses Verhalten? Ist das ein Stresspegel, der für einen Hund in einer Familie noch tragbar ist, oder seht ihr hier eine Gefahr?

    Same hier: trennen. Strickt. Wenn die Kinder groß sind, standfest, in die Schule gehen und sich sicher an Absprachen halten können, dann kann sich das ganz anders darstellen. Jetzt muss der Hund vor grabbelnden Kinderhänden geschützt werden (den eigenen und vom Besuch) und die Kinder davor, dass nach Knurren Beißen folgt.

    Vor den Kindern, zum beispiel mit meinen Patienten in der physiopraxis ( ich hatte sie immer dabei) hatte sie sich ausgesucht wenn sie mag und wenn nicht ,ich hab da nie so richtig verstanden was der Auslöser war, andere hat sie angebellt andere ignoriert andere geliebt. Und vor meinen Kindern zu besuch bei meinem bruder und seiner familie hat sie auf dessen Familienbett gekotet wie erwähnt was ich auch nicht verstanden hatte. Kinder , familie und Geräusche sind offensichtlich schnell zu viel für sie. Oder auch in Restaurants, oder wandern kann sie Sachen finden die sie stressen ( zu viele Leute, ein andere hund) manchmal kann sie ruhig bleiben und manchmal versteht sie gar nichts mehr vor lauter Stress. Ich Blicke nicht so richtig durch

    Ich vermute, sie mochte die ruhigen, größeren, die Distanz gewahrt haben.

    Stress ist was, was in Maßen okay ist, aber wo du genau ein Auge darauf haben musst und den Hund gezielt raus nehmen, wenn zuviel.

    Ich habe das Gefühl, dass die Hündin durch die Kinder unter Dauerstress steht und sie als Bedrohung für ihr Revier oder ihre Ressourcen sieht. Ich versuche alles zu managen, aber mit zwei kleinen Kindern stoße ich an meine Grenzen.

    Was denkt ihr über dieses Verhalten? Ist das ein Stresspegel, der für einen Hund in einer Familie noch tragbar ist, oder seht ihr hier eine Gefahr?

    Dauerstress macht krank. Ob du nun Recource bist oder es der Lautstärkepegel ist, es gehört abgestellt. Installiere Türgitter, Ausläufe und eine Null-Anfassen-Politik. Trenne.

  • Eine Bindung zwischen den beiden existiert nicht.

    So etwas kann auch nicht existieren :ka:

    Ich weiß zwar, wie Du das so meinst, es ist auch allgmeiner Sprachgebrauch.
    Trotzdem gibt es in diesem speziellen Fall nicht. Wie auch?

    Schon vor Jahren hat sie die Kinder meines Bruders ständig verbellt und war nie entspannt in ihrer Nähe.

    Also scheint sie Kinder ohnehin schon gruselig bis unnötig zu finden.


    Ich würde Hund und Kinder trennen, wenn es machbar ist.
    Aus Hundesicht können die Kinder mit ihrer Art zu laufen, zu rennen, Geräusche zu machen, oder plötzlich zuzugrapschen, wie sie ihr Gleichgewicht plöztlich verlieren, und so weiter, einfach zu sehr "gefährlich", "unkontrollierbar" wirken.

    Hund hat in den Kinderzimmer nichts zu suchen. Im gemeinsamen Wohnbereich gibt es dann halt eine "Hundeecke" und eine "Kinderecke", wo eben die jeweils andere Spezis nichts zu suchen hat. Hund wird deutlich sichtbar vor den Kindern beschützt.
    Ja, ich weiß, es klingt "krass". Damit meine ich halt auch nur, daß eben die Kinder nicht zum Hund hin dürfen. Weder zum Streicheln, noch zum Spielen. Das wird man halt, natürlich altersgerecht angepaßt, auch den Kindern irgendwie vermitteln, anerziehen müssen.

    Dafür darf der Hund auch nicht an die Kinder dran können, ebenso keine Gelegenheit bekommen, die Gegenstände der Kids berühren, beschnüffeln, ja sogar bepinkeln zu können.

    Das erfordert halt sehr viel Management von Deiner Seite aus.
    So dürfte es auch mit dem weiteren "Zusammenleben" klappen.

  • Klingt für mich als wäre die Unsauberkeit ein Symptom des Stresses, den sie ja offenbar schon lange hat… anscheinend war sie vorher schon nicht die Entspannteste und in den letzten 3,5 Jahren ist das nicht weniger geworden.

    Dauerhafter Stress macht krank und sehr dünnhäutig.


    Gibt halt Hunde, für die so ein trubeliger Haushalt nichts ist… und ja da kann man Kompromisse eingehen, allerdings sind die Kinder noch sehr klein dafür, ob das zuverlässig klappt ist das eine, wie fair das für beide Seiten wird das andere… Ich würde mir die Option einer Abgabe auf jeden Fall einmal durch den Kopf gehen lassen - ggf gibt es ja auch bei den Eltern, Schwiegereltern, anderer Erwachsenenhaushalt im näheren Umfeld eine Bleibeoption…

  • Das Knurren an sich fand ich auch nicht tragisch aber ich fand es schon komisch weil es halt nichts heftiges war , also die Toleranz ist niedrig.

    Ich finde, es muss auch nichts Heftiges sein. Mancher Hund (sicher mehr als gemeinhin gedacht wird) wird auch nicht so gern gestreichelt, wie seine Menschen das hätten.
    Mein Hund findet Gestreichel auch doof - hätte ich früher nie gesehen, heute schaue ich besser hin.

    Wenn bei uns der Hund gestreichelt wird und das nicht will passiert das folgende:
    Sie schaut weg, leckt sich die Lippen, lehnt den Körperschwerpunkt weg vom Menschen und wenn man ihr dann noch auf den Nerv geht, leckt sie einem ins Gesicht oder geht halt weg. Das sind schon mehrere Eskalationsstufen, die euer Hund evtl. auch alle zeigt, sie wurden nur nicht gesehen.
    Ja, manchmal finde ich, sie kann das auch mal aushalten, dass der Knirps (inzwischen Schulkind) sie streichelt. Sie schaut mich dann an nach dem Motto "siehst du das? Hast du das im Blick?" und ich gebe ihr zu verstehen, dass ich ein Auge drauf hab und auf sie aufpasse.

    Sie ist jetzt 5, der Jüngste war 2,5 als wir sie bekamen und sie musste nie knurren, um sich Raum zu verschaffen. (wobei das sicher auch ihrem Naturell/Charakter geschuldet ist. Ein Hund mit mehr Standing und kürzerer Lunte knurrt vermutlich eher)

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