Fütterung im Alter
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Ich weiß nicht so richtig wohin damit, also starte ich mal ein neues Thema.
Ich füttere seit vielen Jahren "frisch", ohne speziell akribisch irgendwelchen Ernährungsideologien zu folgen. Bei uns gibt es Rohfleisch aus dem Barfshop, dazu Obst, gekochtes Gemüse und Reis, Kartoffeln oder Nudeln. Joghurt, Quark, Käse, Eier etc. landen auch regelmäßig mit im Napf. Alles Pi mal Daumen und so, dass die Verdauung immer gut passte.
Nun ist die Große mittlerweile 16 und seit 2-3 Wochen haben wir abends große Pupserei und Gluckserei im Darm. Output sieht unverändert gut aus, Tierarzt konnte auch nichts Auffälliges feststellen, es liegt aber die Vermutung nahe, dass sie einfach nicht mehr so gut verdaut und wir anders füttern müssten.
Das vom TA empfohlene Senioren-Trockenfutter wollte ich eigentlich nicht, hab es aber trotzdem mal testweise mitgenommen. Drei Mahlzeiten große Begeisterung, gestern Nachmittag schon eher verhaltene Freude, heute Morgen habe ich den "du glaubst ja wohl nicht, dass ich das noch einen dritten Tag esse"-Blick bekommen und es wurde stehen gelassen 🙈 Nun gut, man kann es ihr nicht verübeln. Generell hat dieser Hund schon immer wenig Spaß daran gehabt, mehrere Tage das gleiche zu essen, isst dafür bei ausreichend Abwechslung aber auch quasi alles.
Fragen nun:
- Wie könnte man weiter frisch füttern, aber halt seniorengerechter? Fleisch ebenfalls kochen (möchte ich eigentlich möglichst nicht, ich mag Fleischgeruch überhaupt nicht 😬)? Anteile der Futterbestanteile irgendwie verschieben?
- ...oder ist es für die speziellen Bedürfnisse alter Hunde nun doch an der Zeit, auf Industriefutter zurückzugreifen? Wenn ja, welche Nassfutter-Sorten haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?
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Senioren benötigen hochverdauliches Eiweiß.
Also keine Schlachtabfälle, Knochen werden eher schlechter vertragen, deshalb benötigen sie Calzium als Zugabe.
Ich hab immer das Senior Mineralgemisch mit Calzium vom Futtermedius allen Senioren gefüttert.
Wenn du nicht kochen möchtest gibt es bei Meisterbarf sehr gutes sou Vide gegartes. Das füttere ich ganz gerne.
Aber es muss ja nicht am rohen Fleisch liegen. Du fütterst ja auch Milchprodukte. Und auch wenn die immer vertragen wurden, können die jetzt für die "Fehlgärung" verantwortlich sein.
Obst kann auch zu viel sein.
Also ich würde eine ganz simple gekochte Schonkost füttern und mit Ergänzungsmittel vervollständigen.
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Gekocht, weil ich immer koche, wenn ein Hund nicht ganz fit ist, damit evt. Salmonellen und "Konsorten" vom Fleisch keine Chance haben, ansonsten kann der natürlich auch weiter mit rohem Fleisch gefüttert werden.
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Bei meiner Sechzehnjährigen half es bei genau diesen Problemen, die Fleischration zu kochen und als Kohlehydrate nur noch aufgekochte Haferflocken zu geben - sie frißt jetzt also lauwarmen, etwas schleimigen Haferbrei mit gekochtem Hack und gedünsteten/pürierten Karotten (plus natürlich ein paar Zusätzen), und seitdem sind alle Verdauungsprobleme schlagartig weg.
PS: Ich stehe auch nicht auf den Geruch von gekochtem Fleisch, also kommen in den großen Hundefutterpott (ich koche vor und friere ein) 1-2 Lorbeerblätter. Stinkt dann lange nicht so, obwohl Schaf dabei ist, und der Hund findet es so gewürzt ausgesprochen lecker (deshalb bin ich ursprünglich überhaupt drauf gekommen).
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Bei meiner zu der Zeit 15jährigen war eine andere Grunderkrankung der Grund für eine Entzündung im Darm. Sie hatte zu keiner Zeit Durchfall, das einzige Symptom war, dass sie nachts zusätzlich zum Haufen machen raus musste. Die Tierärztin sah keinen weiteren Bedarf zusätzliche Untersuchungen zu machen, ich habe allerdings darauf bestanden. Nach Behandlung kann meine Hündin wieder normal fressen und die Entzündung im Darm ist weg. Hätte ich auf die Tierärztin gehört, würde mein Hund mit chronisch entzündeten Darm, den Rest deines Lebens verbringen müssen ... Außerdem hätte es andere Organschäden gegeben mit der Zeit.
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Ich würde vielleicht Abwechslung schaffen indem ein Tag Fertigfutter und ein Tag Frisches abgewechselt werden. Und dann (ja, Fleisch gekocht oder gebraten, fettarm und hochwertig wie Hähnchenbrust oder mageres Hack zB) mit etwas mehr gut übergarter KH Beilage und wenig Obst oder Gemüse
Und: noch mal ein Blutbild mit Enzündungsmarkern machen lassen -
Meine beiden Senioren haben beide im Alter kein rohes Fleisch mehr vertragen, einer vertrug bis zu seinem Tod dann gekochtes super, der andere verträgt nur noch spezielles Fertigfutter. Dazu bekommt er ab und zu Fisch (nicht roh) so gehts ihm gut.
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Von Barf zu Trockenfutter ist ja ein richtiger Kulturschock, ich würde Reinfleischdosen plus alles weiter wie bisher plus Napfcheck Novomineral Senior o.ä. füttern
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Hier wird vom 16+-Jährigen Opi auch nur mehr gekochtes Fleisch vertragen, Muskel, Herz, bissl Innereien. Dazu novomineral sensitiv oder Senior Support von napfcheck. Kohlenhydrate sind Kartoffeln, Vollkornnudeln, Reis oder Hirse gut. Ich mach das Fleisch im Bräter, riecht nur kurz beim Umrühren und abfüllen. Und Bräter ausschlecken ist hier Highlight 😅
Ganz wichtig ist bei meinem Senior auch ein Fasermix, kann man fertig bei Napfcheck kaufen ("VetBiom"), ich mixe das aus ähnlichen Bestandteilen selbst.
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Ich bin bei meinem Seniörchen auf ein gutes Nassfutter gewechselt, nachdem kochen für uns nicht geklappt hat und Trockenfutter nicht mehr ging. Leicht verdaulich, also kaum/kein Bindegewebe, kurze Zutatenliste und nichts unbekanntes waren dann unsere Lösung. MjammMjamm, Lukullus Wildkaninchen und hin und wieder Granatapet gab es dann hier. Mit immer mal was frischem aber leicht bekömmlichen
- Vor einem Moment
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