Welpen-Austausch Teil 4

  • Hat auch rein logistische Gründe. So ein Welpe frisst doch kaum was. Da verdirbt doch das Futter schneller als man Abwechslung sagen kann. Hier musste der erwachsene Hund teilweise mit fressen, damit der Trockenfuttersack nicht zu lange offen ist. Und auch wenn ich es oft behaupte, soo winzig ist ein großer Sheltie nicht und natürlich habe ich kleine Säcke gekauft.

    Ich bin ja nun wirklich sehr lasch was Kekse und Snacks angeht. Alles was nicht giftig ist, ist erlaubt. Aber als Ernährungskonzept und Abwechslung würde ich das nur sehr bedingt sehen.

  • Bei Abwechslung im Welpenalter gehen halt die Meinungen, wie bei so vielen Dingen, weit auseinander. Die einen sagen, so abwechslungsreich wie möglich, die anderen sagen, erstmal nur ein Futter, eine Sorte füttern, der Hund hat erstmal mit neuer Familie usw. genug zu tun.

    Ich wollte es mit Abwechslung versuchen, keine Wissenschaft aus der Fütterung machen. Verschiedene Hersteller, verschiedene Sorten, verschiedene Leckerli und Knabberzeug. Tja, hat nicht geklappt.

    Knabberzeug/Leckerli mussten sehr bald gestrichen werden, TF von Vetconcept wurden als Leckerli verwendet. Normales Futter hat eine Zeitlang funktioniert, dann war wieder Bauchweh, dann wurde gekocht, das selbe Spiel.

    Derzeit haben wir es im Griff, allerdings habe ich wegen der Abwechslung, außer ganz exotisch, keine Proteinquelle die sie noch nicht hatte.

    Es macht also schon Sinn, sich 2-3 Protein/KH Quellen aufzuheben.

  • Ich wollte mit meinem Post nicht ausdrücken, dass Abwechslung schlecht ist, oder man nur an einer Proteinquelle festhalten soll.

    Ich bin auch absolut für Abwechslung und habe meine Hunde immer so gefüttert. Aber genau das fällt mir jetzt auf die Füße, weil mir für eine Ausschlussdiät eben nur noch Känguru und eigentlich keine Kohlenhydratequelle bleibt.

    Ich hätte mir gewünscht dass mir jemand in der Welpenzeit gesagt hätte, fütter gerne abwechslungsreich und schau dass dein Hund unterschiedliches kennenlernt, aber spar dir manches auf und achte darauf dass es auch nicht im Fertigfutter enthalten ist, falls der Worst Case eintritt.

    Also genau so wie PinguinEmmi es auch schon geschrieben hat.

    Sachen weglassen, die häufig Allergien auslösen, wird beim Hund eh schwierig, wenn man nicht direkt mit Exotenfleisch starten will. Die klassischen Allergien sind ja gegen Huhn, Rind....


    Beim Menschen ist die Situation ja auch wieder eine andere, weil einfach andere oder zuverlässigere Allergietest möglich sind und dann eher gezielt den Allergieauslöser weglassen kann

  • Ich vermute, dass im Humanbereich mehr geforscht wird zu dem Thema. Daher finde ich einen Blick über den Tellerrand diesbezüglich nicht dumm. Dort galt ja auch mal eine Zeit lang die Vermeidungstaktik. Scheint sich geändert zu haben. Ich vermute, dass es dazu neue Erkenntnisse gibt.

    Was natürlich anders ist als beim Hund: Die Ernährung mit hochverarbeiteten Lebensmitteln. Wobei ... das gleicht sich dem Hund vermutlich zunehmend an. |) Bin gespannt, wann es dazu Forschung gibt.

  • Spannend ist ja, dass in der Humanmedizin dazu geraten wird Babys im ersten Jahr der Beikost möglichst abwechslungsreiches Essen zu geben, damit das Immunsystem das kennenlernt und nicht als gefährlich einstuft. Auch klassische allergieauslösende Lebensmittel. Woher kommt dieses komplett konträre Vorgehen zur Hundewelt? (Meine Hunde haben als Welpe auch Kontakt mit allem quer Beet. Ich habe bei denen keine Allergieprobleme gegen Futtermittel.)

    Danke. Ich dachte immer, ich wäre der einzige, der so skrupellos ist :woozy_face:. Was hab ich mir schon anhören müssen, weil Bert alles bekommt, außer Pferd. Das hat aber den Grund, dass ich es aus persönlichen Gründen nicht füttern mag.

  • Bisschen OT (wobei ich das Thema mit sehr großem Interesse verfolge, da mein Zwerg sich, wie gesagt, auch häufig kratzt, oft schmutzige Ohren hat und immer wieder Ausfluss aus den Augen, die Tierärzte bis jetzt aber noch zu abwarten und beobachte geraten haben) aber Spike hat sich grade neben mir im Schlafen "eingepinkelt"....Meine Tierarztpraxis hat noch bis 16 Uhr Mittagspause, daher kann ich dort noch nicht anrufen und hoffe nun hier auf Erfahrungswerte...Das ist doch nicht normal oder? Hat jemand von euch mit sowas schonmal Erfahrung gemacht und wenn ja, was war die Ursache? Mache mir jetzt grade sehr Sorgen

  • Bisschen OT (wobei ich das Thema mit sehr großem Interesse verfolge, da mein Zwerg sich, wie gesagt, auch häufig kratzt, oft schmutzige Ohren hat und immer wieder Ausfluss aus den Augen, die Tierärzte bis jetzt aber noch zu abwarten und beobachte geraten haben) aber Spike hat sich grade neben mir im Schlafen "eingepinkelt"....Meine Tierarztpraxis hat noch bis 16 Uhr Mittagspause, daher kann ich dort noch nicht anrufen und hoffe nun hier auf Erfahrungswerte...Das ist doch nicht normal oder? Hat jemand von euch mit sowas schonmal Erfahrung gemacht und wenn ja, was war die Ursache? Mache mir jetzt grade sehr Sorgen

    Nichts davon ist normal. Da wäre ich schon längst zu einem Tierarzt gegangen, der das ernst nimmt.

  • Das war auch mein Gefühl, bin daher direkt nochmal zu einer anderen TA gegangen, als die mir dann aber das gleiche wie der erste TA gesagt hat, war ich verunsichert. Aber da werde ich jetzt nochmal bei einem anderen Tierarzt anrufen, danke für deine Antwort!

  • Abwechslungsreich bedeutet ja nicht, dass man alles geben muss. Hier gab und gibt es fuer keinen Welpen Zeug von Exoten. Dafuer gibt es 1. keinen Grund (fuer mich) und 2. will ich eben im Fall der Faelle Zeug haben, dass der Koerper nicht kennt. Deswegen bekommen die dennoch nicht nur 1 Sache/Zeug einer Tierart.

    Als ob es nur schwarz oder weiss gibt..

  • häufig kratzt, oft schmutzige Ohren hat und immer wieder Ausfluss aus den Augen

    Gerade gestern darüber diskutiert mit einer Kollegin.

    Was du beschreibst, hat sie so 1:1 bei ihrem Hund, wenn der eine Komponente in der Nahrung nicht verträgt. Ohne Juckreiz, aber sofort schmutzige Ohren und Augen Schmodder.

    Korrigiert sie die Nahrung, ist das innerhalb einer Woche weg. Sie kann das wie ein Frühwarnsystem nehmen. Wartet sie zu lange, kommt Juckreiz dazu.

    Für den Hund ist das alles sehr unangenehm, für uns halt ein paar optische Punkte. Abwarten ist für den Hund nicht toll, auch wenn das viele Leute sehr "entspannt" sehen. Spricht man mit Menschen, die Unverträglichkeiten haben, erwähnen die oft wie unangenehm das ist, Bauchschmerzen etc. als Begleiterscheinung.

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