Fragen, die man sich sonst nicht zu stellen traut - Teil 18
-
Gast41354 -
28. Oktober 2021 um 20:09 -
Geschlossen
-
-
Spoiler anzeigen
Ich bin dafür, dass man Lebensjahre von Männern entgegengesetzt zum Alter des Hundes rechnet, oder wie man das früher getan hatte.
Die ersten sieben Jahre sind sieben Jahre und jede weitere siebenjährige Lebenszeit wird als ein Jahr gerechnet.
Ich bin also bald 13.

Spoiler anzeigen
Das erklärt einiges.

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Dieses Gerücht kenne ich genau anders rum.
Eine Freundin bevorzugt Rüden. Weil die (angeblich) nicht so diskussionsfreudig sind wie Hündinnen und weil einmal erlerntes vom Rüden nicht so regelmäßig hinterfragt würde wie von der Hündin.
Ich bin fest überzeugt, dass das ein menschliches Wahrnehmungsproblem ist.

Hm, es gibt also wohl beide "Versionen". Mein Trainer meinte auch, dass ein Rüde immer wieder die Regeln und Grenzen hinterfragt während eine Hündin sich mehr unbemerkt nach oben schleicht und man die wieder von ihrem hohen Thron holen muss. Ares ist zum Beispiel sehr sehr diskussionsfreudig und stur. Ich habe das Gefühl er hinterfragt provokant alle paar Wochen mal wieder, ob das was ich sage, auch noch gilt.
vielleicht ist das aber auch wieder menschliche Wahrnehmung. Männer sind direkt, Frauen hinterfotzig.
Ich weiß nicht ob Willy hinterfragt. Ähm, also die entscheidet einfach ob sie was sinnvoll findet oder nicht. Auf Augenhöhe

-
Ich weiß nicht ob Willy hinterfragt. Ähm, also die entscheidet einfach ob sie was sinnvoll findet oder nicht. Auf Augenhöhe

Wie meine Maus.

Ich bin ja der Meinung, ich vermenschliche meine Hunde kaum.
Das sind Hunde.
Aber mein Papa weist mich immer wieder drauf hin, dass man ihnen mal sagen sollte, dass sie keine Menschen sind.
Antwort meines Mannes ist dann immer: Das glauben die eh nicht.

-
vielleicht ist das aber auch wieder menschliche Wahrnehmung. Männer sind direkt, Frauen hinterfotzig.
Nicht Wahrnehmung. Vorurteil.
Genauso wie z.B. das Vorurteil, dass Männer nicht mit Freunden über Probleme reden, sondern sich nur gegenseitig auf die Schulter boxen, zusammen ein Bier trinken und dann ist die Welt für Männer wieder in Ordnung. Derweil Frauen stundenlang das Problem mit Freundinnen erörtern (und danach das Problem evtl. immer noch nicht behoben ist).
Leider gibt es noch viele solche Vorurteile in unserer Gesellschaft und die Kinder werden diesen Vorurteilen folgend erzogen. Häufig unbewusst. Und selbst, wenn die Eltern sich bemühen, diese (geschlechtsspezifischen) Vorurteile dem Kind nicht weiter zu geben, so bekommt es sie doch durch sein Umfeld, durch Bücher, durch das Fernsehen usw. mit.
-
Die aktuellen Insassen bei der HHF sind durch die Bank weg Rüden. Aus meinen Tierschutzzeiten kenne ich es auch so, dass die Hunde mit krassem Aggressionsproblem gegen Mensch und Artgenossen in der Hauptsache Rüden waren - nicht nur, aber deutlich überwiegend.
-
-
vielleicht ist das aber auch wieder menschliche Wahrnehmung. Männer sind direkt, Frauen hinterfotzig.
Nicht Wahrnehmung. Vorurteil.
Genauso wie z.B. das Vorurteil, dass Männer nicht mit Freunden über Probleme reden, sondern sich nur gegenseitig auf die Schulter boxen, zusammen ein Bier trinken und dann ist die Welt für Männer wieder in Ordnung. Derweil Frauen stundenlang das Problem mit Freundinnen erörtern (und danach das Problem evtl. immer noch nicht behoben ist).
Leider gibt es noch viele solche Vorurteile in unserer Gesellschaft und die Kinder werden diesen Vorurteilen folgend erzogen. Häufig unbewusst. Und selbst, wenn die Eltern sich bemühen, diese (geschlechtsspezifischen) Vorurteile dem Kind nicht weiter zu geben, so bekommt es sie doch durch sein Umfeld, durch Bücher, durch das Fernsehen usw. mit.
Ich hab den Begriff "menschliche Wahrnehmung" von Selkie glaub ich aufgegriffen, stimme dir aber voll zu.
-
Die aktuellen Insassen bei der HHF sind durch die Bank weg Rüden. Aus meinen Tierschutzzeiten kenne ich es auch so, dass die Hunde mit krassem Aggressionsproblem gegen Mensch und Artgenossen in der Hauptsache Rüden waren - nicht nur, aber deutlich überwiegend.
könnte aber u.U. dadurch beeinflusst sein, dass Leute, die einen "krassen" Hund haben möchten, eher einen Rüden nehmen, weil Rüden ein imposanteres Erscheinungsbild haben.
Wobei mWn wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass männliche Säugetiere durch das Testosteron aggressiver sind als weibliche. Es also nicht so verwundern sollte, dass mehr Rüden als Hündinnen Aggressionsprobleme haben.
-
könnte aber u.U. dadurch beeinflusst sein, dass Leute, die einen "krassen" Hund haben möchten, eher einen Rüden nehmen, weil Rüden ein imposanteres Erscheinungsbild haben.
Wobei mWn wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass männliche Säugetiere durch das Testosteron aggressiver sind als weibliche. Es also nicht so verwundern sollte, dass mehr Rüden als Hündinnen Aggressionsprobleme haben.
Wobei sich Aggression nicht nur aktiv zeigen kann. Passive Aggression braucht kein Testosteron.
-
vielleicht ist das aber auch wieder menschliche Wahrnehmung. Männer sind direkt, Frauen hinterfotzig.
Nicht Wahrnehmung. Vorurteil.
Genauso wie z.B. das Vorurteil, dass Männer nicht mit Freunden über Probleme reden, sondern sich nur gegenseitig auf die Schulter boxen, zusammen ein Bier trinken und dann ist die Welt für Männer wieder in Ordnung. Derweil Frauen stundenlang das Problem mit Freundinnen erörtern (und danach das Problem evtl. immer noch nicht behoben ist).
Leider gibt es noch viele solche Vorurteile in unserer Gesellschaft und die Kinder werden diesen Vorurteilen folgend erzogen. Häufig unbewusst. Und selbst, wenn die Eltern sich bemühen, diese (geschlechtsspezifischen) Vorurteile dem Kind nicht weiter zu geben, so bekommt es sie doch durch sein Umfeld, durch Bücher, durch das Fernsehen usw. mit.
Einerseits gebe ich Dir total recht - andererseits darf man aber vor „ich will unbedingt alle geschlechtsspezifischen Vorurteile umgehen / ausschließen“ nicht die tatsächlichen Interessen des Kindes aus den Augen verlieren.
Ich meine damit nicht, dass man Jungs erklärt, dass Männer keine Gefühle zeigen dürfen oder die Rollenverteilung „Frauen machen den Haushalt“ usw.
Das ist Quatsch - ich denke, das kommt aber heute nicht mehr so oft vor (hoffe ich zumindest sehr!)
Aber ich glaube schon, dass es einfach Interessen gibt, die eher „typisch Junge“ oder „typisch Mädchen“ sind.
Und dann zum Beispiel aus Prinzip darauf zu bestehen, dass die Tochter Papa beim Reifenwechseln hilft (oder zusieht), obwohl die Tochter lieber drinnen wäre und mir Mama Weihnachtskeksen backen würde, finde ich genau so schlimm, wie (im anderen Extremfall) vorauszusetzen, dass der Junge Interesse am Reifenwechseln haben muss und nicht mitbacken darf, weil das zu mädchenhaft wäre.
Also immer, wenn Kinder in eine Rolle gepresst werden, läuft aus meiner Sicht etwas falsch.
Und das ist auch der Fall, wenn ich um jede Preis geschlechterspezifische Dinge vermeiden möchte.
Ich habe meinem Sohn zum Beispiel vor einigen Tagen eine Puppe gekauft, weil ihn Puppen, die er in Büchern gesehen hat, plötzlich sehr interessiert haben.
Jetzt darauf zu bestehen, dass er genau so lange mit der Puppe spielt, wie mit seinen Autos (damit er nicht „typisch Junge“ erzogen wird) fände ich genau so falsch, wie wenn ich die Puppe aus Prinzip nicht gekauft hätte (weil „Mädchen-Spielzeug“)
Oder beim Vorlesen - zu ca. 30 Prozent mag er Bücher, die weder typisch Mädchen noch typisch Junge sind.
Aber zu 70% bringt er mir Bücher über Traktoren, Autos, Baustellen usw.
Da fände ich es falsch, diese Bücher dann mit „nö, heute hatten wir schon genug Jungs-Bücher“ nicht vorzulesen.
Was ich damit sagen möchte:
Ich hatte mir manche Sachen früher auch als „alles nur anerzogen“ vorgestellt - aber wenn ich heute aus Prinzip danach handeln würde, würde ich meinen Sohn genau so verbiegen, wie wenn ich ihn aus Prinzip in ein starres Rollenbilder pressen würde.
Also haben wir Kuscheltiere, eine Puppe, backen und kochen zusammen, mein Sohn mag im Haushalt „mithelfen“ - und trotzdem verbringt er anderseits auch viel Zeit mit „Jungs-Zeug“
-
@Lucy_PRT Es ist sehr schön, dass dein Sohn vielschichtig interessiert ist und dass er sich neugierig in alle Richtungen ausprobieren kann.
Es ist leider so, dass unsere Gesellschaft durchgehend vergeschlechtlicht ist. In Büchern, in der Kita, mit Großeltern, Nachbar_innen, Freund_innen wird immer Geschlecht an Kinder herangetragen. Und seis nur, weils vielleicht "außergewöhnlich" ist, dass ein Kind was nicht genderspezifisches macht.
Schön wäre es, wenns einfach Sachen und Tätigkeiten sein könnten, ohne dass das Geschlecht irgendwie großartig herausgestellt wird.
Ich hab übrigens gerne Reifen gewechselt und ich glaub mein Bruder kann das immer noch nicht. - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!