• Hallo ihr lieben

    Ich habe heute eine Frage zu unserer Hündin (1,5-2 Jahre alt). Wir haben sie vor 2 Wochen von einem refugio geholt. Sie wurde als gebärmaschine missbraucht und kannte nichts. Sie ist echt nicht der Schönste Hund aber sooo unglaublich niedlich vom Wesen und unser souveräner ersthund und sie waren sofort auf einer Wellenlänge.

    Mich würde folgendes einfach interessieren weil ich das Verhalten nicht kenne...

    Sie leckt uns die ganze Zeit due Hände, Füße, Arme. Legt die Pfote auf den Arm, Bein.. Fordert unentwegt auf gestreichelt zu werden.

    Wir lassen sie abblitzen wenn sie zu doll fordert und streicheln sie wenn wir sie rufen. Es stört uns nicht wirklich.. Nur manchmal ist es zu viel des Guten.. Wenn man z. B die Schuhe bindet hat man wenn man nicht aufpasst ne vollgeschlabberte Wange.... ... Und ich glaube auch dass das unheimlich stressig ist für sie. Sie tippelt mir immer hinterher und man kann die beiden Hunde aber wunderbar alleine lassen. Da kommt kein gejaule etc nur eine riiiiiiesen Freude wenn wir wieder kommen. Sie schlafen beide draußen in guten Hütten (wir leben in südamerika) und sie kennt das auch nur so...

    Meine Frage ist :kennt das noch jemand (wahrscheinlich schon 😁) und wie geht ihr damit um?

    • Neu

    Hi


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    • Oh das kommt mir irgendwie bekannt vor, Jimmy ist auch so ein Schlabberer und will immer mal gestreichelt werden, auch von fremden :tropf:


      Er kommt immer mal zu mir aufs Sofa und will dann immer knutschen. Gesicht vollgeschlabbert will ich aber nicht, ich drücke ihn dann immer vorsichtig weg so gut man 40 kg Hund eben wegdrücken kann :ops:

      Dann biete ich ihm aber bestimmte Stellen an, Arme und Hände, die er beschlabbern darf. Geh ich danach mal eben abwaschen und gut ist, er ist dann auch recht bald zufrieden.


      Bei ihm ist es allerdings so, dass wohl eher seine Mutter zur Produktion genutzt wird und die Welpen dann mit 8-9 Wochen wie Gemüse verkauft werden.

      Haben wir zu spät rausgefunden, da war er schon bei uns. Und nun ist er halt da.


      Jedenfalls läuft es hier so - Schlabbern ja, aber nur bestimmte Stellen :tropf:

    • Ohne es gesehen zu haben, ist es natürlich schwer zu sagen, für mich klingt es allerdings im Gesamtkontext und auch dem erwähnten Stress den Du erkennst/vermutest, nach sehr starkem Beschwichtigungsverhalten.

      Neben den Umständen und Eindrücken, kennt sie so große Nähe ja gar nicht, und Menschennähe ist da wahrscheinlich auch sehr konfliktgeprägt, zum Einen die Suche nach Nähe, zum Anderen die bisher eher wenig angenehmen Kontakte zu Menschen.

      Ich würde ihr Zeit geben und versuchen ihr immer wieder menschenfreie Zeit mit dem Ersthund zu gewähren so gut es geht. Das kennt sie, das bringt ein bisschen Ruhe.

      Ansonsten wäre ich einfach nett, ich bin niemand der immerzu streichelt, aber ich lasse mich schon auch auffordern, wieso sollte der Hund nicht sein Nähebedürfnis mitteilen, Beziehung ist keine Einbahnstraße. Gehört halt auch dazu, dass ich mal keinen Bock habe und nur kurz drüberwuschel und wieder wegschicke, weil ich was anderes mache. Aber völlig ungezielt und ohne tiefen erzieherischen Zweck außer eben vernünftige Kommunikation von beiden Seiten und Akzeptanz.

    • Stress im Mutterleib ist auch nicht ohne, rauscht ja alles durch die Welpen durch.

    • Vielen Dank für eure lieben Antworten. ❤️

      Ja da ist was dran..... Sie kennt menschliche Zuwendung nicht wirklich..... Stimmt es könnte auch beschwichtigen sein..... 🤔.... Wobei sie so unglaubliche Freude ausstrahlt dabei.... Sie ist unser vierter Hund und das hatte keiner von den letzten..... Der ganze Hund wackelt und wenn man es menschlich sieht würde ich sagen :sie ist einfach dankbar. Interessant bei ihr ist, dass sie sich im refugio sofort neben uns gesetzt und sofort geschlabbert hat... Sie suchte so sehr die Nähe, dass alle anderen Hunde um uns rum Luft wurden. Später stellte sich raus, dass sie vor Menschen vorallem Männern Angst hat... Die verbellt sie erstmal.. Aber meinen Mann liebte sie sofort und zu mir kam sie gleich ohne Leine hinterher...... Ist schon echt ein besonderer Hund.... Mein Gesicht bekommt sie nicht zum schlabbern... Der Rest ist immer sauber geschlabbert 😁

      • Neu

      Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

      Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


      Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


      Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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      Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


    • Hunde kennen das Konzept von Dankbarkeit nicht.

      Wenn der ganze Hund wackelt, klingt das eher nach einer Form von Fiddle. Ich würde eher versuchen dem Hund da raus zu helfen anstatt das toll zu finden.

      Kann man aber nur im geschriebenen Wort nicht beurteilen. Vielleicht habt ihr einen Trainer, der da ein Auge drauf werfen und beurteilen kann.

    • Schlecken ist eine soziale Interaktion des Hundes. Damit zeigen sie ihre Verbundenheit und möchten gern die soziale Struktur stärken.

      Mein Hund macht das auch, wenn auch nicht in dem Maß, aber er kommt ja auch aus einer normalen Aufzucht.

      Ich würde das nicht negativ sehen, es nicht verbieten, aber schon auch kontrollieren. Sprich, lass sie eine Weile lecken und unterbrich es dann. Ich sage dann immer, so Schluss jetzt, in normalem Tonfall, und schiebe ihn notfalls weg oder gehe selbst weg.

    • Mein Teilzeit-Pflegehund (Shih-Tzu) war ähnlich schleck-begeistert. Anfangs konnte man ihn kaum anfassen ohne dass die

      Zunge versuchte irgendein Stück Haut zu erwischen. Da er sehr rege Pipistellen beleckte, seinen Penis ebenso, fand ich das schon

      :igitt: Ich habe es so gemacht, dass ich ganz ruhig, entspannt und laaaangsaaam gestreichelt habe. Versuchte er dann zu schlecken,

      hab ich die Hände weggenommen und "ähäh" gesagt. Zunge wieder drin? Weiter gestreichelt. Das hat nicht lange gedauert,

      bei mir und meinem Ex konnte er das Geschlecke tatsächlich zu 90% runterfahren, bei seinem Frauchen nicht - sie fand das zwar auch doof, aber die Hände immer weg nehmen war zu anstrengend :roll: :lol:

    • Vielen Dank für eure lieben Antworten. ❤️

      Ja da ist was dran..... Sie kennt menschliche Zuwendung nicht wirklich..... Stimmt es könnte auch beschwichtigen sein..... 🤔.... Wobei sie so unglaubliche Freude ausstrahlt dabei....

      Nicht geknickt sein :streichel:

      Beschwichtigung wird leider oft sehr einzeln betrachtet, als Reaktion auf bedrohliches Verhalten des Gegenübers, meist des HH.

      Da schickt man den HH erstmal voll ins Schuldgefühl, er muss machen, dass der arme Hund nicht beschwichtigen muss.

      Beschwichtigungsverhalten wird aber nicht zwingend vom HH erzeugt, das kann sein, da kann man hinterfragen ob man vielleicht unbewusst sehr laut ist, sich ungeschickt bewegt etc. oder absichtlich Druck erzeugt, muss aber nicht so sein.

      Denn Beschwichtigung ist generell ein wichtiges Element der hündischen Kommunikation im Bereich unblutiger Konfliktlösungen im Sozialgefüge.

      Das kennen wir von unserer Spezies auch, ist zwingend zum Populationserhalt, wenn alle sich bei jedem Konflikt den Schädel einschlagen bleiben zu Wenige übrig.

      Nun kommt euer Hund aus sehr beengten Verhältnissen die immer sehr hohe soziale Anforderungen stellen, ganz besonders im Bereich Konfliktvermeidung/Konfliktlösung, stell Dir vor, ich sperre Dich mit 3- 4 anderen Persönlichkeiten auf 10qm - wie lange wird es dauern bis ihr einen Konflikt habt? Und wie sichert ihr in so einer Situation den Nachwuchs?

      Darauf ist euer Hund spezialisiert, das ist alles was sie kann und kennt, aber das kann sie. Und genau so verhält sie sich auch unter den neuen Bedingungen, erstmal vorsichtig sein, erstmal beschwichtigen, zusehen in keinen Konflikt zu geraten. Weil es eben das ist, was sie kann.

      Das sie auch andere Mglichkeiten hat, wird sie mit der Zeit lernen, aber geht davon aus, das euer Hund immer eine eher beschwichtigende Persönlichkeit bleiben wird, es ist funktionales Verhalten welches sie lange perfektioniert hat und was ihr Überleben gesichert hat. Eine erfolgreiche Strategie, auf die sie aus Erfahrung immer wieder zurückgreifen wird.

      Nehmt das nicht persönlich, es ist nicht an sich schlimm für den Hund so zu sein, wenn ihr nicht fies seid und das forciert sie einzuschüchtern.

      Wichtig für Sicherheit ist Struktur und Ruhe, auch Ruhe vor euch um das alles zu verarbeiten und soviel Mensch erstmal auszuhalten.

      • Neu

      Hallo


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