Für die Leseratten - Der Bücherthread - Band 3

  • Ein bisschen Horror sind die KIngfisher - Bücher eigentlich immer. Aber kein blutiger Slasher Horror, Bodyhorror, Gewaltorgien und sowas. Eher so auf der Fantasy-Horror-Schiene.

    Von denen, die ich gelesen habe wäre "A wizard's guide to defensive Baking" am wenigsten Horror, das geht eher in Richtung Märchen/Jugendbuch.

  • Hier sind ja einige T. Kingfisher Leser:innen: Würdet ihr ein bestimmtes Buch zum Reinstarten empfehlen? Deutsch oder Englisch ist egal

    Ich hab erst 3 gelesen und von denen hatte Jedes seinen eigenen Reiz, wüsste da keine Startempfehlung. Hast Du Kindle Unlimited? Da gibts ein paar, das wäre ja praktisch zum Testen.

    Ich hab zwar KU, aber ich hab jetzt mit zwei Freunden eine Art Buchclub gegründet und die beiden nicht. Wir hatten halt gesehen, dass Mehl, Magie und Machenschaften im März verlegt wird und jetzt überlegen wir, ob wir das in die Auswahl nehmen oder ob was anderes vielleicht besser geeignet ist

  • Ich hab erst 3 gelesen und von denen hatte Jedes seinen eigenen Reiz, wüsste da keine Startempfehlung. Hast Du Kindle Unlimited? Da gibts ein paar, das wäre ja praktisch zum Testen.

    Ich hab zwar KU, aber ich hab jetzt mit zwei Freunden eine Art Buchclub gegründet und die beiden nicht. Wir hatten halt gesehen, dass Mehl, Magie und Machenschaften im März verlegt wird und jetzt überlegen wir, ob wir das in die Auswahl nehmen oder ob was anderes vielleicht besser geeignet ist

    Das ist "A wizard's guide to defensive Baking". Ich mochte es, aber es ist ein Jugendbuch. Wenn das kein Problem ist, ist es bestimmt kein schlechter Einstieg. Spiegelt aber nicht ganz das wieder, was die Autorin ausmacht.

  • Ich hab mal ne Frage zu Verlagen und Veröffentlichungen :denker:

    Ich hab das letzte Buch, was ich gerade ausgelesen habe, im März 2025 gekauft, da ist es auch erschienen als Taschenbuch, ergo Erstausgabe.
    Jetzt im Februar erscheint es nochmal als Erstausgabe im TB-Format und man kann es vorbestellen :???:

    Mein Buch kam unter Doubleday raus, das neue jetzt wohl unter Transworld, ist ja beides Penguin.

  • The Sword of Kaigen - M. L. Wang

    "“I’m Matsuda Misaki,” she said with pride and honesty she never attached to those words before. “I’m your wife.” "

    Der Roman spielt im Kaigenese-Imperium, einem abgeschotteten, nationalistischen Staat, der sich technologisch modernisiert hat, kulturell jedoch stark an alten Traditionen festhält. Besonders verehrt werden die Kriegerfamilien, die mithilfe elementarer Magie – vor allem Eis und Wasser – das Reich verteidigen. Im Mittelpunkt steht das abgelegene Küstendorf Ishikawa, Heimat der legendären Matsuda-Familie, deren Männer als „Sword of Kaigen“ das Imperium gegen äußere Feinde schützen sollen. Die Dorfbewohner leben in dem festen Glauben, dass Ishikawa im Ernstfall die erste Verteidigungslinie gegen Invasoren ist. Wir begleiten Misaki, die aus einer dieser Familien stammt, später den Schwert- und Eismeister Takeru Matsuda heiratet und eine Familie gründet, aber schwer unglücklich unter den Zwängen des stark patriarchischen Lebensstil ist, vor allem, da sie auf eine ausländische Schule gegangen und eine offenere Weltanschauung hat, als die Dorfbewohner oder ihr unbewegter Ehemann. Sie hat eine enge Bindung zu ihrem ältesten Sohn Mamoru, der beginnt, Fragen über das Kaiserreich und die Regierung zu stellen, nachdem ein neuer Schüler an seine Schule gekommen ist, und alles, was er gelernt hat, infrage stellt. Entgegen allem, was das Imperium predigt, wird Ishikawa nicht rechtzeitig gewarnt, als ein hochentwickelter, technologisch überlegener Feind schließlich angreift und sich sowohl Mamoru als auch Misaki fragen müssen, wofür sie kämpfen wollen - oder müssen.

    Mmmmmh. Uff, ich tue mich wirklich schwer, das Buch zu bewerten. Es ist eigentlich ein wirklich gutes Buch, mit einer wirklich guten Geschichte, vielschichtigen und glaubhaften Charakteren... aber ich bin vermutlich nicht die Zielgruppe. Ich konnte oft nur an der Oberfläche bleiben, woran das lag, kann ich nicht mal genau festmachen. Die Welt ist komplex, das Magiesystem ist interessant, aber irgendwie... hat es für mich nicht gereicht. Ich muss aber gestehen, ich tue mich schwer mit asiatisch geprägtem Setting, ich war nie tief in Mangas drin, vieles hat mich oft verwirrt und ich musste zu oft im Anhang nachschauen, was mit jener oder dieser Anrede gemeint ist. Gleichzeitig wirkt die Geschichte unvollständig, was daran liegt, dass dem Buch ein Buch vorgegangen ist, aber die Autorin kundgegeben hat, dass sie erstmal nicht weiterschreiben wird. Es gibt einige lose Enden, die nicht verbunden werden, das hat mich sehr unzufrieden gemacht. Es fühlt sich an wie ein Spin-Off, ein einziger recht großer Prolog.

    Wie gesagt, absolut kein schlechtes Buch, aber irgendwie einfach nicht mein Geschmack.

    Daher bleibe ich bei beinahe neutralen 5/10 Punkten.

  • Falls irgendjemand eine (englischsprachige) Buch-Tracking-App sucht: Ich nutze jetzt seit ein paar Tagen Pagebound und bin sehr begeistert. Es ist sehr community-fokussiert, intuitiv zu benutzen und (so unwichtig es vielleicht ist) total hübsch anzusehen :herzen1: Mir gefällt auch total, dass es unabhängig von Amazon ist im Gegensatz zu GoodReads und keine KI nutzt wie Storygraph

  • Piper Kerman - "Orange is the new black"


    Vor über einem Jahrzehnt schonmal gelesen, griff ich nun mangels ungelesener Alternativen erneut dazu. Ein Glück, denn irgendwie hat es jetzr deutlich mehr Eindruck hintwerlassen als vor etlichen Jahren!

    Das Buch bildet die Basis für die von mir damals heißgeliebte gleichnamige Netflix-Erfolgsserie, wobei für diese einiges stark abgewandelt und natürlich überspitzter und dramatischer dargestellt wurde.

    Worum geht es also in dem Erfahrungabericht? Piper Kerman beschreibt darin ihre 13 Monate lange Haftstrafe in einem Minimum-Security-Frauengefängnis. Die Strafe musste sie über ein Jahrzeht, nachdem sie für ihre damalige mit Drogen dealende Freundin einen Koffer geschmuggelt hatte, antreten. In der Zwischenzeit hatte Piper sich von dieser getrennt und sich ein komfortables gemeinsames Leben mit ihrem Partner Larry aufgebaut.

    Kerman beschreibt ihre Eindrücke aus über einem Jahr Haft auf sehr ungeschönte, eindringliche und zu Herzen gehende Weise. Anhand ihrer höchstpersönlichen Erfahrungen zeigt sie auf, wie das US-amerikanische Justiz- und Gefängnissystem funktioniert und welche gravierenden Mäbgel und Ungerechtigkeiten darin bestehen. So verschweigt sie auch nicht, dass sie als blonde, blauäugige Weiße mit hohem Bildungsstand mitunter Bevorzugung auch im Gefängnis erlebte, und wie marginalisierte Frauengruppen, zB Women of Color, häufig für gleiche Vergehen längere Strafen erhalten und von den Gefängnisbeamten schlechter behandelt werden.

    Es ist eine kritische Auseinandersetzung mit einem System, das Frauen , vor allem jene aus einkommensschwachen Haushalten, mit geringem Bildungsgrad und wenig Möglichkeiten, auch ungenügend auf das Leben nach der Haftstrafe vorbereitet, sodass nicht wenige erneut inhaftiert werden, da oftmals Alternativen und Perspektiven zu illegalen Aktivitäten fehlen.

    Vor allem ist "OITNB" aber ein ergreifender Tatsachenbericht über Menschlichkeit und Solidarität im Gefängnis, denn Piper Kerman nimmt sich Zeit, von den entstehenden Freundachaften und ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten ihrer Mitinsassinnen zu berichten, sodass jede von ihnen für den Leser greifbar wird -mitsamt ihrem Schmerz, ihrer Last und dem, was sie als Mensch ausmacht. Es ist überraachend, aber zugleich zutiefst berührend zu lesen, wie die Frauen an Geburtstagen die Gefängnisbucht ihrer Freundin dekorieren und wie Neulingen geholfen wird, sich in ihrem neuen Alltag zurechtzufinden.

  • Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell

    Autor: George R. R. Martin

    Wahrscheinlich kennt inzwischen wirklich jeder die Geschichte.

    Ich habe die Reihe damals angefangen zu lesen, als die Serie lief. Nach der letzten Staffel war ich so enttäuscht, dass ich nach dem vierten Band aufgehört habe. Und es nervt mich immer noch, dass es bis heute keinen letzten Band gibt. Wirklich. Dieses unfertige Gefühl hängt über der ganzen Reihe und lässt sich auch nicht ignorieren.

    Mein Liebster Charakter ist immer noch Tyrion

    „Vergiss niemals, wer du bist. Die Welt wird es ganz sicher nicht vergessen. Mach es zu deiner Stärke. Dann kann es niemals deine Schwäche sein. Rüste dich damit, und niemand wird es je gegen dich verwenden können.“

    Mag ich sehr.

    Ich werde die Reihe diesmal nicht am Stück lesen. Ich werde zwischendurch andere Bücher lesen und mir Zeit lassen, weil ich hoffe, dass ich irgendwann doch noch Glück habe und der letzte Band erscheint. Vielleicht naiv, aber die Hoffnung ist noch da....

    Trotz aller Kritik, trotz der Enttäuschung über die Serie und trotz des fehlenden Endes bleibt „Die Herren von Winterfell“ ein starker Auftakt. Unfertig als Gesamtwerk, ja. Aber als Geschichte für sich immer noch verdammt gut.

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