Frust bei vorläufig aufgenommenem Welpen

  • Ich finde nichts verwerflich daran, wenn der Zwerg mal abwarten soll bis es freigegeben wird. Er hat vermutlich rassetypisch ein Thema mit solchen Situationen. Die Theatralik würde ich daher nicht überbewerten.

  • Ich hänge diesen Beitrag mal hier an, weil es sich um den gleichen Hund handelt.

    Balu ist inzwischen seit einem Monat wieder bei meiner Schwester und sie will unbedingt mit ihm ein Deckentraining aufbauen. Da ich das mit meinem eigenen Hund nie gemacht habe, kann ich ihr nicht wirklich helfen und bin auch ein bisschen skeptisch, wie es momentan läuft.

    Balu hatte ja schon immer Mühe, wenige Sekunden auf etwas zu warten. Jetzt ist es so, dass er auf Kommando auf einer Decke bleiben soll - was er aber nicht will. Meine Schwester führt ihn dann teilweise stundenlang (!) immer wieder auf die Decke, ohne dass der Hund dabei entspannt. An Schlaf ist schon gar nicht zu denken. Ich halte dieses Vorgehen ehrlich gesagt für Quatsch, aber da ich das mit meinem Hund grundsätzlich nicht gemacht habe, weiss ich auch nicht, ob das tatsächlich der richtige Aufbau ist.

    Hat das Ganze auch wieder mit Balus allgemeinem Frust zu tun, dass er nicht auf der Decke liegen kann/will oder hat das keinen Zusammenhang? Was meint ihr? Und was meint ihr zu diesem Vorgehen beim Deckentraining?

  • Balu hatte ja schon immer Mühe, wenige Sekunden auf etwas zu warten.

    das muss er lernen und das sollte auch im Welpenalter aufgebaut werden.

    Meine Schwester führt ihn dann teilweise stundenlang (!) immer wieder auf die Decke, ohne dass der Hund dabei entspannt.

    aus welchen Gründen auch immer der Hund mal auf seine Decke soll, beginnt man dieses Training am besten im Welpenalter und wenn das gut aufgebaut ist, hat der Hund auch kein Problem damit

    Aber vermutlich baut Deine Schwester das nicht so auf, dass der Hund es vesteht

    Wie ist der Aufbau?

    Sie sollte anfangs neben dem Hund stehen bleiben und nicht direkt weg gehen. Erst wenn der Hund verstanden hat, worum es geht, kann man sich ein paar Schritte entfernen

  • Menschen sind schon putzig. Einerseits total trainingsfaul und dann aber stundenlang etwas durchziehen, was nicht funktioniert. Das finde ich wirklich total verrückt.

    Sie übt halt mit dem Hund zu laufen. Ist ja prima für ihn, so bekommt er neben dem Gassi noch zusätzliche Bewegung. =)

  • Uns wurde in der Hundeschule beigebracht ein Training so zu gestalten, dass der Hund dabei möglichst keine Fehler macht und somit gar nicht erst auf die Idee kommt ein Kommando zu ignorieren. Ein Stundenlanges! Training ist mit Sicherheit viel, viel, viel zu lang und bringt gar nichts. Ganz im Gegenteil. Es dürfte die Beziehung zwischen deiner Schwester und ihrem Hund schädigen, weil sie ihn damit einfach nur überfordert.
    Wenn sie ein Deckentraining aufbauen möchte, dann sollte sie wirklich ganz, ganz kleinschrittig anfangen und tatsächlich Anfangs nur Sekunden einfordern.
    Allerdings sollte sie schon der Ursache auf dem Grund gehen, warum der Hund über derart wenig Impulskontrolle verfügt. Deinen Schilderungen nach, scheint es bei Balou ja tatsächlich sehr extrem zu sein. Zumindest Beratung durch einen guten Trainer/einer guten Trainerin scheint durchaus sehr sinnvoll zu sein.
    Ich weiß nicht ob möglicherweise auch gesundheitliche Gründe dahinter stecken könnten.

    LG

    Franziska mit Till

  • Sie redet davon, dass es darum geht, "den längeren Atem" als der Hund zu haben. In gewisser Weise kann ich das ja nachvollziehen. Wenn es zB Dinge gibt, die mein Hund nicht darf, muss ich auch konsequent sein und kann nicht plötzlich nachgeben. Allerdings geht es ja beim Deckentraining scheinbar um Entspannung und nicht um "Grenzen setzen" - oder doch...? :thinking_face:

  • Ja, da hat sie in gewisser Weise schon Recht. Man muss im gewissen Sinne den längeren Atem haben. Aber es bringt nichts etwas einzufordern, was der Hund noch nicht leisten kann.
    Offensichtlich scheint ja irgendetwas nicht ganz Rund zu laufen, wenn der Hund so große Schwierigkeiten hat mit Frust umzugehen.
    Beim Deckentraining soll es durchaus um Entspannung gehen; aber eben auch darum, dass der Hund auf Kommando an seinen Platz bleit. In meinen Augen wäre es wichtig den Hund so schnell wieder aufzulösen, dass er es geschafft hat zu warten. Es also keinen Grund gibt ihn zu korrigieren.

    LG

    Franziska mit Till

  • Wenn der Hund etwas schon sehr sicher kann, dann macht es Sinn konsequent zu sein.

    Meine Hunde kennen und können das Signal "decke" wenn sie also aufstehen, ist es vollkommen angemessen sie auch das 5. Mal zurück zu schicken.

    Ich denke bei balu kann man noch nicht davon sprechen dass er das Signal kennt und kann. Dann ist dieses stundenlang rum machen überfordernt und unagebracht. Es heißt eher kleinschrittiger werden.

    Also neben der Decke stehen und ihn mit ein Leckerli auf die Decke lotsen, Signal geben, freuen. Fertig. Und wen er dass oft genug gemacht hat auch abwarten ob er es von sich aus anbietet und auf die Decke geht. Und dann loben.

    Dann auf die Decke schicken während man neben der Decke steht und die Leckerlis gabe raus zögern (je nach hund 20 sek).

    Irgendwann steht man 5 Schritte entfernt und schickt den hund hin, man baut nach und nach die zeit auf, welcher der hund auf der Decke verbringt

  • Ich find's immer schwierig, wenn Training mit Machtkampf vermischt wird. Der Hund weiss n6was er tun soll, wenn er es wussten, könnte er das noch gar nicht aus dem Stand leisten aber dann stundenlang für sein Verständnis errstisches Verhalten der hh erdulden. Hm. Gut, dass er zeugt, dass er das psychisch packt ohne ihr eine zu langen.

    Sie sollte auf die Decke gehen und dann auf der Decke bleiben als Verhaltenskette erstmal klein schrittig aufbauen. Ich empfehle per "clickertraining". Und dann kann es auch mal dazu kommen,vdass er (viel später " anfragt ob liegen wirklich liegen bl iben bedeutet.

    Zum lernen würde ich wie gesagt mich auf keine Machtspielchen einlassen.das ist wie Fußballtraining. Beim dribbeln wird gedribbelt. In der Kabine kannst auch mal knallen.

  • Sie redet davon, dass es darum geht, "den längeren Atem" als der Hund zu haben. In gewisser Weise kann ich das ja nachvollziehen. Wenn es zB Dinge gibt, die mein Hund nicht darf, muss ich auch konsequent sein und kann nicht plötzlich nachgeben. Allerdings geht es ja beim Deckentraining scheinbar um Entspannung und nicht um "Grenzen setzen" - oder doch...? :thinking_face:

    Der Hund weiß doch gar nicht was sie will. Das hat sie ihm doch noch gar nicht beigebracht. Da kann sie so lange atmen wie sie möchte.

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