Junghund verteidigt seinen Knochen?

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    Hallöchen zusammen!

    Ich melde mich nach längerer Zeit nochmals zu Wort. Im November 2020 habe ich mich schonmal ans das dogforum gewandt, und durfte dann feststellen, dass meine Erwartungshaltung wirklich ein wenig zu hoch gewesen ist. Also dem Hund gegenüber! Es ging damals darum, dass mein Auslandstierschutzhund panische Angst davor hatte, nach draußen zu gehen. Ich muss dazu schreiben, dass ich zu dem Zeitpunkt, keine extremen Dingen erwartet habe, jedoch trotzdem einfach schon zu viel. Lange Rede kurzer Sinn, der Emil ist inzwischen suuuuper gerne draußen! Er findet andere Hunde inzwischen toll, würde am liebsten mit jedem spielen (nur fremde Menschen sind noch ein bisschen unheimlich, besonders Frauen). Hunde haben ihm am Anfang auch noch totale Angst gemacht, da wäre er bei jedem Hund der uns entgegen kam, am liebsten sonst wohin geflüchtet. Ich habe dem Emil dann irgendwann (nachdem er damit klar kam draußen zu sein) Freunde auf eBay Kleinanzeigen gesucht, die Hündin meiner Mama wurde einmal die Woche fürn halbes Stündchen besucht usw.

    Teilweise wirklich hart gewesen, da man sehr diszipliniert sein musste, aber es hat sich so was von gelohnt. Für mich (ich habe so viel an mir selber dadurch arbeiten können auch wenn es nur Kleinigkeiten waren) und auch für den Hund. Da wir hier in einer ziemlich lebhaften Gegend leben, bin ich monatelang jeden Tag einmal mit ihm in den Wald gefahren. Irgendwann dann auch zwei mal am Tag. Dort wurde er immer und immer sicherer, was dazu führte, dass er es inzwischen auch in unserer wirklich lebhaften Umgebung ganz easy aushält und glücklich durch die Gegend schnuppert. Generell ist Emil ein Traumhund, er hört super und orientiert sich total an mir. Ich sage immer ,,er ist ein ungeschliffner Rohdiamant“. Er hat echt super viel Potenzial. Wir kuscheln sehr viel (absolute Kuschelmaus), spielen sehr viel zusammen und haben generell schon eine sehr starke Bindung zueinander in den letzten 8 Monaten aufgebaut.


    Jetzt aber zum eigentlichen Anliegen:

    Was sein Futter angeht, ist er überhaupt nicht aggressiv, ganz im Gegenteil. Er hat bringt mir sogar ganz oft seine Kauknochen, nachdem Motto ,,Probier auch mal“. Er wirft den dann richtig vor meine Füße. Ja ich weiß, ich interpretiere da mit Sicherheit zu viel rein. :D

    Emil hatte am 01.07 Geburtstag, (1 Jahr alt geworden) er hat dort einen Riesen Knochen geschenkt bekommen (son fieser, stinkiger wo noch Fleisch dran ist). Er hat diesen dann erstmal bis gestern Abend komplett ignoriert, er fand ihn zwar ganz spannend, zumindest im ersten Moment, konnte damit aber aufgrund der Größe (vermute ich) nicht so viel anfangen. Gestern Abend im Wohnzimmer habe ich ihn dann daran knabbern gehört, und mich gefreut. Er lag so, dass ich ihn nicht sehen konnte, also stand ich von der Couch auf um nach ihm zu sehen, da schnappt er sich plötzlich diesen xxl Knochen, knurrt und stapft ins Schlafzimmer. Extreeeem komisch, so ist er sonst nie! Egal was er bekommt. Wie bereits erwähnt, ganz im Gegenteil!

    Ich bin dann kurz danach auch ins Schlafzimmer um zu schauen, dass er mit dem fiesen Ding nicht aufs Bett geht. Im Schlafzimmer angekommen, steht er dort, Zähne fletschend und knurrend vor mir. Er sah wirklich so dermaßen aggressiv aus. Hat aber gleichzeitig gewedelt und sich sogar eingepullert? Ich kann dieses Verhalten gar nicht richtig deuten. War das Überforderung? Unsicherheit? Angst? Ich habe dann, keine Ahnung ob das falsch war, ein Tauschgeschäft mit ihm gemacht, und ihm eine halbe Scheibe Käse hingehalten. Diese hat er dann auch genommen, so dass ich mir schnell den Knochen schnappen konnte. Den Knochen habe ich jetzt erstmal nicht mehr vor ihm zu geben. Kann mir jemand sagen, was da genau mit diesem eigentlich so lieben Hund los gewesen ist?

    Ich kann mir schon denken, dass er diesen Riesen Knochen einfach so toll fand, dass er ihn auf keinen Fall wieder hergeben wollte. Ich nehme ihm generell aber nie etwas weg, und wenn es doch mal vorkommt stört er sich da null dran. Deshalb kann ich das irgendwie nicht ganz so nachvollziehen.



    Ich wäre über ein paar Meinungen echt froh, da der Anblick von ihm schon echt heftig war. So habe ich ihn echt noch nie gesehen.



    Sorry an alle, falls mein Text ein wenig verwirrend sein sollte. Ich wollte euch einfach nur einen kleinen Einblick verschaffen.

  • Ich kann dir da leider nicht weiter helfen.

    Aber ansonsten hat sich ja alles sehr positiv entwickelt. Hoffentlich meldet sich bald jemand :-)

    Allerdings hatte ich etwas ähnliches mit Abby, die einen toten Hasen gefunden hatte und nicht hergeben wollte. Da hat sie sogar geschnappt...Das war aber eine einmalige Sache.

  • Das ist lieb von dir, dass du auf meinen Beitrag reagiert hast. Vielleicht ist den meisten der Text einfach zu lang. Ich weiß es nicht.


    Es ist aber zumindest beruhigend zu wissen, dass es auch andere Hundebesitzer gibt, bei denen der Hund, wenn er eine ganz, ganz tolle ,,Beute“ hat, anders reagiert als sonst. (bezogen auf die Hasen Story)


    Und ja, ansonsten hat sich der kleine Emil wirklich prächtig entwickelt. Nicht nur er, sondern eben unser ganzes Zusammenleben :-)

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  • :nicken: genau dieses Verhalten kenn ich von meiner Hündin auch. Find ich nicht weiter tragisch. Knochen gibt's im geschützten Rahmen in ihrem Körbchen. Die Kinder und Besuch haben da ihre Pfoten nicht hin zu geben, also passiert auch nichts. Da kann sie dann knurren, was sie will, es kommt ihr ohnehin niemand zu nahe.


    Nach einiger Zeit ist der Knochen dann ohnehin nicht mehr so interessant und liegt halt dann irgendwo unbeachtet rum. Knurren unterbinden ich prinzipiell nicht, das ist eine der ersten Stufen des Warnens und das können auch die Leute erkennen, die den Hund nicht so gut lesen können und die körpersprachlichen Signale vorher nicht bemerken.


    Was spricht dagegen, den Hund mit dem Knochen komplett in Frieden zu lassen und ihm die Sicherheit zu geben, dass er um Ressourcen nicht kämpfen oder sie verteidigen muss? Das mit dem Käse klingt eher nach ablenken als nach fairem Tauschgeschäft. :denker:

  • Ich finde das mit dem Tauschen für den Moment gut gelöst. Das Leben ist nicht fair und ich will nunmal keinen knochennagenden Hund auf dem Bett/Sofa/etc.


    Allerdings hätte ich ihn den Knochen wieder gegeben nachdem ich ihn auf seinen Platz geschickt hätte.


    Ich kann nur unterschreiben das Knurren nicht zu bestrafen. Es ist gut wenn ein Hund möglichst alle Warnstufen abspult, bevor er ernst macht.

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  • Kann mir jemand sagen, was da genau mit diesem eigentlich so lieben Hund los gewesen ist?

    Das ist für mich normales Hundeverhalten.

    Ja, ich finde es weitgehend 'natürlich' das ein Hund mal seine Resourcen verteidigt. Der hat wahrscheinlich einfach keine Lust, dass der tolle Knochen wieder weggenommen wird und schaut mal, ob er diesen doch nicht behalten kann. Dies geschieht dann eben durch drohen / knurren.


    Das Knurren würde ich niemals unterbinden oder verbieten. Das ist ein wichtiges Kommunikationsmittel der Eskalationsleiter. Klar sehen die da auch mal gefährlich aus, muss er auch, weil er droht.


    Es gibt verschiedene Möglichkeiten das zu lösen, eine davon tust du schon: Tauschen. Das würde ich fürs erste auch so behalten... Es muss sich für deinen Hund lohnen dir seine Sachen zu geben.


    Wenn er mit dem Knochen nicht in einen Raum gehen soll, wo Bett oder so stehen, würd ich die Tür da einfach vorher schon zumachen und das Baby in Ruhe seinen Knochen kauen lassen.

  • Ich finde das auch gut gelöst. Ich persönlich find es sowieso immer gut, wenn man zur Not die Möglichkeit hat, an den Knochen (oder was sich sonst so im Schnabel befindet) zu kommen, wenn es sein muss. Kann auch mal einen anderen Grund dafür geben, dass man den Knochen wegnehmen muss (zB wenn er sich verkantet oder halb im Rachen steckt, schon erlebt mit einer Straußensehne). Wenn ich einem Welpen einen großen Knochen mit Fleisch dran gebe, dann muss ich ihn allein schon aus dem Grund wegnehmen, weil es irgendwann u.U. einfach zu viel wird.

    Ich kann mir schon denken, dass er diesen Riesen Knochen einfach so toll fand, dass er ihn auf keinen Fall wieder hergeben wollte. Ich nehme ihm generell aber nie etwas weg, und wenn es doch mal vorkommt stört er sich da null dran. Deshalb kann ich das irgendwie nicht ganz so nachvollziehen.

    Kommt dazu, dass er jetzt mit einem Jahr auch zum "halbstarken Macker" wird. Tauschgeschäfte find ich nicht schlimm. Hier funktioniert das gut.

  • Das hat meiner auch eine zeitlang am Abend wenn er grad was zum kauen hatte gemacht, es wurden aber nur meine Jungs angeknurrt.

    Habe ihm dann sein Kauzeug nur noch an seinem Platz gegeben und auch wieder dahin verfrachtet wenn er es woanders hinschleppen wollte. Da hat er seine Ruhe und muss Sachen nicht verteidigen. Das klappt gut.

  • Habe ihm dann sein Kauzeug nur noch an seinem Platz gegeben und auch wieder dahin verfrachtet wenn er es woanders hinschleppen wollte. Da hat er seine Ruhe und muss Sachen nicht verteidigen. Das klappt gut.

    Finde ich persönlich gut und wird hier auch so gemacht.

    Bei uns auch. Gibt einen bestimmten Platz für Fütterung und Kauzeug. Außer im Garten, da können sie sich mit ihrer Beute verkrümeln.

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