Hund verteidigt mich und mein Zimmer

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    Hey :winken:


    Ich brauche bitte Hilfe mit meinen/unseren Familienhund.


    Es geht um Bowser, er ist ca. 2 Jahre alt und ein Mischling aus dem Tierheim. Wir haben ihn vor etwa 6 Monaten adoptiert. Bowser hat sich irgendwie von Anfang an auf mich fixiert. Er hat bei mir im Zimmer geschlafen, hört am besten auf mich. Wir trainieren viel gemeinsam an Tricks, ich übernehme den Großteil der Spaziergänge usw. An und für sich finde ich das toll, weil ich Hunde sehr liebe. Wir hatten vor Bowser eine eher gleichgültige Familienhündin, die hauptsächlich auf meine Eltern fixiert war, deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich mit dem neuen Hund so viel machen kann und er so toll alles mit mir mitmacht.


    Nun haben sich aber Probleme ergeben. Wenn Bowser bei mir im Zimmer ist verteidigt er es gegen andere Familienmitglieder und auch Freunde. Wenn wir zusammen im Zimmer sind, bellt er alle an die reinkommen wollen. Er beißt nicht oder so, aber er bellt und knurrt ziemlich beeindruckend. Das macht vor allem meiner kleinen Schwester große Angst. Wenn ich Bowser aus meinem Zimmer aussperre liegt er davor und lässt niemanden hinein. Selbst wenn sich Leute meinem Zimmer nähern bellt er schon. Er macht das wirklich nur bei meinem Zimmer, wenn wir sonst Gäste haben, die einfach ins Haus wollen ist das gar kein Problem.


    Das zweite Problem, dass erst seit kurzen auftritt ist, dass er auch mich verteidigt. Wenn ich z.B. mit meinen Eltern streite und es lauter wird, bellt und knurrt er meine Eltern an. Wir müssen ihn bei jeder Diskussion aussperren, weil er sonst komplett durchdreht, wenn jemand seine Stimme gegen mich erhebt. Mich hat er noch nie angebellt oder angeknurrt, deshalb denke ich, dass er tatsächlich mich verteidigen möchte. Oder sehe ich das falsch?


    Vor 2 Tagen gab es einen Streit zwischen mir und meiner kleinen Schwester wegen irgendeinen Blödsinn hat sie geheult und mich angeschrien. Bowser hat dann das erste mal auch sie angeknurrt. Meine Eltern sind sehr besorgt und meine Schwester hat mittlerweile Angst vor unserem Hund. Ich liebe Bowser sehr und habe Angst, dass meine Eltern ihn abgeben möchten deswegen.


    Wie kann ich am besten mit diesen Problemen umgehen? Könnt ihr mir helfen?

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  • Und dir gefällt es, dass er dich verteidigt?

    Kommt so leicht unterschwellig durch.


    Verbiete es ihm, du bist nicht seine Ressource.


    Vielleicht wäre es sinnvoll, ihn an einen Maulkorb zu gewöhnen.

    Aber vor allen Dingen solltet ihr einen Trainer zu euch nach Hause bestellen, der sich die Sache anschaut und euch zeigt, ob und wie ihr richtig mit diesen Situationen umgeht.

    Auf keinen Fall so weitermachen, das wird vermutlich eher noch schlimmer, von selbst wird sich Hund nicht zurücknehmen.

    Es grüßen Schneewittchen und die beiden Zwerge
    Silver, die stets gut gelaunte wilde Aussi-Hilde
    Pumuckl & Amun, das quirlige Schopfi-Power-Duo

  • Hi,


    Darf ich fragen, wie alt Du bist?


    Letztlich müsst Ihr Bowser klarmachen, dass er Dich oder Dein (sein?) Zimmer nicht zu verteidigen, zu schützen und zu kontrollieren hat. Und dass Ihr Zwei kein Team gegen den Rest der Welt seid. Und das bedeutet einige Veränderungen, die die Menschen im Haus gemeinsam angehen müssen, so wie jetzt kann das nicht bleiben.


    Ich rate hier auch zu einem kompetenten Trainer, sich das anschaut und Euch berät.

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  • Naja, wirklich gut finde ich das nicht. Klar, es ist für mich ein Zeichen, dass ich ihm besonders wichtig bin, aber es ist doch eher etwas negatives, weil ich Angst habe, dass es weiter eskaliert und sollte er doch irgendwann beißen wäre das eine Katastrophe.


    Ich kann es ihm leider nicht verbieten. Sobald er sich da reinsteigert hört er erst wieder auf wenn die Menschen, die er anbellt weg sind. Ich kann mich auf den Kopf stellen, nein sagen, ihn anschreien, ihn schubsen, der hört da null auf mich :verzweifelt:


    Ich werde mit meinen Eltern reden und fragen ob wir einen Trainer holen können. Ich weiß aber nicht ob die das so gut finden, mal sehen.


    Danke auf jeden Fall für deine Antwort!

  • Anschreien und Schubsen ist da auch nicht sehr sinnvoll.

    Der denkt, du bist sein Eigentum und er kann über dich bestimmen und so wie du dich ihm gegenüber verhältst (hilflos, das zeigt das Anschreien und Schubsen) verstärkt sein Verhalten immer mehr.

    Da MUSS ein Trainer her, sonst dauert es m.E. bis zum ersten Beissvorfall nicht mehr lange.

    Grüße aus Niederbayern von mir und Dackelmädchen Sina.

    Im Herzen:

    DSH Dorli, Eyka, Falko und Una

    Dackel Benny und Tamy

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Darf ich fragen, wie alt Du bist?

    Ich bin 16.


    Letztlich müsst Ihr Bowser klarmachen, dass er Dich oder Dein (sein?) Zimmer nicht zu verteidigen, zu schützen und zu kontrollieren hat. Und dass Ihr Zwei kein Team gegen den Rest der Welt seid. Und das bedeutet einige Veränderungen, die die Menschen im Haus gemeinsam angehen müssen, so wie jetzt kann das nicht bleiben.

    Ja, dass es nicht so bleiben kann, sehe ich auch so. Aber welche Veränderungen genau meinst du? Im Sinne von die anderen Familienmitglieder mehr einbeziehen? Wäre es besser wenn sich alle gleich um ihn kümmern würden, damit er nicht so sehr auf mich fixiert ist? Das haben wir nämlich versucht. Ich versuche immer meine kleine Schwester (sie ist 7) einzubeziehen, damit Bowser merkt, dass sie keine Gefahr ist und sie auch sieht, dass sie keine Angst haben braucht. Aber ich glaube er nimmt sie nicht für voll. Auf meine Eltern hört er so mittelmässig, aber wenn ich zuhause bin, sind alle anderen für ihn eher Luft.

  • Anschreien und Schubsen ist da auch nicht sehr sinnvoll.

    Der denkt, du bist sein Eigentum und er kann über dich bestimmen und so wie du dich ihm gegenüber verhältst (hilflos, das zeigt das Anschreien und Schubsen) verstärkt sein Verhalten immer mehr.

    Da MUSS ein Trainer her, sonst dauert es m.E. bis zum ersten Beissvorfall nicht mehr lange.

    Ich weiß, dass es nicht toll ist. Aber manchmal passiert es aus Verzweiflung heraus, dass ich etwas lauter oder grober werde. Also ich schlage ihn niemals oder so, aber der ein oder andere Schubser oder Schrei kommt vor, weil ich dachte, dass ihn das vielleicht aus der Situation rausholt und irritiert, aber nö, bringt nix.

  • Ihn Abzubrechen würde auch nur was bringen wenn er dich respektieren würde, das scheint nicht der Fall zu sein. Er behandelt dich eher als Ressource.


    Ich würde da auch zu nem Trainer raten. Ich denk da gehören für den Hund klare Regeln im Zusammen leben hin. Da gehört die ganze Basis mal angeschaut. Lässt er sich überhaupt irgendwas verbieten, wer entscheidet wer sich wann wohin bewegt. Wie orientiert er sich draussen an dir, wie Leinenführig ist er. Etc etc etc ... und ihn vorsorglich an einen Maulkorb zu gewöhnen würde sicher nicht schaden.


  • Naja, ein erster Schritt, Deine Familienmitglieder in den Augen eures Hundes aufzuwerten und Dich ein bisschen zu "downgraden", wäre, dass sie, d.h. im Moment wohl am ehesten Deine Eltern und nicht Deine kleine Schwester - und bis auf weiteres nur sie - die Spaziergänge übernehmen. Dass nur sie ihm das Futter bereitstellen usw. Das wäre jedenfalls auf oberflächlicher Ebene eine naheliegende Maßnahme. Aber wie Du ja selbst erkennst, habt ihr auch noch keine wirkliche Idee davon, wie ihr euren Hund erziehen wollt. Das wäre mE der tiefer gelegene Lösungsansatz.


    Kannst Du mal ein bisschen beschreiben, wie die Entwicklung so im einzelnen war? Wie war es zu Beginn, wie hat es sich allmählich verändert?

  • Ich finde ja, deine kleine Schwester hat ein gutes Gespür, denn ihre Angst ist durchaus berechtigt... Dein(/Euer Hund bellt und knurrt bereits - da ist es bis zum Beißen möglicherweise nicht mehr allzu weit. Ich persönlich würde sie nicht einfach so einbeziehen, um ihr zu zeigen, dass sie keine Angst zu haben braucht. Da würde ich einen Trainertermin abwarten.


    Das wollte ich nur kurz einwerfen.


    Ansonsten würde ich unbedingt vorsichtshalber mit dem Maulkorbtraining beginnen. Woher kommt ihr (habe ich es vielleicht überlesen?)? Dann kann jemand vielleicht eine Trainerempfehlung geben.

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