Fragen, die man sich sonst nicht zu stellen traut ..... (Teil 25)

  • Wie lange hält Welpenblues eigentlich an? Der Kleine einer sehr hundeerfahrenen Freundin ist jetzt 5 Monate und da tut sich so gar nichts. Es ist ihr ewig geplanter Traumwelpe nach immer "nur" Tierschutzhunden und sie ist so unglücklich und unzufrieden. Da tut sich so gar nichts in Richtung Besserung...

    Bei mir war es auch Pi mal Daumen 4 Wochen.

    Die ersten 2 sehr intensiv, dann waren es nur noch Wellen und die einzelnen Spitzen der Wellen wurden dann immer flacher und lagen weiter auseinander.

    Zum Thema ungebetener Besuch: es hilft, wenn man einen Mann hat, der in erster Linie nackt wie Gott ihn schuf herumläuft.

    Und da keiner das sehen will würde hier nie jemand unangemeldet vorbei kommen :rolling_on_the_floor_laughing:

    If you don't knock you might see cock :see_no_evil_monkey:

  • Welche hast du da?

    Ich hab die Trixie Pfotenschutz Walker Care

    Besser (weil der Schaft etwas höher ist, und dadurch bei Bewegung weniger abrutscht) sind mMn die Camon Hundeschuhe aus Neopren . Hier in Italien bekommt man die fast überall, in D/A hab ich grad gesehen sind sie beim großen A erhältlich.

    Die beiden Typen hab ich für kurze Spaziergänge vorzüglich auf Teer verwendet. Bei Schlechtwetter eben immer mit dem Gefrierbeutel drunter, den ich mit normalen Gummiband befestigt habe.

    Für den Garten zu Hause hab ich viel auch die Trixie Hundesocken mit Latex verwendet. Die trocknen auch schnell.

    Und fürs Büro auch Socken von diesem Typ , oder später auch normale Babysocken.


    Bezüglich der Größe, hab ich die Pfotenschutzschuhe und Socken alle 2 bis 3 Nummern größer gekauft, als die eigentliche Größe der Pfote, weil der Verband recht dick war bei uns. Das muss man in solchen Fällen mit bedenken :smile:


    Damals 2019 gabs, jedenfalls in meinem Umkreis, kaum Auswahl bei Pfotenschutz. Entweder gabs online die voll professionellen Hundeschuhe, oder eben diese Patschen und Socken. Für sechs Monate haben sie uns gute Dienste geleistet (dazwischen musst ich welche nachkaufen, klar, ewig halten die auch nicht), dann war endlich alles abgeheilt (war ursprünglich eine 4 mm kleine Verletzung zwischen den Ballen, mit etlichen Komplikationen im Verlauf). Und dank dieser Erfahrung bin ich jetzt ein Pfoten-Verband-Profi :lol:

  • Wie lange hält Welpenblues eigentlich an?

    So wie ich den Text verstehe, hatte deine Freundin vorher bereits Tierschutzhunde, richtig? Also nicht nur Betreuung, sondern sie hatte einen Hund?

    Könnte es da sein, dass die Trauer um den alten Hund mitschwingt? Die Trauer kann unterschwellig sehr fies sein. Auch wenn der Abschied Monate zurück liegt, wenn dann ein neuer Hund da ist "sieht" man doch irgendwie immer wieder den alten Hund vor sich, und die Umstellung oder das Sich Einlassen auf den neuen Hund kann für manchen schwer sein, trotz vorheriger super Vorbereitung und Vorfreude. Das kann auch Monate dauern.

    Oder, anderer Aspekt: deine Freundin hatte bislang Tierschutzhunde, ich vermute bereits Erwachsene? Da kann so ein Welpe schon ein echter "Kulturschock" sein.

    ...Ich sprech da aus eigener Erfahrung :pfeif: Vor Wolfele hatt ich (seit ich allein lebe) nur Hunde aus dem Tierheim, die, als sie zu mir kamen 1,5 bzw. 2 Jahre alt waren, also quasi Erwachsen. Wolfele kam dagegen mit 4 Monaten aus Sizilien. Der war die ersten Monate (oder besser Jahr...) eine ganz andere Nummer :ugly: Ich hab mich ganz ehrlich gesagt teils schwer getan, weil das was komplett anderes ist mit einem Welpen (und dann Junghund). Vieles was völlig normal ist hab ich nicht verstanden und zuordnen können. Und ich bin jetzt auch nicht eine, die auf den Kopf gefallen ist, oder keine Erfahrung gehabt hätte :lol: Aber eben, ich war erwachsene Hunde gewohnt, mit denen ist es einfach anders, so blöd das jetzt klingt. Und deshalb kann ich mir vorstellen, dass der Erfahrungs-Unterschied zwischen Welpe und erwachsenen Tierschutzhund auch eine große Rolle in so einem Fall spielen könnte.

  • Vorab: Ich selber hatte noch nie Welpenblues, so wie er hier beschrieben wird.

    Klar hatte ich auch Momente, wo ich mit mir haderte: "Wann hört das endlich auf?" (Thema Stubenreinheit, Beißhemmung); "Schaffe ich es überhaupt, diesen Hund so großzuziehen, dass er ein glückliches Leben bei mir hat?" (Hinsichtlich Eigenschaften/Umweltkompatibilität/Freilauf).

    Aber die Oxytocinschübe, die so ein Welpe bei mir verursacht (alleine wenn ich ihn dabei beobachte wie er für sich die Welt entdeckt, oder sich vertrauensvoll bei mir ankuschelt und einschläft) haben mich auch über Schlafmangel, Pfützen wegwischen, die Rennerei nach Draußen, (kleinere) Blessuren an den Armen/Händen hinweggetragen, und möglichen Ärger und auch Selbstzweifel - die ich ja durchaus hatte - so schnell vergessen lassen wie sie gekommen waren.

    Was ich mich frage: Wenn man nur noch traurig/genervt/unglücklich ist, und selber gar keine Bindung aufbauen kann - wie kann dann ein Welpe in dieser prägenden Zeit dann eine so große Bindung aufbauen, die ihn durch sein ganzes Leben trägt?

    Denn trotz aller Bemühungen und Fürsorge, dass es dem Welpen an nichts mangelt, spiegelt man als Mensch gegenüber dem Welpen Ablehnung.

    Was macht das mit einem Welpen - und: Ist es richtig, dann trotzdem "durchzuhalten", über einen Zeitraum der die ganze Welpenzeit anhält?

    Oder tut man dem Welpen dann nicht besser den Gefallen, ihn in Hände abzugeben, wo die Fürsorge von Liebe zum Hund getragen ist?

    Anmerken möchte ich, dass ich durchaus einen Unterschied sehe zwischen einem Welpenblues, wo ein Mensch schier verzweifelt weil er überfordert ist oder sich überhaupt nicht fähig fühlt, diesen Welpen großzuziehen, und überhaupt keine Gefühle für diesen Welpen entwickelt, und einem Welpenblues, wo man auch Zweifel und unglückliche Momente hat, aber eben getragen von dem Gedanken:"Ich habe den Kleinen ja lieb, und möchte ihn nicht mehr missen - aber ich habe Zweifel ob es die richtige Entscheidung war, mir einen Welpen zu holen, weil mir irgendwie alles über den Kopf wächst."

    Bei Letzterem kann man praktische Hilfen/Tipps anbieten, die einem diese anstrengende Zeit erleichtern, aber bei Ersterem finde ich nur einen einzigen Tipp hilfreich: Den Welpen so schnell wie möglich in Hände geben, die liebevoller sind.

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