Plötzlich extremer Jagdtrieb

  • Also, zwei Mal am Tag "öde" Gassi ist bei uns normaler Alltag. Da muss ich dann schon auch gucken, dass die Runden nicht zu lang sind. Vier mal die Woche dürfen sie Traben, zwei mal am Rad, zwei Mal jogge ich.

  • Hetzen ist auch Jagderfolg. Die Glückshormone werden ausgeschüttet, egal ob der Hund den Hasen erwischt oder nicht. Dasselbe gilt für andere Arten des Jagens, wie Spuren verfolgen, Mäuseln usw. Das ist alles bereits stark selbstbelohnend. Erwischt man das Jagdobjekt, ist das allenfalls wie die Sahne auf dem Kuchen: ist schön, der Kuchen schmeckt aber auch so.


    Dagmar & Cara.

  • Okay, das ist ein guter Maßstab, ich danke dir sehr!!!

    Dann werden wir erstmal auf zweimal "öde" Gassi am Tag reduzieren und schauen, ob das neben dem sonstigen Alltag vielleicht schon reicht und ich viel zu viel Action zusätzlich geboten habe (da tappt man am Ende genau in die Fallen, die man immer vermeiden wollte...). *Grmpf* :dead:

  • Bei unserer Hündin kam der 'richtige' Jagdtrieb auch erst mit ca. 3-4 Jahren - davor haben wir das ignorieren von auffliegenden Vögeln etc. bestärkt, sie hatte da auch gar kein großes Interesse, sie konnte im Wald abgeleint sein.


    Als wir mal in Hamburg zu Besuch waren, wollte sie da den Hasen hinterher - aber es ging - also sie ist nicht völlig ausgeflippt, wenn wir später da nochmal vorbeigegangen sind oder so.


    Tjo - mittlerweile kann man sie leider im Wald nicht mehr ableinen - und auch am Fluss nicht, da sie da den Enten ewig hinterherrennen würde.

    Sie hat leider auch schon Rehe gejagt - wie gesagt - seitdem wird sie im Wald+am Fluss nicht mehr abgeleint - da wir aber hier auch nicht 'regelmäßig' Wild treffen, ergibt sich da auch wenig Gelgenheit zum Üben.


    Demnach beschränken wir uns auf Management und frei laufen darf sie nur in sehr ausgewählten Gebieten (da ist es wieder eine Vorteil, dass in der Großstadt am Tag das Wild eher nicht mitten auf der (sehr großen) Hundewiese o.Ä. steht) und auch nur, wennn sie in der 'richtigen' Grundstimmung ist (d.h. nicht mit allen Sinnen woanders o.Ä.).


    Das muss bei Euch auch nicht so sein, bei Eurem Hund stecken vermutlich auch andere Rassen als bei unserer drin - aber es gibt tatsächlich den 'sehr späten' Jagdtrieb, der sich entwickeln kann - und unsere hat nicht mal Mäuse gejagt vorher...


    Achso - nach so einem 'Jagderfolg' (Hetzen) - braucht der Körper nen Weile, um wieder runterzufahren - evtl. würde ich auch erstmal ne andere Strecke gehen, so dass sich das Gemüt erstmal etwas beruhigen kann und sie nicht gleich immer erinnert wird daran, dass da ja der tolle Ort war.

  • Ich finde das einen sehr spannende Thread, hänge mich da mal mit rein.

    Was mir noch spontan durch den Kopf geht:

    Bei allen Hunden, mit denen ich längerfristig zu tun hatte, auch meiner eigenen Hündin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie im Herbst viel mehr mit Schnüffeln beschäftigt sind. Könnte es nicht unter anderem auch daran liegen, dass jetzt mehr Wildtiere unterwegs sind? Weil zumindest bei uns in den Wäldern merkt man extrem, dass viel mehr Eichhörnchen und Vögel am Boden unterwegs sind. Vieleicht ist das bei Jessa ein Mitgrund?

  • Könnte der Vorfall, worüber Du im anderen Thread geschrieben hattest, eine Ursache zu diesem Problem sein?


    Manchmal ist es ja schon so, daß vermeintlich verschiedene Dinge, doch irgendwie zusammengehören und dann daraus erst das große Ganze entsteht :ka:

  • Ich finde das einen sehr spannende Thread, hänge mich da mal mit rein.

    Was mir noch spontan durch den Kopf geht:

    Bei allen Hunden, mit denen ich längerfristig zu tun hatte, auch meiner eigenen Hündin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie im Herbst viel mehr mit Schnüffeln beschäftigt sind. Könnte es nicht unter anderem auch daran liegen, dass jetzt mehr Wildtiere unterwegs sind? Weil zumindest bei uns in den Wäldern merkt man extrem, dass viel mehr Eichhörnchen und Vögel am Boden unterwegs sind. Vieleicht ist das bei Jessa ein Mitgrund?

    Bei uns ist es genau umgekehrt. Bei uns ist Pumuckl der Jäger, nicht immer, aber zu bestimmten Zeiten mehr und dann mal wieder weniger. Und seine Hochsaison ist das zeitige Frühjahr, wenn die Hasen herumhüpfen.

    Aber warum nicht, wenn ein anderer Hund andere Prioritäten/jagdliche Vorlieben hat, kann es schon am Herbst liegen.

  • Bei uns ist die interessante Zeit im Februar - dann sind die Hunde etwas gaga wenn sie Wild sehen :ka: Den Rest des Jahres ist zumindest mein Rüde entspannt.


    Natürlich kann man da etwas machen, ihr solltet nur die Ursache rausfinden. Es kann einfach Jagdtrieb sein oder die Maus kanalisiert mit diesem Verhalten irgendetwas. Meine jetztige Pflegemaus ist so eine, geht die Nase auf den Boden und sie verfolgt wie irre eine Spur ist das ein eindeutiges Zeichen das sie überfordert ist. Ich glaube an Wild hat sie überhaupt kein Interesse , sie weiß nur einfach nicht wohin mit sich. Die hat hier eine Woche Schlaftherapie bekommen und seither ist sie viel ruhiger und sehr gut ansprechbar.

  • Das muss bei Euch auch nicht so sein, bei Eurem Hund stecken vermutlich auch andere Rassen als bei unserer drin - aber es gibt tatsächlich den 'sehr späten' Jagdtrieb, der sich entwickeln kann - und unsere hat nicht mal Mäuse gejagt vorher...


    Achso - nach so einem 'Jagderfolg' (Hetzen) - braucht der Körper nen Weile, um wieder runterzufahren - evtl. würde ich auch erstmal ne andere Strecke gehen, so dass sich das Gemüt erstmal etwas beruhigen kann und sie nicht gleich immer erinnert wird daran, dass da ja der tolle Ort war.

    Ich hoffe nicht, dass sich das festigt und dann bleibt :verzweifelt:

    Erstmal andere Strecken mit weniger Wild gehen war auch meine Idee, das werde ich jetzt auch vorerst tun. Geht aber natürlich nicht auf Dauer, zumindest nicht in unseren Gefilden hier :muede:

    Ich finde das einen sehr spannende Thread, hänge mich da mal mit rein.

    Was mir noch spontan durch den Kopf geht:

    Bei allen Hunden, mit denen ich längerfristig zu tun hatte, auch meiner eigenen Hündin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie im Herbst viel mehr mit Schnüffeln beschäftigt sind. Könnte es nicht unter anderem auch daran liegen, dass jetzt mehr Wildtiere unterwegs sind? Weil zumindest bei uns in den Wäldern merkt man extrem, dass viel mehr Eichhörnchen und Vögel am Boden unterwegs sind. Vieleicht ist das bei Jessa ein Mitgrund?

    Es ist definitiv aktuell mehr Wild unterwegs bzw.zu sehen als im Frühling und Sommer. Und im letzten Winter hatten wir sie ja noch nicht lange, da war sie noch angeleint und hatte andere Sorgen ;)

    Ein ganz klein wenig habe ich daher auch die Hoffnung, dass es jetzt eben gerade Wild-Hochzeit ist und es bald wieder besser wird.... einen Oktober hatten wir schließlich noch nicht mit ihr :tropf:

    Könnte der Vorfall, worüber Du im anderen Thread geschrieben hattest, eine Ursache zu diesem Problem sein?


    Manchmal ist es ja schon so, daß vermeintlich verschiedene Dinge, doch irgendwie zusammengehören und dann daraus erst das große Ganze entsteht :ka:

    Du meinst die Sache mit dem Stromzaun und/ oder dem Erschrecken beim Ausritt?


    Hm ich glaube nicht, dass das zusammenhängt. Zumal sie sowohl am Stall als auch am Pferd langsam aber stetig wieder besser wird. Gerade heute ist sie wieder fröhlich hüpfend mit mir zur Wiese gegangen (wäre vor ein paar Wochen nicht dran zu denken gewesen). Aber vielleicht gewinnt sie dadurch soviel Sicherheit und Selbstvertrauen, dass sie sozusagen auch im Feld übermütig wird? :denker: Wer weiß...

    Ich finde das einen sehr spannende Thread, hänge mich da mal mit rein.

    Was mir noch spontan durch den Kopf geht:

    Bei allen Hunden, mit denen ich längerfristig zu tun hatte, auch meiner eigenen Hündin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie im Herbst viel mehr mit Schnüffeln beschäftigt sind. Könnte es nicht unter anderem auch daran liegen, dass jetzt mehr Wildtiere unterwegs sind? Weil zumindest bei uns in den Wäldern merkt man extrem, dass viel mehr Eichhörnchen und Vögel am Boden unterwegs sind. Vieleicht ist das bei Jessa ein Mitgrund?

    Bei uns ist es genau umgekehrt. Bei uns ist Pumuckl der Jäger, nicht immer, aber zu bestimmten Zeiten mehr und dann mal wieder weniger. Und seine Hochsaison ist das zeitige Frühjahr, wenn die Hasen herumhüpfen.

    Aber warum nicht, wenn ein anderer Hund andere Prioritäten/jagdliche Vorlieben hat, kann es schon am Herbst liegen.

    Hach, das wäre ja ehrlicherweise meine favorisierte Lösung :pfeif: Dann wäre es einfach bald wieder vorbei und sie wieder so wie früher :verzweifelt:

    Bei uns ist die interessante Zeit im Februar - dann sind die Hunde etwas gaga wenn sie Wild sehen :ka: Den Rest des Jahres ist zumindest mein Rüde entspannt.


    Natürlich kann man da etwas machen, ihr solltet nur die Ursache rausfinden. Es kann einfach Jagdtrieb sein oder die Maus kanalisiert mit diesem Verhalten irgendetwas. Meine jetztige Pflegemaus ist so eine, geht die Nase auf den Boden und sie verfolgt wie irre eine Spur ist das ein eindeutiges Zeichen das sie überfordert ist. Ich glaube an Wild hat sie überhaupt kein Interesse , sie weiß nur einfach nicht wohin mit sich. Die hat hier eine Woche Schlaftherapie bekommen und seither ist sie viel ruhiger und sehr gut ansprechbar.

    Ich werde sie auf jeden Fall mal deutlich runterfahren vom Pensum und schauen, ob sich etwas ändert.


    Vielen lieben Dank euch allen für euren Input!!! :herzen1:


    Für mich bricht bei sowas immer eine kleine Welt zusammen. Wenn es dem Hund nicht gut geht oder was nicht gut läuft, geht's mir auch nicht gut... das schleppe ich immer mit und kann mich an nichts so richtig mehr freuen. Obwohl es manchmal im Vergleich vielleicht nur kleine Probleme sind :ka:

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