Wieso haben heutzutage so viele Hunde Probleme mit der Verdauung?

  • Von drei Hunden aus dem Auslandstierschutz (Rumänien, Polen, Italien) ist einer futtersensibel, einer Futtermilben-, Futtermittel- und Umweltallergiker. Hund Nummer 3 ist futtertechnisch ne Biotonne, der kann ich alles füttern.

    Sind alles Schäferhundmixe. Kurioserweise sind die beiden Futter-Spezialisten auch HSH-Mixe. Ob das ne Rolle spielt, keine Ahnung.

  • von 7 Hunden ist Bonnie diejenige mit Problemen, Allergien und Darm. Wobei halt früher viele Haufen einfach irgendwo im Gebüsch blieben und man gar nicht unbedingt wußte, wie der Hund macht. Sodbrennen wurde nicht immer als solches erkannt, Ohrenentzündungen nicht mit Futterallergie in Verbindung gebracht und es wurde nicht immer sofort mit irgendwelchen Medikamenten alles unterdrückt oder mit irgendwelchen Zusatzstoffen "aufgepeppt".

    Meine ersten Hunde bekamen roh oder gekocht mit Reis und Karotten und Öl, dann die damals berühmten Matzinger Flocken und irgendwelche Pampdosen wie Loyal oder Chappi. Dazu alles, was vom Essen übrigblieb.

    Mit Chilly und Bonnie hab ich das auch so gehalten, Chilly verträgt alles, außer zu fettig und ganz roh nicht ganz 100% und Bonnie ist halt Allergikerin. Ob sie es im TH schon war, weiß ich nicht, weil sie dort unbedingt wollten, daß ich ein bestimmtes Trofu weiter fütter, was ich nicht gemacht hab.

    Ich denke, das Bewußtsein hat sich geändert, die Hammerbehandlung gegen Giardien, weil man Giardien früher gar nicht erkannt hat und den Durchfall unspezifisch dann irgendwie behandelt hat, aber nicht unbedingt mit Medikamenten, die das ganze Darmsystem zerschießen.

  • Und, ein ganz wichtiges Thema, wobei jetzt bestimmt gleich wieder ein Aufschrei kommt

    Nein, aber der komplette Gegenteilhaushalt und auch hier gab es zwei Allergikerkatzen und die sind damit schon eingezogen. Waren aber auch beide 99% der Zeit über Jahrzehnte symptomfrei wurden aber auch konsequent nur mit den drei Sachen die sie vertragen haben ernährt. Hier wird sehr regelmäßig geimpft, durchgängig Zeckenschutz gegeben und die Ernährung ist eher einseitig. Zumindest die 80% Hauptnahrung. Der Rest ist das Kekse, Reste, Geklautes.

    Alle Anderen waren Müllschlucker und das bis zum überdurchschnittlichem Lebensalter* :ka:

    Die Rumänin war mal nach mehrwöchiger Antibiotikagabe empfindlich. Hat sich aber innerhalb von zwei Jahren auch wieder stabilisiert. Die ist aber noch jung, da kann ich keine Langzeitprognose abgeben.

    *Auch das schiebe ich eher auf Glück und nicht auf besondere Bedingungen hier. Wenn überhaupt Normalgewicht und das lässt sich mit jedem Futter erreichen.

    Eine Studie zum Thema würde mich echt interessieren. Erfahrungsberichte sind genau das und selbst hat man ja doch eher wenig Tiere im Verlauf des Lebens.

  • Meine Hunde werden durchgeimpft, weil ich mit ihnen auch in Ausland bin. Kriegen Bravecto. Werden auch entwurmt.

    Von den fünf Hunden in meinem Leben ist Lucifer der erste mit Problemen in der Verdauung. Ursache unklar, aber ich hab die zweimal Giardien als welpe und Junghund in Verdacht.

    Emil hat an sich einen Saumagen. Fiete ist jetzt im Alter ein kleines bisschen anfälliger geworden, ich denke aber es sind Infekte von seinem exzessiven Geschnüffel und keine Unverträglichkeiten, weil er immer das gleiche Futter bekommt und das nach dem Durchfall ja wieder geht. Meine ersten beiden Hunde waren aus dem TS und hatten nie Probleme. Ich glaube chica hatte zweimal Durchfall in ihrem achtzehn Jahren.

  • Zucchini Das mit dem impfen, Medikenten und co ist denke ich ein interessanter Punkt, an den ich nicht gedacht habe.

    Mein magensensibler Hund hat ja auch eine zerschossene Darmflora. Die Tierärztin sagt, dass das häufig bei sehr früher Antibiotikagabe vorkommt. (Mein Hund hatte eine offene Pyometra direkt nach der 1. Läufigkeit mit ca. 6 Monaten, die mit Antibiotika behandelt wurde)

    Ich bin ansonsten kein Impfgegner, aber ich habe bei mir auch das Gefühl dass mein Immunsystem seit der Corona-Zeit angegriffen ist. Und ich merke auch da in meinem Umfeld, dass es anderen genauso geht. Ich kann aber natürlich nicht beurteilen ob das von der Impfung, von der Krankheit selbst oder dem vielen desinfizieren kommt

  • Ich bin ansonsten kein Impfgegner, aber ich habe bei mir auch das Gefühl dass mein Immunsystem seit der Corona-Zeit angegriffen ist. Und ich merke auch da in meinem Umfeld, dass es anderen genauso geht. Ich kann aber natürlich nicht beurteilen ob das von der Impfung, von der Krankheit selbst oder dem vielen desinfizieren kommt

    Und ich war seither nicht ein einziges Mal erkältet -Toi Toi Toi - das sagt halt einfach gar nichts aus.

  • Ich denke dass ist (wie beim Menschen auch) eine Kombi aus medizinischen Fortschritt und mehr Bewusstsein für gesundheitliche Probleme.

    Genau das.


    Wer hatte denn vor 20/30 Jahren eine Gluten- oder Laktoseunverträglichkeit? Man hatte halt mal Durchfall. Na und?

    Ich denke das ist bei Menschen und Tieren gleich.

  • Faktencheck:

    Zitat:

    "Laktoseintoleranz oft von einem Nord-Süd-Gefälle gesprochen. In nordischen Ländern können fast 90% der Bevölkerung Laktose verdauen, während in südlichen Regionen Europas nur ca. 10-30% und in Äquator-Nähe und in Asien nur etwa 0-2% Laktose verdauen können. Die Zahlen hierzu sind sehr unterschiedlich und teilweise sehr ungenau."

    Eine von massenhaft Quellen, aber eine mit Quellenangaben.

    Quelle: Nahrungsmittel-Intoleranz.com


    Echte Glutenunverträglichkeit ist lange bekannt unter dem Namen Zöliakie und angeboren.

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