Langjährige Erfahrung mit Tierschutzhunden – Überlegungen zu einem Rassewelpen (Golden Retriever/ weißer Schäferhund)

  • Ich seh das gar nicht als so ein entweder-oder.

    Das tun ja auch die allerwenigsten, die hier schreiben.

    Und ich habe auch nirgends gelesen, dass ein anderer Standpunkt nicht akzeptiert wird, nur Begründungen, warum jemand FÜR SICH SELBST einen Weg gewählt hat.

    Ich fühle mich überhaupt nicht angegriffen, wenn jemand sagt "für mich kommt nur TS in Frage." Das heisst ja nicht, dass ich mit dem Züchterhund dadurch kritisiert werde. Ich kann die Haltung verstehen und akzeptieren.

    Ist das der Zeitgeist? "Wir" gegen "Die"?

    Ich glaube, es ist eher das Problem, dass man sich angegriffen fühlt, wenn andere Menschen eine andere Meinung haben.

    Unnötig. Und war ja auch überhaupt nicht der Tenor dieses Threads.

  • Wenn dann bitte, gleiche Maßstäbe für alle. Niemand würde behaupten das alle Tierschutzvereine seriös sind, obwohl sie den 11er brauchen. Dann sind auch nicht alle Züchter seriös, nur weil sie im Verband sind.

    Noch darf in Deutschland jeder vermitteln/verkaufen/verschenken wie es für richtig empfunden wird. Und ganz ehrlich, das ist gut so.

    Bin mir sogar sicher, selbst hier im Forum finden wir keine Richtlinien oder auch nur einen Mindeststandard dem alle zustimmen würden.

  • Ich glaube, es ist eher das Problem, dass man sich angegriffen fühlt, wenn andere Menschen eine andere Meinung haben.

    Unnötig. Und war ja auch überhaupt nicht der Tenor dieses Threads.

    Ich hab meine Ansicht geteilt die von der TE erfragt wurde und grade im Social Media ist es nun mal viel ein Gegeneinander (siehe Adopt dont shop-Kampagnen, oder auf der anderen Seite immer dieses Gerede im Tierschutz gebe es keine Berechenbarkeit die gibt es nur beim Züchter).

    Ob das der Tenor des Threads war kann ich dir nicht beantworten, weil ich momentan keine Zeit habe ganze Threads zu lesen. Muss ich ja aber auch nicht, ich darf der TE ja trotzdem antworten wenn sie eine so allgemeine Frage stellt :winking_face_with_tongue:

  • Aber für mich sehen alle Hunde einer Rasse mehr oder weniger gleich aus.


    Das kann ich widerlegen. :winking_face_with_tongue:

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    Beides Collie, beides VDH. Vermutlich sieht man es nicht so auf dem Bild, aber die beiden sind extrem verschieden. Optisch, von der Größe, vom Fell und am unterschiedlichsten im Wesen.

    So im Vorbeigehen mag es einem so vorkommen, daß Rassevertreter alle gleich sind, aber neee, wirklich nicht.

    Hier ist der Sheltie dem dunklen Collie im Wesen recht ähnlich. Was Arbeitseifer und Temperament angeht. Aber der Rest auch wieder nicht.

  • Diese Erkenntnisse haben mich erstmals generell ins Nachdenken gebracht, ob ich mir, falls es irgendwann noch einmal so weit sein sollte, erneut bewusst einen Hund aus dem Tierschutz holen möchte – oder ob ein reinrassiger Welpe für mich in Frage käme, bei dem ich mir etwas mehr Vorhersehbarkeit wünsche


    Zitat

    Zitat von Havländer

    Ich seh das gar nicht als so ein entweder-oder.

    Das tun ja auch die allerwenigsten, die hier schreiben.

    Und ich habe auch nirgends gelesen, dass ein anderer Standpunkt nicht akzeptiert wird, nur Begründungen, warum jemand FÜR SICH SELBST einen Weg gewählt hat.

    Ich fühle mich überhaupt nicht angegriffen, wenn jemand sagt "für mich kommt nur TS in Frage." Das heisst ja nicht, dass ich mit dem Züchterhund dadurch kritisiert werde. Ich kann die Haltung verstehen und akzeptieren. (Zitat *Waldi* Ende)


    *Waldi*

    (entschuldige meine grottige Zitiererei hier)

    Aber ja, ein bißchen wird da im Eingangspost schon so ein "Welpen vom Züchter sind eher vorhersehbar als Hunde aus dem Tierschutz" aufgemacht. So, und so pauschal stimmt das einfach nicht. Dazu kenne ich einfach zu viele im Freundeskreis, die mit ihrem Tierschutzhund nie Probleme hatten und wo das zusammen-leben-lernen ziemlich einfach und wunschgemäß verlief.
    Die haben sich halt die Zeit genommen, den Hund vorher in Ruhe kennen zu lernen, oder haben noch eine Trainerin dazu geholt, wenn sie unsicher waren undsoweiter.

    Es ist ja auch gerade als Neuling gar keine verkehrte Idee, sich mit einer Trainerin zusammen zu setzen, wenn es um die richtige Rassewahl geht, auch, wenn es ein Hund aus einer Zucht werden soll.

    Aber Hunde aus dem Tierschutz sind jetzt nicht alle plötzlich irgend welche gänzlich anderen Wesen mit Riesen-Koffern, geheimnisvollen Triggern und nur ganz schwer einzuschätzen.
    Direktimporte aus dem Ausland, wo kein Mensch sagen kann, was für Rassen da drin stecken könnten, wo er überhaupt herkommt (also, hat er schon mal in einem Haushalt gelebt oder wurde auf der Straße eingesammelt), klar, das ist eindeutig die Variante für Fortgeschrittene.
    Aber der nette Golden Retriever, der im Alter von 7 Jahren im örtlichen Tierheim abgegeben wurde, weil der Halter krank wurde,
    über den alle Gassigänger und Pfleger sagen, jo, der ist genau so nett wie der ehemalige Halter behauptet hat und den man, wenn man möchte, sogar noch für ein Probewochenende mit nach Haus nehmen kann und genau den gleichen Eindruck hat?

    Klar, wenn die TE gern einen Welpen aus einer Zucht möchte, nur zu, ich wüßte nichts, was dagegen spricht.
    Nur fände ich halt "weil die vorhersehbarer sind als Hunde aus dem Tierschutz" so pauschal eine Fehleinschätzung.

  • "Welpen vom Züchter sind eher vorhersehbar als Hunde aus dem Tierschutz" aufgemacht. So, und so pauschal stimmt das einfach nicht.

    Das ist ja keine pauschale Aussage, sondern ganz klar: "eher" - also in der Tendenz- sind Züchterwelpen vorhersehbarer. Weil man weiß, welche Rasse es ist, wie alt sie sind, wo sie aufgewachsen sind.

    Das liegt doch auf der Hand, oder nicht?

    "Vorhersehbar" bedeutet ja auch nicht dasselbe wie "völlig unproblematisch" oder sowas. Einfach nur, dass man halt weiß, welche Rasse man sich holt. Weil es ein Rassehund mit bekannter Herkunft ist.

    Aber Hunde aus dem Tierschutz sind jetzt nicht alle plötzlich irgend welche gänzlich anderen Wesen mit Riesen-Koffern, geheimnisvollen Triggern und nur ganz schwer einzuschätzen.

    Hat denn das irgendwer so behauptet? Warum denn diese Zuspitzung?

  • Na weil es das gängige Klischee ist.

    Und nein, das liegt halt eben nicht auf der Hand. Genau das ist die Fehleinschätzung, dieses "in der Tendenz sind Züchterwelpen vorhersehbarer". Die sind nicht vorhersehbarer als der 7 Jahre alte Golden Retriever, der vom Halter abgegeben werden musste, weil er krank geworden ist (der Halter, nicht der Hund), und bei dem sowohl die Tierpfleger als auch die Gassigänger zu der gleichen Einschätzung kommen "das ist ein durch und durch netter Hund" und sich das auch noch mit der Beschreibung des ehemaligen Halters deckt. Und meinethalben noch eine Trainerin den Hund auf Herz und Nieren geprüft hat, wenn man denn immer noch unsicher ist.
    Und das Probewochenende, so man es denn möchte, mit genau dem selben Resultat verlaufen ist.

    Deshalb die Zuspitzung. Weil da irgendwas als gegeben angenommen wird, was so halt einfach nicht stimmt.

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