Hat jemand Erfahrungen mit Sascha Bartz gemacht?

  • Querlesen in seinen Büchern reicht schon.


    Du brauchst auf jeden Fall seine "Zauberleine" (Retrieverleine ohne Stopp) und dann das übliche... Alphawurf, Rudelgedöns, viel Testosteron... der Hund darf nichts mehr außer atmen.

  • Also ich für meinen Teil find’s meist spannender, mich inhaltlich mit einem Ansatz auseinanderzusetzen, der mich zum Widerspruch reizt - oder bei mir jedenfalls ordentlich Initialneugier auslöst, als mich an der Person abzuarbeiten, die diesen Ansatz vertritt. Wird mir schnell öde.


    Und was ich irgendwie eigenartig denkgeängstigt finde, sind Urteile, die damit kokettieren, das, was man als Blödfug abtut (den es nicht mal zu diskutieren lohnt), auf Inhaltsebene nicht genau zu kennen und bittedanke nicht kennen zu wollen, weil schon die ansatzweise eingehende Auseinandersetzung mit den fraglichen Thesen, Ideen und Argumenten zuviel der Würdigung (des Autors) wäre.



    @ Rosilein:



    Rosilein, ich kann Deinem Beitrag einiges abgewinnen. Auch wie Du herausarbeitest, dass der Versuch einer trennscharfen - begrifflichen - Unterscheidung von Konditionieren und Erziehen nur schwerlich Sinn ergibt, wenn man die Verhaltensauswirkung jedweder Art von Verhaltenseinwirkung und wie sie prozessural vonstatten geht (per Automatismen, Routinen, Rituale, die sich neuronal bahnen usw.) im Fokus der Betrachtung hat. Ich will schauen, dass ich irgendwann mit mehr Zeit genauer auf Deine Überlegungen eingehe.


    Wie Du ihn hier allerdings freihändig einsortierst,




    Aber ja, die elitäre Komponente zieht magisch Menschen an. Gurus finden immer ihre Jünger. Dabei spielt es nicht mal eine Rolle, ob sie noch klar bei Verstand sind, ob ihnen das Wissen fehlt (i.d.F. zum Gehirn). Es reicht, wenn sie von sich überzeugt sind. Egal, wie krude eine Idee auch ist, finden sich immer Anhänger. Hauptsache Elitär-"Wissen". Hat uns Barbara auch nicht anders gemacht, oder Scientology. Es eint sie der "Stein der Weisen" und die Veränderung von Sprache. Und egal, ob tatsächlich nur Anhänger oder Sekte, sie alle zielen auf das Geld der anderen ab. Und es finden sich immer welche, die das Bedürfnis erfüllen. Je teurer, desto interessanter werden sie.




    deckt sich nicht mit meinem Eindruck von Bartz. Ich nehme ihm bis auf weiteres ab, dass er die Kontroverse in Hundetrainings- und/oder erziehungsfragen mag. Er schreibt das in einem Blogeintrag (ich kam mit dem Lesen jetzt erst bis Nr. 80) recht unmissverständlich




    https://www.hundetrainer-bartz.de/81-der-pygmalion-effekt




    Dazu bedarf es nur zweier Bedingungen: Sie sollten sachlich formuliert sein und den ernsthaften Willen nicht vermissen lassen, konstruktiv an einer Wahrheitsfindung teilhaben zu wollen. Meine Erkenntnisse, die ich hier zur Diskussion stelle, will ich bekanntlich nicht als alleingültige Wahrheit oder gar Dogma verstanden wissen, sondern als Beitrag zur Falsifikation bestehender Theorien der Hundeerziehung; zu der sich im Übrigen jeder verpflichtet sehen sollte, der eine Theorie, Hypothese oder gar nur eine These formuliert oder vertritt. Der Verhaltensforscher Konrad Zacharias Lorenz hat es einmal treffend formuliert:


    “Die meisten von uns – dessen müssen wir uns bewusst sein – lieben ihre Hypothesen, und es ist, wie ich einmal sagte, eine zwar schmerzhafte, aber jung und gesund erhaltende Turnübung, täglich, gewissermaßen als Frühsport, seine Lieblingshypothese über Bord zu werfen.”


    Da auch ich mir dieses Problems bewusst bin, seinen eigenen Hypothesen gegenüber zu schnell den kritischen Blick zu verlieren, denn sie sind meistens das Ergebnis langjährigen Bemühens, die man nicht so gerne bereit ist, über den Haufen zu werfen, bin ich dankbar für jeden Diskussionsbeitrag, der mich zwingt, mich immer wieder aufs Neue mit ihnen auseinanderzusetzen und ihre Gültigkeit zu hinterfragen.


    Aber es gibt noch weitere Gründe, warum ich kontroverse Diskussionsbeiträge begrüße: Sie sind nicht selten Quelle neuer Themen, auf die ich dann in meinen Beiträgen eingehen kann. Und sie sind für mich auch ein wichtiger Indikator, ob ich mich verständlich oder eventuell missverständlich ausgedrückt habe.




    Diese grundsätzliche Bereitschaft, Kritik an einem Konzept, das man sich in Länge und Tiefe erarbeitet hat, begründet für plausibel hält und an dem man nicht wenig „hängt“, nicht nur zuzulassen, sondern regelrecht einzuladen, um ihre Fallibiltät zu prüfen, ist mir nahe und zum jetzigen Zeitpunkt von ihm erstmal glaubhaft vorgebracht. Und für mich der beste Grund, mir eine/n Hundetrainer/in und was er im Angebot hat, genauer anzusehen.

    Wie gesagt, ich bin auf den Typen erst gestern zufällig gestoßen und hab erst sieben, acht Blogbeiträge seiner Seite gelesen. Mal sehen, was ich in ein paar Tagen von ihm halte. ;)

  • @ Leine:



    Querlesen in seinen Büchern reicht schon.


    Du brauchst auf jeden Fall seine "Zauberleine" (Retrieverleine ohne Stopp) und dann das übliche... Alphawurf, Rudelgedöns, viel Testosteron... der Hund darf nichts mehr außer atmen.

    Ich hab bisher noch keines seiner Bücher gelesen. Klasse wäre, wenn Du einen Link hättest, in dem das, was Du schreibst, nachlesbar zu finden ist.


    „Rudelgedöns“ findet er, soweit es sein Blog hergibt, wohl nicht so prall:




    https://www.hundetrainer-bartz…-der-hund-unser-boss-sein



    [Auszug:]



    In diesem Fall ging es darum, was zu tun sei, wenn der Hund der Boss sein wolle und sein daraus resultierendes Verhalten störe.


    Ich will mich an dieser Stelle jedoch gar nicht direkt zu den Ratschlägen äußern, die dort als vermeintliche Lösung angeboten werden, sondern die Formulierung aufgreifen „Wenn der Hund unser Boss sein will“ und versuchen, deren irreführende Botschaft zu analysieren und damit indirekt zumindest einen Teil der Ratschläge ad absurdum führen. In einer solchen Botschaft ist nämlich auch begründet, warum so viele Versuche, einen unerzogenen Hund erziehen zu wollen, scheitern bzw. sogar scheitern müssen.



    Immer mal wieder höre ich davon oder werde wie in diesem Fall von Kund*innen darauf hingewiesen, dass vermeintlich kompetente Hundetrainer argumentieren, aggressives Verhalten eines Hundes sei darin begründet, dass er danach strebe, „der Chef sein zu wollen“ und sich deshalb wie ein Leinenrambo aufführe. Im gleichen Kontext stehen solche Weisheiten wie „der Hund sei dominant“ oder „er wolle der Rudelführer sein“.


    Noch irrwitziger wird es, wenn behauptet wird, der Hund komme mit einer angeborenen Rudelstellung auf die Welt; und wenn diese zufällig die des Rudelführers sei und er sie aber nicht innehaben dürfe, weil der Mensch sie ihm streitig mache, käme es zu Verhaltensauffälligkeiten.


    […]


    All diese „Weisheiten“ lassen unkritische Zeitgenossen jedoch vermuten, der domestizierte Haushund sei immer noch ein Rudeltier oder sein Dispositionsgefüge (seine Veranlagungen, Instinkte und Bedürfnisse) habe immer noch Ähnlichkeit mit dem seines Stammvaters, dem Wolf. Und daraus schließen dann nicht nur Laien, sondern leider eben auch vermeintliche Fachleute, dass der domestizierte Haushund noch ähnliche durch Instinkte gelenkte Verhaltensweisen wie der Wolf an den Tag lege. Jedes Kind kennt schließlich die vielen Geschichten über ein wölfisches Rudelleben und das darin angeblich ablaufende Gerangel um die Rangordnung. Woraus dann die oben zitierten „Weisheiten“ resultieren.


    Abgesehen davon, dass die Bildung einer Rangordnung in einem Rudel bei weitem nicht so „rüpelhaft“ abläuft wie suggeriert wird und die Unterwürfigkeit der Rangniederen sich meistens aus einer reinen Freiwilligkeit ergibt; ein domestizierter Haushund, so wie wir ihn heute vorwiegend in der westlichen Zivilisation zu Hause halten, hat damit jedenfalls nichts mehr zu tun.

    Man darf nämlich nicht vergessen, dass die Wege beider Spezies sich vor über dreißigtausend Jahren getrennt haben und die Evolution seitdem nicht geschlafen hat.

    Der Hund hat eine beispiellose Erfolgsstory geschrieben, die seinesgleichen sucht. Er hat wie keine andere Spezies derart erfolgreich eine Nische im Überlebenskampf gefunden, die ihn heute zum am besten angepassten Haustier des Menschen gemacht hat und seine zahlenmäßige Verbreitung den Wolf vor Neid erblassen lässt.


    Allerdings zu einem hohen Preis, wenn man diesen an den Veränderungen in seinem Dispositionsgefüge bemisst. Studien haben belegt, dass ihm beispielsweise die Instinkte zur Bildung der typischen Strukturen eines Rudels, das unter anderem dadurch gekennzeichnet ist, dass die Mitglieder nicht beliebig austauschbar sind und bestimmte Rangordnungen gebildet werden, quasi abhandengekommen sind. Und zwar aus einem einfachen Grund: Er benötigt diese Fähigkeiten nicht mehr, weil er die Vorteile eines Rudellebens für sein Überleben nicht mehr benötigt. Er kann zwar immer noch in Gruppen zusammenleben, so er dazu gezwungen wird; aber einen Vorteil zieht er daraus nicht mehr. Im Gegenteil, andere Hunde stören ihn eher, als dass er deren Nähe sucht, außer während der Läufigkeit zur Weitergabe seiner Gene. Aber ein domestizierter Haushund würde, so er die Wahl hätte, sich immer gegen die Gemeinschaft mit seinesgleichen zugunsten einer monogamen Beziehung zu einem Menschen entscheiden. Denn nur das ist Garant seines Überlebens und Wohlbefindens.


    Nun könnte man ja fragen, was soll’s, oder was ist dabei, wenn man unterstellt, der Hund wolle der Boss sein?

    Die Antwort lautet: Dann ist die Erziehung eines Hundes, dessen störendes Verhalten angeblich in seinem Machogebaren begründet ist, quasi unmöglich!

    Denn die Erziehung des Hundes, im Gegensatz zu seiner Ausbildung, muss immer auf eine Beeinflussung der in seinem Dispositionsgefüge begründeten Verhaltensweisen abzielen, denn nur dadurch führt sie zur Einsicht, was das wesentliche Merkmal einer Erziehung ist. Der Hund muss quasi anschließend aus ureigenem Interesse sich so verhalten wie er sich verhalten soll. Ansonsten wäre es keine Erziehung, sondern lediglich eine Konditionierung, so wie bei der Ausbildung. Und wenn das Dispositionsgefüge, welches immer der Auslöser des unerwünschten Verhaltens ist, irrtümlicherweise mit dem eines Wolfes verglichen wird – und das wird es, wenn unterstellt wird, der Hund wolle der Boss oder Rudelführer sein –, wird im Rahmen seiner Erziehung versucht, auf etwas Einfluss zu nehmen, was es gar nicht gibt.


    Ein Hund hat es quasi im Rahmen seiner Domestikation „verlernt“, der Boss sein zu wollen oder gar der „Rudelführer“, weil gerade seine nahezu bedingungslose Unterordnung unter den Menschen ihm seinen Überlebensvorteil garantierte. Hätte er versucht, seiner menschlichen Bezugsperson wenigstens ebenbürtig sein zu wollen, geschweige denn, ihn zu dominieren, hätte der Mensch ihn zum Teufel gejagt. Das entscheidende Wesensmerkmal, welches den domestizierten Haushund deshalb von seinem Urvater unterscheidet, ist nämlich seine Unterwerfung unter den Willen und die Interessen seiner menschlichen Bezugsperson. Nur dadurch weiß er seine Grundbedürfnisse, zumindest das nach Stoffwechsel, zuverlässig befriedigt zu bekommen.

    Ein Wolf hingegen, würde sich niemals „aus Überzeugung“, weil er daraus vermeintlich einen Vorteil generieren könnte, dem Menschen unterordnen. Er tut sich sogar schwer damit – selbst, wenn er schon längere Zeit in Gegenwart des Menschen lebt – bei Problemlösungen dessen Hilfe einzufordern. Er klärt stattdessen alle Probleme entweder allein oder mit Unterstützung seines Rudels. Ein Hund hingegen wird dafür immer die Hilfe des Menschen in Anspruch nehmen.


    Hinzu kommt, dass die Erziehung – ebenfalls im Gegensatz zur Ausbildung – immer darauf abzielt, dem Hund den Grund für sein unerwünschtes Verhalten zu nehmen. Weil nur dadurch ihre Nachhaltigkeit gewährleistet wird. Das ist auch der Grund, warum man einen Hund niemals mit Hilfe eines Leckerlis erziehen kann. Denn durch ein Leckerli kann man keinen Verhaltensgrund aus der Welt schaffen, sondern lediglich ein temporär wirkendes Ablenkungsmanöver fahren.

    Bleibt noch die Frage nach dem Grund, warum selbst Hundetrainer glauben, der Hund wolle der Boss sein.

    Die Antwort liefert das Nichterkennen des tatsächlichen Grundes, warum ein Hund sich aggressiv verhält oder an der Leine zerrt, hinter Joggern hinterherjagt oder wie von Sinnen kläfft. All die störenden Verhaltensweisen sind weder in seinem Machogebaren begründet, noch in seinem Charakter oder sonstigen negativen Veranlagungen, sondern lediglich in der ihm überlassenen oder übertragenen Verantwortung für seine und die Sicherheit der ihm anvertrauten Personen oder Ressourcen.


    Im Verlaufe seiner Domestikation wurden dem Hund vorwiegend drei Aufgaben übertragen: Entweder er sollte bei der Jagd helfen oder unsere Tiere auf der Weide hüten oder er sollte uns und unser Hab und Gut beschützen. Daraus resultiert ein Wesensmerkmal in seinem Dispositionsgefüge, das ihn grundsätzlich dazu motiviert, ständig für seine und unsere Sicherheit sorgen zu wollen. Und das Ganze sogar, ohne dass wir ihm diese Verantwortung ausdrücklich übertragen. Das heißt, wenn wir ihm diese Verantwortung nicht ausdrücklich abnehmen, sorgt er von sich aus für Sicherheit. Dazu checkt er ununterbrochen die Umgebung nach Gefahren ab, versucht, jede potentielle Bedrohung auf Distanz zu halten oder greift sie sogar an.


    Somit ist die Erziehung eines Hundes – und damit die Beseitigung seines unerwünschten Verhaltens – nichts anderes, als seine Entbindung von der Verantwortung. Dazu ist es lediglich notwendig, ihm zu demonstrieren, dass Herrchen oder Frauchen ab sofort und ständig für ihre gemeinsame Sicherheit sorgen. Anschließend wird man feststellen, dass Bello und Co. noch nicht einmal mehr Interesse an ihresgleichen haben, weil sie deren Absichten nicht mehr gezwungen sind zu eruieren, geschweige denn, irgendeine Gefahr verjagen zu müssen.



    Ich steig da auch noch nicht so recht durch, wie er sich das hinbaut, dass Erziehung nicht über Konditionierung funktioniert (in seinem Konzept nicht funktionieren darf?). Ich meine, auch die wolkig beschriebene "Verantwortungsübertragung" wird ja über Handlungsschritte des HH erfolgen, die der Hund prozessural (also auf dem Wege der Wiederholung = Konditionierungseffekte, wie sonst?) nachvollziehen muss.

    Irgendwie soll hier ein buchstäblich einmaliger Knalleffekt beschrieben werden, der - legt man die gängige Lernbiologie bei Hunden zugrunde - so einfach nicht passieren kann.


    Naja, ich werd' mal weiterstöbern. Schade eigentlich, dass bisher noch keiner der begeisterten Facebook-Bewerter im Thread aufschlug, um mal zu erzählen, was an so einem Trainingstag mit Bratz konkret und praktisch passiert. Mich würd's echt interessieren. :-)

  • deckt sich nicht mit meinem Eindruck von Bartz. Ich nehme ihm bis auf weiteres ab, dass er die Kontroverse in Hundetrainings- und/oder erziehungsfragen mag. Er schreibt das in einem Blogeintrag (ich kam mit dem Lesen jetzt erst bis Nr. 80) recht unmissverständlich

    Also es hat sich von Vorteil erwiesen, von sich selbst und seinen Einschätzungen überzeugt zu sein. Und ich nehme ihm schon ab, dass er selbst glaubt, was er erzählt. Dann ist man auch wesentlich überzeugender, bzw. wirkt überzeugender (auch auf sich selbst, denn man selbst überzeugt sich gleich mit, also ihn selbst, meine ich).

    Wahrheitsfindung teilhaben zu wollen. Meine Erkenntnisse, die ich hier zur Diskussion stelle, will ich bekanntlich nicht als alleingültige Wahrheit oder gar Dogma verstanden wissen

    Das tut er aber. Auch wenn er das Gegenteil behauptet. Und kann auch hier gut sein, dass er denkt, er mache das Gegenteil von dem was er tatsächlich tut.

    “Die meisten von uns – dessen müssen wir uns bewusst sein – lieben ihre Hypothesen, und es ist, wie ich einmal sagte, eine zwar schmerzhafte, aber jung und gesund erhaltende Turnübung, täglich, gewissermaßen als Frühsport, seine Lieblingshypothese über Bord zu werfen.”

    Hier z.B., ganz, ganz klassisch. Das gilt übrigens für Worte, wie "Wahrheitsfindung" und "teilhaben zu wollen" auch. Ob man es jetzt Esoterik nennt oder den Stein der Weisen (auf jeden Fall etwas, worauf bis jetzt nur diese eine Mensch gekommen ist, vor ihm niemand und an diesem elitären Wissen soll man teilhaben dürfen, wann man sich auf ihn einlässt) . Gleichzeitig verunglimpft er bestehende, wissenschaftlich anerkannte Inhalte als "Lieblingshypothese" und quasi überaltert, nicht durchdacht ... blabliblub (kann jeder was hinein interpretieren, deswegen auch so schwammig). Nun, Lieblingshypothese passt nicht so ganz zur biologischen Funktionsweise eines Gehirns, findest Du nicht? Bezweifle, dass ihn hier etwas auffallen könnte, was der modernen Hirnforschung, wie auch den Lernthesen (wobei vieles auf ersteres zurückgreift) entgangen sein mag.

    Da auch ich mir dieses Problems bewusst bin, seinen eigenen Hypothesen gegenüber zu schnell den kritischen Blick zu verlieren, denn sie sind meistens das Ergebnis langjährigen Bemühens, die man nicht so gerne bereit ist, über den Haufen zu werfen, bin ich dankbar für jeden Diskussionsbeitrag, der mich zwingt, mich immer wieder aufs Neue mit ihnen auseinanderzusetzen und ihre Gültigkeit zu hinterfragen.

    Ein reines Lockangebot, welches Dir einerseits Seriösität vermitteln soll. Und dann holt ihn der Freud'sche auch gleich wieder ein. Es geht nicht darum, dass er bzw. seine Thesen hinterfragt werden, sondern es geht darum, die Kritiker zu hinterfragen und möglichst alt aussehen zu lassen (die mit ihren "Lieblingshypothesen", die nur daran festhalten, weil "Liebling" - sorry, aber das so plump ...). Lege meine Hand für ins Feuer, ein Biologe, der ihm erzählt, was er für einen Müll erzählt, fliegt entweder sofort raus oder wird von seinen Jüngern lächerlich gemacht. Oder anders, genau das erzählen Dir die Aluhut-Träger auch.


    Noch ein Freund'scher:

    Aber es gibt noch weitere Gründe, warum ich kontroverse Diskussionsbeiträge begrüße: Sie sind nicht selten Quelle neuer Themen, auf die ich dann in meinen Beiträgen eingehen kann. Und sie sind für mich auch ein wichtiger Indikator, ob ich mich verständlich oder eventuell missverständlich ausgedrückt habe.

    Genau! So kann er sich darin üben und seine Aussagen entsprechend anpassen. :bindafür:

    (Gott, sie haben einfach keinerlei Phantasie und mir ist es ein Rätsel, warum immer wieder welche drauf reinfallen. Ja, ich weiss, sie haben alle das Charisma der eigenen und der elitären Überzeugung, fast magische Anziehungskraft).


    ist mir nahe und zum jetzigen Zeitpunkt von ihm erstmal glaubhaft vorgebracht.

    Für Dich und für viele andere mag das erst mal glaubhaft wirken (aber ich habe Dir eben die Stolperfallen aufgezeigt).

    Erfahrungsgemäss zieht das ja auch immer wieder aufs Neue.


    Wäre es anders, würden ja nicht immer so viele Menschen auf solche Gurus reinfallen (aber sie tun es, immer und immer wieder finden sich neue Menschen). Völlig einerlei, was sie sich als Thema auf die Fahne schreiben (i.d.F. halt Hund). Die letzte war m.W.n. uns Barbara. Übrigens nahezu mit den gleichen Mechanismen und Sprüchen, auch wenn ihre neuen Lehren und Forschungsansätze einen anderen Hunde-Erziehungs-Inhalt hatten. Zu Anfang und für eine längere Zeit (Jahre) wenigstens. Das verliert sich, wenn die Anhängerschaft gross genug ist, dann kommt mehr und mehr Kritik von aussen, wie auch Enttäuschte, die gebucht haben, Aussteiger ... etc. pp.. Die Öffentlichkeit wird vermehrt darauf aufmerksam und dann schottet man sich mehr und mehr ab, von Kritik und von konstruktiver Auseinandersetzung, selbst aus den eigenen Reihen, kann keinerlei Rede mehr sein.


    Und sei mir nicht böse, gestatte mir die Frage, warum legst Du Dich hier so ins Zeug?

    (Denn ich werde nicht von meiner "Liebslingslehre", die sich mit solchen Prozessen, also wie das so funktioniert und wirkt, solche :hust:Strukturen beschäftigt hat, abrücken ;) )

  • Er bezieht sich auf diverse Studien aber belegt diese nicht. Dies ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn man sich auf die Forschung von anderen bezieht, muss man die Quelle nennen. Eben damit man es nachprüfen kann.


    Die Studie ist übrigens von John Bradshaw von der Uni Bristol und aus dem Buch Hunderverstand. Falls jemand danach suchen möchte.

  • Er bezieht sich auf diverse Studien aber belegt diese nicht. Dies ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn man sich auf die Forschung von anderen bezieht, muss man die Quelle nennen. Eben damit man es nachprüfen kann.


    Die Studie ist übrigens von John Bradshaw von der Uni Bristol und aus dem Buch Hunderverstand. Falls jemand danach suchen möchte.

    1 zu 1 Barbara ...

    Nur andere Themenschwerpunkt ... Die Tour ist jedoch dieselbe ...

  • Also zusammengefasst sind alle Hunde gleich und sobald man abstellt was einen stört läuft alles rund.

    Muss man dem Hund nur ausdrücklich die Verantwortung abnehmen.


    Hmja.

    Ich glaub ich schick den Whippet mal dahin. Bin gespannt wie der Herr es schafft innerhalb eines Tages die Genetik abzustellen.

    Okay, ne. Lieber nicht. Ich mag meinen Hund einfach zu sehr.

  • Um Deine Frage zu beantworten: Nein, ich kenne ihn nicht und habe noch kein Video seiner Arbeit gesehen. Also kein Liveerfahrungsbericht. Gehört habe auch noch nix von ihm, aber das will nichts heißen.


    Meine Idee wäre: Wenns da Berichte in den sozialen Medien gibt, dann schreibe die Leute doch einfach mal an - vielleicht kommt ja was zurück :ka:

  • Also ich kenne ihn tatsächlich weil meine Nachbarin einen Termin gebucht hatte und ich dabei sein durfte. Da war aber nix mit Rudelgedöns, Alphawurf oder sonst was.

    Ich schreibe gerne morgen mehr dazu, denn eine Verschwiegenheitsklausel gibt es nicht. Die meisten wollen es wahrscheinlich nicht preisgeben, weil sie selber viel dafür bezahlt haben. Ich nicht, daher lasse ich euch gerne teilhaben grinning-dog-face

  • Also ich kenne ihn tatsächlich weil meine Nachbarin einen Termin gebucht hatte und ich dabei sein durfte. Da war aber nix mit Rudelgedöns, Alphawurf oder sonst was.

    Ich schreibe gerne morgen mehr dazu, denn eine Verschwiegenheitsklausel gibt es nicht. Die meisten wollen es wahrscheinlich nicht preisgeben, weil sie selber viel dafür bezahlt haben. Ich nicht, daher lasse ich euch gerne teilhaben grinning-dog-face

    (Also ich bin auch nicht von Rüdelgedöns ausgegangen, das nur nebenbei ....)


    Aber ich freue mich schon auf Deinen Bericht, was man für diesen stolzen Preis geliefert bekommt :bindafür:

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