Pinkel-Probleme und Terror

  • Ich wiederhole mich gern: Die Lösung ist auf keinen Fall, dem Hund Wasser vorzuenthalten.

    Selbst wenn ich davon ausgehe, dass du 22:30 meinst. Aber entweder hat dein Hud eh keinen Durst, kannst du die Schüssel auch stehenlassen, oder er hat Durst, dann ist es gemein, ihm das Wasser vorzuenthalten.

    Was du offenbar tun willst, ist ja, den Hund so sehr auszutrocknen, dass er nicht mehr pinkeln muss. Tierfreundlich ist das jedenfalls nicht.

  • Das ist, in diesem Ausmaß, ziemlich sicher ein medizinisches Problem.

    Blasenentzündung/Nervenprobleme Rücken/Magenprobleme stressbedingt/Nierenprobleme/Cushing/Diabetes wäre das erste, was mir dazu einfallen würde.
    Jedenfalls muss da eine Ursache gefunden werden, sowas passiert nicht einfach so oder weil der Hund einen an der Waffel hätte.
    Wenn der TA nix findet wäre eventuell eine (Uni-) Klinik sinnvoll.

  • Da er ja wirklich viel pinkelt spricht das meiner Meinung nach sehr für ein gesundheitliches Problem. Hatten meine Spitze auch im Alter. Die kleine Hündin hatte Nierenprobleme und da muss man echt aufpassen. Die Tierärztin, die ihr Blut abgenommen hatte, fand die Werte für nen älteren Hund nämlich ganz normal. Wir waren dann bei einem anderen Tierarzt und dann gab es entsprechende Nierendiät und Futterzusätze.
    Der Rüde hatte grundsätzlich ein Problem mit dem Reinpinkeln. Zum Schluss konnte er es zusätzlich wegen neurologischen Problemen nicht mehr halten (hab ich aber wegen der Vorgeschichte erst nicht mitbekommen).
    Ich würde den Hund deswegen beim Tierarzt auf links drehen lassen, weiß aber auch nicht, welche Untersuchungen da genau sinnvoll wären. Die Nieren machen im fortgeschrittenen Alter häufig Probleme, das also auf jeden Fall. Die weiteren Probleme würde ich auch bei der Anamnese mit aufführen. Es klingt, als würde das alles zusammen hören, aber die können natürlich zufällig zeitgleich aufgetreten sein und ne andere Ursache haben. Da brauchst du einen guten Tierarzt, der auch Detektivarbeit nicht scheut und bei Bedarf auch einen Spezialisten, wenn du weißt, in welche Richtung das geht.

  • Ich denke, da kommt vieles zusammen.

    An erster Stelle steht die Gesundheit, das ist klar.

    Und dann schauen, was an Stressfaktoren da ist.

    1. Ein neuer Hund

    2. Dieser Hund pinkelt in die Wohnung (dass die Hündin so lange alleine bleibt, bis sie reinpinkelt, ist NICHT ok !) - was deinen zum Markieren veranlasst

    3. Stress ("Terror") in der Tagesbetreuung - das lässt drauf schliessen, dass der Hund eben nicht genug Ruhe hat. Jeden Tag. Das holt man auch nicht abends und am WE auf.

    Das verstärkt sich alles gegenseitig.

    Ich denke, es wäre sinnvoll, zuerst mal die Wohnsituation zu ändern - dass die Hündin eben NICHT mehr reinpinkelt - also Betreuung für die Hündin suchen.

    Das Gesundheitliche intensiver checken.

    Management betreiben mit einer Rüdenbinde und evtl. einer Begrenzung nachts (Gitter), damit du merkst wenn dein Hund wach wird und mit ihm rausgehen kannst, um die Stubenreinheit überhaupt wieder zu festigen.

    Eine Betreuung suchen, in der dein Hund tagsüber auch zur Ruhe kommt.

  • Ich würde als nächstes ein großes Screening mit Organwerten machen lassen. Niere muss auf jeden Fall abgeklärt werden. Eventuell auch Bauchultraschall.

    Vermehrtes Trinken können auch Schmerzen sein. Auch das sollte abgeklärt werden. Ggf. wäre eine gute Tierklinik eine bessere Anlaufstelle.

    Dem Hund bitte nachts keinesfalls das Wasser entziehen.

  • Bei ihm stand eine Unverträglichkeit dahinter. Wir haben dann die Komponente weggelassen und danach war es gut. Von der Unverträglichkeit hat man sonst kaum was gemerkt, lediglich der Kot war zeitweise nicht perfekt.


    Bei euch kann es jetzt auch sein, dass ihr die Stubenreinheit zusätzlich neu aufbauen müsst. Ich würde auch erstmal eine Windel anziehen und den Hund zu den heiklen Zeiten nicht unbeobachtet lassen.

    Empfindlichen Magen hat er auf jeden Fall, wir haben endlich ein Futter gefunden bei dem er nicht direkt auf Durchfall geht. Über Tag hab ich es inzwischen im Griff weil ich ihn da alle ca. 3 Stunden mit rausnehme, aber jeden morgen ist halt vorbei.

  • Die Wasserschüssel steht bis ca. 10:30 da, wird dann ausgeleert und morgens um 6:30 kommt die wieder hin.

    Zitat

    § 8 Fütterung und Pflege

    (1) Die Betreuungsperson hat dafür zu sorgen, dass dem Hund in seinem gewöhnlichen Aufenthaltsbereich jederzeit Wasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung steht. Sie hat den Hund mit artgemäßem Futter in ausreichender Menge und Qualität zu versorgen.

    Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html


    Nur weil er dauerhaft pinkelt und das anstrengend ist, kannst du ihm nicht den Zugang zu Wasser nehmen.

    Lass ihm das Wasser und bring ihn für gescheite Untersuchungen in eine TK.

  • 3. Stress ("Terror") in der Tagesbetreuung - das lässt drauf schliessen, dass der Hund eben nicht genug Ruhe hat. Jeden Tag. Das holt man auch nicht abends und am WE auf.

    Ich denke, es wäre sinnvoll, zuerst mal die Wohnsituation zu ändern - dass die Hündin eben NICHT mehr reinpinkelt - also Betreuung für die Hündin suchen.

    Das Gesundheitliche intensiver checken.

    Management betreiben mit einer Rüdenbinde und evtl. einer Begrenzung nachts (Gitter), damit du merkst wenn dein Hund wach wird und mit ihm rausgehen kannst, um die Stubenreinheit überhaupt wieder zu festigen.

    Eine Betreuung suchen, in der dein Hund tagsüber auch zur Ruhe kommt.

    Ich stimme dir zu, das mit der Hündin ist nicht okay, habe ich auch mehrfach angesprochen, er sagt er kann sich Betreuung nicht leisten. So hart es klingt, der Mitbewohner hat demnächst auszuziehen, damit wird auch die Hündin gehen. Ich bin mir dessen bewusst dass das für dir Hündin nicht okay ist aber da muss ich leider irgendwo sagen, ist nicht mein Hund.

    Ich warte derzeit auf Meldung vom Tierarzt und werde wohl weiter schauen mit Blutwerten, Niere etc.

    Sämtliche Stoffe/Plastik/Pappe etc. frisst er wenn er die Pfoten dran kriegt, die Rüdenbinde die ich hatte war innerhalb von 2 Minuten nicht hinschauen ab und zwischen den zähnen.

    Die Betreuung hat tatsächlich mehrere, nicht "Gehege" aber Unterbringung Möglichkeiten, die haben einen Riesenhof und Wiese sowie beheiztes Anbauhaus mit Liegeplätzen/Häuschen.

    Tatsächlich schläft der Hund mit mir und den Katzen in einem Raum, leider Gottes krieg ich das aber nicht mit wenn der Aufwacht, da durch die Katzen eh teilweise Bewegung da ist. Außerdem gibt mein Hund leider kein "Signal", ich kenns von Luna, die fängt an zu fiepen wenn sie Bauchschmerzen hat oder so, das macht Malic überhaupt nicht, der steht einfach auf, macht einen Bogen um mich und geht in die Küche. Oder, wie heute morgen, er geht mit mir in die Küche und pinkelt einfach vor mir.

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