Überforderung mit Black Mouth Cur (Mix)

  • Hallo ihr lieben,


    wir haben nun sein ca. 1,5 Jahren unseren Mischlingsrüden, den wir mit 10 Wochen von Privat zu uns geholt haben (in unsere Stadtwohnung), und auch wenn alles inzwischen schon viiiel besser läuft als am Anfang, sind wir immernoch regelmäßig überfordert.

    Probleme liegen hauptsächlich

    - beim Freilauf (an der Schlepp wird immernoch in die Leine gerannt; Rückruf naja; ohne Schlepp macht er sich auf Alleinreise),

    - an der kurzen Leine (Leinführigkeit ist auch vieeel besser geworden, aber trotz Konsequenz läuft er noch längst nicht zuverlässig locker),

    - beim Besuch (der wird erstmal ordentlich angebellt, sowohl aus dem Nebenraum als auch wenn er ihn sieht und kennt),

    - wenn einer von uns sich draußen entfernt (zB wenn ich im Cafe auf Toilette gehe dreht er völlig durch)

    - und generall bei seiner Nervösität - er findet alles spannend und aufregend, kann (trotz Training) nur manchmal einfach mal auf einem lebendigen Platz / im Cafe liegen ohne zu fiepen oder sogar zu bellen, wenn er etwas überreizt ist bellt er auch mal einen vorbeigehenden Passanten an.


    Nun haben wir immer mehr die Befürchtung gehabt, dass wir ihn nicht genug auslasten bzw. nicht richtig. Seit wir Kopfarbeit zu Hause (v.a. Suchspiele) machen, ist er schon merklich entspannter geworden. Auch wenn wir ihn mit ins Cafe o.ä. nehmen (wo viele Reize auf ihn einprasseln) ist er danach meistens totmüde. Aaber, wir sind leider nicht die größten lass-uns-mit-dem-Hund-jeden-Tag-2-Stunden-in-die-Natur-fahren-Fans. Shamer ihr könnt ruhig shamen, warum holt man sich dann einen Hund usw. Nun, wir waren unwissend und dachten, so land wir uns einen Mischling holen und keinen Border Collie, wird es schon gut gehen, ich nehm ihn einfach überall mit ihn, ins Restaurant, an den See, etc., weil ich viel unternehme und ihn gerne als Begleithund mitnehmen würde. Und wir haben auch tatsächlich das Gefühl, dass wenn er viel sowas mitmacht (zB auch im Urlaub) ist er viel entspannter. Aber so oft nehme ich ihn noch nicht mit weil ich Angst habe, dass er doch wieder unruhig wird oder bellt wenn ich im Restaurant auf Toilette gehe.


    Körperliche Auslatung bzw. Gassigänge machen wir vor allem in der Stadt durch die Straßen, mit teilweise schnüffeln lassen, teilweise an der kurzen Leine neben uns gehend Meter zurücklegen. In Summe kommen wir im Schnitt auf 1,5 Stunden pro Tag, bis vor kurzem eher weniger als das, jetzt versuchen wir aber eher mehr als das zu schaffen - meistens verteilt auf 3-4 Mal, ein längerer Spaziergang von 30-60 Minuten und die restlichen ca. 20 Minuten. Alle paar Tage gehen wir mit ihm als großen Spaziergang auf eine größere Wiese in der Nähe wo er rennen kann und an der Schlepp "einfach mal machen kann". Sein einer kurzen Weile gehen wir auch ab und zu mit der Schlepp durch ruhige Straßen, um mit ihm den Freilauf in der Stadt zu trainieren. Und ab und zu, aber inzwischen wirklich selten, gehts in den Park, inzwischen nur an der Schlepp weil der Freilauf zu frustrierend war. Allerdings sollten wir öfter in den Park (aus verschiedenen Gründen wahrscheinlich aber vor allem) um den Rückruf aus dem Hundekontakt zu üben, damit der endlich mal zuverlässig sitzt. Allerdings waren wir zB heute wieder mal im Park, motiviert zum Training, und es hat hinten und vorne wieder nicht funktioniert - er rannt in die Schlepp, auch nach 20 mal Richtungswechsel, kam bei Rückruf mehr schlecht als recht und ich hab vor Verzweiflung mal wieder angefangen zu heulen (die Situation ist schwer zu beschreiben bzw. warum sie os frustrierend ist - es hat sich allerdings auch seit 1,5 Jahren was angestaut..).


    Dann habe ich zuhause angefangen zu googlen, und habe über so eine App "herausgefunden", dass möglicherweise die Rasse Black Mouth Cur in ihm steckt. Diese habe ich dann recherchiert und, auch wenn seine beiden Eltern Mischlinge aus dem Süden sind, sieht er zumindest äußerlich ziemlich genau wie die Bilder online aus, und die Rasseeigenschaften treffen ziiiemlich gut auf ihn zu - nur leider zählt dazu auch das EXTREME Energielevel, sowie seine "Uneignung" für Erstbesitzer (sind wir beide) und Menschen in Wohnungen (auch wir).

    Zu wissen (bzw. glauben nun zu wissen) dass unsere Probleme mit ihm womöglich auf den unglücklichen Misfit seiner Rasse mit unserem "Lebensstil" oder Erwartungen zurückzuführen sind, beruhigt einerseits schonmal sehr. Wir haben nämlich (auch wenn das bzgl. der Auslastung vielleicht nicht so klingt) und wiirklich viel informiert, waren in der Hundeschule (leider in einer schlechten, wie wir nun wissen) und haben auch Einzelstunden bei einer (wir glauben guten) HUndetrainerin genommen, und uns allgemein wirklich viel Mühe bei der Erziehung und der Bindungsförderung gegeben.

    D.h. es liegt vielleicht doch "einfach" nur an seinem hohen Bedürfnis nach Auslastung.


    Nun meine direkt Frage an Euch (ihr könnt bitte gerne auch alles kommentieren was ich oben geschrieben habe - auch wenn ich euch sehr verbunden wäre wenn sich das shaming in Grenzen hält, mein Hundeego ist schon sehr mickrig):
    Habt ihr Tipps wir unserem Racker gerecht werden können, ohne unser Leben umstellen zu müssen? (Abgeben ist keine Option, da wandere ich lieber auf eine Farm mit ihm aus :grinning_face_with_smiling_eyes: )


    Wir arbeiten beide Vollzeit (mind. 80% im Homeoffice) und haben auch nebenbei ziemlich viel zu tun, und genießen es vor allem einfach nicht mit ihm in den Park zu fahren (der leider auch zu Fuß nicht gut zu erreichen ist), weil es dort mit Schlepp und anderen Menschen und Hunden usw. immer so anstrengend ist).

    Meint ihr 1 Std / 2 Std Park pro Tag muss einfach sein? Oder stattdessen / zusätzlich einmal die Woche Agility? (Obwohl ich noch nicht weiß wie das klappen sollte da er noch unglaublich begeistert von anderen Hunden ist.)


    Geistig machen wir wie oben beschrieben zuhause ein mal pro Tag Suchspiele und/oder Tricktraining, dazu etwas Gerhorsamkeit beim großen Spaziergang (Fuß, Rückruf, etc.), sowie "Reizaussetzung" zB im Cafe oder an einem belebten Platz einfach mal ne halbe Stund liegen müssen.


    Ich wäre sehr dankbar für eure Hilfe, denn dieser Hund hat es nicht verdient immer so eine frustrierte Halterin zu haben und nicht korrekt ausgelastet zu werden (falls dem denn tatsächlich so ist).

    VG Luisa

  • Klingt einfach nach sehr viel und unpassendem Programm für einen leicht erregbaren Hund.

    Euer Hund sollte Ruhe und Entspannung lernen.

    Hat eure Trainerin euch da nichts empfohlen?

  • Von wann bis wann war die Trainerin bei euch und wieso ist sie nicht mehr da?


    Sorry aber an Black Mouth Cur glaube ich nicht. Das ist doch der Hund, den ihr mit 10 Wochen geholt habt!? Ich bezweifle das es in DE soviel Hunde dieser (nicht anerkannten) Rasse gibt, das da lustig Welpen mit 10 Wochen angegeben werden..

  • Der ist doch noch nicht Mal erwachsen. Und ihr erwartet nen fertigen Hund. Ich rege an, mit Hund mit Anleitung eine gute Basis zu legen. Und Geduld. Und in ca 1.5 weiteren Jahren hast du dann einen Hund, der all das (er-und tragen) kann, was ihr jetzt schon von ihm verlangt.

  • Klingt einfach nach sehr viel und unpassendem Programm für einen leicht erregbaren Hund.

    Euer Hund sollte Ruhe und Entspannung lernen.

    Hat eure Trainerin euch da nichts empfohlen?

    Echt du meinst das ist zu viel?? Aber wir schauen dass es Reiz-mäßig nicht zu viel ist, nur so viel dass er sich imme rmehr an alles gewöhnt.
    Doch die Trainerin hat uns auch gesagt, dass wir vor allem an seinem Nervösität arbeiten sollten, und zwar eben dadurch, ihn einfach mal ne halbe Stunde oder so liegen zu lassen (am Anfang ist er da schon nach ein paar Sekunden aufgestanden)

  • Von wann bis wann war die Trainerin bei euch und wieso ist sie nicht mehr da?


    Sorry aber an Black Mouth Cur glaube ich nicht. Das ist doch der Hund, den ihr mit 10 Wochen geholt habt!? Ich bezweifle das es in DE soviel Hunde dieser (nicht anerkannten) Rasse gibt, das da lustig Welpen mit 10 Wochen angegeben werden..

    Wir hatten nur zwei Einzelstunden bei der Trainerin, weil wir erstmal anwenden wollten was sie uns gezeigt hat, und nun ist es vor allem, dass wir etwas sparen müssen und sie nicht billig ist..

  • Der ist doch noch nicht Mal erwachsen. Und ihr erwartet nen fertigen Hund. Ich rege an, mit Hund mit Anleitung eine gute Basis zu legen. Und Geduld. Und in ca 1.5 weiteren Jahren hast du dann einen Hund, der all das (er-und tragen) kann, was ihr jetzt schon von ihm verlangt.

    Ja das haben wir uns auch oft gesagt, dass das alles einfach Zeit braucht, aber dann sehen wir sooo viele andere, auch teilweise junge, Hunde, die ohne Probleme frei laufen können, im Cafe liegen können, den Besuch nicht wie behämmert anbellen, etc..

  • Geistig machen wir wie oben beschrieben zuhause ein mal pro Tag Suchspiele und/oder Tricktraining, dazu etwas Gerhorsamkeit beim großen Spaziergang (Fuß, Rückruf, etc.), sowie "Reizaussetzung" zB im Cafe oder an einem belebten Platz einfach mal ne halbe Stund liegen müssen.

    Der Hund ist im Alltag durch diese Stadtspaziergänge schon überfordert und kommt nicht zur Ruhe. Da brauchst du momentan nicht mehr machen so lange der Streß nicht abgestellt wird

    Habt ihr Tipps wir unserem Racker gerecht werden können, ohne unser Leben umstellen zu müssen?

    Wenn ihr diesem Hund gerecht werden wollt müsst ihr euch natürlich ändern. Keine Ahnung wie das ohne euch gehen soll.

    Wir arbeiten beide Vollzeit (mind. 80% im Homeoffice) und haben auch nebenbei ziemlich viel zu tun, und genießen es vor allem einfach nicht mit ihm in den Park zu fahren (der leider auch zu Fuß nicht gut zu erreichen ist), weil es dort mit Schlepp und anderen Menschen und Hunden usw. immer so anstrengend ist).

    Meint ihr 1 Std / 2 Std Park pro Tag muss einfach sein? Oder stattdessen / zusätzlich einmal die Woche Agility? (Obwohl ich noch nicht weiß wie das klappen sollte da er noch unglaublich begeistert von anderen Hunden ist.)

    Jeder Hund braucht Bewegung, seit Januar diesen Jahres wird sogar in der Tiersachutzhundeverordnung von 2 Stunden gesprochen. Wenn das für euch nicht machbar ist... Gibt übrigens auch anderen Hundesport ausser Agiltiy wo man den Hund eventuell nicht so hochpusht und die körperliche Belsatung nicht ganz so extrem ist wenn man es nicht mit Anspruch betreiben möchte


    Der Hund muss einfach Ruhe lernen, braucht auch beim täglichen Gassi nicht nur immer 100% input und geknebel. Wo ist das Seelebaumeln lassen, dass entspannt auf Wiesen sitzen, Das gemeinsame Gehen mit HUndefreunden? Erst wenn diese Basics zum Wohlergehen geschaffen sind wird da irgendwas anders werden können.


    Zu Mischung. Es wird eine normale Mischung sein. Eine sehr sehr seltene nicht anerkannte Rasse aus den USA wird da zu 100% nicht mitgewirkt haben.

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