Club der (Hunde-)Altenpfleger & Altenpflegerinnen - Teil 4

  • Ich habe jetzt tagelang darauf rumgedacht - diese Aussage klingt (für mich) so unglaublich harsch und bitter...

    Nein, keine Sorge, das ist nicht bitter :D

    Mich hatte nur dieser Satz ziemlich getriggert:

    Ich gestehe, dass ich Leute mit alten Hunden auch immer anspreche, allerdings einfach, weil ich alte Hunde abgöttisch liebe und es immer toll finde... Ich hoffe, das hat noch niemand negativ aufgefasst


    und dann stelle ich mir da einen distanzlosen Menschen vor, der mich einfach aus dem blauen raus anquatscht, egal wie es mir dabei geht, hauptsache, er/sie hat sein Bedürfnis befriedigt.


    Ich arbeite im Einzelhandel. Und nach 6 Stunden häufig unmöglichen Mitmenschen brauche ich einfach Pause von unmöglichen Menschen. Ich möchte einfach in Ruhe Gassi gehen und meinen Frieden haben. Zusätzlich ist es für Bonnie, wenn sie angeleint ist und ich ihr mit der Flexi nicht viel Raum geben kann, unglaublicher Streß, wenn Leute einfach auf uns zukommen und uns ansprechen. Ich finde halt, kein Mensch hat das Recht, meinen Hund so sehr zu stressen, nur weil er alte Hunde abgöttisch liebt. Meine Hunde sind nicht dafür da, dieses Bedürfnis (was ich so pauschal eh schräg finde..) zu stillen. Und auch ich möchte nicht gestresst werden, wenn mir mein Leben vielleicht keine Löffelchen mehr für diesen Tag übrig läßt und mir dann so eine Annäherung durchaus Streß bereitet. Muß niemand verstehen, ist aber so.

    Trotzdem ist Chilly bei uns in der Strasse ein kleiner Star :smiling_face_with_hearts:, grad für die alten Leute, er hat halt was. Aber all diese Bekanntschaften, und mit manchen Leuten dann im Laufe der Zeit Freundschaften, haben alle eins gemeinsam: Respekt und auch das Gespür, daß man sich auch behutsam kennenlernen kann. Oder über großen Abstand, weil sie merken, daß Bonnie Angst hat.

    Es kommt halt auf das Wie drauf an :)

  • Limetti : ich arbeite auch im Einzelhandel; an der Kasse in einem Restpostenmarkt. :) (deswegen kann ich dann gut auf die Hunde vor dem Laden gucken) Aber die unmöglichen Menschen machen bei mir an der Kasse nur einen Promillebereich aus. Das Gros ist wirklich nett und freundlich. Es ist schade, daß das bei dir anders ist.:streichel::bussi: (das liegt vermutlich an meinem Arbeitgeber - in einem Sonderpostenmarkt kauft ein anderes Klientel ein als zB bei Edeka oder Rewe. Da ich vorher mehr als 15 Jahre bei einem dieser Supermärkte beschäftigt war, kann ich diese Behauptung aufstellen ;) )

    flying-paws : wie schön, dass es deinem Senior so gut geht!

  • So, wir waren heute beim TA wegen dem Muskelabbau und es gibt keine Anabolika, sondern Ayko hat nächste Woche Donnerstag einen Termin zur Kastration. Er hat einen Tumor im linken Hoden. Der TA hat sich erst sehr neutral geäußert, weil wohl einige Besitzer von so alten Tieren nichts mehr operieren lassen, weil die restliche Lebenszeit sehr begrenzt ist. Ich hab ihn dann gefragt, was er machen würde, wenn es sein Hund wäre. Er würde operieren, weil Ayko sowohl geistig, als auch körperlich noch fit ist, bis auf die Probleme mit den Hüften und der WS. Da kann man aber noch unterstützen, machen wir ja auch mit Physio, Medis etc.

    Mein Bauchgefühl sagt, es ist die richtige Entscheidung, hoffentlich hat es recht. Ich hab trotzdem richtig Angst.

  • Mayko

    Für die Narkose möchte ich dir Mut machen. Meine Hunde sind beide im Juli verstorben. Anfäng März hatten beide noch eine Vollnarkose wegen der Zähne. Nicht nur Reinigung, bei beiden war mehr. Sie haben die Narkose bestens überstanden. Das wünsche ich euch auch und alles Gute für die Op.

  • Ich kann gut verstehen, dass der Gedanke an Narkose - und dann zudem beim älteren Hund - dir Angst macht, das würde mir genauso gehen.

    Trotzdem macht es vielleicht ein bisschen Mut wenn ich dir erzähle, dass Franzis Kumpel mit 15 Jahren wegen einem Tumor im Hoden operiert wurde und er noch 3 Jahre fröhlich gelebt hat, bis er eben mit 18 Jahren gestorben ist.

  • Mein Bauchgefühl sagt, es ist die richtige Entscheidung, hoffentlich hat es recht. Ich hab trotzdem richtig Angst

    Noch mal Mut mach: Meine kleine Ommi hatte ja mit 13,5 Jahren noch mal die dicke Narkose für das CT und die Umbaumaßnahmen am Innenohr- und sie hat die richtig gut überstanden.

    :bussi:

  • Hier auch noch ein Mutmacher für die Narkose:

    Zoey hatte seit dem letzten Sommer, also innerhalb eines Jahres, 3 Narkosen. 2 davon innerhalb von 2 Wochen.

    Sie hat die erstaunlich gut weggesteckt und ist aus allen 3en sehr entspannt herausgekommen.

    Ich habe den Eindruck, im Bereich der Anästhesie hat sich in den letzten Jahren doch einiges zum noch-besseren verändert.

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