Wann den Nachfolger einziehen lassen?

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  • Ich habe ja eigentlich immer zwei Hunde, mit Übergangszeiten, aber hier ist es ein absolutes Muß, daß der neue Hund zu 100 % passt und für den vorhandenen Hund eine Bereicherung ist.

    Ein alter Hund braucht viel Zeit und ein neuer Hund auch, sprich, ein Zweithund sollte entweder ein super easy Mitläufer sein oder der alte Hund noch nicht zu alt.

    Einfach nur so, damit man selbst keine hundelose Übergangszeit hat, der jetzige Hund aber immer Einzelhund war, da würde ich es nicht machen.

  • Kommt darauf an.

    Diego war sieben Jahre, als Wilma (vier Monate) einzog.

    Er war super erzogen und auch das Energielevel hat perfekt gepasst. Diego war ein ganz toller Partner für Wilma, auch gewichtstechnisch hat es im Spiel harmoniert.

    Diego war sehr lange fit und nicht besonders lange ein Senior (ist mit 13 Jahren gestorben).

    Wilma wird jetzt neun Jahre alt und sie ist die perfekte Einzelprinzessin. Sie liebt ihr gemütliches Leben alleine bei uns. Das wäre für sie und uns nur zusätzlicher Stress, wenn jetzt ein Zweithund dazu käme.

    Die Angst, jeden nachfolgenden Hund mit Wilma zu vergleichen, wäre dem Neuzugang gegenüber nicht fair. Falls wirklich mal wieder ein Hund einziehen sollte, kann ich das nicht planen, sondern es muß wie ein Blitz einschlagen. Bewußt suchen würde ich mir nicht zutrauen!

  • Jil war 9, als Cinnia hier eingezogen ist. Es hat halt 9 Jahre gedauert, bis der durchgeknallte Hund so gesettled war, dass man riskieren konnte, da einen leicht zu beeindruckenden Welpen dazuzusetzen. :D

    Und es hat alles super geklappt. Die Erziehung von Cinnia war ein Kinderspiel, weil die sich wirklich viel vom großen Hund abgeguckt hat. Dinge, die Jil sowieso immer konnte (wie alleinebleiben, apportieren und ins Wasser gehen) genauso wie Dinge, für die ich bei Jil sehr, sehr lange gebraucht habe (Rückruf, an mir orientieren, halbwegs ordentlich an der Leine laufen).

    Klar, im ersten halben Jahr musste ich öfter mal eine extra-Runde mit dem großen Hund gehen, damit die auch ordentlich ausgelastet und beschäftigt ist. Und ab und an extra-Ausflüge mit dem Welpen machen, um dies und das und jenes kennenzulernen. Das zusammen mit "achtmal am Tag mit dem Welpen raus", Hundeschule für den kleinen Hund und Training für den großen Hund frisst natürlich sehr viel Zeit, ist aber total schön.

    Dabei hat es natürlich geholfen, dass ich mit den Hunden nicht alleine dastand, sondern einen Partner habe, der auch mal ne Runde mit dem großen Hund gehen oder mit dem Hundekind zu Hause bleiben konnte.

    Das alles wurde viel einfacher, als beide Hunde große Runden laufen konnten. Jil war noch lange fit und konnte gut mit dem Junghund mithalten. Jetzt nicht unbedingt im gleichen Tempo, aber die grundsätzliche Neugier auf alles, was draußen passiert, hatten halt beide.

    Als Jil so mit 14 Jahren dann doch ein bisschen langsamer wurde, sind wir häufiger getrennte Runden mit den Hunden gelaufen. Und als sie 15 war, wurde es die Ausnahme, dass wir mit beiden Hunden zusammen gelaufen sind. Da musste man wirklich aufpassen, dass der (inzwischen taube) Trödelhund hinten nicht einfach andere Wege geht und der Raketenhund vorne nicht einfach eigene Entscheidungen trifft.

    Ich hätte nach Jils Tod nahtlos mit der Zweihundehaltung weitergemacht, aber mein Freund war (und ist) noch nicht so weit. Der hat halt gerade durch alte Eltern etc. zu viel anderes im Kopf... Aber ein zweiter Hund wird wieder einziehen - und zwar, so lange Cinnia noch fit und munter ist!

  • Alles in allem finde ich es optimal, wenn ein Hund in das Leben hinein aufwachsen kann, das er auf Dauer leben soll. Wenn das ein Einzelhunddasein ist, dann würde ich einen Welpen so aufwachsen lassen (Kernfamilie Menschen - stabile Hundebeziehungen außerhalb).

    Natürlich sind Hunde anpassungsfähig - aber wir Menschen auch. Und nur weil ich mich nicht mal kurze Zeit an ein Leben ohne Hund anpassen will (wie lang das ist, hab ich ja selber in der Hand), soll sich erst der alt werdende Hund an ein Leben mit Welpen anpassen – und später der neue, mit Hundepartner aufgewachsene Hund an das Leben allein? Das finde ich nicht fair...

    Etwas anderes ist es, wenn man grundsätzlich zwei Hunde halten möchte (hätte ich auch gern...). Dann muss man in jeder Konstellation überlegen, ob und wie es für alle gut ist. Und ob man bereit wäre, dem zurückbleibenden Hund einen neuen Partner zu gönnen, falls er als Einzelhund nicht glücklich ist.

  • Kurz vorab: für mich kommt Einzelhundehaltung nicht (mehr) in Frage. Dafür sehe ich zu viele Vorzüge der Mehrhundehaltung. Gar nicht das Erziehung voneinander abschauen sondern eher schon das erwähnte „es gibt ein Lebewesen im Haushalt, das die gleiche Sprache spricht“. Ich sehe einfach, wie sehr meine Hunde davon profitieren.
    Beim alleine bleiben liegen sie oft auf einem großen Haufen und kuscheln und schlafen zusammen.
    und auch sonst gibt es viel nette Interaktion zwischen den Hunden.

    Ich übe aber auch mit jedem Hund, dass er ganz alleine bleibt.

    Für mich persönlich sind tatsächlich drei Hunde die perfekte Anzahl. Getreu dem Motto „alle guten Dinge sind drei“. :herzen1:


    Der für mich ideale Altersunterschied sind so vier bis fünf Jahre. Zwischen Kalle und Loki sind es nur drei Jahre, aber Kalle ist auch mein einfachster Hund und war schon längst fertig.

    Was man bei so vielen Hunden aber auch immer hat ist eine gewisse Rudeldynamik. Aber damit komme ich bisher gut zurecht.

    Drei sind für mich von der Anzahl auch so, dass mal noch der Hund von ner Freundin für ne Woche Urlaub hier machen kann.

  • Ich denke dass ist einfach eine sehr persönliche Sache und hängt vor allem an den eigenen Ressourcen.
    Es ist ja doch eine Umstellung von der Einzelhundehaltung zu einem Zweithund, vor allem wenn der eine krank/alt ist oder anderweitig mehr Aufmerksamkeit/Zeit etc braucht.
    Naruto kam dazu als Laska 8 Jahre alt war und er war fast 2. Das hat gut gepasst, auch weil Laska erst sehr spät im Leben (mit fast 15) krankgeworden ist und diese Phase auch nicht lange war.
    Danach war für mich klar dass das für mich machbar ist (vor allem weil ich nicht alleine bin und mittlerweile Eigenheim habe und deswegen Pflege und Versorgung von alten/kranken Hunden einfacher ist).
    Als Trudy letztes Jahr eingezogen ist, war Naruto knapp 12 Jahre, sie erst 8 Monate.
    Da Naruto aber in vielen Belangen sehr "junghundig" ist, passt das gut.
    Der nächste Hund sollte theoretisch einziehen wenn Naruto immer noch fit ist, da wird aber realistisch gesehen das zeitfenster immer kleiner.

  • Wir hatten die gleichen Überlegungen beim vorherigen Familienhund. Der war schon über zehn (und ein großer Hund; war also klar, dass er absehbar klappriger werden wird).

    Haben uns dagegen entschieden.

    Noch drei Jahre später ist mein Pudelmix verstorben und Nastro eingezogen - und als wir gesehen haben wie viel Freude und Spaß der alte Familienhund mit dem Junghund hatte, haben wir echt bereut, nicht vorher einen dazu zu holen. Wir dachten, wie tun dem alten Hund damit einen Gefallen, indem wir uns gedulden... andersherum wäre es in dem Fall richtig gewesen.

  • Wenn man es auf zwei Personen verteilen kann, ist es auch wieder sehr viel einfacher. Das entlastet sehr.

    Auf jeden Fall. In Laskas letzten 2 Jahren war ich alleine, also auch ihre Krankheitsphase (Vestibular Syndrom)
    Das war schon stressig und anstrengend vor allem auch körperlich weil sie nicht laufen konnte und ich sie in den zweiten Stock (Altbau) hoch und runter tragen musste ( während ich Corona hatte). Ihre HD und anfangende Demenz war easy zu händeln, weil es nicht so körperlich anstrengend war.
    Ist eben auch individuell wieviel man "leisten" kann. Obwohl ja die wenigstens wirklich allein sind und es oft Freund:innen oder Familie gibt die zb mit zum TÄ kommen oder den Wocheneinkauf mal übernehmen können oder so. Dafür braucht es ja keine:n Partner:in.

  • Ich habe zum 15 jährigen Senior einen Welpen dazu geholt.
    Mir macht das Leben mit Hund Freude, es ist ein Hobby und mir würden auch Freundschaften einfach auf Dauer wegfallen. Und
    Wenn ich gekonnt hätte, wäre der Zweithund bereits viel früher eingezogen, es ging aber nicht.
    Hier wird hoffentlich immer wieder ein Zweithund einziehen. Ich plane so mit 4-5 Jahren Unterschied aktuell.

    Der jetzige Altersunterschied ist hinsichtlich der Bedürfnisse riesig und es bedarf einiges an Management und Energie dem auch gerecht zu werden. Das muss man wollen.

    Ich bereue die Entscheidung keine Sekunde, würde es aber nicht wieder machen.
    Zudem bin ich auch mittlerweile alleinstehend.
    Ohne mein Homeoffice-Anstellung und Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung keinerlei Chance, da ich alle Stunden getrennt gehe wenn möglich.

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