Beiträge von SherlyH

    Das kann gut sein, deswegen sollte man den Hund ja auch eigentlich erwachsen werden lassen und nicht vorher kastrieren , was natürlich nicht mehr geht. Baxter war 2,5 als der den Chip bekam und 3,5 als er kastriert wurde

    Naja, "erwachsen werden" ist relativ. :rollsmile: Bei Hündinnen empfiehlt man ja, bis nach der dritten Läufigkeit zu warten, und beim Rüden ist das Äquivalent dann so ca. 2 Jahre. Außerdem kann es auch sein, dass man zu spät kastriert, weil sich dann Verhaltensweisen bereits gefestigt haben. :ka: Bobby war 2 Jahre und 3 Monate alt, als wir den Chip setzen ließen.

    Ich bin gerade überrascht das sich ein Rüde noch viele Wochen später aufführt als hätte er noch alles dran

    Ja, mich hat das auch überrascht. :ugly: Allerdings habe ich im Internet einige Seiten gefunden, in denen es heißt, die hormonelle Umstellung - und damit auch die Verhaltensänderungen - können mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

    Wobei wir ja im Prinzip noch unter dem Chip kastrieren lassen haben, auch wenn der bereits auslief. Auf jeden Fall haben sich hier die Auswirkungen der Kastra nur sehr langsam gezeigt.

    War er vor dem Chip bzw vor der Kastration schon etwas sehr stark Rüdenhaft und auch unsicher?

    Bobby war vor dem Chip oversexed und dadurch draußen permanent gestresst, wodurch er ja auch schlimme Magenprobleme bekam, die nicht mehr weg gingen. Dann haben wir den Chip setzen lassen und er war - nach einer ziemlich krassen Erstverschlimmerung - endlich entspannt. Er hat immer noch geschüffelt und markiert, aber nicht mehr so manisch, sondern wie ein normaler Rüde. Mit anderen Hunden hat er souverän interagiert. Keine Spur von Unsicherheit. Also wir hatten wirklich keine negativen Auswirkungen durch den Chip, daher hatte ich erwartet, dass das auch für die chirurgische Kastra gilt.


    Ich nehme an, dass sein natürliches Testosteron-Level wirklich sehr hoch war (leider nie testen lassen), weswegen auch der Chip viel zu früh auslief - das hat man ja sonst eher bei größeren Rassen. Vielleicht ist bei ihm deswegen das hormonelle Auf und Ab auch heftiger und es dauert länger, bis sich alles einpendelt. :ka:

    Lustig, dass das Thema hier aufkommt, ist bei uns nämlich gerade wieder aktuell.

    Bobby hatte ja den 6-Monats-Chip, der leider schon nach 5 Monaten wieder auslief (obwohl er nur 8 kg wiegt). Weil die Wirkung des Chips so ausschließlich und deutlich positiv war, haben wir ihn am 6.12. kastrieren lassen.


    Was ich nicht wusste: Es dauerte bei uns echt lange, bis sich der Effekt der Kastra überhaupt bemerkbar machte. In den ersten Wochen danach dachte ich schon, der Hund hat sich schnell ein zweites Paar Eier wachsen lassen. :ugly:


    Auch heute, fast 8 Wochen später, ist Bobby noch deutlich rüdiger als unter dem Chip. Hinzu kommt leider das hier:

    Interessant ist, dass er nach der Kastration nochmal durch eine Unsicherheitsphase gegangen ist. Von heute auf morgen fand er auf einmal alle fremden Menschen draußen super gruselig. Das hat sich aber von alleine wieder gelegt.

    Ich bin mir allerdings auch nicht sicher, ob das wirklich mit der Kastration zusammenhing, oder einfach Zufall war

    Er ist momentan meeeeega unsicher. Sehr schreckhaft, draußen nur am Scharren und sich Schütteln. Er hat als Junghund noch nie andere Hunde angepöbelt und jetzt möchte er auf einmal damit anfangen. :fear: Ich hatte schon Schiss, dass das jetzt das Endergebnis der Kastra ist, aber es beruhigt mich sehr, dass es da anscheinend noch mal eine Unsicherheitsphase gibt. Er wird im März 3 Jahre alt, vielleicht spielt das auch mit rein.


    Ansonsten kann ich mir das hier aber auch gut vorstellen:

    Jetzt habe ich die Woche mit jemandem aus einer TA-Praxis gesprochen, die meinte, dass eine Kastration dann manchmal nicht den selben Effekt wie der Chip hat

    Auch wenn die chirurgische Kastra als "schlimmer" weil endgültiger empfunden wird, ist die Wirkung des Chips ja eigentlich krasser für den Körper, oder? Zumindest wird dabei eben komplett das ganze Testosteron blockiert, bei der normalen Kastra nur das aus den Hoden. Das kann bei wirklich hypersexuellen Rüden durchaus einen Unterschied machen, könnte ich mir vorstellen. :ka:


    Ich bereue die Kastra trotzdem absolut nicht, denn wir hatten ja sehr gute Gründe und haben uns das reiflich überlegt. Aber ich weiß nicht, ob ich vorher noch mal chippen würde, wenn die Situation so eindeutig ist wie in unserem Fall. Diesen Stress durch das hormonelle Auf und Ab hatte ich wirklich unterschätzt.

    Lustig, wie unterschiedlich die Vorlieben anscheinend sind, ob eigenes Auto oder Mietwagen. Hilft wohl nur selbst ausprobieren, was einem persönlich besser liegt. :ka:


    Ich habe übrigens mal geschaut interessehalber, weil ich ja gefragt hatte, wie man das dann logistisch am besten löst: Sixt vermietet auch in Frankreich und Großbritannien zum Beispiel, aber die Kosten sind nicht zu unterschätzen und dann kommt die Übernachtung, Essen etc. ja noch dazu.

    Da wäre ein Camper schon attraktiver, über den ADAC gibt's sowohl welche ab Deutschland als auch ab UK (also auch Rechtslenker). Da ging's dann bei etwa 2.000 Euro für drei Wochen los.

    Ja okay, dann fällt Zug wohl aus. :tropf: Ich fänd's auch mit Gepäck sehr schwierig, da müsste man dann ja ziemlich minimalistisch unterwegs sein.


    Ich denke, ich würde wohl erst mal eine Reise zum südlichen Teil der Insel wagen, um so ein bisschen anzutesten, wie es sich anfühlt mit Hund im UK. Und dann über den Eurotunnel, das scheint mir zeitlich die praktischste Lösung.


    An sich fände ich wohl schon einen Rechtslenker sicherer zum Fahren, aber wie macht man das dann mit der Ausleihe logistisch? Dann müsste man ja sein eigenes Auto auf dem Festland stehenlassen und im UK ein neues mieten oder wie? Oder mietet man das dann direkt in DE? Dann ist das Fahren hier ja wieder blöd.

    Rechtslenker hat im Linksverkehr Vorteile. Die Sicht auf den Verkehr ist besser, das linksfahren klappt quasi von allein und alles, was man durchs Autofenster erledigt (Tickets ziehen, Parkhausknöpfe drücken...), ist sehr viel unkomplizierter. Es hat aber auch Nachteile. Die Gangschaltung ist auf der falschen Seite (ich habe anfangs befürchtet, dass ich mal aus Versehen die Tür öffne statt zu schalten... ist aber nie passiert :roll: ), das ganze Fahrgefühl ist ungewohnt. Und es ist nie das eigene Auto. Ohne Hund hat mich das nicht gestört, aber mit (dreckigem) Hund würde ich mich nicht recht wohlfühlen im Leihwagen.

    Ja, das fasst das Für und Wider sehr gut zusammen. Aber was ist besser für jemanden, der generell noch nie mit dem Auto im UK unterwegs war? :denker:


    Eine Freundin ist die Strecke auch schon komplett mit dem Zug gefahren, aber das ohne Hund. Hat da jemand mit Hund Erfahrung?

    Gibt's hier noch Leute aus dem Berliner Norden? Wir wohnen in Pankow-Niederschönhausen, sind also in 10 min in Brandenburg und mobil mit dem Auto.

    Tendenziell auch eher für Leinenspaziergänge (vorerst), im Freilauf mit anderen Hunden dreht mein Pudel immer etwas auf. :hust: Er ist aber kastriert und sehr verträglich.

    Qualitativ war ich am meisten von Metzgers Heimtiernahrung überzeugt: https://metzgers-heimtiernahrung.de


    Allerdings haben die auch nicht immer alles da…

    Bei denen bestellen wir auch sehr gern! Vor allem liefern die nicht tiefgefroren, sondern gekühlt - aber sehr umweltfreundlich verpackt in Altpapierfasern. Ich mag auch, dass das ein Familienunternehmen ist, die selbst schlachten und das Fleisch regional beziehen.


    Alternativ nutzen wir Barfers Wellfood. Die Qualität ist da auch sehr gut, aber das Fleisch wird nicht regional bezogen, was ich nicht ganz so toll finde.