Angst vor Brücken wird schlimmer

  • Hallo Forum.


    An sich ist es kein richtiges "Problem" in dem Sinne, weil ich hier nur wenig Brücken habe und den Hund auch drüber tragen kann, aber ich frage mich ob jemand dieses Verhalten kennt und weiß wie sowas kommt und wieso es immer schlimmer wird.


    Zwerghund 7 Jahre alt, hat vor etwa 1 1/2 Jahren plötzlich eine Angst vor Brücken entwickelt.

    Steinbrücken = zu 50% Angst zu nah am Gelände zu sein. Und zu 50% kein Problem. Irgendwie Tagesform abhängig oder so.


    Holzbrücken mit diesen engen Schlitzen = keine Chance, setzt er keine Pfote mehr freiwillig drauf, egal was darunter ist (Wasser, Wiese, Autos, Menschen)


    All die Jahre davor ging er problemlos über jede Art von Brücken. Ein Jahr lang mussten wir täglich über eine Holzbrücke gehen unter der eine Autobahn lang lief, war niemals ein Problem. Da ist er immer freudig drüber gegangen. Es ist auch noch nie etwas negatives auf einer Brücke passiert.


    Mittlerweile ist es so schlimm, daß er schon Angst bekommt, wenn er nur in der Nähe einer Holzbrücke ist (ohne das man die Intention hat drüber zu gehen, einfach wenn man in der Nähe steht). Er presst sich dann auf den Boden, ganz verkrampft als würde er Halt suchen.


    Wie gesagt, all diese Situationen sind vermeidbar. Er muss über keine Brücke gehen wenn er nicht will und wie müssen nicht neben Brücken rum stehen. Aber mich würde interessieren ob hier noch andere so ein Verhalten kennen?

  • Das kenne ich nur insofern, dass unser Dackel nie über Brücken gegangen ist, wo man durchgucken konnte, durch die Schlitze halt. Andere Brücken waren kein Problem. Das Verhalten hat er aber von klein auf gezeigt.

  • Ist was vorgefallen, dass er plötzlich meidet?

    Hat z.B. mal jemand gehupt oder so?


    Meine TS Hündin war anfangs sehr unsicher, geht aber inzwischen überall locker flockig drauf und drüber.

    Umgekehrt ist eher ungewöhnlich...


    Zeigt er das Verhalten nur bei dir oder auch, wenn z.B. dein Partner mit ihm geht?

    Vielleicht bist du inzwischen so angespannt (unbewusst), dass er glaubt, DU fürchtest dich auch. Also muss das wirklich gefährlich sein.

  • Nicht das ich wüsste. Ist aber auch egal wo die Brücke steht. Einsam und verlassen in einem Park oder irgendwo in der Stadt.


    Dieses Verhalten zeigt er bei jedem, der mit ihm über eine Holzbrücke will. Angeleint genauso wie unangeleint. Nichtmal ein Spielzeug (ist ein Balljunky) ist in der Lage ihn dazu zu bewegen eine Pfote da drauf zu setzen. Er drückt sich sofort auf den Boden.

  • Hier auch so, ich akzeptier das so und trag ihn halt, wenns unvermeidbar ist.


    Dackel geht nicht über Brücken, wenn man am boden durchschauen kann oder wenn die seiten "offen" sind - war mir nur recht ist, weil er teilweise durch die "geländerstäbe" durchpassen könne.


    Das Verhalten zeigt er auch im Treppenhaus, er geht auf der Wandseite, niemals auf der "offenen" Seite wo die Stäbe sind.

  • Mein Rüde hat das auch, nicht allein bei Brücken, sondern auch bei Treppenhäusern wie von Sunny023 beschrieben. Und der ist eigentlich ein echt taffes Kerlchen und sonst so gar nicht ängstlich :ka: Ich kann aber nicht beurteilen, ob es bei ihm im Laufe der Zeit schlimmer wurde. Er ist inzwischen 8 Jahre alt. Wir queren zu unregelmäßig Brücken, als dass ich das wirklich beurteilen könnte. Manchmal schaffe ich es, ihn so zu motivieren, dass er drüberläuft, oft trage ich ihn halt einfach.

    Hab aber leider auch keine Erklärung dafür :pfeif:

  • Schlimmer wird es evtl, weil es die Angst vor der Angst ist und der Hund immer mehr Dinge mit Brücken verknüpft.

    Mein erster Hund wurde von einem Auto angefahren. Seitdem hatte er vor Gewitter Angst. Weil vor Gewitter oft Wind kam, bekam er vor Wind auch Angst. Weil die Sommergewitter oft Abends waren, wollte er irgendwann Abends nicht mehr raus.

    Das kann schon ein blöder Kreislauf werden

  • Lass mal einen umfassenden Gesundheitscheck machen, Herzultraschall und nicht unwichtig eine Überprüfung des Vitamin B12 Status sowie der Schilddrüsenhormone.

    Augenmerk auch auf den Magen-Darm-Bereich.

    Bei chronischen Darmentzündungen (IBD) fallen viele Hunde auch durch zunehmende Ängstlichkeit und Desorientierung auf.

    Besser noch sprich mit einem Arzt dem du vertraust.

  • Ist mit seinen Augen alles okay?

    Vielleicht sieht er nicht mehr so gut, noch gut genug das es im Alltag garnicht auffällt, aber halt sowas wie Höhen ist ein Problem?

  • Ist in der Zeit wo die Angst erstmals auftrat sonst irgendwas passiert? Narkose? Krankheit? Sonst ein verändertes Verhalten?


    Habt ihr anfangs in irgendeiner Form daran gearbeitet, trotzdem über die Brücke zu gehen? Außer drüber tragen? Wie verhielt/verhält er sich, wenn er darüber getragen wird?

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