Auf Wiedersehen, Ömilein, auf Wiedersehen, Herzhund, Ewigkeit

  • Hallo zusammen,


    sehr lange habe ich nichts mehr hier geschrieben, meine letzten Beiträge stammen aus dem Trauer-Thread für Kathrin. Nun möchte ich aber doch noch einmal einen eigenen Beitrag öffnen, um mich von meinen Seelenhunden zu verabschieden. Vielleicht hilft mir das, es endlich zu begreifen....


    Jula und Molly sind nicht mehr bei mir. Innerhalb von nur 19 Wochen sind beide gegangen.


    Jula musste am 1. Oktober 21 gehen. 8 Wochen später wäre sie 17 Jahre alt geworden. Eigentlich war sie kerngesund, Blutwerte tiptop, keine Tumore irgendwo, Herz und Lunge kräftig. Eine Magenschleimhautentzündung hat ihr alter Körper dann aber leider nicht mehr verkraftet. Sie ist friedlich in meinem Armen im Auto vor der Tierarztpraxis eingeschlafen. Das Loch war tief, das mich da verschluckt hat. Mir war tatsächlich nicht bewusst, wie viel sie mir bedeutet hat, Molly war einfach zu "laut" neben ihr. Die Wochen danach waren schwer, aber ich hatte noch Molly, die mich abgelenkt hat und mit der ich lange Spaziergänge gemacht habe.


    Am 11.2.22 ist nun auch Molly gegangen. Relativ unerwartet. Vor drei Monaten fingen ihre Nieren an, ein wenig in die Knie zu gehen, die Nachkontrolle ergab, dass es rapide bergab ging. Ich hab noch alles versucht. Infusionen, Tierheilpraktikerin, Tabletten, Diät.... Es war einfach nicht aufzuhalten. Am Freitag vor einer Woche fing sie an, sich zu übergeben. Innerhalb weniger Stunden kam schließlich nur noch dickes, dunkles Blut vorne und hinten raus. Und ich habe getan, wovor ich mich seit Jahren am meisten gefürchtet hab. Auch sie ist friedlich in meinen Armen im Auto vor der Tierarztpraxis eingeschlafen.


    Und nun sitze ich hier und habe absolut keine Ahnung, wie ich das überstehen soll. Ich weiß, ich werde es überstehen, aber die Verzweiflung ist wirklich grenzenlos.


    Jula, Molly, ich danke Euch für 14 bzw. fast 17 wunderschöne Jahre, für Erinnerungen, die mich mein Leben lang begleiten werden. Es mag völlig pathetisch klingen, aber es war mir eine Ehre, Euch durch diese Zeit zu begleiten.

  • Sallychen

    Hat den Titel des Themas von „Auf Wiedersehen, Ömilein, auf Wiedersehen, Herzhund Ewigkeit“ zu „Auf Wiedersehen, Ömilein, auf Wiedersehen, Herzhund, Ewigkeit“ geändert.
  • Auch von mir mein herzliches Beileid!!


    Ich kann nachempfinden, wie Du Dich fühlst. Ich habe auch innerhalb von 6 Monaten meine beiden Seelenhunde verloren. Sie wurden 14 und 13,5 Jahre alt. Ich musste jedes Mal die schlimme Entscheidung treffen, sie gehen zu lassen.


    Das Loch, in das man fällt, ist abgrundtief und die ersten Tage weiß man nicht, wie man ohne sie weiterleben soll. Aber das Leben ist unbarmherzig. Es geht einfach immer weiter und in Mini-Schritten wird der Schmerz kleiner. Lass Dir Zeit für Deine Trauer, es wird dauern. Ich wünsche Dir für die kommende Zeit viel Kraft dazu.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Vielen Dank für Eure Worte. Ja, das Loch ist abgrundtief. Und die aktuellen Umstände, Homeoffice, furchtbares Wetter, tun ihr übriges dazu. Viel zu viel Zeit, im Sumpf gefangen zu sein...


    collie-mika: wie lange ist es bei Dir her?

  • Das tut mir sehr, sehr leid und Du hast mein tiefstes Mitgefühl. Ich habe auch schon einige Hunde verloren, es waren nicht Hunde, es waren Familienmitglieder mit dem entsprechenden Stellenwert. Sie gingen nicht so kurz hintereinander, das ist nochmal eine andere Dimension. Aber - Deine Beiden waren alt, sie waren krank, sie haben ihre Lebenszeit ausgereizt und sind dorthin gegangen, wo wir alle hingehen - nach Hause. Dort warten sie auf Dich und die Zeit wird ihnen nicht lang werden. Bis dahin begleiten sie Dich in Deinem Herzen und manchmal schauen sie bei Dir vorbei und wenn Du ganz sehr aufpasst, merkst Du das auch. Gönne ihnen, dass sie nicht mehr leiden müssen, trauere und denke daran - jeden Tag kommst Du ihnen ein Stück näher.

    Mein Beileid.

  • Vielen Dank noch einmal für Eure Worte. Sie alle bringen mich zum Weinen, aber die Tränen müssen ohnehin geweint werden, deshalb danke dafür.


    Ich weiß, dass ich dankbar sein kann für die vielen Jahre. Und beide waren bis zum Schluss fit und fidel. Selbst Jula ist an guten Tagen noch locker 10 Kilometer gewandert. Und wo es nicht mehr ging, ist sie halt in die Karre eingestiegen, die ich schon vor ein paar Jahren für sie gebaut hatte. Und Molly hat nur einen Tag vor ihrem Tod noch inbrünstig Fußball mit mir gespielt. Sie war definitiv der bessere Torwart als ich der Torschütze...


    Wahnsinn, wie sehr sie mir fehlen....

  • Mein herzliches Beileid. Wie furchtbar, innerhalb so kurzer Zeit zwei Hunde zu verlieren.

    Ich finde es nicht pathetisch, sondern treffend und sehr schön, wenn Du schreibst "(...) es war mir eine Ehre, Euch durch diese Zeit zu begleiten."


    Als ich meine Hündin nach fast 15 gemeinsamen Jahren gehen lassen musste, hat die Welt einfach aufgehört sich zu drehen. Ich dachte vor J.s Tod, mir seien Abgründe vertraut. Aber dieser Abgrund war tiefer als alle anderen. Die Zeit heilt die Wunden nicht, aber es wird erträglicher und der Schmerz tritt allmählich in den Hintergrund. Manchmal wenigstens.

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