Rat zur Wahl der richtigen Rasse gesucht
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Ich habe auch schon überlegt, ob es besser wäre, die Welpenzeit generell zu übergehen und einen Junghund zu holen. Oder einen Welpen vom TS. Von Rumänischen Tierschutzhunden habe ich schon oft gehört, auch viel Empfehlungen von Trainern. Da ist meist Gesundheit und Wesen scheinbar recht gut. Von TH bin ich allerding ausgebrannt. Der TH wäre eine Überlegung wert, wenn ich ungefähr abschätzen kann, was ich bekomme. Genau kann man das ja nicht mal bei Rassehunden sagen.
Klar kann man auch bei Rassehunden nicht ganz genau sagen, wie sich der Welpe entwickeln wird - aber halt meilenweit besser als bei nem Welpen oder Junghund mit komplett oder zumindest teilweise unbekannter Rassebeteiligung oder von Elterntieren, bei denen nicht gesichert ist, ob sie ihrer Rassebeschreibung entsprechen. Ne Garantie gibt es natürlich nie, aber da liegen halt trotzdem Welten dazwischen, was die Vorhersehbarkeit angeht.
Ein erwachsener Hund (+ 3 Jahre), der schon einige Monate auf einer deutschen Pflegestelle lebt, ist da nochmal was anderes. Da kann man sicher nen passenden Hund finden, wenn man ne Weile sucht.
Wobei das, was du dir scheinbar wünschst und deinem Beuteschema entspricht, tendenziell so gar nicht der typische Rumäne (oder generell Osteuropäer) ist. Die Hunde, für die du dich bislang besonders interessiert, sind alle sehr kooperativ, für die enge Zusammenarbeit mit dem Mensch gezüchtet, die wollen gefallen und haben eben dadurch auch viel Freude an Hundesport.
Der typische Rumäne ist da ganz anders gelagert. Klar haben die mitunter auch will to work, aber in der Regel sind sie deutlich eigenständiger und viele finden weder Sinn noch Lust darin, für ihren Mensch irgendwelche Tricks (= Hundesport) aufzuführen. Die sind da einfach ein gutes Stück pragmatischer und unabhängiger.Zumal der Sprung von nem sehr klaren, umweltsicheren und nervenstarken DSH zu ner rumänischen Wundertüte mit unbekannter Vorgeschichte schon ziemlich wild ist.
Also klar wird es mit etwas Geduld bestimmt einen passenden Hund für euch aus dem ATS geben, aber das ist dann eher die Nadel im Heuhaufen als der typische Osteuropäer. - Vor einem Moment
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Hi,
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Wenn ich ganz ehrlich bin, hat es mich schon immer zu den Hütehunden gezogen. Speziell tatsächlich Schäferhunde allgemein. Wenn ich rein optisch gehen würde wären es tatsächlich WSS und sowas wie Langhaar belgische Schäferhunde (Groenendael, Tervueren). Also Wolfsähnlich mit Stehohren und längerem Fell. (Wölfe sind meine Lieblingstiere). Vom Charakter her sind es tatsächlich auch Hütehunde. Ich finde mich in dem sensiblen, "auf alles auf einmal achten" und auch leider manchmal in dem Kontrollzwang (nicht krankhaft) selbst wieder.
Der Collie gefällt mir auch sehr gut, die Nase ist vielleicht ein bisschen zu lang und schmal aber so pingelig bin ich auch wieder nicht.
Ich mag schlaue Hunde, die zwar eigenständig sind aber halterbezogen und die treu und anhänglich sind, die aber nicht ständig das ok brauchen um zu atmen, trotzdem aber feinfühlig. Die Dackel die ich vorher hatte, waren vom Typ gar nicht meins, das habe ich gemerkt.
Ich denk wenn du schon so sehr in diese Richtung tendierst spricht das schon mehr dafür als bspw für nen Airedale.
Langhaar Belgier stehen in D leider schlecht da, was Nerven und Gesundheit angehen, soweit ich weiß. Hatte mal nicht so weit weg von dir ne Groeni Hündin kennen gelernt die ich super fand, aber muss halt keine Aussagekraft haben über die Zucht ( die war da auch ne Zeit lang inaktiv weil eine Hündin nach der Anderen nicht in die Zucht konnte, wie die jetzigen Hunde so da stehen weiß ich leider nicht, besagte Hündin lebt auch leider nicht mehr).
Ich denk dahingehend braucht man sich Groeni/Terv wahrscheinlich garnicht weiter anschauen und n Mali is eh zu viel des Guten.
Hier gab's mal ne Userin mit Herderzucht in der Familie, keine X-er sondern FCI Herder, wollte selber auch züchten, hab da vor einigen Jahren super viel mit ihr Kontakt gehabt, leider länger nix mehr von ihr gehört. So rein theoretisch gibt's da durchaus ganz passable Hunde, aber auch da sind viele Hunde wohl schwierig aufgefallen ( sie hatte da verhältnismäßig unkomplizierte ).
Ich denk also bei den Schäferhunden dürfte man es mit DSH oder den Weißen deutlich einfacher haben. Ich find aber auch - soweit mein Eindruck- muss man da einfach genauer hinschauen bei der Wahl von Zucht und Verpaarung.
Aber scheint ja - wenn man hier ne Zeit mit liest - bei den Collies auch so zu sein.
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Klar kann man das. Oft ist die Liebe dann auch noch besonders innig (zumindest auf der Seite der Menschen), und der "harte Kampf" wird romantisiert. Das ist ja auch prima so. Es ist nur nicht notwendig. Man kann sich auch einen Hund holen und Freude dran haben, ohne ein Tal der Tränen durchschreiten zu müssen.
Ich verstehe dein Problem nicht.
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Langhaar Belgier stehen in D leider schlecht da, was Nerven und Gesundheit angehen, soweit ich weiß.
Den Eindruck hatte ich leider auch in meinen Recherchen. Ich hatte den Groenendael nämlich mal im Kopf und hatte dann Angst, dass es zu sehr in Richtung Mali geht (die eine Rasse, zusammen mit Border, die ich nie nie nie halten werde). Ich hatte dann mal mit einem Züchter telefoniert, der mir versichert hat, sein Sohn nehme die eine Hündin sogar mit ins Büro. Ich habe erwähnt das ich Ersthundebesitzerin wäre und gefragt, mit was ich rechnen muss/ob es überhaupt realistisch ist, er hat mir aber nix von den negativen Seiten erzählt. Das war mir dann zu seltsam.
Was ich auch gehört habe, ist das sie leider ein Problem mit Epillepsie in der Zucht haben.
Ich find aber auch - soweit mein Eindruck- muss man da einfach genauer hinschauen bei der Wahl von Zucht und Verpaarung.
Aber scheint ja - wenn man hier ne Zeit mit liest - bei den Collies auch so zu sein.
Ja, ich habe von den Collies auch fast das gesamte Spektrum gesehen hier im Forum. Meine Hoffnung ist, dass ich einen guten Züchter über entweder Treffen/Verein oder hier finde. Ich habe nicht viel Ahnung, wonach ich da ansonsten schauen müsste.
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Zumal der Sprung von nem sehr klaren, umweltsicheren und nervenstarken DSH
Ich muss zugeben, ich sehe nicht viele DSH. Hauptsächlich kannte ich welche von Rentnern, die die Hund einfach in den Garten gesteckt und dort vergammelt haben lassen. Die haben dann jeden verbellt am Zaun (auf dem Weg zu meiner Grundschule damals war so ein Exemplar) während die Besitzer alle Schaltjahre dann mal für 15min mit denen langsam spazieren gegangen sind.
Mir war nicht bewusst, dass die so wesensfest sein können. Gerade weil man ja immer wieder hört, sie wären überzüchtet. Ich bin wirklich gespannt, dieses Wochenende ist die Veranstaltung im Schäferhundeverein - Herbstprüfung. Ich hoffe, das ist ein guter Einblick, andere Termine sind in den Vereinen in meiner Nähe momentan nicht, erst wieder im Frühjahr 2026.
Ich habe meinen Mann angeboten, dass wir zusammen hingehen, selbst wenn wir keinen DSH holen, weil das auch für den WSS bzw allgemein interessant ist. Bisher scheint er mitgehen zu wollen. Ich glaube er hat auch einen falschen Eindruck von Schäferhunden allgemein.
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Ich kenne eine Show Tervueren Züchterin in der Schweiz, soweit ich dies mitbekomme, sind die Hunde gesundheitlich und nervlich gut aufgestellt. Eine Hündin aus ihrer Zucht war mit mir im Agility, macht noch Hoopers und scheint echt ne coole Hündin zu sein.
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Mir war nicht bewusst, dass die so wesensfest sein können.
Tatsächlich empfinde ich die meisten DSH als sehr wesensfest, nervenstark und eigentlich sehr klar im Verhalten. Selbst die zahlreichen Mixe oder Vermehrerhunde, die ich im TS kennenlernen durfte.
Meine steile These ist, dass die allermeisten pöbelnden, beißenden „Problem-Schäfis“ kein angekratztes Nervenkostüm oder so haben, sondern einfach „nur“ schlecht bzw. unpassend geführt werden. Was einerseits natürlich schön für die Hunde ist, aber andererseits ganz klar aufzeigt, dass man mit denen schon umgehen können muss, sonst hat man da nicht lange Freude dran (und die Umwelt auch nicht). -
Meine steile These ist, dass die allermeisten pöbelnden, beißenden „Problem-Schäfis“ kein angekratztes Nervenkostüm oder so haben, sondern einfach „nur“ schlecht bzw. unpassend geführt werden. Was einerseits natürlich schön für die Hunde ist, aber andererseits ganz klar aufzeigt, dass man mit denen schon umgehen können muss, sonst hat man da nicht lange Freude dran (und die Umwelt auch nicht).
Das kann sein. Es wundert mich nur, da ich davon ausgehe, dass diese Rentner wahrscheinlich seit 20, 30 Jahren Schäferhunde halten, ist ja doch oft so. Naja, einmal falsch, immer falsch, schätze ich. Sie hatten ja den Ruf vom Hofhund, der bewachen soll, mehr wollen die anscheinend nicht.
Habe aber auch Bedenken, dass ich mir dann so einen ranziehe. Ich bin mal gespannt auf die Herbstprüfung dieses Wochenende.
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Naja, man kann auch 20-30 Jahre alles falsch machen oder zumindest so machen dass das Ergebnis eben heute nicht mehr in die Gesellschaft passt 🤷🏻♀️
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Naja, es gibt neben Rassebesitzern und -züchtern eben noch den Eindruck aus dem Alltag.
Ich könnte nicht mal sagen, ob Schäferhunde besonders wesensfest sind. Ich treffe die nie beim Wandern und beim Spazierengehen ist es ein seltenes Event. In der Stadt auch nicht und ehrlicherweise sozusagen nie in der Öffentlichkeit, sondern ausschließlich im Umkreis von 100 Metern um Hundesportplätze. Vielleicht haben Schäferhundbesitzer kein Interesse am wandern, vielleicht macht es mit Schäferhunden keinen Spaß oder vielleicht können sie es nicht. Man weiß es nicht. Würde ich einen Wanderbegleithund suchen, würde ich wahrscheinlich erstmal Rassen anschauen die ich da regelmäßig treffe. Der Fairness halber, ich treffe beim Wandern auch nie Kleinsthunde, die dafür sehr häufig in der Stadt.
Deshalb ja die Frage, wie du dir ein Leben mit Hund vorstellst. Natürlich kann man auch mit "Exoten" glücklich werden und die können auch perfekt passen, genauso wie es einfach echte Allrounder gibt die in unheimlich viele Leben passen. Nur um zu entscheiden, braucht es halt erstmal Vorstellungen.
- Vor einem Moment
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