Tollwut bei Hund in Deutschland festgestellt

  • Aber wo ist der Zusammenhang zwischen "nicht gelistetes Drittland in der EU" und der Lieferung von Impfstoffen eines US-amerikanischen Herstellers?

    Wenn es dich interessiert, kann ich nächste Woche nachschauen. Pippa wurde im Dezember 24 geimpft, also nach der Änderung.

  • Wenn das alles Hunde von der gleichen Orga waren? Dann ist zwar der Kontakt eher gering - aber der Impfstatus ja dann auch "eher zweifelhaft". Und dass da einer der Hunde reisekrank ist und kräftig speichelt, ist ja auch absolut im Bereich des Möglichen.

    Das leider schon eher.

    Nebenbei kann es sehr gut sein, dass viele Menschen in dem Prozess nichts von der Fälschung der Papiere wussten. Das ist gerade für die Halter sicherlich nicht ersichtlich. Auch für das Labor oder die Grenzkontrolle nicht, außer da wäre jemand dabei gewesen, dem aufgefallen wäre, dass der Hund zu jung ist. Und klar, natürlich ist es möglich, dass die Halter bewusst um einen Hund gebeten hatten, der zu jung für die Einreise ist. Muss aber natürlich nicht.

    Was ich meinte: Wenn es ein Versehen gewesen wäre, dann wäre das aufgefallen, weil es dafür bei Drittstaaten mehrere Überprüfungen gibt. Die Fälschung dagegen kann erfolgreich sein, die wird ja gemacht, um alle anderen zu täuschen. Deshalb gehe ich von Absicht aus und das finde ich doppelt schlimm.

    Den Haltern würde ich keine Schuld zuweisen, die konnten sich erst recht nur auf die Papiere verlassen, die anscheinend auch diverse sachkundige Ämter getäuscht haben.

    Ehrlich, das kann kein Versehen sein, wenn Impfdatum und das später bekannt gegebene richtige Geburtsdatum im gleichen Monat liegen. Aber dafür reicht die Verantwortliche der Orga plus ein TA.

    Und ja, das Thema entsetzt mich auch. Zumal ich mich frage, wo hier der Vorteil ist. Man spart ein paar Wochen im Shelter. Mehr ist es nicht. Will ich Hundehandel betreiben, dann lohnen sich andere Länder viel mehr. Handel mit Hunden aus nichtgelisteten Drittländern ist so viel teurer und aufwendiger. Im Endeffekt steckt wahrscheinlich verblendeter Tierschutz dahinter und das finde ich besonders tragisch.

    Die Kosten lohnen sich wirklich null, du kannst gar nicht so viel Schutzgebühr verlangen, wie ich im Endeffekt für meine Hunde bezahlt habe.

  • Ja, der Aufwand ist riesig. Bei meinen Hunden gab es damals im ganzen Land kein zugelassenes Labor, auch in den Nachbarländern nicht. Die Blutproben mussten in die USA geschickt werden. Durch Einreise per Flugzeug wurde natürlich auch entsprechend kontrolliert.

    Meine Freundin wird an der polnischen Grenze aber auch immer kontrolliert, nur da ist es halt offensichtlicher, dass Hunde im Auto sind

    Was für ein Aufwand? Der Trapo wird quasi nie kontrolliert, erst recht nicht jeder einzelne Hund.

    Ich war mit meinem Hund in 9 Ländern in den letzten 3 Jahren, kein einziges Mal wollte irgendwer irgendwas sehen. Der einzige Welpe meines Rüden, der überhaupt kontrolliert wurde, war vom Flughafenzoll kurz angehalten, um die Einfuhrsteuer bezahlt zu haben...

  • Der Trapo wird quasi nie kontrolliert, erst recht nicht jeder einzelne Hund

    An der EU- Außengrenze wird kontrolliert. Vor Ausreise auch von der Vet-Behörde, aber das ist natürlich noch im Drittland.

    Private Reise ist was anderes, da ist es eher möglich auch an der EU-Grenze ohne Kontrolle durchzukommen. Aber nicht bei Tiertransport mit TRACES.

  • Quelle https://www.bmleh.de/DE/themen/tier…seregelung.html

    Jungtiere aus nicht gelisteten Drittländern sind frühestens im Alter von sieben Monaten einfuhrfähig (Tollwutimpfung nach 12 Wochen + Blutentnahme 30 Tage nach Impfung + 3 Monate Wartefrist).

    und der Lieferung von Impfstoffen eines US-amerikanischen Herstellers?

    Da mein russisch Verständnis nicht vorhanden ist, hier mal per KI

    Die Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine haben zu erheblichen Engpässen bei importierten Tierimpfstoffen geführt. Obwohl Impfstoffe für Tiere oft nicht direkt unter die primären Handelssankitionen fallen, erschweren logistische Probleme, finanzielle Restriktionen (Bankensanktionen) und eine von Russland geforderte Neuzertifizierung (GMP-Zertifikate) westlicher Hersteller den Import.


    Hier ist der aktuelle Stand (Anfang 2026):

    • Akuter Mangel an westlichen Impfstoffen: Westliche Hersteller (wie Intervet/MSD, Zoetis, Boehringer Ingelheim, Elanco) haben ihre Präsenz auf dem russischen Markt teilweise stark reduziert oder eingestellt. Dies hat insbesondere bei Haustieren (Katzen, Hunde) zu einem Mangel an Tollwut- und Kombinationsimpfstoffen geführt.
    • GMP-Zertifizierung als Hindernis: Russland fordert von ausländischen Herstellern die Einhaltung russischer GMP-Standards (Good Manufacturing Practice), was zu Importstopps für viele Produkte führte.
    • Forcierter Importsubstitution: Russland versucht aktiv, die Einfuhren zu reduzieren und die heimische Produktion zu fördern. Der Anteil an in Russland produzierten Impfstoffen stieg 2024 auf über 67 % und weiter in 2025. Dennoch berichten Veterinäre von inkonstanter Lieferung und geringerer Wirksamkeit einiger russischer Alternativen.
  • Ich hatte mal einen Hund in die USA mit. Das war im Jahr der Euro Umstellung 2002. Schon sehr lange her...

    Der Amtstierarzt hier hat den Hund nicht angeschaut, nur in den Impfpass und hat dann die Bescheinigung ausgestellt. Bei Einreise in die USA hat niemand die Papiere angeschaut oder gar den Hund, bei der Einreise retour hat auch niemand geschaut weder in die Papiere nach nach dem Hund...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!