Blutohr - Alternativen zur OP?

  • Guten Morgen! :winken:

    Ich denke, der Thread-Titel sagt schon alles aus. Der Hund hat ein Blutohr. Hat hier jemand Erfahrung mit konservativer oder alternativer Behandlung?

    Der Hund hat ein sehr hohes Narkoserisiko, ich würde ihn wirklich wirklich ungern nur wegen eines Blutohrs in Narkose legen lassen. Allerdings fehlen mir gerade auch ein bisschen die Alternativen. Das Blutohr wurde nun zweimal punktiert und hat sich trotz Verband und Ruhigstellung des Ohrs wieder gefüllt. Es reicht gefühlt ein einziger Schüttler (z. B. beim Verbandswechsel) und alles geht unaufhaltsam wieder von vorne los :lepra:

    Wir werden es noch ein drittes Mal versuchen, aber viel Hoffnung habe ich nicht. Nichts tun und warten, bis es von selber weggeht erscheint mir aber auch nicht gangbar, die Optik vom Ohr wäre mir egal, aber das dauert laut TA Wochen und schmerzt doch ganz ordentlich. Wochenlang Schmerzmittel geht aber wegen seiner CNI nicht.

    Ich habe nun von einer Therapie mit Blutegeln gelesen. Hat da jemand Erfahrung?

    Oder hat sonst jemand Tipps? Ich wäre über alle Tipps dankbar, ich bekomme hier bald eine Krise :ugly:

  • Es kann funktionieren, dass es ohne Op abheilt. Ich kenne mehr Hunde, bei denen es ohne Op behandelt wurde, als Hunde, die eine op hatten.

    Es bedarf immer wieder abpunktieren, Kompression, ruhig halten und Geduld. Man kann auch mit Alternativen Mitteln noch unterstützen.

    Das Blut da drin lassen und warten ist meistens nicht zielführend und endet eher in einer op.

  • Nur abpunktieren, bringt meist nix. Nach dem Punktieren ein entzündungshemmende Mittel hinein geben, ist in der Regel sehr effektiv. Kommt aber auch ein bisschen drauf an, wie groß/voll das Ohr ist.

  • Ares hat von meinem Tierarzt Tensolvet Gel bekommen, damit sollte ich das Ohr mehrmals täglich einreiben.
    Das hat gut funktioniert. Das eine Ohr hat sogar nur einen leichten Knick zurück behalten. Das andere ist etwas mehr eingeknickt, das war aber auch stärker betroffen.

    Edit: punktiert wurden die Ohren nur einmal, um den größten Druck abzulassen. Danach gabs dann das Tensolvet.

    OP hätte mein Tierarzt auch gemacht, wenn mir die Optik der Ohren sehr wichtig gewesen wäre. War sie aber nicht.

    Ares hat sich schon sehr schnell nicht mehr an den Ohren gestört.

  • Ich habe nun von einer Therapie mit Blutegeln gelesen. Hat da jemand Erfahrung?

    Ja ich.
    Meine Emmi hatte Mitte letzten Jahres ein hartnäckiges Blutohr. Nach dem Punktieren dauerte es nicht lange und es war erst der Verband ab (auch mal direkt in der Praxis noch) und dann war es auch wieder gefüllt. Wir haben es mit Egeln versucht 3 Mal. Es steht und fällt damit, dass die richtig dransitzen. Das klappte erst beim 3. Mal so richtig, ich konnte richtig sehen, wie die kleine Würmchen immer fetter wurden :D
    Das Ohr blieb dann leer, aber es konnte nicht verhindert werden, dass es danach knautschig blieb:


  • Bei Mayas erstem Blutohr haben wir es direkt mit Blutegeln versucht. 2x innerhalb von 4 Tagen, leider hat das nicht gut geholfen, wir haben dann punktieren lassen, plus auf Anraten der TÄ Bromelain Drg., und Heparinsalbe hochdosiert, plus Verband. Das zusammen hat den Erfolg gebracht.

    Beim 2x (6 Wochen später) waren wir wg. Urlaub bei einer anderen TÄ, die unbedingt operieren wollte und gesagt hat, dass Punktieren garnichts bringt. Wir sind dann zu nem anderen TA, dort punktiert. Die Nachbehandlung mit Bromelain, Salbe und Verband.

    Das Öhrchen ist etwas kürzer und hat eine kleine "Außenlocke" sonst gut verheilt.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
  • Milow hatte Ende Oktober gerade erst ein Blutohr. Es wurde 2x erfolglos punktiert. Hauptsächlich, weil kein Verband gehalten hatte (wurden nicht sonderlich fest angelegt) und wir Milow einfach nicht vom Schütteln abhalten konnten. Das Ohr füllte sich innerhalb kürzester Zeit also direkt wieder. Da Milow für die Punktion immer in Narkose gelegt werden musste, haben wir uns gegen weitere Punktionen entschieden.
    Auch eine OP kam dann für uns nicht Frage, weil Milow niemanden mehr ans Ohr gelassen hat (auch uns nicht) und wir eine entsprechende Wundversorgung nicht mehr gewährleisten konnten.

    Wir haben dann mit Heparinsalbe gearbeitet. Es hat einige Wochen gedauert, bis das Blut sich abgebaut hatte und Milow hat nun ein knubbeliges Knicköhrchen, aber das stört zum Glück nicht weiter.

  • Hier gabs auch Heparinsalbe und 2x wurde punktiert (von mir. Aber in Absprache mit der TAe!!). Ging gut beim Hobbit, es hing danach nur die Spitze vom Stehohr und das Ohr war auch nur in dem Bereich arg knorpelig..

  • Wir haben 1x punktiert. Hat nix gebracht.


    Dann hat die TA ein Loch gestanzt, der ganze Schmodder lief raus.

    Ohr auf dem Kopf mit Panzertape/ Klauentape festgeklebt, Schlauchschal drüber und nach zwei Wochen war Ruhe.

    Anleitung in meinem Thread mit Fotos.

    Gute Besserung ❤️‍🩹

  • Welcher Thread denn?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!