Hundebegegnung beenden

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    Hallo liebes Forum,

    ich hab schon immer wieder hier ohne Account tolle Tipps finden können, die meinem Schäfermix und mir das Leben sehr erleichtert haben.

    Dennoch habe ich ein "Problem" bzw. eine Situation mit der ich nicht so recht umzugehen weiß.


    Im Freilauf ist mein Hund sehr gut abrufbar. Er läuft nicht zu anderen Hunden oder Menschen hin und hört auch auf "Langsam". Treffen wir nun auf andere Hunde läuft die Begegnung wie folgt ab.

    Meistens bleibt er zunächst stehen und beobachtet. Wenn der andere nicht losläuft, läuft er in einem sehr sprunghaften Gang rüber und macht kurz vorher einen kleinen Schlenker. Dann beschnüffeln sie sich an der Schnauze und am Hinterteil. Und dann kommt eine Spielaufforderung von ihm - er geht mit den Vorderkörper runter und springt um den anderen herum. Spielt der mit, ist alles gut.


    Spielt der nicht mit, wird mein Hund irgendwie komisch - ich kann das nicht so recht interpretieren. Oft laufen die anderen Hundebesitzer ja weiter und der nicht zum spielen aufgelegte Hund auch. Mein Hund läuft dann aber nicht mit mir weiter mit/bleibt nicht bei mir, sondern läuft dem fremden Hund hinterher. Wenn ich ihn dann rufe, kommt er auch nicht,. Erst wenn es ihm passt. Er ist dann immer sehr aufgeregt, dreht sich immer wieder um und schaut was der andere macht.

    Das ganze ist nur bei kurzen Hundebegegnungen der Fall. Läuft man kurz zusammen weiter, dann akzeptiert er, dass der andere nicht spielen will und beschäftigt sich anders. Das auseinander gehen ist dann auch überhaupt kein Problem mehr.


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Am Anfang habe ich viel versucht ihn super positiv zu belohnen wenn er wieder da war., also super Leckerli oder Spiel oder so. Aber irgendwie ist es ja mein Ziel, dass er gar nicht erst hinterherläuft. Die letzten Male habe ich ihn einfach am Geschirr gehalten. Er hat dann recht schnell akzeptiert, dass er nicht hinterher darf. Und sobald der andere Hund 30m weg war, hört meiner auch wieder gut und kann weiterlaufen. Nur so richtig gut fühlt sich das für mich auch nicht an.


    Vielleicht noch zum Hintergrund des Hundes: Er ist aus dem Ausland und wurde mehrfach gebissen. Er zeigt häufig recht dominantes Verhalten, aber wir haben das eigentlich gut im Griff. Bis Anfang Dezember waren wir zwei Mal wöchentlich in der Hundeschule. An der Leine verhält er sich inzwischen sehr ruhig und macht kein Theater bei anderen Hunden.


    Mir würde es sehr helfen, eine Erklärung für das Verhalten zu haben und vielleicht auch Lösungsvorschläge.


    Danke für Eure Unterstützung!

    Nora

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  • Hört sich danach an, als ob er antestet, ob er die anderen Hunde vertreiben kann und "genießt" das, wenn es klappt.

  • Wie alt ist dein Hund denn?

    Wie lange schon bei dir?


    Er läuft nicht zu anderen Hunden oder Menschen hin ... Treffen wir nun auf andere Hunde läuft die Begegnung wie folgt ab.

    Das widerspricht sich aber. In welchen Situationen läuft dein Hund denn nun zu anderen Hunden hin und in welchen nicht?

    Die letzten Male habe ich ihn einfach am Geschirr gehalten. Er hat dann recht schnell akzeptiert, dass er nicht hinterher darf.... Nur so richtig gut fühlt sich das für mich auch nicht an.

    Warum nicht? Ich finde das sogar sehr gut!

    Du must ihm ja irgendwie deutlich machen, daß er bei dir bleiben soll und nicht zum fremden Hund laufen.Das unerwünschte Verhalten verhindern ist der erste Schritt dazu.

    An der Leine verhält er sich inzwischen sehr ruhig und macht kein Theater bei anderen Hunden.

    Prima. Er kann es also im Prinzip. In welchen Situationen und unter welchen Voraussetzungen genau kann er es nicht? Siehe Frage oben.


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Am Anfang habe ich viel versucht ihn super positiv zu belohnen wenn er wieder da war., also super Leckerli oder Spiel oder so

    Wenn du ihn erst machen läßt und ihn dann belohnst, wenn er endlich genug hat und wieder zu dir kommt ist, belohnst du alles, was er vorher getan hat automatisch mit. Also das Hinrennen und Belästigen des anderen Hundes.

    Eine Riesenbelohnung wäre nur dann angebracht, wenn er hinstürmen will, du ihn abrufst und er sofort umdreht und zurückkommt. Oder besser noch, gar nicht erst losrennt.


    Dagmar & Cara

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  • Warum nicht? Ich finde das sogar sehr gut!

    Du must ihm ja irgendwie deutlich machen, daß er bei dir bleiben soll und nicht zum fremden Hund laufen.Das unerwünschte Verhalten verhindern ist der erste Schritt dazu.

    Für mich liest es sich so als ob der Hund „Hallo sagen“ gehen soll und man das gar nicht verhindern will.


    Aber...

    Meistens bleibt er zunächst stehen und beobachtet. Wenn der andere nicht losläuft, läuft er in einem sehr sprunghaften Gang rüber und macht kurz vorher einen kleinen Schlenker

    ... dieses Verhalten klingt für mich unhöflich und das würde ich ändern wollen.


    Warum lässt du ihn so zu anderen Hunden laufen?

    Das Rumgespringe muss auch nicht zwingend Spiel sein, sondern kann auch darauf deuten, dass dein Hund gar nicht weiß was er tun so und das eben seine Strategie ist um diesen Konflikt in dem er sich befindet zu lösen.


    Das hinterher rennen ist ebenfalls kein höfliches Verhalten und wenn mein Hund in solchen Situationen nicht hören würde, würde er an der Leine laufen.


    Ich bin ja Freund davon nur ausgewählte Kontakte zuzulassen, gemeinsam eine Runde zu gehen und ansonsten eben allein und ohne Kontakt zu laufen.


    Wenn du unbedingt Kontakt für deinen Hund willst, hilf ihm sich ruhig, entspannt und höflich anzunähern, Frontalbegegnungen sind mein absoluter Horror und das findet meine Hündin auch richtig doof.

  • Klingt für mich wie eine unsichere (daher erst fiddeln) Variante von Dominanz. "Du willst nicht spielen? Na gut, aber du gehst erst weiter, wenn ich es erlaube. " Von meinem Hund kenne ich es von früher, aus seiner Rüpelphase, dass er den anderen verbellt hat, wenn der für seinen Geschmack zu früh loslief, z.B. wenn sein Besitzer ihn gerufen hat. Für ihn war das Abchecken dann noch nicht fertig.



    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"
    Kurt Marti


    Sancho *12.12.2007

    • Neu

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  • Ich finde von deiner Beschreibung, dass sich dein Hund sehr unhöflich und unsouverän verhält. Ich würde es ganz einfach nicht zulassen, dass er zu fremden Hunden hinrennt und würde stattdessen für regelmäßige ausgewählte, souveräne Sozialkontakte sorgen. Diese wahllosen Begegnungen haben für niemanden einen Mehrwert.

  • Im Freilauf ist mein Hund sehr gut abrufbar. Er läuft nicht zu anderen Hunden oder Menschen hin und hört auch auf "Langsam". Treffen wir nun auf andere Hunde läuft die Begegnung wie folgt ab

    Das passt doch eigentlich nicht zu deiner folgenden Beschreibung, oder? :???: So wie ich es verstanden habe, entscheidet er allein, dass er einfach zu dem fremden Hund/Mensch hingeht (ein No-Go in meinen Augen!) und hört dann auch nicht auf dich. :ka:


    Mein Junghund würde auch einfach hinrennen, ab einem bestimmten Radius, aber er soll natürlich keine fremden Menschen und Hunde belästigen. Das finde ich sehr unhöflich und du weißt ja nicht, wie der andere Hund so drauf ist. Und weil meiner eben auch noch nicht hört in diesen Situationen, leine ich bei Hundesichtung einfach kurz an und danach wieder ab, fertig. Eine Schlepp wäre auch eine Variante, das zu üben.

  • Klingt am Anfang so, als ob er ein kleiner Kontrolletti wäre (was ja schäfertypisch und nicht per se verwerflich ist, wenn's gut kanalisiert ist). Das im Bogen auf andere Hunde zulaufen kann aber auch eine Beschwichtigung sein.


    Lässt sich dein Hund auch am Hinterteil beschnüffeln oder schnüffelt nur er?


    Belohnen würde ich ihn ausschließlich, wenn er sofort und ohne Umwege nach dem Abruf kommt, dann dafür aber ausgiebig und echt mit Party und so.


    Wenn du ihn rufst, er sich aber zuerst noch alles mögliche andere ansehen will und DANN erst kommt, würd ich es einfach übergehen und gar nichts machen. Ansonsten lernt er nur, egal was ich mach, solange ich irgendwann antanze und lieb schau, bekomm ich mein Leckerli ohnehin, oder zumindest Aufmerksamkeit, sprich: ich kann mein Frauli manipulieren.


    Parallel dazu würde ich intensiv am Grundgehorsam und der Impulskontrolle arbeiten. Fremdhundekontakte würde ich bis dahin gar nicht mehr zulassen und dann, wenn er sich quasi besser im Griff hat, beginnend mit souveränen und gut sozialisiert en Hunden, die ihm dann aber auch Mal eine Ansage machen dürfen, wenn er "komisch" wird.


    In Folge würde ich dann die Schleppleine dranmachen, wenn er nicht kommt, Schleppleine nehmen und kommentarlos aber zügig weggehen. Lass ihn gar nicht so weit kommen, dass er herumeiert. Du gibst die Richtung vor, du sagst mit wem er Kontakt hat, du sagst, Stimmung gefällt mir nicht, du bist zu aufgeregt, geh weg da. Alles ganz ruhig und ohne große Aufregung und nicht zu viel Druck machen.

  • Danke erstmal für die zahlreichen Antworten. Vielleicht hätte ich den Beginn einer Hundebegegnung besser erklären sollen.


    Also folgendes: Beide Hunde sind im Freilauf und sehen sich, bzw. zumindest sieht meiner den anderen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich kein Problem ihn abzurufen. Ich kann ihn dann auch problemlos ins Fuß nehmen bis ich vernünftig mit dem/der Besitzer*in klären kann, ob die zwei Kontakt haben dürfen. Wenn ja, haben wir ein Signalwort, bei dem er weiß, dass er hin darf. Dann die sprunghafte Näherung usw.



    Er ist 3 Jahre alt und ich habe ihn knapp über ein Jahr.


    Er lässt sich auch am Hinterteil beschnüffeln.


    Ich habe verstanden, dass Belohnen wenn er irgendwann kommt, ziemlich doof ist. Mein Gedankengang dahinter war, dass er vielleicht dann direkt da bleibt, wenn er weiß, dass es was spannenderes bei mir gibt. Aber ihr habt recht, wenn ihr sagt, dass ich das Verhalten davor dann mitbelohne.



    Ich bin nach wie vor irgendwie unsicher, ob ich ihm überhaupt Kontakt erlauben soll. Auf der einen Seite will ich nicht, dass er sich unangemessen verhält. Auf der anderen Seite habe ich schon auch das Gefühl, dass Kontakt zu Artgenossen wichtig ist. Oder etwa nicht?


    Mich würde interessieren wie SanchoPanza das gelöst hat. Kannst du dazu was sagen?

    Ansonsten gehen wir halt vorerst nur noch mit Hunden, mit denen er sich gut versteht längere Runden und meiden kurze Kontakte...

  • Ansonsten gehen wir halt vorerst nur noch mit Hunden, mit denen er sich gut versteht längere Runden und meiden kurze Kontakte...

    Halte ich für sinnvoll.


    Film Deinen Hund doch mal, dann kann man das noch besser einschätzen.

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