Rat zur Wahl der richtigen Rasse gesucht

  • Bei uns in der Gegend (Stadt) gibt es weit und breit keine Schäferhunde. Auch keine vergammelten in Rentner-Gärten. :D Ich wohne hier seit fast 25 Jahren und kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Schäferhund gesehen habe ( ausser bei der Polizei).

    Offensichtlich gilt der Schäferhund ebenso wie Malinois inzwischen als so gefährlich, dass ihn kaum mehr Privatleute halten. Jedenfalls nicht hier.

  • Ich könnte nicht mal sagen, ob Schäferhunde besonders wesensfest sind. Ich treffe die nie beim Wandern und beim Spazierengehen ist es ein seltenes Event. In der Stadt auch nicht und ehrlicherweise sozusagen nie in der Öffentlichkeit, sondern ausschließlich im Umkreis von 100 Metern um Hundesportplätze. Vielleicht haben Schäferhundbesitzer kein Interesse am wandern, vielleicht macht es mit Schäferhunden keinen Spaß oder vielleicht können sie es nicht. Man weiß es nicht. Würde ich einen Wanderbegleithund suchen, würde ich wahrscheinlich erstmal Rassen anschauen die ich da regelmäßig treffe. Der Fairness halber, ich treffe beim Wandern auch nie Kleinsthunde, die dafür sehr häufig in der Stadt.

    Ich treffe auch recht selten DSH, der letzte hat uns direkt fixiert als wir ihm entgegen kamen, war aber ruhig und an kurzer Leine. Beim wandern treffe ich einfach Rassen wild durcheinander. Habe einige Huskies gesehen, interessanterweise, im Herbst. Aber allgemein gar nicht so viele Hunde. Man könnte meinen, gerade im Herbst. Einmal einen Labrador, dann einen Aussie, sehr viele TS Hunde (man kennt ja das typische Aussehen eig). Wir waren mit meinem ersten Hund in der Kindheit, ein Dackel-Jack Russell-Mix im Wanderurlaub (vermute ich). Ansonsten hab ich auch noch keine kleinen Hunde gesehen. Aber bei uns gibt es unfassbar viele Labradore und TS Hunde allgemein, interessanterweise. Auch einige Collies.

  • Offensichtlich gilt der Schäferhund ebenso wie Malinois inzwischen als so gefährlich, dass ihn kaum mehr Privatleute halten. Jedenfalls nicht hier.

    Oder sie glauben den Gerüchten, dass sie sehr ungesund sind. Aber auf der anderen Seite halten sehr viele Leute auch Französische Bulldoggen, also daran kann es nicht liegen. Ich weiß nicht. Irgendwann hatte er ja mal den Ruf, er wäre sehr gefährlich. Inzwischen scheint er in Vergessenheit geraten zu sein?

  • Ich weiß nicht, ob die schon genannt wurden, aber mir wäre noch der Riesenschnauzer eingefallen, fallsHunde mit Bart infrage kommen.

    Sie sind ebenfalls Gebrauchshunde, aber mMn etwas selbstständiger, humorvoller und entspannter als Schäferhunde. Sie arbeiten gern und wenn nichts Actionreiches passiert, mutieren sie gerne zu Schoßhunden.

    Unsere würde sich bei euch auf jeden Fall sehr wohl fühlen. Es ist aber wahrscheinlich subjektiv, ob man deren Fell als mittellang bezeichnen will.

  • Oder sie glauben den Gerüchten, dass sie sehr ungesund sind. Aber auf der anderen Seite halten sehr viele Leute auch Französische Bulldoggen, also daran kann es nicht liegen. Ich weiß nicht. Irgendwann hatte er ja mal den Ruf, er wäre sehr gefährlich. Inzwischen scheint er in Vergessenheit geraten zu sein?

    Ich denke das liegt schlicht daran, dass sich der Hundemarkt verändert hat und der ganz große Teil der Hunde nunmal nicht vom Züchter kommt.

    Der DSH ist eine der günstigsten Rassewelpen, es lohnt sich dort kaum zu vermehren für den Verkauf. Auch unter Züchtern ist die Rasse deshalb nicht beliebt. An einem kleinen Wurf Kleinhunde verdient man mehr Geld mit weniger Aufwand (ja, wurde mir so schon verargumentiert von Kleinhundezüchtern), auch wenn da nur 3-4 Welpen fallen.

    Vom Züchter bekommt man als Familie oder normaler Hundehalter aber mitunter nur schwer einen Hund, weils natürlich auch häufig nicht passt, da muss man das Glück haben das es nicht genug Anfragen aus Sport und Dienst für den Wurf gibt - das trifft dann in der Regel auf die Würfe zu die aus guten Gründen keine Nachfrage haben. Denn auch das Ausland hat eine sehr hohe Nachfrage beim DSH. Die normalen, guten Würfe mit gesunden und leistungsstarken Hunden bleiben tatsächlich eher "unter uns" im In- und Ausland. Das verzerrt auch sehr das Bild über die Gesundheit der Rasse beim normalen Hundehalter.

    Es ist eben eine Gebrauchshunderasse, ähnlich wie ein Deutsch Drahthaar, Deutscher Jagdterrier, eine Deutsche Bracke, Riesenschnauzer, usw. Die sieht man ja alle vergleichweise wenig, obwohl die Wurfzahlen im VDH mit die Höchsten sind.

    Auch der Airedale Terrier ist mitunter schwierig zu bekommen, wenn es eine Leistungszucht sein soll und man unbekannt ist. Die gehen ja auch sehr gerne zusätzlich noch in den Jagdgebrauch. Da gehen ganz normale Hundehalter schnell leer aus, weil die einfach nicht ganz oben auf der Liste stehen.

    Ich persönlich denke dass die heutigen Plattformen sehr dazu beitragen dass man kaum noch DSH sieht, man braucht keine Deckanzeigen, Züchterwebseiten mehr wälzen oder Hunde in der Zeitung inserieren. Wir haben unsere eigenen Portale und so ein guter Wurf ist ruckzuck bei den passenden Leuten. Die Kontakte ins Ausland zu passenden Käufern wurden dadurch massiv vereinfacht, wo früher regionaler gearbeitet wurde.

  • Ich treffe auch recht selten DSH, der letzte hat uns direkt fixiert als wir ihm entgegen kamen, war aber ruhig und an kurzer Leine. Beim wandern treffe ich einfach Rassen wild durcheinander.

    Hier - Stadtrand einer Großstadt - wohnen drei Deutsche Schäferhunde. Alle drei sehe ich immer mal und sie sind ein Trauerspiel. Das sind nämlich drei Vertreter mit Karpfenrücken, die können alle drei nicht normal laufen.

    Der eine ist so alt wie meine Hündin, dessen Hintern liegt auf halber Höhe im Vergleich zur Brust und der schlappt nur vor sich hin, meist hinter seinem Frauchen. Begegnet man dem mit Hund, ist der super aggro und ich verstehs auch, der muss ja Schmerzen haben.

    Sind aber sicher nicht aus nem ordentlichen Verein, der sich um die Gesundheit seiner Zuchten schert sondern irgendwelche Vermehrerhunde die stattlich und billig sein sollten. Sowas wirst du dir ja eher nicht zulegen.

  • Ich weiß nicht, ob die schon genannt wurden, aber mir wäre noch der Riesenschnauzer eingefallen, fallsHunde mit Bart infrage kommen.

    Sie sind ebenfalls Gebrauchshunde, aber mMn etwas selbstständiger, humorvoller und entspannter als Schäferhunde. Sie arbeiten gern und wenn nichts Actionreiches passiert, mutieren sie gerne zu Schoßhunden.

    Unsere würde sich bei euch auf jeden Fall sehr wohl fühlen. Es ist aber wahrscheinlich subjektiv, ob man deren Fell als mittellang bezeichnen will.

    Das ist noch eine Rasse, die mein Mann super toll findet :face_with_tears_of_joy:Da wird er sich freuen. Ich werde es mir mal durch den Kopf gehen lassen.

  • Sind aber sicher nicht aus nem ordentlichen Verein, der sich um die Gesundheit seiner Zuchten schert sondern irgendwelche Vermehrerhunde die stattlich und billig sein sollten. Sowas wirst du dir ja eher nicht zulegen.

    DSH haben wirklich so gut wie immer Papiere und grade als Neuling gerät man häufig an genau solche Hunde. Die, die keiner kauft der sich auskennt, Linien mit wenigen "Liebhabern" und grausiger Gesundheit. Die haben in Sport und Dienst kaum einen Absatzmarkt. Deshalb schreibe ich immer, dass man jemanden an der Hand haben muss.

  • Der DSH ist eine der günstigsten Rassewelpen, es lohnt sich dort kaum zu vermehren für den Verkauf. Auch unter Züchtern ist die Rasse deshalb nicht beliebt. An einem kleinen Wurf Kleinhunde verdient man mehr Geld mit weniger Aufwand (ja, wurde mir so schon verargumentiert von Kleinhundezüchtern), auch wenn da nur 3-4 Welpen fallen.

    Ja, der Markt für kleine Hunde und Schoßhunde ist massiv. Der Havaneser meiner Großeltern, 2000 € und das ist billig, er hat keine "besondere Farbe". Eine Zwergpudelzüchterin, bei der sie geschaut haben, wollte 2500 €. Schon ein "gutes Geschäft"...

    Die normalen, guten Würfe mit gesunden und leistungsstarken Hunden bleiben tatsächlich eher "unter uns" im In- und Ausland. Das verzerrt auch sehr das Bild über die Gesundheit der Rasse beim normalen Hundehalter.

    Es ist eben eine Gebrauchshunderasse, ähnlich wie ein Deutsch Drahthaar, Deutscher Jagdterrier, eine Deutsche Bracke, Riesenschnauzer, usw. Die sieht man ja alle vergleichweise wenig, obwohl die Wurfzahlen im VDH mit die Höchsten sind.

    Das erklärt etwas, warum ich so wenig DSH sehe obwohl sie so beliebt sind.

    Wir haben unsere eigenen Portale und so ein guter Wurf ist ruckzuck bei den passenden Leuten. Die Kontakte ins Ausland zu passenden Käufern wurden dadurch massiv vereinfacht, wo früher regionaler gearbeitet wurde.

    Ist aber auf der anderen Seite auch gut so, oder? Weniger landen so im Tierheim. Das sind dann wahrscheinlich meist Vermehrerhunde aus dem Ausland. Oft sind ja auch Ex-Diensthunde jung abzugeben, weil die zu nett sind, ganz salopp gesagt. Wobei ich in den paar Reportagen, die ich zu Polizeidiensthunden geschaut hab, so 7/10 Mali statt DSH LZ gesehen hab. Finde es aber ein spannendes Thema.

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