Welpenblues hat mich fest im Griff

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema, welches 2.844 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von 1HotDog1.

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    Hallo Leute,


    ich muss kurz irgendwo was los, werden weil ich grade sonst nicht weiß, wo mich überhaupt jmd. verstehen kann.

    Der kleine Freddy ist jetzt seit 4 Tagen bei uns. Für die ersten 4 Wochen hatten ich und meine Partnerin je 2 Wochen Urlaub genommen. Ich arbeite sowieso im HomeOffice deshalb ist auch immer jmd. da.
    Seitdem nun gestern meine Freundin zur Arbeit geht, wächst bei mir ein innerlicher Druck, den ich einfach nicht spezifizieren kann.

    Ich bin ein knapp 2m großer Mann, weine sogut wie nie und hatte auch schon vieles durch in meinem Leben, weshalb es sogut wie nichts gibt, was mich schocken kann.


    Und nun bin ich alleine mit diesen wundervolen und lieben kleinen Welpen. Seit find es an. Druck auf der Brust und immer das Gefühl alles falsch zu machen. Ständig die Frage, ob ich nun alles richtig mache oder nicht.

    Freddy schläft eigentlich schon fast durch. gegen 5 gehe ich mit ihm raus kurz, dann gehts wieder zurück. Gegen 7/halb 8 steht dann meine Partnerin auf, um zur Arbeit zu gehen.
    Dann bekommt er fressen und wir gehen noch mal raus. Freddy ist 10 Wochen alt, deswegen ist das rausgehen derzeit nicht länger als 10min
    Wenn wir wieder hoch gehen, legen wir uns zusammen noch mal hin. Freddy schläft am Bett in seinem Bettchen und ich daneben auf dem "richtigen" Bettchen. So schlafen wir noch mal 2 Stunden und alles ist gut.
    Dann stehen wir auf, gehen wieder für 10minuten raus, spielen ein wenig und schmusen wieder.

    Ja, und dann kann man die Uhr derzeit danach stellen....punkt kurz vor halb 12 (wie auch grade) fang ich an zu weinen...undzwar richtig an zu weinen.

    Ein Gefühl was ich absolut nicht kenne. Derzeit würde ich es so beschreiben, als wäre ich damit überfordert, überfordert zu sein.


    Ich hab nun schon häufig über den "welpenblues" gelesen. Das einen das so krass mitnimmt, hätte ich allerdings nicht gedacht.

    Ich kann einfach nicht aufhören mir Gedanken über alles zu machen, ob man alles richtig macht, ob man zu viel oder zu wenig macht, warum der kleine nun das und das macht und und und....

    Wenn ich dann noch lese, dass soein Hund ja auch irgendwann mal stirbt, dreh ich komplett durch. auch wenn ich das jetzt im fernsehen, sehen würde...ich versteh mich derzeit einfach überhaupt nicht.

    Dieser "innerliche Druck" ist unglaublich stark. Aufgrund meiner Vergangenheit, hab ich morgen einen Termin bei meinem alten Psychater, weil ich einfach nicht weiß, wohin mit mir.


    Ich will den Freddy einfach auch nicht verlieren. Wenn ich ihn jedoch sehe, wie er in der Ecker sitzt und mich ansieht, weil er nicht weiß, was los ist. Frag ich mich doch, ob ich dem ganzen gewachsen bin und ob er das gut bei mir hat.


    Kann mir hier irgendwer einen Tipp geben?


    Liebe Grüße und ich brauch neue Taschentücher

  • Ich kann einfach nicht aufhören mir Gedanken über alles zu machen, ob man alles richtig macht, ob man zu viel oder zu wenig macht, warum der kleine nun das und das macht und und und....

    Setze genau DA an!


    Mach weniger Gedanken!

    Setze Dich doch selbst nicht unter Druck!

    Höre auf, so kopflastig zu sein!


    Wir reden immerhin von einem Lebewesen.

    Da gibt es kein perfekt, kein richtig oder falsch, nur ein gemeinsames Anpassen und sich gegenseitig kennenlernen.




    Und, was viel wichtiger ist: Hol Dir Dein eigenes Leben zurück!

    Der Hund ist nicht das wichtigste auf der Welt, und sollte schon gar nicht der Nabelpunkt sein.

    Tut dem Hund auch nicht gut!

    Er soll nur fressen, schlafen, die Umwelt neu entdecken. Das letztgenannte wird gemeinsam mit Dir, mit Euch gemacht.

    Rest, der normale Alltag, wird weiterhin erledigt, wie sonst auch, als der Hund noch nicht da war :ka:

    Schöne Grüße noch SheltiePower

    In ewiger Erinnerung: Cheyene


    Fehler sind hervorragende Lehrer, wenn man ehrlich genug ist, sie sich einzugestehen, und gewillt, aus ihnen zu lernen.        Alexander Solschenizyn

    Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.        Jupp Müller

  • Zunächst einmal: Du machst bestimmt nicht alles richtig. Das tut keiner. Aber ganz ehrlich? Das ist auch nicht wild - passt ein Hund (auch die jeweilige Rasse/Mischung) prinzipiell in euer Leben, ruckelt es sich zurecht. Tut es nämlich bei der absolut überwiegenden Mehrheit der Leute.


    Vier Wochen ist der Hund da... du schreibst, dass ihr stets nur für zehn Minuten rausgeht... Evtl. fehlt dir einfach anderer Input als nur Hund? Der Hund sollte jetzt schon ein bisschen was abkönnen.


    Vielleicht verabredest du dich mal mit einem Freund/einer Freundin? Holst dir in einer Bäckerei einen coffee-to-go und setzt dich auf eine Bank. Oder schnappst dir den Hund und gehst in eine Eisdiele?

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  • 4 Tage! nicht Wochen


    Das wichtigste ist, dass der Hund nicht das wichtigste ist. Mach doch einfach deinen Kram, was du sonst auch machst. Und klar kann man länger raus als 10 Minuten, nur halt nicht ewig an der Leine rumrennen. Du kannst den Welpen auch tragen.


    Ich glaube, diese Reaktion hat nichts mit dem Hund zu tun, es ist gut, dass du dir Hilfe holst.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich kenne es bislang nur von Katzen, aber mich wird der Welpenblues sicher auch wieder treffen, wenn irgendwann endlich mein Hundchen einzieht.

    Bei meiner ersten Katze habe ich tagelang geheult und dachte, dass ich alles falsch mache, ihr nicht gerecht werde und sie es woanders besser hätte. Gleichzeitig war es ungewohnt, dass plötzlich ein Tierchen den ganzen Tag frei herumläuft und jederzeit zu mir kommt, sich auf meine Sachen legt oder etwas kaputt macht. Ich hab mich in meiner Wohnung gar nicht mehr zuhause gefühlt. Ich wünschte, ich hätte damals schon gewusst, dass es den Kitten- bzw. Welpenblues gibt, dann hätte ich mich für meine Gefühle nicht so geschämt.

    Das wurde nach zwei bis drei Wochen besser. Man lernt auch, dass sich nicht alles nur um das Tier dreht. Man kann langsam wieder entspannen, guckt nicht ständig mit einem Auge nach dem Tier, sondern fängt an auch das eigene Leben wieder zu leben. Nach einigen Wochen war es dann, als wäre Luna immer schon da gewesen und sie wurde mein Herzenskätzchen.

    Als später Cookie einzog, dachte ich, dass ich ja jetzt Erfahrung habe und gut vorbereitet bin. Nix da, der Kittenblues hat wieder zugeschlagen. Wieder habe ich geheult und Cookie war auch noch ein sehr forderndes Kitten und hat gerne ihre Krallen eingesetzt und wieder waren die Gedanken, dass ich sie ja einfach zurückgegeben könnte. Aber nach drei Wochen war es wieder vorbei und mein Kätzchen richtig in der Familie angekommen.


    Gib dir Zeit und versuch dich nicht unter Druck zu setzen. Alles kannst du wahrscheinlich eh nicht richtig machen. Und versuch, dass sich nicht alles um den Hund dreht und vergiss dich dabei nicht.

  • 4 Tage! nicht Wochen


    Das wichtigste ist, dass der Hund nicht das wichtigste ist. Mach doch einfach deinen Kram, was du sonst auch machst. Und klar kann man länger raus als 10 Minuten, nur halt nicht ewig an der Leine rumrennen. Du kannst den Welpen auch tragen.


    Ich glaube, diese Reaktion hat nichts mit dem Hund zu tun, es ist gut, dass du dir Hilfe holst.

    Ja man liest halt viel. Überall liest man, pro Lebensmonat 5min, ja, bewegung...oder wie das getauft wird. Erst waren deutlich länger mit ihm draussen. wir haben ein großen Garten wo er freu laufen kann ohne Leine und da spielen wir auch mit ihm. Meisten wird einfach nur ein wenig gerannt und natürlich abgefeiert, wenn er draussen sein Geschäft macht.

    An die Leine kommt er, wenn wir mal ums Haus gehen. Hab ich einmal gemacht bisher und klappt auch ganz gut.

  • Dann bekommt er fressen und wir gehen noch mal raus. Freddy ist 10 Wochen alt, deswegen ist das rausgehen derzeit nicht länger als 10min

    Du kannst länger mit ihm raus gehen! Die Handregel ist in Bezug auf Gehen an der Leine gemeint, weil das unglaublich anstrengend für den Kleinen ist. Wenn du dir einen Fleck suchst an dem du mit ihm bleiben kannst, kannst du dich auch mit ihm hinsetzen und die Welt erkunden :)

  • Da hast du absolut recht natürlich. Und ich weiß das auch. Ich hab nur absolute Hemmungen den kleinen einfach, wie soll ich sagen, machen zu lassen und selbst an den Computer zu gehen oder was auch immer. Ich bin auch jmd. der flüstert wenn der Hund schläft. Das ist total bescheuert, aber stell das mal eben ab Oo

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