Pinkel-Probleme und Terror

  • Ich würde sagen, dass der Hund vermutlich nie verlässlich stubenrein war und jetzt halt ganz selbstverständlich reinmacht, sobald es entweder aus Stress oder wg Krankheit (was immer auch miteinander zusammenhängt) für ihn nötig ist.

    Das wichtigste ist, seine gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Und dann die Stubenreinheit neu trainieren, wobei ich nicht allzu optimistisch wäre - wenn das so sehr zur Gewohnheit geworden ist, reinzumachen, dann wird das nicht wieder 100% weggehen.

    Da würde ich mir eher über Begrenzung und Pipimatten etc. helfen. Wichtig ist, dass er eben nicht mehr überall in der Wohnung hinpinkelt.

    Die Betreuungssituation scheint für deinen Hund nicht optimal, du schriebst ja, dass er "Terror" macht.

  • Ist das normal, dass Hunde in der Betreeuung "kämpfen"?

    Wirklich kämpfen war nie der Fall, die Dame nimmt auch keine aggressiven Hunde auf. Seit geraumer Zeit macht Malic aber probleme wenn andere Leute ihre Hunde abholen, drückt sich in die Schleuse rein und wenn die Leute ihn zurückpacken wollen knurrt er sie an.

    Wenn ich ihn abhole springt er an der Tür hoch, wenn dann ein anderer Hund dabei steht passiert es mal das Malic nach hinten dreht und schnappt. Das es ein quasi Kampf wurde war jetzt nur einmal mit 3 anderen Hunden, wurde aber nach ein paar Sekunden auseinander geholt von der Betreuerin.

    Habe nochmal eine Nachricht von ihr gekriegt das der Hund quasi dauerhaft am bellen ist und einfach nicht ruhe geben will. Ich werde ihn morgen mit ins Büro nehmen und einfach alle 2-3 Stunden mit ihm vor die tür gehen. Danach hab ich wieder 3 Wochen Urlaub und die Betreuung wird nicht gebraucht.

    Ich weiß die Frage ist vielleicht ein bisschen doof aber wie Trainiert man überhaupt Stubenreinheit beim Hund?

  • Klingt danach als hätte er Mörderstress in der Betreuung…


    Zum Thema Stubenreinheit findest du hier eine Million Threads - in Kurzform gehst du oft genug raus (nicht alle 5 Minuten!) dass der Hund nicht reinmachen muss, und je nach Hund freust du dich draußen und lobst ihn ganz arg.

    Für drinnen bieten sich erstmal wirklich Inkontinenzunterlagen im Schlafzimmer an, wenn er die nicht auch zerfetzt.

  • Ich weiß die Frage ist vielleicht ein bisschen doof aber wie Trainiert man überhaupt Stubenreinheit beim Hund?

    Im Grunde, indem man dafür sorgt, dass er sich nicht dort löst, wo er sich nicht lösen soll. Also: in Innenräumen. Loben, wenn er draussen macht, ist dann das I-Tüpfelchen.

    Wenn das aber in seinem früheren Leben nicht schon verknüpft wurde, ist es viel schwieriger zu trainieren. Umso wichtiger, dass er nicht weiterhin deinen Küchentisch anpinkeln kann. Den würde ich ersetzen.

  • Alles klar.


    Danke erstmal an alle für die Antworten und Tips etc. Im neuen Jahr wird wohl der Tierarzt wieder Anlaufstelle sein bzw. auch eine Zweitmeinung. die Sachen die ihr gesagt habt auf die ich testen soll hab ich mir aufgeschrieben und werde ich auf jeden Fall mitnehmen.

    Ich geh den Wauzi jetzt aus der Betreuung abholen und mal schauen was der Tag noch bringt.

    Danke :)

  • ich würde mit dem Hund in eine Klinik fahren. Nicht wieder zum gleichen TA, der hat ihn ja bereits untersucht.

    Ich denke, da muss mehr gemacht werden.

    Da man beim TA oft die Hälfte vergisst, ein wohl gemeinter Rat:

    Notiere dir auf einem Blatt ordentlich aufgereiht nach Datum, welche Untersuchungen wann gemacht wurden, was die Diagnose wae, wann der Hund welche Probleme hatte, welches Futter wann probiert wurde mit welchem Resultat.


    Erstelle ein sauberes Tagebuch und dann hast du eine ordentliche Historie, sonst schwirrt dem TA der Koof wenn du dem das alles irgendwie durcheinander erzählst. Und manchmal entdeckt man dank der Historie ein Muster.

  • Das, was hier geschildert wird, passt für mich weder zu normaler Unsauberkeit noch zu einem reinen Trainingsproblem.

    Die Kombination aus stark erhöhter Urinmenge, fehlendem Anzeigeverhalten, nächtlichem Urinieren direkt vor dem Menschen, zunehmender Unruhe, Problemen in der Betreuung und dem Alter des Hundes spricht deutlich für ein medizinisches Thema. Anhand der Bilder habe ich zudem den Eindruck, dass der Hund insgesamt älter wirkt als angegeben (geschätzt 7–9 Jahre), was man bei der Einschätzung mit bedenken sollte. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, wie leicht man Anzeichen übersieht oder verharmlost, gerade weil sie oft schleichend sind und nicht sofort eindeutig wirken.

    Ein unauffälliges Standard-Blutbild ist hier kein Entwarnungszeichen. Hormonstörungen, frühe Nierenerkrankungen, spezielle Diabetes-Formen, Cushing, neurologische Ursachen oder altersbedingte Inkontinenz lassen sich damit nicht zuverlässig ausschließen.

    Die große Urinmenge ist eines der klarsten Warnsignale. Wenn trotz reduzierter Wasseraufnahme weiterhin viel Urin abgesetzt wird, liegt das Problem nicht am Trinken, sondern an der fehlenden Fähigkeit, Urin zu konzentrieren oder zu halten. Wasserentzug ist hier keine Lösung.

    Auch die Verhaltensänderungen passen ins Bild. Dauerhafter Harndrang, Schmerzen oder kognitive Veränderungen können Unruhe, Reizbarkeit und Konflikte auslösen. Neben Wirbelsäulenproblemen sollte man bei einem älteren Hund auch eine beginnende Demenz mitdenken.

    Bis die Ursache geklärt ist, halte ich Schonung für wichtig. Keine wilden Spiele, kein Rennen oder Springen, um eine möglicherweise geschädigte Wirbelsäule nicht weiter zu belasten.

    Sinnvoll wäre eine gezielte weiterführende Abklärung mit Blutwerten, Urinstatus, Ultraschall sowie ggf. neurologischer Diagnostik.

    Bis dahin sehe ich Management und Ruhe statt Training.

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