Welpe „tickt aus“, wenn er Menschen sieht

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    Hallo, ich bin‘s wieder :winken: Mit einer wieder spezifischeren Frage..und zwar:


    Cooper (14 Wochen, Malamute) tickt, wie im Titel erwähnt, komplett aus wenn er Menschen sieht. Besuch ist sowieso das Highlight schlechthin, da arbeiten wir grad an Methoden ihn umzulenken bzw zu beruhigen, aber ein großes Thema ist das auch draußen. Wenn wir Spaziergänger treffen auf unseren kurzen Ausflügen ist er total aufgeregt, springt in die Leine, grad, dass er keine Pirouette versucht und fiept auch ganz laut, wirklich nicht schön anzusehen. Das gibts auch bei anderen Situationen wo er unbedingt hin will aber nicht darf, aber Menschen - und vor allem Kinder! - sind der absolute Overkill.

    Unser Mittel der Wahl bis jetzt ist einfach nicht zu reagieren, wir bleiben ruhig stehen und irgendwann setzt er sich neben uns hin, das wird dann ganz stark belohnt. Das Problem hierbei sind dann noch dazu die Menschen, die meinen sie gehen - trotz Ansage unsererseits!! - auf ihn/uns zu, strecken die Hände aus und/oder locken ihn. Ich könnt wahnsinnig werden :wallbash: Und natürlich wenn wir uns bewegen geht das ganze halt weiter.


    Jetzt meine Fragen : 1. Macht es Sinn, diese Begegnungen forciert zu trainieren (mit Leuten die dann logischerweise nicht herkommen) oder ist das etwas, dass sich zumindest teilweise von selbst gibt? Und 2. wenn trainieren - wie? Habt ihr Tipps? Ist unsere Herangehensweise richtig oder ganz verkehrt?


    Würd mich über Antworten sehr freuen :gut:

  • Meine Gedanken:

    das Gegenteil von aufgeregtem Durchdreh-Overkill-Plüsch ist ein gechillter Hund. Das hab ich also als Ziel vor Augen. Schritte dorthin:


    - ich würde in Minieinheiten Entspannung konditionieren. Ohne Ablenkung, verschiedene Orte.

    - wenn er total aufgeregt ist, in die Leine springt, wart Ihr zu spät. Ihr wollt nicht "erst Aufregung, dann Ruhe", Ihr wollt gleich Ruhe. Also den Moment bestärken, in dem er noch gechillt ist. (Hinterfragen: ist er davor wirklich gechillt? Wenn nicht, ist diese Arbeit die Grundlage für alles spätere.)

    - stark belohnen heißt, er fährt hoch. Genau das wollt Ihr aber nicht. Also belohnen gerne, aber bitte nicht aufdrehen dabei.

    - wenn Menschen meine Hunde locken, werden bei Menschen in weiter Entfernung meine Hunde geblockt, bei Menschen, die uns zu nahe kommen, blocke ich die Menschen, und zwar sehr körperlich. Steuert jemand auf meine Hunde zu, stell ich mich sofort dazwischen und geh dem Menschen noch entgegen. Nicht wenige haben sich da schon erschrocken, weil sie in ihrer Vorwärtsbewegung plötzlich mir auf der Pelle hingen, nicht dem Hund. :lol: Manche werden das auch nicht verstehen, kann Euch herzlich egal sein.

  • Versuch mal zu reagieren, bevor dein Welpe (unerwünscht) reagiert. Also: du weißt, dein Welpe dreht durch, wenn er Menschen sieht, dann wirke sofort bei Menschensichtung auf deinen Welpen ein - da die Konzentrationsfähigkeit bei Welpen noch nicht sonderlich gut ist, würde ich mit Ablenkung arbeiten; z.B. Leberwurst aus der Tube.


    Mit der Zeit wird der Welpe sich so bei Menschensichtung schon von selber zu dir umorientieren, weil es dafür bei dir ja was Leckeres gibt.

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  • tassut @l‘eau danke vielmals für die Antworten!! Das klingt natürlich einleuchtend..da wir in einer sehr geselligen Siedlung wohnen wo IMMER ein Grüppchen draußen steht oder geht heißt das wohl Leberwursttube in der Hand beim Verlassen des Hauses und alle Augen (des Hundes) auf mich, werden wir morgen gleich mal probieren tears-of-joy-dog-face


    tassut ja Entspannung ist bei ihm im Allgemeinen ein riesiges Thema, da sind wir dran, wird dann sicherlich immer besser! Und das Blocken der Menschen - ja, also körperlich Blocken ist da eh schon die nettere Variante als das was mir heute eingefallen wäre. Wir sind auf der Wiese, daneben ist eine Straße dort gehen 3 Spaziergeher. Hund sieht die, will hin, ich bleib stehen, nach kurzem Gefiepe setzt er sich hin, ich steck ihm Kekse ins Maul und will warten bis sie vorbeigehen. Sie bleiben natürlich stehen, stellen Fragen, wollen hin, da sag ich Nein weil er muss das lernen, dass er nicht jeden anhüpfen/begrüßen kann. Kommt der Opa der Runde nicht ernsthaft auf die Wiese auf uns zu mit ausgestreckten Armen und meint Ach, ihn stört das nicht :ugly: Tja, Opi, ich dachte bei meinen Erziehungsversuchen jetzt auch nicht konkret an dich, aber gut...sein Enkel hat‘s dann abgewehrt und ihn zurückgepfiffen bevor‘s eskalierte (also, bevor ich eskalierte) :hilfe::lachtot:

  • Jaaaaaaaa, das Problem beim Anspringen ist, dass ganz viele Menschen da sagen, dass es sie nicht stört*/er das bei ihnen darf :roll:

    Ggf. kann es helfen, wenn du fragst, ob sie das immer noch so sehen, wenn dein Hund mal 30 kg (oder was wiegt so ein Malamut ausgewachsen?) wiegt, ihr mit Schlammpfoten vom Gassi daher kommt und das Gegenüber Sonntagskleidung trägt - bringt natürlich nur was bei Menschen, denen du regelmäßig über den Weg läufst.




    ____________________

    *Den Teil sage ich zwar auch oft, aber nur, damit die Halter sich nicht unnötig Stress machen. Weil manche Halter bei dem Thema echt kontraproduktiv hektisch werden und dann eher ein Fangenspiel entsteht als, dass die Halter dem Hund erklären, dass Anspringen doof ist.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Sein Papa wiegt zwischen 45 und 50kg, je nach Jahreszeit und wie gut‘s ihm grad schmeckt :hust: Ja das ist auch ein guter Spruch...ich sag mittlerweile immer leicht angesäuert, dass ich ja mit dem Hund leben muss die nächste Zeit und wenn sie meinen anspringen und locken ist so super dann bring ich ihnen den dann wenn er mir zu viel wird :bindafür:

    Ich freu mich traurigerweise echt schon auf Zeit, wo Cooper nicht mehr aussieht wie ein wandelndes Plüschtier..noch ein paar Zentimeter und Kilo mehr und ich hoffe die Ersten weichen aus :lachtot:

  • Ohne deinen Jund zu kennen wage ich zu behaupten, dass sich sehr viel von dem Verhalten von selbst legt. Klar, ihr müsst es in die richtigen Bahnen lenken, aber ruhiger und weniger aufgeregt wird Hundi vermutlich von selbst (ausser man fördert aktiv das Gehibbel- was ihr ja aber nicht tut).

    Ich würd mit Tube arbeiten oder mit ganz vielen kleinen Leckerlies, die auf den Boden gestreut werden. Beides hat zwei Vorteile: Hundi ist auf etwas anderes konzentriert und sowohl schlecken als auch Nasenarbeit fahren runter. Nach und nach könnt ihr dann weniger "locken" sondern erwünschtes Verhalten nur noch belohnen. Aber dafür muss er erstmal lernen, was genau erwünschtes Verhalten ist, weswegen ich bereits früh (also wenn Passanten noch weit weg sind) Kekse oder Tube anbieten würde.

    Zum Anspringen selbst hat hier extrem geholfen, dem Hund erst dann Aufmerksamkeit zu schenken, wenn er sitzt. Anfangs aktiv gefordert, später hats der Hund dann selber angeboten. Bei Fiepen, hochstehen etc. gab es pures Ignorieren. Kommt aber natürlich darauf an, was genau den Hund motiviert hochzustehen.

    Ich wär bei betatschenden Menschen GANZ deutlich, z.B. ein :"Lassen Sie das". Ohne gross sich zu entschuldigen oder so. Weil du schuldest gar niemandem nichts. Und dein Welpe schon gar nicht.

    Braucht etwas Mut aber ich finde es lohnt sich. Und die Blicke der Leute sind Gold wert:headbash:

  • Ich würde mich da gar nicht aufhalten.

    Warum? Hund entscheidet, dass er die Leute aufregend finden will. Das ist mir schon eine Entscheidung zuviel. Ich würde davor eingreifen und umlenken. Beispiel: du gehst auf eine Gruppe zu oder dir kommt jemand entgegen, also du kannst absehen, dass dein Hund reagiert. Bevor er das tut, lenkst du um (WEIHNACHTEN, OSTERN, GEBURTSTAG, HACKFLEISCH, LEBERWURST, alles zusammen - er muss sich vorkommen wie im Himmel) und setzt deinen Weg woandershin fort, immer den Hund bei dir mit Hack, Käse etc.

    Jede statische Situation führt unweigerlich zu "achgott ist der süß".... Hund zieht an der Leine (wollen wir nicht, können aber JETZT auch nicht mehr wirklich viel machen), ... "nadu düdeldutzidutzi"... Hund fühlt sich bestätigt... etc pp. Sitzen UND Aufmerksamkeit bei dir, wenn doch der tolle MENSCH noch in direkter Nähe ist, finde ich sehr viel verlangt. Hast du ja heute mit dem "Opa" schon bemerkt. Und dann brauchst du auch nicht blocken, sondern bleibst proaktiv.

    Findste nicht?

    -s-

  • Bei meinem Junghund Geri hat sich das mit der Zeit von selbst gelegt. Mit 14 Wochen ist alles eben noch total aufregend...


    Ablenkungsmanöver mit Leckerlis - bei uns sein heissgeliebtes Bei-Fuß Spiel ? - wirken bei ihm in so aufregenden Situationen übrigens nur wenn vorher eingeübt (in ruhigen Momenten ohne Ablenkung), sonst hat er für Leckerlis nämlich wenig Kopf wenn da ein lachendes Kind auf ihn zuläuft... Da muss schon was Tolleres zusätzlich zum Essen hin (zum Beispiel bei Fuß gehen ?).


    Edit: ich erzähle hier nur von dem einen unserer Junghunde, weil der andere so gut wie nie so überdreht, weder bei Leuten noch bei Hunden, sprich da gibt es im Bezug auf das Thema weniger zu berichten.

  • Ich mach das anders, da ich denke, dass sich der Hund durch das Stehenbleiben da noch mehr reinsteigert.

    Ich nehm die Leine so kurz wie möglich, den Hund eng an meinem Bein auf die abgewandte Seite und geh dann kommentarlos vorbei. Je nachdem wie sich der Hund dabei aufführt, lobe ich ihn während des Vorbeigehens oder eben nicht.

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