Mein Welpe dreht komplett durch!

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    Hallo liebes Dogforum,

    gerne erzähle ich euch ein wenig von unserer Malu. Unsere 9 Wochen alte Thai Ridgeback Hündin ist nun bei uns eingezogen. 1.5 Jahre haben wir auf sie gewartet und nun ist sie endlich da. Leider hat es mich aber total mit dem Welpenblues erwischt und die ersten Tage waren für mich unglaublich belastend. So sehr, dass ich Magenschmerzen/Krämpfe hatte und nichts mehr essen konnte. Nun ist sie schon 4 Tage bei uns und meine Magenschmerzen gehen langsam weg. Nur ist das kleine Monster so energiegeladen und kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach jedem Essen, Schlafen oder nach dem Rausgehen ist sie total drüber. Ich habe schon alles weggepackt (nur das Sofa kann ich leider nicht wegpacken und das liebt sie). Ich habe Kauspielzeug, Rinderkopfhaut usw. aber das interessiert sie nur kurz. Wir probieren sie zu ignorieren, unseren normalen Tagesablauf beizubehalten und unser Zuhause so wenig spannend zu gestalten wie möglich. Klar wir spielen manchmal kurz mit ihr aber immer sehr ruhig und gelassen. Warum kommt sie einfach nicht runter?? Abends klappt es prima. Ich glaube sie versteht, dass wenn wir ins Bett gehen auch sie in die Box muss (Box ist neben meinem Bett, vorne zu aber oben offen...ich halte dann am Anfang immer meine Hand oben rein bis sie schläft). Sie rennt dann noch 3-4 Mal durch die Bude wie ein wildgewordenes Wildschwein :pig_face: , aber danach ist sie innerhalb von Minuten weg und schläft von circa 22:30–5:30 Uhr. Also das klappt echt gut...aber über den Tag? Gar nicht!

    Drinnen ist sie wild und kennt kein Ende und draussen winselt sie und ist überfordert. So sehr, dass ich auch draussen nicht mit ihr spielen kann um sie dort vielleicht ein wenig auszupowern.


    Ich hoffe dass dieses Forum mir weiterhelfen kann. Ich dachte zwar, ich warte bis die Welpenschule nächste Woche startet und ich dort Tipps bekomme. Aber wenn das so weitergeht, ist das Sofa bis Ende Woche aufgefressen.

  • Hallo,

    versuch mal, deinen Welpen zeitweise räumlich zu begrenzen. Er schafft es ja noch nicht, sich selbst runterzufahren. Wenn er weniger Platz zur Verfügung hat, funktioniert das bestimmt besser. Gut geeignet ist z.B. ein Welpenauslauf, den du in einer ruhigen Ecke aufstellen kannst (da stellst du nur Körbchen, Wassernapf und ggf. ein Kauspielzeug rein). Oftmals sind zudem Rituale gut geeignet, um den Kleinen Ruhe beizubringen. Zum Beispiel könntest du Malu nach jeder Mahlzeit (oder wann es dir passt) für 1-2h in den Welpenauslauf bringen. Irgendwann weiß er dann, dass dann schlafen angesagt ist. Natürlich solltest du das langsam aufbauen, aber da er die Box schon kennt, kommt er sicherlich ganz gut klar mit der Begrenzung.

  • Ein ganz herzliches Hallo :winken:


    Vorab, ich kenne mich mit der Rasse nicht aus, habe nur mal kurz über die Rassebeschreibung gelesen aber ich denke bei dem Alter spielt es keine große Rolle welche Rasse es ist, Wurm ist Wurm und das hier ist ja wirklich noch ein Baby ;)

    Ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst, mir gings vor knapp einem Jahr ähnlich und wenn man sich mal durch dieses Forum liest fällt auf das man nicht alleine mit seinen Gefühlen ist. Das wichtigste ist aber: die Gefühle gehen vorbei, der Welpenblues bleibt nicht für ewig, man muss nur etwas durchhalten.


    Was das runterkommen angeht muss man erst mal begreifen wie sich der kleine Stöpsel fühlen mag. Vor 4-5 Tagen war sie noch im Rudel, zusammen mit ihrer Mutter und vermutlich auch Geschwistern. Da gab es den ganzen lieben langen Tag eine Mischung aus spielen, fressen und schlafen.

    Plötzlich ist alles was dieses kleine Babyhirn kannte weg. Alles riecht anders, komische Menschen, keine Hunde, Mama und Gewschwister weg. Plötzlich soll von 100 auf 0 gefahren werden. Das ist alles andere als einfach, Welpen sind Anarchisten und das nicht mal bewusst.


    Was uns sehr geholfen hat war eine Begrenzung im Raum. Wir haben einen Welpenauslauf ins Wohnzimmer gestellt in dem die kleine zuhause die meiste Zeit verbracht hat. Wir waren anfangs abwechselnd mit ihr da drin um sie, wenn sie drüber war, müde zu streicheln. Darin war mein Freund immer besser als ich da ich von natur aus schnell gestresst bin was ne ungünstige Kombi war.

    Wir haben die ersten 2 Wochen auch kaum was mit ihr gemacht. Sie durfte ankommen und lernen wie wir unser Leben leben, unseren Alltag, die Gerüche und Geräusche. Wir haben den Namen geübt und Bindung hergestellt.


    Draußen waren wir die erste Woche nur im Garten an der Leine. Keine Runden um den Block das gabs erstmals in der zweiten Woche und dann auch nur ganz kurz um das Erbsenhirn nicht zu überfordern. Drinnen war Ruhe. Sie durfte auf etwas rumkauen und auch mal flitzen aber wir haben wirklich sehr stark auf langeweile und Ruhe geachtet.

    Gebt der Kleinen noch etwas Zeit um anzukommen, verscuht so ruhig und gelassen an die Sache ranzugehen und besorgt euch nen kleinen "safe space" für die kleine (und für euch).

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  • Hallo und Grüß dich :winken:


    Keine Sorge, du bist mit deinen Problemen ganz bestimmt nicht allein. Da bei mir vor zwei Wochen auch eine kleine Lady eingezogen ist (jetzt 10 Wochen alt), kann ich deine Gefühle gut nachvollziehen. Mir helfen übrigens Eierlikör und Schokolade, sollte ich mal hart gestresst sein |)


    Ich habe es mit meinem Welpen von Anfang an so gelöst: mein Home Office wurde gleichzeitig Shadows Höhle. Ich hab jetzt den Vorteil, dass ich in diesem Raum eine Ausziehcouch stehen habe und mich daher regelmäßig mit ihr drauf legen kann. Das ist sozusagen ihr „Ruheraum“. Abgegrenzt wird er durch ein Türgitter.

    In diesem Raum wird gegessen, gespielt und geschlafen. Die übrigen Räume des Hauses lernt sie erst nach und nach kennen, um sie mit neuen Eindrücken nicht zu überfahren. Durch ihren eigenen Rückzugsort konnte ich von Anfang an eine gute Routine und damit ihre Auszeiten festlegen. Inzwischen sind wir soweit, dass sie auf der Couch schläft, während ich meiner Hausarbeit nachgehe. Das klappt immer besser und bis zu fast einer Stunde „Pause“ ohne Frauchen. Hab das Wort auch in dem Zusammenhang mit ihr etabliert.


    Für die übrigen Zimmer habe ich einen Welpenauslauf, den ich nach Bedarf mal in der Küche, oder im Wohnzimmer parke. Meistens läuft Shadow schon mit durch die Wohnung, aber um sie „zu bremsen“ ist das Teil echt Gold wert. Zwar findet sie es maximal kacke dort herunter fahren zu müssen, aber auch das klappt nach kurzem Protest gut. Ich sitze dabei für sie immer in Reichweite, beachte oder bespaße sie aber nicht zusätzlich. Wird sie ruhig, bekommt sie zur Belohnung einen Keks. Lies dich mal in das Thema „Frustrationstoleranz“ ein, das müssen Welpen erst lernen.


    Shadow schläft fast den ganzen Tag. Ihre „Momente“ sind zwischen 9-10 Uhr und 15-16 Uhr. Am Nachmittag schießt gerne schon der Hunger mit rein, das kompensieren wir ab sofort über Möhrchen oder Pansen. Einschlafen tut sie konsequent gegen 18 Uhr bis etwa 6:15 Uhr mit 2-3 Pippipausen und ohne nochmaliges Aufdrehen.

    Ich schlafe nachts noch bei ihr, wegen dem Kontaktliegen, da ich persönlich kein Fan davon bin sie zum Schlafen in die Box zu sperren.

    Eine solche habe ich auch, die ist gerade allerdings noch sehr uninteressant.

  • hey


    auspowern musst du einen Welpen, der erst 9 Wochen ist und seit 4 Tagen bei dir wohnt draußen ohnehin nicht. Viele Welpen finden es draußen auch einfach noch viel zu gruselig anfangs. Das gibt sich mit der Zeit, wenn sie sicherer werden.

    Ich würde den Hund auch bisschen räumlich begrenzen. Wenn du keinen Auslauf aufstellen willst, dann mit anleinen. Meine Hündin liegt am liebsten in "Höhlen" da kommt sie am besten zur Ruhe. Vielleicht wäre das ja eine Idee. Ich habe ein Tipi, früher als ich noch ein anderes Sofa hatte, hat sie am liebsten da drunter gelegen, wie eine platte Flunder :D

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • vor 5 Tagen sah das Leben deines Hundes so aus:

    Aufwachen-Pippi-Kacki- nach Essen rufen, futtern, spielen-spielen-spielen umfallen und schlafen und das 4-5 mal am Tag in Schleife. Was erwartest du jetzt? Deine Kleine scheint der Umzug nichts auszumachen und sie will ihr Leben fortführen dass sie kennt. Hab Geduld, spiele auch mal richtig wiild mit ihr, besorge ihr Kumpels mit denen sie die Welt entdecken kann und hab Geduld.

  • Vielen lieben Dank für eure Kommentare! :smiling_face_with_hearts: es ist so toll sich mit Leuten auszutauschen. Ihr habt alle so recht. Klar kann sie noch nicht super runterfahren da sie es ja vorher bei Mutti und den Geschwistern nicht musste bzw. irgendwann einfach vor Müdigkeit umfiel. Das mit der räumlichen Begrenzung werde ich mal austesten und sie an einer langen Leine anbinden und die Box daneben stellen. So hat sie 2 Meter Freiraum und kann sich in der Box mit Kauspielzeug und Seilen selber beruhigen. Soll ich sie bei Wimmern und Bellen einfach ignorieren? Und sobald sie ruhig mit Leckerli belohnen? :thinking_face:

  • Soll ich sie bei Wimmern und Bellen einfach ignorieren? Und sobald sie ruhig mit Leckerli belohnen? :thinking_face:

    Meine Züchterin gab mir mit auf den Weg, dass man sie wirklich konsequent ausheulen lassen sollte. Andernfalls lernt sie, dass sie mit Jammern bei dir weiterkommt, weil du ihr dann ja wieder ihre heiß ersehnte Aufmerksamkeit schenkst. Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber bei uns klappt das gut. Auch mit dem Keks zur Belohnung.


    Edit: ich spreche hier übrigens von wenigen Minuten. Shadow kommt in den Welpenstall, meckert, beruhigt sich… wenn sie eingeschlafen ist, lasse ich sie schlafen. Wenn sie ruhig zu mir hoch guckt bekommt sie einen Keks und darf zum Beispiel mit auf die Couch. Dort pennt sie dann weiter.

  • Soll ich sie bei Wimmern und Bellen einfach ignorieren?

    Puh, ehrlich gesagt finde ich es ganz schön hart, wenn ein Welpe der erst wenige Tage da ist, schon bis zur Erschöpfung Wimmern und Heulen muss. Würde ich nicht so machen.


    Ich würde da eher versuchen, an den Schrauben zu drehen so dass es gar nicht erst dazu kommt. Weniger Programm, mehr gemeinsame Ruhezeiten, sanftes Fixieren und Körperkontakt zum Runterfahren... was auch immer bei Deiner da funktioniert, das müsstest Du probieren.

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