Stubenreinheit - Einige Fragen

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    Hallo zusammen,

    Seit 2 Tagen lebt ein Welpe (ca. 15 Wochen) bei uns. Er kommt aus Ungarn und ist ein Mischling, wurde als Baby auf der Strasse gefunden. Eigentlich läuft es sehr gut mit ihm, er kann schon „Sitz“ und „aus“, kommt gut zur Ruhe, ist nicht übertrieben ängstlich und schläft schon locker 4-5 Stunden durch.

    Allerdings bin ich etwas unsicher, was die Stubenreinheit betrifft. Nachts ist es überhaupt kein Problem, um 21 Uhr geht er das letzte mal nach draussen, dann gehe ich um 1 Uhr nochmal nach draussen und dann erst wieder um 6:30 Uhr, wenn er auch aufsteht.

    Meistens macht er beide Male auch das kleine Geschäft (also hat er bis jetzt immer).

    Doch am Tag gibt es immer wieder kleine Probleme.

    Als Erklärung: Ich gehe immer nach dem schlafen, spielen oder fressen/trinken mit ihm raus, ebenso wenn er nervös wird und/oder stark herumschnüffelt.

    Nur will er nicht vor die Tür. Am Anfang ging es ganz gut, aber mittlerweile streikt er nach der Haustür. Wenn man ihn dann irgendwie heraus bekommen hat, z. B. mit tragen, legt er sich einfach ab und macht keinen Schritt mehr. Dabei wirkt er überhaupt nicht ängstlich, sondern eher trotzig. Wenn man ihn dann mit viel Zureden und Leckerlies zur Grünfläche gelockt hat, zieht er nur mit aller Kraft wieder zurück zum Haus. Da ist nichts mit dem empfohlenen Trick, das man einfach so lange rumlaufen soll, bis er sich doch löst, er blockiert komplett. Irgendwann (so nach 15 min.) gebe ich dann auf und gehe zurück ins Haus, wo er sich meistens nach ca. 5 min. löst…

    Das Ergebnis ist, das ca. 90% von allem was er macht im Haus landeteyerolling-dog-face

    Ausserdem meldet er sich nicht. Nicht mit schnüffeln oder sonst etwas.


    Bin ich einfach viel zu ungeduldig (wie immer :pfeif:) und er braucht einfach noch mehr Zeit?

    Oder habt ihr sonst irgendwelche Tipps für uns?


    Ich bin um jede Antwort froh!


    LG Sarah mit Akito und den anderen Tierchen

    LG von Sarah, Mischlingsrüde Akito, Hamsterdame Jelly, den Rennmausmännchen Crash & Eddie und den drei Achatschnecken (Achatina fulica) Luna, Domino und Nemo


    Solange Menschen denken, das Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken!

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Ist am Tag draußen viel los? Also viel mehr als abends/nachts? Oder gibt es drinnen etwas, was er am Tag unbedingt machen möchte?


    Ich denke eher ersteres - wie Lockenwolf sagte, draußen zu viel los und dadurch Stress. Da der Welpi noch klein ist, würde ich ihn auch einfach tragen zur Not. Dass er nicht eindeutig oder nur subtil zeigt, dass er muss, ist nicht ungewöhnlich, das tut nicht jeder Welpe deutlich.


    Gibt es Momente, in denen es draußen etwas ruhiger ist (Mittagszeit o.ä.)? Ich würde diese dann gezielt nutzen, auch wenn er gerade nichts besonderes anzeigt, um eine angenehmere Draußeneerfahrung zu haben für ihn.


    Einfach zu einer Stelle tragen, an der er in der Nacht gepieselt hat (die riecht dann nach „Klo“) und erst da runter setzen wäre vielleicht auch einen Versuch wert. Möglicherweise wird der Geruch ihn daran erinnern, dass er muss, und die vielen Reize draußen etwas überlagern.


    Ansonsten machst du es richtig, immer nach Essen, Spielen etc. kurze Pinkelpause draussen anzubieten. Man braucht bei sowas Geduld.

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


    Bilderthread mit Garmr und Geri

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  • Hunde, vor allem Welpen, haben ein eingebautes Programm, das ihnen vorschreibt, sich nur da zu lösen, wo sie sich total sicher fühlen, damit ihr Geruch keine Freßfeinde anlockt.


    Und da hast du auch schon des Rätsels Lösung:Der Kleine ist nicht trotzig, er fühlt sich draußen einfach noch nicht sicher genug, um sozusagen seine Anwesenheit zu verraten. Er möchte schleunigst zurück in die Wohnung, wo ihm nichts passieren kann.


    Also eigentlich ganz einfach: Geduld!

  • Hey Sarah!

    Erstmal Herzlichen Glückwunsch zum Hundekind, das wird aufregend!:party:

    Und dann würd ich auch sagen: Entspann dich, nach zwei Tagen kann das wahrscheinlich noch gar nicht funktionieren. Ich habe meine Hündin auch mit 16 Wochen aus Ungarn bekommen, die ersten 20h war sie so unsicher, da hat sie überhaupt nicht gepullert, ich war schon drauf und dran, sie in die Tierklinik zu karren, als es endlich doch geklappt hatte. Auch jetzt noch, fast 3 Monate später, kann sie sich an neuen, unbekannten Orten manchmal nicht sofort lösen, das sind ja alles so viele Eindrücke und auch, wenn ich das Gefühl habe, dass sie sich mit mir inzwischen meistens sehr wohl fühlt, ist sie noch lange nicht angekommen und auch Vertrauen muss ja auch erstmal wachsen.


    Das erste, was ich hier im Dogforum gelernt habe und woran ich immernoch jeden Tag arbeiten muss ist: Geduld haben, Entschleunigung üben! Wenn dein Hund sich beim Rausgehen hinlegt, zeigt er damit vielleicht, dass ihn das da draußen noch ganz schön überfordert, grade tagsüber sind ja vielleicht mehr Menschen und auch andere Hunde unterwegs oder es gibt Reize, die er noch gar nicht einordnen kann, ich denke, mit "Trotz" hat das gar nichts zu tun. Er kennt euch ja auch noch gar nicht und alles, was er bisher sein Leben bestimmt hat ist plötzlich weg. Das ist mega viel zu verarbeiten!


    Mir wurde hier geraten, aus allem die Erwartungshaltung etwas raus zu nehmen. Mache es einfach so weiter wie bisher, aber nimm ihn drinnen vielleicht gleich schon auf den Arm, damit er nicht dort schon Meideverhalten zeigt, trage ihn runter, bring ihn zu seinem Pinkelplatz, setze ihn ab und lass ihn einfach ein bisschen in Ruhe. Wenn er macht ists toll, belohnen, freuen, wenns gar nicht klappt hilft es ihm auch nicht, wenn er die ganze Zeit erwartungsvoll angeguckt oder auf der Wiese herum geführt wird, dann versucht es einfach kurze Zeit später direkt nochmal, das wird schon!


    Alles Gute an euch!

    Suki, Königin von Floppyfülek, ungarischer Schäferdackel *01.06.2020

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Das ist ein Baby, welches gerade erst hunderte Kilometer durch die Gegend verfrachtet wurde und alles verloren hat, was ihm bisher bekannt war. Er kommt in eine völlig fremde Umgebung, kennt nichts und niemanden

    und du hast allen Ernstes ein Problem damit dass er nach 2 Tagen ! ZWEI Tagen noch nicht stubenrein ist?


    Versuch dich mal etwas in dieses kleine Wesen rein zu versetzen. Für den ist draußen alles super gruselig.


    Hab Geduld, es kann Wochen oder Monate dauern manchmal bis ein Hund stubenrein ist.


    Hast du dich vor dem Kauf nicht über Hunde informiert? Was hast du denn erwartet?

  • Vielen Dank für eure Antworten!

    Viiiiel Geduld ist also die Lösung - ich werde mein bestes geben :smile:


    Um noch die Fragen zu beantworten:

    Ist am Tag draußen viel los? Also viel mehr als abends/nachts? Oder gibt es drinnen etwas, was er am Tag unbedingt machen möchte?

    Total viel ist nicht los (kleines Dorf) allerdings hat es eine Strasse sehr in der Nähe wo doch oft Autos durchfahren. Vermutlich stört ihn das.

    Ob es drinnen etwas spezielles gibt… hm, schwer zu sagen. Allerdings will er, wenn er von draussen reinkommt immer sofort ins Wohnzimmer.


    Vielleicht suche ich mir auch eine ruhigere Pipi-Ecke (die jetzige ist halt am nächsten dran) bei unserem Garten dürfte das eigentlich nicht so ein grosses Problem sein.


    Übrigens: Eben hat er, mit viel gutem Zureden, draussen doch noch gepinkelt :smile:


    LG Sarah

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  • Hallo,

    Ich brauche nochmal eure Hilfe. Und zwar geht es diesmal um die Nachtruhe. Letzte Nacht hat das erste mal mein Bruder und nicht ich bei ihm geschlafen.

    Ich bin schon früh ins Bett, weil ich zwei beinahe schlaflose Nächte hinter mir hatte.


    Es ist so, das wir ihn um 21:00 das letzte mal füttern, damit er dann erst morgens wieder gross muss (habe ich hier gelesen). Nun ist es aber so, das er um 21 Uhr schon schläft. Mein Bruder musste ihn also aus dem Tiefschlaf wecken, damit er frisst und nochmal rausgeht. Danach ist er dann wohl mehr oder weniger gut eingeschlafen. Als mein Bruder ihn um 1 Uhr dann wieder geweckt hat, musste er ihn wieder nach draussen locken und dort wollte er sofort wieder rein, hat sich also nicht gelöst. In der Nacht schläft er angebunden mit offener Box im Wohnzimmer, da er durchdreht, wenn diese geschlossen wird. Mein Bruder hat ihn dann ganz kurz aus den Augen gelassen und da hat er ins Wohnzimmer einen Haufen gemacht. Danach war er viel zu aufgeregt, um wieder einzuschlafen und hat dafür ewig gebraucht. Am Morgen ist dann meine Mutter mit ihm raus, zuerst 20 min. Immer schön um den selben Baum, danach dreissig. Er schien nicht zu müssen, also ist sie wieder reingegangen. Dort hat er sofort in die Ecke gepinkelt. Während Mama das weggemacht hat, hat er bereits an einer anderen Stelle gross hingemacht, bevor sie mit ihm rausgehen konnte, nochmal an einer anderen Stelle und an der Tür dann nochmal. Sie sagte, das er beim letzten Mal etwas Durchfall gehabt hat.


    Wir sind jetzt am überlegen, ob wir in um 20 Uhr füttern und dann bis 6 Uhr morgens durchschlafen lassen sollen, da man ihn in der Nacht sonst immer aus dem Tiefschlaf wecken muss. Ist das sinnvoll?


    Und wegen dem Durchfall: Ist das wegen dem Stress, oder sollen wir das Futter wechseln? Er bekommt im Moment das Harmony Junior Geflügelfutter.


    Sind um Antworten dankbar!


    LG Sarah

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  • Hey,

    Ich merke grade das ich zwei antworten vorher gar nicht gesehen habe.


    Natürlich haben wie NICHT erwartet, das er nach 2 Tagen schon stubenrein ist!

    Wahrscheinlich habe ich mich mit dem „zu ungeduldig“ unpassend ausgedrückt.

    Wir haben uns nur gewundert, warum er nicht nach draussen will, weil man in den Büchern immer ganz andere Sachen liest, als dann in der Realität passieren.

    Und wir haben auch kein Problem damit, wenn er in die Wohnung macht. Ich denke, es ist normal, das man sich beim ersten Welpen sorgen macht.

    Und ja, wir haben uns gut über Hunde informiert und haben auch - wie oben geschrieben - auf keinen Fall erwartet, das er so schnell Stubenrein wird.


    Kesuki Danke für deine Antwort, sie hat mir/uns sehr weitergeholfen :smile:


    Wir geben unser bestes, sind aber einfach noch unsicher, man will ja möglichst viel richtig machen.

    LG von Sarah, Mischlingsrüde Akito, Hamsterdame Jelly, den Rennmausmännchen Crash & Eddie und den drei Achatschnecken (Achatina fulica) Luna, Domino und Nemo


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  • Das klingt alles nach ganz vielen Erwartungen an den Kleinen. Atme mal tief durch. Hier im Forum lese ich immer mal wieder den Satz "die Hunde werden nicht wegen, sondern trotz der Stubenreinheitserziehung stubenrein". Und das trifft es auch ganz gut.

    Wenn er schläft, lasst ihn schlafen. Weckt den armen Kerl nicht aus dem Tiefschlaf. Wenn er nachts wach und unruhig wird, dann geht raus, stellt euch entspannt an die Lösestelle und nach 5min gehts wieder rein.

    Natürlich könnt ihr auch morgens oder tagsüber mal länger an der Lösestelle stehen, wenn ihr Lust habt. Aber wenn ihr dann die ganze Zeit nur denkt "macht er jetzt? und jetzt? vielleicht, wenn ich nochmal drei Zentimeter nach links gehe. Ohh, jetzt dreht er sich. Ne, pinkelt nicht. Hmm. Jetzt??", dann merkt er das. Und ich glaube, die Chance ist dann deutlich geringer, dass er pinkelt. Unter Stress/Erwartungen pinkelt es sich schlecht.


    Angebunden schlafen finde ich auch nicht optimal, da kann er sich schnell verheddern und dann wird es ungemützlich bis schmerzhaft. Dass er die Box nicht mag ist verständlich, es war ja gar keine Zeit da, die Box positiv aufzutrainieren. Meine Kleine durfte nachts den Schlafplatz einfach frei wählen, meistens lag sie eh vor dem Bett. Ihr könnt sonst auch eine größere Fläche vor dem Bett abtrennen, in der er sich frei bewegen kann. Da kann dann die Box (offen) rein, was zu trinken und eine gemütliche Decke.


    Durchfall kann verschiedene Gründe haben. Evtl das Futter, vielleicht das Wecken nachts, vielleicht der Umzugsstress... Behaltet das einfach erstmal im Blick.


    Denkt einfach nicht den ganzen Tag über die Stubenreinheit nach. Das stresst euch, das stresst ihn und niemandem ist geholfen. Bringt ihn raus, wenn er unruhig wird. Geht nach dem Spielen und Schlafen raus. Und dann wird das schon :gut:

    Balu, Berner Sennen Mix (*2015)

    Reika, Landseer (*2020)

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