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Schnappen bei Tierschutzhund - Mache ich aus einer Mücke einen Elefanten?
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Für mich klingt das ganz lehrbuchhaft nach dem typischen kniehohen Kontrolletti-Mix, wie er wirklich zuhauf in Osteuropa herumläuft.
Dieser Typ Hund, so er denn einer ist, liebt es, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Damit fühlt er sich wohl, das gibt ihm Sicherheit, das ist sein Lebenselixier. Er kontrolliert Bewegungen, Räume, Abläufe, seine Sozialpartner und Beziehungen, einfach alles in seiner Umgebung und ganz besonders seinen eigenen Raum.
Und eben deshalb reagiert dieser Typ Hund oft extrem empfindlich auf für ihn unkontrollierbare körperliche Übergriffe. Die haben einfach einen sehr ausgeprägten Sinn für (ihre) Individualdistanz und ganz klare Vorstellungen davon, wie ein respektvoller, kontrollierter Umgang in ihrem Nahbereich abzulaufen hat.Kleiner Side-Fact zum Thema Hundebegegnungen
Weil ihr ja auch ein Thema mit Hundebegegnungen habt:
Eben diese Eigenheit, dass dieser Hundetyp viel Wert auf die Kontrolle über den eigenen Raum legt, sieht man nicht nur im Kontakt mit Menschen, sondern auch mit anderen Hunden.
Leider werden diese Hunde oft als nicht gut verträglich abgestempelt. Dabei brauchen sie „nur“ eine für viele anderen Hundetypen und Menschen über-höflich wirkende, besonders langsame Annäherung, bei der die Signale des jeweils anderen genau beachtet werden und jeder sehr viel Raum haben darf. Dann funktioniert Kontakt mit Artgenossenkontakt oft sogar sehr gut.
Was typischerweise nicht gut funktioniert, sind Hallo-Sager, die unkontrolliert und/oder aus Sicht des Hundes zu schnell in den Nahbereich eindringen und die (sehr) subtilen Signale nach mehr Raum übergehen. Das ist in den Augen dieses Hundetyps schlicht respektlos und nicht zu tolerieren.Und an eben der Stelle kommt es oft auch zu Schwierigkeiten bei Leinenbegegnungen: Wenn man geradeaus aufeinander zu läuft, ist die Annäherung für diesen Hundetyp oft einfach zu schnell, zu beengt und zu unhöflich. Da ändern typische Übungen zu Leinenbegegnungen auch eher wenig dran. Sinnvoll ist es da, dem eigenen Hund Raum zu geben, Abstand zu schaffen und (z.B. durch Anhalten, Warten und aus dem Weg gehen) eine langsamere, höflichere Annäherung zu ermöglichen.
Alles in allem wundert es mich, wenn ihr so einen Hund daheim sitzen habt, gar nicht, dass er das erste Mal geschnappt hat, als ihr durch den Griff ins Halsband unkontrolliert in seinen Nahbereich eingedrungen seid und ihm damit gleichzeitig die Kontrolle über die Situation entziehen wolltet. Das ist so ein Paradebeispiel für die erste Eskalation mit diesem Typ Hund und deshalb in meinen Augen weder ungewöhnlich noch total besorgniserregend.
Allerdings, und das ist der große Knackpunkt: Ein Hund, der so sehr auf Kontrolle steht, nutzt gerne auch die Chance, immer mehr Kontrolle zu erlangen. Insbesondere wenn er sich gerade neu einlebt und noch herausfindet, wo er steht, was er sich erlauben kann und wie das Leben bei euch läuft.
Es kann also durchaus sein, dass euer Hund auf dem Sofa gemerkt hat, dass das Schnappen ganz wunderbar funktioniert, um euch (oder zumindest deinen Freund) in der Situation unter Kontrolle zu bringen und dass er jetzt ausprobiert, ob und inwieweit er diese Strategie in anderen Kontexten erfolgreich anwenden kann, um noch mehr Kontrolle zu erlangen.
Es ist ein schmaler Grat, so einem Hund einerseits sein Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit des eigenen Raums zuzugestehen und ihn nicht unnötig übergriffig zu behandeln und ihm andererseits Grenzen zu setzen und sich nicht kontrollieren zu lassen, nur weil Hund das halt gern möchte. Da macht es definitiv Sinn, sich einen Trainer zu suchen, der genau diesen Typ Hund kann. Und das ist wahrlich nicht einfach, denn viele Trainer können mit dieser Art Hund meiner Erfahrung nach überhaupt nicht und machen es mit ihren 08/15 Ansätzen eher schlimmer als besser. Vielleicht kann hier ja jemand eine gute Trainerempfehlung geben? -
15. Februar 2026 um 12:27
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Hm, kann das Bild leider nicht sehen, bekomme nur ne Fehlermeldung? Ihr könnt das alle sehen?
So oder so. Die meisten Hunde finden es ätzend, wenn man sie am Halsband nimmt und wo runterzieht. Hausleine verhindert da tatsächlich sehr, dass Konflikte überhaupt entstehen, bzw. kann man damit gleich eine höfliche "geh weg da" Aufforderung aufbauen, wie man im Zweifelsfall mit der Leine unterstützt. Man muss sich ja nicht sinnlos aneinander reiben.
Wenn die Argumentation der Trainerin so ist, wie du es hier wiedergegeben hast, disqualifiziert sie sich in meinen Augen selbst. Das mit dem hoch liegen ist so einfach Unsinn. Ich würde schauen, ob ich einen anderen Trainer finde, der mit euch im Einzelsetting bei euch zu Hause ein bisschen anleiten kann. Diagnosen und Empfehlungen aus dem Internet im Umgang mit einem Hund, der potentiell beschädigendes Verhalten zeigt, können halt extrem schnell nach hinten los gehen.
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DerFrechdax beschreibt in etwa das, was ich auch denke.
Ich möchte nochmal darauf hinweisen, sich nicht am Vokabular festzukrallen. Wenn der Trainer meint, der Hund "soll nicht erhöht liegen", löst das bei vielen Assoziationen zur veralteten Dominanztheorie aus.
Allerdings: wenn man diese Assoziation mal beiseite lässt, hat es durchaus Sinn, den Hund mehr zu begrenzen und, wie von vielen ja auch mit Mitteln wie zB Hausleine angedeutet, ihm die Konfliktsituation so abzunehmen. Nicht nur, damit er seine "Ansprüche" / "Frechheit" nicht ausleben kann, sondern auch im anderen Fall, wenn er einfach unsicher aufgrund des Ziehens am Halsband ist. Eliminiert man das Sofa, ist da erstmal etwas entschärft, und man kann sich durch Testen mit Trainer in anderen Situationen die zugrunde liegende Motivation klarer machen.
Es heißt ja nicht, dass er nie wieder kuscheln darf. Man kann auf dem Boden kuscheln, man kann ein Hundesofa oder einen Hundesessel einrichten, whatever. Aber nach Regeln, die wir festlegen. Was auch einem unsicheren Hund hilft.
-s- -
Vielleicht muss man sich auch einfach klarmachen, dass gewisse Hunde auf Druck in Konfliktsituationen sehr sehr sensibel reagieren und dieser Hund hier vielleicht einer von der Sorte ist.
Man kann das aus der Ferne natürlich nur eingeschränkt beurteilen, aber das, was ich aus den Beschreibungen lese, wirkt für mich weniger wie "plötzlich aggressives Verhalten" oder ein Hund, der "einfach testet", sondern eher situatives Verhalten und immer mit derselben Funktion: Distanz herstellen. Die Eskalationen scheinen jeweils dort entstanden zu sein, wo Nähe (z. B. Halsband greifen) oder Reize (der Handschuh) ungefragt in seinen Raum kamen und der Hund keinen klaren Ausweichweg hatte oder halt nicht wusste, was er stattdessen tun soll. Für uns Menschen ist das heftig, wüüüürde aber erklären, warum es eher punktuell auftritt und warum Abschnappen in diesen Momenten offenbar das letzte verfügbare Mittel war, nachdem andere Signale nicht zum Abbruch von eurem Verhalten geführt haben.
Es gibt Hunde, die reagieren in solchen Konstellationen schneller und deutlicher. Wenn es wirklich ein Schäfer/Husky-Mix ist, reagiert er aus meiner Sicht halt sehr rassetypisch vorwärtsgerichtet. Das sollte man ernst nehmen, euer Hund kommuniziert aus meiner Sicht da sehr deutlich, dass er auf Druck mit Eskalation reagiert.
Wegschicken funktioniert aus meiner Sicht nur dann gut, wenn es für den Hund konfliktfrei möglich ist: Also wenn er von selbst gehen kann und weiss, was die Alternative ist. Sobald der Mensch den Hund bewegen muss, entsteht Druck und das scheint er nicht gut zu vertragen.
Für mich würde hier ein Trainer Sinn machen, der zuerst über gutes Management und klare Abläufe geht: Struktur reinbringen, zeigen, wie man Situationen konfliktfrei auflösen kann, Rituale aufbauen, Kooperation fördern usw. Also gar nicht erst in diese Konflikte kommen. Und sein Ruheort = absolute Tabu-Zone! Wenn er sich dort zurückziehen kann, soll er das auch bitte tun ohne das er an diesem Platz auch bedrängt wird.
Alles, was mit regelmässigen Korrekturen, Bestrafung, "Durchsetzen" im Konfliktmoment zu tun hat, würde ich unbedingt meiden. In einer konflikthaften Situation mit so einem massiven Stress schaltet das Gehirn um, da lernt der Hund nix mehr. Das betrifft für mich alle Trainer, die ausschliesslich mit körperlicher Korrektur arbeiten und sich um jeden Preis immer durchsetzen wollen sowie ständig mit Druck auf den Hund gehen.
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Hm, kann das Bild leider nicht sehen, bekomme nur ne Fehlermeldung? Ihr könnt das alle sehen?
Nein, ich kanns auch nicht sehen.
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Ich sehe da erstmal per se ganz normales Verhalten. Einen Hund am Halsband vom Sofa runterholen wollen ist "fuck around and find out". Schlichtweg menschliches Versagen. Ja, das machen viele Hunde mit. Gewisse Typen aber eben nicht und das ist okay. Da muss man den richtigen Umgang erlernen. Insbesondere wenn man sich bewusst einen ernsthaften Hundetyp ins Haus geholt hat...
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Vielleicht muss man sich auch einfach klarmachen, dass gewisse Hunde auf Druck in Konfliktsituationen sehr sehr sensibel reagieren und dieser Hund hier vielleicht einer von der Sorte ist.
Man kann das aus der Ferne natürlich nur eingeschränkt beurteilen, aber das, was ich aus den Beschreibungen lese, wirkt für mich weniger wie "plötzlich aggressives Verhalten" oder ein Hund, der "einfach testet", sondern eher situatives Verhalten und immer mit derselben Funktion: Distanz herstellen. Die Eskalationen scheinen jeweils dort entstanden zu sein, wo Nähe (z. B. Halsband greifen) oder Reize (der Handschuh) ungefragt in seinen Raum kamen und der Hund keinen klaren Ausweichweg hatte oder halt nicht wusste, was er stattdessen tun soll. Für uns Menschen ist das heftig, wüüüürde aber erklären, warum es eher punktuell auftritt und warum Abschnappen in diesen Momenten offenbar das letzte verfügbare Mittel war, nachdem andere Signale nicht zum Abbruch von eurem Verhalten geführt haben.
Es gibt Hunde, die reagieren in solchen Konstellationen schneller und deutlicher. Wenn es wirklich ein Schäfer/Husky-Mix ist, reagiert er aus meiner Sicht halt sehr rassetypisch vorwärtsgerichtet. Das sollte man ernst nehmen, euer Hund kommuniziert aus meiner Sicht da sehr deutlich, dass er auf Druck mit Eskalation reagiert.
Wegschicken funktioniert aus meiner Sicht nur dann gut, wenn es für den Hund konfliktfrei möglich ist: Also wenn er von selbst gehen kann und weiss, was die Alternative ist. Sobald der Mensch den Hund bewegen muss, entsteht Druck und das scheint er nicht gut zu vertragen.
Für mich würde hier ein Trainer Sinn machen, der zuerst über gutes Management und klare Abläufe geht: Struktur reinbringen, zeigen, wie man Situationen konfliktfrei auflösen kann, Rituale aufbauen, Kooperation fördern usw. Also gar nicht erst in diese Konflikte kommen. Und sein Ruheort = absolute Tabu-Zone! Wenn er sich dort zurückziehen kann, soll er das auch bitte tun ohne das er an diesem Platz auch bedrängt wird.
Alles, was mit regelmässigen Korrekturen, Bestrafung, "Durchsetzen" im Konfliktmoment zu tun hat, würde ich unbedingt meiden. In einer konflikthaften Situation mit so einem massiven Stress schaltet das Gehirn um, da lernt der Hund nix mehr. Das betrifft für mich alle Trainer, die ausschliesslich mit körperlicher Korrektur arbeiten und sich um jeden Preis immer durchsetzen wollen sowie ständig mit Druck auf den Hund gehen.
Das hilft mir sehr! Danke für den Beitrag 🫶🏼
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Ich bin da ggf etwas oldschool, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die Trainerin ggf Recht hat und es schlicht und ergreifend um das Thema Ressourcen geht. (Draußen halt anderen Hunden gegenüber um die Ressource Mensch).
Daher bin ich ja großer Freund von Privilegien muss man sich verdienen und dazu gehört auch seinen Arsch neben mir auf der Couch zu platzieren.
Ich wäre da nicht unnett oder unnötig auf Streit aus (a la ich Chef, du nix), sowas kann man ja auch klug lösen. Die Situation mit dem Handschuh z.B. Hund nett aus dem Körbchen rufen und belohnen, ggf. ein Spiel anbieten o.ä. und der andere macht in der Zeit da sauber - wenn es unbedingt zu dem Zeitpunkt sein muss.
Generell darf man hier gratis atmen und bekommt Hauptfutter und Wasser, alles andere sind Boni, die man sich „freischaltet“ 🤷🏻♀️
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Ein Hund sieht es nicht als Privileg, auf die Couch zu dürfen. Das ist menschliches Denken und hat im Umgang mit Hunden nichts zu suchen.
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Und ganz menschlich, ein Hund bei dem ich zurecht Bedenken habe, dass er mich beißt, darf nicht auf's Sofa aus reinem Selbstschutz

Genauso wie ich den Hund in seinem Bett in Ruhe lasse, wenn er das möchte, möchte ich auf meinem Sofa sicher sein.
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