Für die Leseratten - Der Bücherthread - Band 3
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Gast41354 -
9. April 2025 um 10:57
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Fertig mit Rebel Witch - bedient so ungefähr jedes Romantasy Klischee. Wer das Genre mag, dürfte Spaß damit haben

Ich hab ja leider ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Romantasy und deshalb auch ein ambivalentes Leseerlebnis gehabt, haha. Zwischenzeitlich gingen mir die beiden gehörig auf den Keks und leider war der Plot auch am Ende ziemlich vorhersehbar.
War aber trotzdem nicht schlecht geschrieben.
Mache jetzt weiter mit "Children of fallen gods", das ist die Fortsetzung von Daughter of no Worlds! Da gibts auch Romanze, aber zum Glück deutlich weniger penetrant. Bin gespannt auf den 2. Teil!
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18. Januar 2026 um 12:52
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Für die Leseratten - Der Bücherthread - Band 3 - Vor einem Moment
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Habe auch mal wieder ein Buch gelesen, völlig ohne Erwartungen und hinterher erst gesehen, ist ein Jugendbuch. Kann man aber auch gut erwachsen lesen:
Lügentochter von Megan Cooley Peterson
"Piper ist in einer Sekte aufgewachsen, sie weiß es nur nicht. Deshalb stellt sie auch keine Fragen. Niemals. Denn ihr Vater ist für Piper ein Prophet, er hat immer recht. Bis er es eines Tages nicht mehr hat: Als die Regierung eine Razzia auf ihrer Anlage durchführt, wird Piper von ihren Geschwistern, von Mutter, den Tanten und von allen Anhängern Vaters getrennt – sogar von ihrem Schwarm Caspian. Nun lebt Piper in der Außenwelt. Unter IHNEN. Bei einer wildfremden Frau, die sie angeblich beschützen soll. Doch Piper weiß es besser. Und sie wird entkommen."
Ich-Perspektive Präsenz, aufgeteilt wechselnd in "Davor" und in "Danach". Die Grenze dazwischen ist die "Entführung" durch die Regierungsbeamten, vor denen ihr Vater so lange gewarnt hat.
Nicht alles war schlecht im "Davor", die vielen "Geschwister" z.B., die sich umeinander kümmern. Anderes, wie ein stetiger Hunger und die "Tanten" dagegen nicht, aber das kritisiert Piper gar nicht, es ist einfach notwendig und ihr Vater ist über jede Kritik erhaben.Ich fand das Buch gut. Man ist durch die Perspektive immer in dem Denken von Piper, die lange braucht, um anzufängen, nicht mehr blind sich an ihrem unfehlbaren Vater zu orientieren, zumal die Außenwelt durch ihn eingetrichtert gefährlich und dem Untergang geweiht ist und sie diese nur durch ausgwählte Serien und Filme kennt. Ihr Ziel ist, irgendwann erwachsen ein wertvolles Mitglied der "Kolonie" zu werden.
Ich habe mich mit Sekten nie näher beschäftigt, ich finde es aus dieser Perspektive aber interessant und nachvollziehbar erzählt. Es ist nicht extrem tiefgründig, ist recht freundlich erzählt, was vermutlich auch damit zu tun hat, dass es ein Jugendbuch ist. Die Liebesgeschichte hätte es auch nicht gebraucht und Piper kam hier und da jünger vor als fast 18 Jahre alt. Aber dennoch, das Buch empfehle ich weiter.
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Macht einer von euch bei BookCrossing mit? Das ist eine Internetplattform, bei der man sich registriert, Bücher "frei lässt" und sie dann bei ihrer Reise verfolgen kann.
Ich hatte heute ein Buch gesehen, es aber stehen gelassen, und überlege nun mich dort vielleicht anzumelden. Es ist komplett kostenlos und ob ich nun zum Bücherschrank laufe oder in der Gegend Bücher frei lasse, ist auch Wurst.
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So ich hab Buch Nr. 2 für dieses Jahr gelesen. Hatte ich aus dem Bücherschrank mitgenommen
Gazing into the stars - Zwischen Mondlicht und Mysterien ( Jodie S. Calussi)
Gazing ist ein junger Mann. Schüchtern, groß und mit blonden Locken. Und mit Hasenohren.
Eindeutig nicht von dieser Welt, aber wie er hier her gekommen ist und warum kann er nicht sagen. Gazing hat seine Erinnerungen verloren.
Die gesamte Geschichte spielt in einer fernen Zukunft. Es gibt nur noch einen Bruchteil der Menschen, denn irgendwann stand alles vor dem Kollaps. Zu viele Ressourcen waren verbraucht und die Yaahks konnten mit ihrer Technologie einen Teil der Menschheit retten. Es gibt Portale mit denen man quer über die Welt reisen kann, ein Überbleibsel dieser Technik. Verschiedene Städte in denen die Überlebenden noch existieren und teilweise weiter ums überleben kämpfen.
Eine dieser Städte muss Gazing verlassen, die Machthaber wechseln und es wird gefährlich für ihn weil er halt anders ist. Und so begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise.
Hmm, ich weiß nicht so recht bei diesem Buch. Ich würde es als Jugendbuch einordnen. Es ist nett zu lesen und die Grundidee ist wirklich gut. Laut Rezension soll es ein kritischer Sci-Fi-Roman sein. Kritisch an der Gesellschaft, am übermäßigen Konsum und Missbrauch von Ressourcen.
Es hat auch sicher eine gute Idee, aber es bleibt sehr Oberflächlich. Die Charaktere kann man schon gern haben, aber auch die sind oberflächlich. Bei Gazing dachte ich immer wieder "oh jetzt grübelt er wieder", aber die Autorin nimmt einen auf diese Gedanken nur wenig mit. Statt dessen steht er irgendwie, gefühlt, immer nur "wie eingefroren" herum. Die Städte sind einfach da, aber auch ohne näher ausgeschmückt zu sein. Es ist als ob man auf eine Postkarte schaut, man hat zwar eine Vorstellung, aber die ist ziemlich eindimensional. Es kommen Charaktere hinzu, aber...oberflächlich. Es ist nicht so, dass man sie nicht mag, aber man baut nur zu einem etwas Beziehung auf.
Und überhaupt, die Vergangenheit wird nicht näher erklärt, was aber vielleicht doch wichtig wäre. Und am Ende des Buches hatte ich jede Menge offene Fragen.
Die Story hätte Potential, aber dazu müsste man mehr Zeit und Liebe investieren und da wäre es in einer Buch-Reihe sicher besser aufgehoben.
Man ärgert sich nicht, wenn man es gelesen hat. Aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut.
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Yevgeny Zamyatin – We / Wir
"Long live the United State! Long live the Numbers!! Long live the Well-Doer!!!"
"Wir ist ein dystopischer Roman, der in einer weit in der Zukunft liegenden Gesellschaft namens “The United State" spielt, in der das Leben vollständig von Logik, Mathematik und strenger Ordnung bestimmt wird. Die Menschen sind nicht durch Namen, sondern durch Nummern bekannt, und jeder Aspekt des täglichen Lebens – Arbeit, Freizeit, Beziehungen und sogar Gefühle – ist geplant und geregelt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von D-503 erzählt, einem loyalen Bürger und Mathematiker, der an der Konstruktion eines Raumschiffs mitarbeitet, das die Ideale des United States über die Erde hinaus verbreiten soll. Er beginnt eine Reihe von persönlichen Aufzeichnungen zu schreiben, die seine Gesellschaft erklären und verherrlichen sollen. Dabei stößt er allmählich auf Erfahrungen und Ideen, die seine Annahmen über Vernunft, Freiheit und die Bedeutung des Menschseins in Frage stellen. Der Roman konzentriert sich nicht auf äußere Handlungen, sondern auf psychologische und philosophische Konflikte und zeichnet den inneren Wandel des Erzählers nach, der darum ringt, Ordnung und Individualität miteinander zu vereinbaren."
1921 geschrieben und große Inspiration für Orwell's 1984, ist Wir eine Charakterstudie, die den Niedergang von D-503 beschreibt, einem der loyalsten Bürger des Staates. Es gibt nicht viel explizites Worldbuilding aber man bekommt eine Idee der Routinen und Vorgaben und Regeln und Verfahrensweisen des Staates. Einerseits unglaublich interessant, andererseits echt beängstigend. Generell fand ich die Erzählstimme fantastisch, durch den Sarkasmus und schwarzen Humor, die verzweifelte Suche nach Rationalität und Logik im Angesicht von Irrsinn und Untergang, war diese Dystopie leichter zu ertragen und "zu genießen" als 1984.
Wir wurde in der Sowjetunion verboten, weil es als direkte ideologische Bedrohung für das entstehende sowjetische System angesehen wurde, auch wenn es nie ausdrücklich Russland oder den Kommunismus nennt. Die Gründe waren eher politischer, philosophischer und historischer als literarischer Natur.
Erforschte Themen: Vernunft vs. Freiheit – Individualität vs. Kollektivismus – Kontrolle und Überwachung – Emotionen, Verlangen und das Irrationale – Die Natur des Glücks
Die Unterschiede zu 1984 liegen in den Themen: Rationale Utopie vs. politischer Terror – Transparenz vs. Geheimhaltung – Tonfall und Stil – Art der Sprachkontrolle – Die Rolle der Vergangenheit
Überlappungen sind zu finden in den Themen: Totalitäre Kontrolle des täglichen Lebens – Kontrolle des Denkens, nicht nur des Verhaltens – intime, begrenzte Sichtweise -
Tiffany McDaniel - "On the Savage Side"
Diesen emotional aufwühlenden Roman schrieb Tiffany McDaniel in Gedenken an die "Chilicothe Six" - sechs junge Frauen, die in Chilicothe, Ohio ermordet wurden bzw. verschwanden. Ihre Gemeinsamkeit: Die meisten von ihnen kannten einander und sie hatten alle Suchtprobleme.
McDaniel hat die Ereignisse sozusagen fiktionalisiert. Im Zentrum ihrer Erzählung stehen die Zwillingsschwestern Arc und Daffy. Zuneigung erhalten die beiden von ihrer Großmutter "Mamaw Milkweed", die ihnen auch zahlreiche Botschaften in Form von Geschichten mit auf den Weg gibt. Die Mutter von Daffy und Arc hingegen ist heroinabhängig, ebenso wie der Vater der Mädchen, der früh verstirbt. Nach dem Unfalltod der Mamaw Milkweed sind Arc und Daffy auf sich alleine gestellt. Während ihre Mutter undd deren Schwester in dem heruntergekommenen Haus in Chilicothe Freier empfangen, um sich die Drogen zu finanzieren, flüchten sich Arc und Daffy in ihre Fantasiewelt, bemalen die Wände und Böden in ihren Zimmern mit bunten Bildern und Arc entwickelt außerdem eine Leidenschaft fürs Ausbuddeln mysteriöser Objekte, ist stets auf der Suche nach irgendeinem Schatz.
Die Schwestern geben sich gegenseitig Halt, doch in ihrer trostlosen Heimatstadt und durch traumatische Kindheitserfahrungen kommen auch sie schließlich mit harten Drogen in Berührung. Gemeinsam mit mehreren anderen suchtkranken Frauen bilden sie die "Chilicothe Queens", erzählen sich gegenseitig Geschichten über ein Leben auf der "schönen Seite" und träumen von einer besseren Zukunft. Doch so hart und trist ihr Alltag auch sein mag, wirklich gedährlich wird es, als sie im Fluss treibend eine tote junge Frau entdecken...
Ich bin nicht zartbesaitet, doch in dem Buch gab es ein paar sehr krasse Passagen, die mir so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen werden. Ein, zwei Beschreibungen körperlicher Gewalt fand ich so heftig, dass mir das Weiterlesen schwer fiel, doch letzten Endes ist es vor allem das emotionale Elend, was mir wirklich Herz und Kehle zuschnürte. Es wird von Vertrauensbrüchen, Hoffnungslosigkeit und Enttäuschungen erzählt, ähnlich zu Herzen gehend wie in Kingsolvers "Demon Copperhead" oder Stuarts "Young Mungo".
Typisch für McDaniel enthält das Buch eine Menge Symbolismus - war mir persönlich manchmal etwas too much, aber ich bin auch nicht sonderlich spirituell. In die Romanhandlung eingefügt haben sich diese Aspekte aber gut. Der Roman ist durchzogen von einer atemlosen Eindringlichkeit, die mich fesselte. Man spürt die Beklemmung, die Tristesse eines Lebens in Armut und voller Entbehrungen. McDaniel schreibt von Menschlichkeit und Brutalität, Liebe und der Kraft des Geschichtenerzählens, von Trauer und Hoffnung.
Keine leichte Kost, ganz im Gegenteil, aber ein Roman, dee noch lange nachhallt und Betroffenheit auslöst, ohne dabei sensationalistisch oder übermäßig sentimental daherzukommen..
Den "Plot Twist" bzw eher die Enthüllung am Ende hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Da muss ich noch überlegen, wie ich diesen Aspekt des Romans finde. Der Stärke des Werks tut dies aber keinen Abbruch.
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Garrett Carr – The Boy from the Sea / Der Junge aus dem Meer
"The sea could claim you silently; we lived and worked on the edge of a vast appetite, put a foot to close and you'd be gone before getting a yelp out, you'd leave nothing behind but your last breath."
"We thought of our boats as noble labourers, each loaded with family history and stories.""In einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands wird 1973 ein Baby am Strand gefunden. Ambrose, der Fischer, und seine Frau Christine adoptieren den Jungen, der fortan den Namen Brendan Bonnar trägt. Alle sind fasziniert von diesem Kind, dessen Herkunft ein Rätsel ist, und Brendan, der für viele ein Rätsel bleibt, gibt dem vom Sturm der Zeitläufte gebeutelten Dorf die Hoffnung auf ein gutes Leben zurück. Zwanzig Jahre folgen wir dem Leben der Familie, das geprägt ist von Fürsorge und Schweigen, von der Rivalität der Brüder, von finanziellen Sorgen, aber auch dem Glück, von einer Gemeinschaft getragen zu werden."
Der Roman verwendet eine gemeinschaftliche Ich-Form („wir/uns“), als ob die Stadt selbst – insbesondere die Männer der örtlichen Hafenkneipe an ihrem Stehtisch – die Geschichte erzählen würde. Die Grenzen zwischen einem allwissenden Erzähler und einem gemeinschaftlichen Zeugen verschwimmen, wodurch sowohl eine enge Verbindung zum Leben des Einzelnen als auch ein breiterer gesellschaftlicher Blick entsteht. Ich mochte diese Art sehr, sie erzeugt ein starkes Gefühl von Gemeinsamkeit. Zeitlich gesehen entfaltet sich die Geschichte wie eine Reihe von Jahreszeiten und nicht wie eine strenge Chronologie von Jahr zu Jahr. Manche Kapitel beginnen mit der Wiedergabe von diversen Ereignissen, die zwischenzeitlich passiert sind und so signalisieren, dass die Zeit vergeht – ein poetischer Rhythmus, der den Zyklus der Fischergemeinschaft mit dem Meer widerspiegelt. Dieses Buch ist keine schnelle, von der Handlung getriebene Lektüre, sondern vielmehr ein meditatives, strukturiertes Porträt von Gemeinschaft und Wandel, in dem das Geheimnis von Brendan eine Linse für größere Wahrheiten darüber bietet, wie Menschen zusammengehören, sich selbst wahrnehmen und ihre Geschichte tragen. Ich kann auch wiedermal das (Original)Hörbuch nur wärmstens empfehlen.
Erforschte Themen: Herkunft, Mysterium und Mythos / Identität, Zugehörigkeit und Familie / Tradition und Moderne / Männlichkeit und Gefühlswelt / Gemeinschaft, Erinnerung und Wandel
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Heute hab ich neue Bücher in der örtlichen Buchhandlung bestellt. Morgen früh kommen sie wohl schon an und ich freu mich!!

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Jo Browning Wroe – A terrible Kindness / Der Klang der Erinnerung
"The help we can give these people is not complicated. We do our job. We do it well, we do it quickly and we leave. We're not priests, or friends or family. We're embalmers. Keep your head down and your heart hard. That's your kindness."
Thalias Beschreibung: "Birmingham, 1966: William feiert gerade seinen Abschluss als Einbalsamierer, als ihn die Nachricht erreicht, dass im walisischen Aberfan ein Haldenrutsch unzählige Menschen unter sich begraben hat und freiwillige Helfer gesucht werden. Er macht sich umgehend auf den Weg, und während er gemeinsam mit den Bestattern vor Ort arbeitet, ruft ein Musikstück im Radio schmerzhafte Erinnerungen in ihm wach: Erinnerungen an seine Zeit als Chorknabe in Cambridge, die er versucht hatte, zu vergessen. Damals hatte er nur einen Wunsch gehabt: in der King’s College Chapel das berühmte Solo in Allegris Miserere zu singen, das in ihm schon als kleines Kind die Liebe zur Musik entfacht hatte. Doch an dem großen Tag kommt es zu einem tiefen Zerwürfnis mit seiner Mutter und einer Entscheidung, die seinen weiteren Weg bestimmen wird. Als er nun aus Aberfan nach Birmingham zurückkehrt, mit Bildern im Kopf, die ihn sein Leben lang nicht loslassen werden, ist er bereit, sich seiner Vergangenheit zu stellen und sich mit seiner Mutter, mit der ihn einst eine liebevolle Beziehung verband, zu versöhnen.
Ein bewegender Coming-of-Age-Roman über die fragilen Bande, die uns mit geliebten Menschen verbinden – darüber, dass es möglich ist, die Vergangenheit und die eigene Schuld zu überwinden und Vergebung und Trost zu finden."
Geh ich mit, reicht. Absolut fantastische Coming-of-Age-Geschichte und eine überaus emotionale aber sehr glaubwürdige Charakterstudie in einem historischen Setting. Der Haldenrutsch von Aberfan 1966 ist real passiert und macht das erste Kapitel zu einem Schlag in die Magengrube mit Gänsehaut, ganz starker Einstieg ins Buch. William's Zeit als Chorknabe in Cambridge war für mich eher aus Sicht der sozialen Dynamiken interessant, nicht vor dem Hintergrund seines Gesangs und der Musik. Das Ende des Buchs war sehr befriedigend und emotional.
Erforschte Themen: Trauma und seine Folgen / Freundlichkeit inmitten der Katastrophe / Familien- und Beziehungsdynamiken / Musik, Identität und Erinnerung / Heilung, Vergebung und Selbsterkenntnis
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Jo Browning Wroe – A terrible Kindness / Der Klang der Erinnerung
"The help we can give these people is not complicated. We do our job. We do it well, we do it quickly and we leave. We're not priests, or friends or family. We're embalmers. Keep your head down and your heart hard. That's your kindness."
Thalias Beschreibung: "Birmingham, 1966: William feiert gerade seinen Abschluss als Einbalsamierer, als ihn die Nachricht erreicht, dass im walisischen Aberfan ein Haldenrutsch unzählige Menschen unter sich begraben hat und freiwillige Helfer gesucht werden. Er macht sich umgehend auf den Weg, und während er gemeinsam mit den Bestattern vor Ort arbeitet, ruft ein Musikstück im Radio schmerzhafte Erinnerungen in ihm wach: Erinnerungen an seine Zeit als Chorknabe in Cambridge, die er versucht hatte, zu vergessen. Damals hatte er nur einen Wunsch gehabt: in der King’s College Chapel das berühmte Solo in Allegris Miserere zu singen, das in ihm schon als kleines Kind die Liebe zur Musik entfacht hatte. Doch an dem großen Tag kommt es zu einem tiefen Zerwürfnis mit seiner Mutter und einer Entscheidung, die seinen weiteren Weg bestimmen wird. Als er nun aus Aberfan nach Birmingham zurückkehrt, mit Bildern im Kopf, die ihn sein Leben lang nicht loslassen werden, ist er bereit, sich seiner Vergangenheit zu stellen und sich mit seiner Mutter, mit der ihn einst eine liebevolle Beziehung verband, zu versöhnen.
Ein bewegender Coming-of-Age-Roman über die fragilen Bande, die uns mit geliebten Menschen verbinden – darüber, dass es möglich ist, die Vergangenheit und die eigene Schuld zu überwinden und Vergebung und Trost zu finden."
Geh ich mit, reicht. Absolut fantastische Coming-of-Age-Geschichte und eine überaus emotionale aber sehr glaubwürdige Charakterstudie in einem historischen Setting. Der Haldenrutsch von Aberfan 1966 ist real passiert und macht das erste Kapitel zu einem Schlag in die Magengrube mit Gänsehaut, ganz starker Einstieg ins Buch. William's Zeit als Chorknabe in Cambridge war für mich eher aus Sicht der sozialen Dynamiken interessant, nicht vor dem Hintergrund seines Gesangs und der Musik. Das Ende des Buchs war sehr befriedigend und emotional.
Erforschte Themen: Trauma und seine Folgen / Freundlichkeit inmitten der Katastrophe / Familien- und Beziehungsdynamiken / Musik, Identität und Erinnerung / Heilung, Vergebung und Selbsterkenntnis
Apropos Aberfan: The Crown hat eine extra Folge nur über diese Tragödie (die man auch gut gucken kann, ohne den Rest gesehen zu haben) Staffel 3 Episode 3. Die Folge ist wirklich wirklich berührend und ich muss mehrfach weinen, weil dieses Unglück so gut wiedergegeben wurde. Die Königsfamilie ist da fast eine Randfigur (obwohl Prinz Philip nach dem Unglück vor Ort war) und es geht viel um die Verschütteten.
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Diverse – Haunted Voices: An Anthology of Gothic Storytelling from Scotland
"She cooked this wee boy and they had him for supper."
"Haunted Voices" ist eine von Rebecca Wojturska herausgegebene Sammlung, die die reiche Tradition des schottischen mündlichen Geschichtenerzählens vorstellt. Die Anthologie versammelt rund 30 schaurige und unheimliche Geschichten – eine Mischung aus Archivaufnahmen traditioneller Geschichtenerzähler und neuen Werken zeitgenössischer Schriftsteller, Dichter und Künstler.
Die Geschichten sind in Ton und Stil sehr unterschiedlich, haben aber alle einen Bezug zur schottischen Folklore und zum Gothic-Stil. Sie reichen von schattenhaften Dämonen und heimgesuchten Videobändern bis hin zu monströsen Wesen und Neuinterpretationen von Klassikern wie Poes Der Rabe. Viele der Stücke wurden so konzipiert, dass sie laut gehört werden können, wobei die Hörbuchausgabe von den Erzählern selbst vorgetragen wird, so dass das Gefühl einer mündlichen Live-Erzählung erhalten bleibt.
Insgesamt zelebriert Haunted Voices sowohl das Erbe als auch die anhaltende Vitalität des schottischen Gruselmärchens, indem es Tradition und moderne Kreativität zu einem Chor unheimlicher, atmosphärischer Geschichten verbindet."
Unheimlich gute und teils echt gruselige Sammlung an unterschiedlich langen Erzählungen, manche schön fies, andere saukomisch. Ich habe es sehr genossen!
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