Suche Ridgeback Halter

Es gibt 43 Antworten in diesem Thema, welches 6.364 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von coma636.

  • ANZEIGE

    Hallo,


    lange haben wir jetzt gesucht. Heute haben wir uns einen 1 1/2 jährigen RR Rüden angeschaut und sind schwer verliebt.


    Ich kenn die Rasse, ein Bekannter hat eine sehr nette Hündin und von gassi gehen kenne ich auch 1 Hündin. Beide total nett.


    Der junge Bub ist wirklich ein Schatz von Hund. Wachtrieb zeigt er noch nicht. Er geht auch noch nicht auf Spur bisher, eher Sicht so wie er sich heute gezeigt hat.

    Wir haben uns ja schon vorher mit der Rasse Beschäftigt, waren auf Ausstellungen und haben auch schon einige Bücher dazu gelesen.


    Mich würde mal euer Alltag interessieren. Was macht ihr mit euren RR? Ich möchte ja wieder Mantrailing machen und mein Freund mit ihm Joggen, wenn er ausgewachsen ist.


    Für Futter ist er eher nicht zu begeistern, vielleicht war es heute auch einfach das falsche.


    Bis Donnerstag bekommen wir Bescheid ob er einziehen darf, es gibt einen Haufen Interessenten für ihn und sein Besitzer sagt er ist einfach alleine mit ihm überfordert, hat sich von seiner Frau getrennt.


    Ich möchte einfach gerne noch weitere Infos zur Rasse haben, wobei ich ja schon immer auch Jagdhunde hatte, aber das sind 40 Kg die bewegt und beschäftigt werden wollen.?

  • Ich rufe mal Pinky4 :)

    "and into the forest I go, to lose my mind and find my SOUL" (John Muir)

    Liebe Grüße von Lina &

    dem kleinen "Tyrannosaurus" Rex *29.10.2014, Langhaar-Chihuahua sowie Yorkie-Maus Jasmin, *03.12.2014

    Teilzeit-Fellnasen: Juli, *2010, Deutsch-Kurzhaar-Ballkönigin & Luna, *ca 2013, bulgarische Straßenhundprinzessin, Suki *2019, rumänischer Spitzmix-Wildhund

  • ANZEIGE
  • Ich erzähl dir morgen gerne alles, was du wissen möchtest - sofern ich es selber weiß.;)

    Du darfst auch gerne derweil in meinem Thread stöbern. In meiner Signatur ist er verlinkt, aber du musst dich für die Benutzergruppe Pfoto-Talk freischalten lassen, falls du das noch nicht getan hast.

  • Huhu :winken:


    willkommen im Kreis der Ridgeback-Freunde :D


    Ich habe eine Hündin im gleichen Alter, allerdings mit 9 Wochen vom Züchter direkt bei mir eingezogen... Tjoa, also ich weiß gar nicht so richtig was ich schreiben soll :ops:. Ich liebe die Rasse, ich liebe die Eigenständigkeit, den Sturkopf, das Kraftvolle, den Ausdruck, ja auch die Mimosenhaftigkeit :herzen1:

    Man sollte sich nur vorher im Klaren darüber sein, dass eben diese Eigenschaften nicht immer positiv sind ;)


    Jumi geht beispielsweise bei schlechtem Wetter nicht vor die Tür, selbst zum pinkeln muss ich sie überreden. Wenn du also tolle Dinge geplant hast und dir das Wetter dazwischen kommt - Pech gehabt :ka:

    Ich habe Jacken und Pullies in allen Farben und Formen.


    Je nachdem wie krass der Jagdtrieb ist/wird, kann es dir passieren, dass du extrem viel Zeit und Arbeit in Antijagdtraining investieren musst und im schlimmsten Fall in wildreichen Gebieten nicht ableinen kannst. Sollte man im Hinterkopf haben.

    Meine Hündin ist abrufbar, jedoch leine ich in der Dämmerung oder Dunkelheit nicht ab.

    Wenn ich direkt reagiere, sobald sie etwas sieht bleibt sie bei mir. Wenn ich es verbocke startet sie und ich muss sie per Pfeife zurück zitieren. Das war schon recht viel Arbeit bis dahin zu kommen.


    Wir machen auch etwas Nasenarbeit (derzeit eher im Garten) und ich habe mit Canicross angefangen und nehme sie seit dieser Woche auch im Freilauf mit zum joggen (wir haben da so ein klitzekleines Problem mit Hundebegegnungen gehabt :pfeif:)


    Ich liebe meine Mimose und würde sie niemals abgeben. Sie ist anders und wer einen Hund will, der einem die Wünsche von den Augen abliest und direkt aufs nächste Kommando wartet, wird mit 'nem Ridgeback nicht glücklich ;) Der Will to please ist da eben so eine Sache, von der der Ridgeback nicht viel gehört hat :ops:


    Wenn du sonst was wissen möchtest, immer gerne aber ich denke Pinky4 wird auch noch was dazu schreiben :smile:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Auch wenn ich (wie ich von den anderen RR hier im Forum lese) offenbar nicht den allertypischsten Ridgie habe, melde ich mich hier mal zu Wort.


    Erst mal die positiven Seiten meines Buben (2 Jahre, Rüde, intakt):

    Er ist mit seinen 2 Jahren bisher noch mit fast allem verträglich, Stress gibts eigentlich nur, wenn er angepöbelt wird. Aber wenn's geht, dann geht er Ärger aus dem Weg.

    Er ist Kindern gegenüber total geduldig und vorsichtig. Auch kleinen Hunden gegenüber ist er echt vorsichtig.

    Er ist nicht leicht zu verängstigen, in fast allen Situationen entspannt.

    Wenn er motiviert ist, lernt er schnell.

    Er findet alle Menschen toll.


    Die negativen Seiten:

    Er ist eine Jagdsau. Wenn er Wild sieht, dann setzt es bei ihm aus und es funktioniert auch kein Rückruf mehr. Das hat mich schon das ein oder andere Mal in den Matsch befördert.

    Wenn er nicht will, dann will er nicht. Wenn man "Will to please" sucht, wird man damit nicht glücklich. Ich finds irgendwie liebenswert und muß oft darüber schmunzeln.

    Er macht sich im Bett echt breit.

    Er findet alle Menschen toll (wenn er am Horizont einen Menschen sieht, dann muß er gucken gehen).

    Er ist aus oben genannten Gründen die meiste Zeit nicht ableinbar, also mal eben durch die Pampa schlurfen und die Aussicht genießen ist nicht. Weil ich sonst im Matsch liege.

    Er ist schwer zu motivieren. Futter ist nicht wichtig genug. Spielzeug auch nicht.

    Wahrscheinlich würde er einem Einbrecher nen Kaffee kochen.


    Ich liebe meinen Hund so wie er ist. Aber er ist zuweilen echt anstrengend und manchmal wünsche ich mir, ich könnte einfach mal wieder ganz entspannt mit ihm vor mich hinspazieren, ohne immer darum bemüht zu sein, meinem Hund was Wild- und Menschensichtung angeht immer einen Schritt voraus zu sein. Nicht weil er Menschen gegenüber aggressiv wäre, aber er ist ein großer Kerl und Menschen haben großen Hunden gegenüber und vor allem was RR angeht, einen heiden Respekt bis hin zu Vorurteilen. Einen RR, der angelaufen kommt, um hallo zu sagen, findet keiner lustig, auch nicht wenn der ganze Hund wedelt (was das angeht ist mein Bub glaube ich sehr rasseuntypisch). Das muß einem einfach bewußt sein.


    Was machen wir mit ihm? Wir sind beide Jäger und der Hund hilft uns gelegentlich beim Nachsuchen. Also gibts Nasenarbeit. Ansonsten nehme ich ihn mit zum joggen, fahre mit ihm Rad und Männe versucht sich ab und an am Canicross. Wobei er nicht wirklich Lust hat zu ziehen. Gleiches gilt für den Dogscooter. Viele RR machen das mit Freude, meiner scheint nach 500m zu denken "zieh selber". Wofür er Feuer und Flamme ist, ist die Rennbahn. Weil er da Hetzen darf. Das ist sein Ding.


    Zu Hause ist er recht genügsam und ruhig. Mit den Katzen kommt er klar. Die Katzen sind Chef. Er bellt fast nie drinnen.

    Man sagt, RR sind was für sehr aktive Menschen. Den Zahn hat mein Hund mir gezogen. Faul darf man nicht sein, zwei Stunden möchte er über den Tag verteilt schon unterwegs sein (wobei der ein oder andere Tag mit Minimalstprogramm auch keine Krise auslöst). Aber wenn ich mit ihm riesen Wander- Oder Radtouren veranstalten wollte, würde er mir glaube ich die Mittelkralle zeigen.

  • Bei meinen beiden sind die Triebe ein gewaltiges Thema.

    Jagdtrieb ist zumindest bei meinem Rüden kaum zu kontrollieren. Bei meiner Hündin wär‘s nicht ganz so schlimm, aber wenn sie zusammen sind, macht sie halt mit. Deswegen haben meine Hunde Leinenknast. Zum Glück haben wir einen großen Garten und mehrere andere Grundstücke, auf denen wir sie laufen lassen dürfen.

    Sie sind sehr territorial und meinen das durchaus auch ernst.

    Vom Schutz- und Wachtrieb haben sie leider auch eine gigantische Portion abbekommen, meine Hündin mehr als mein Rüde. Aber, wie oben schon geschrieben, wenn einer anfängt, macht der andere mit.

    Doppelter Grund für Leinenknast.

    Mein Rüde würde alles Getier meucheln, das in seinJagdschema passt (dass RRs größenwahnsinnig sind, wurde noch gar nicht erwähnt...), die Hündin jeden armen Spaziergänger, der es wagt, mir zu nahe zu kommen. Also muss ich immer und überall den Daumen drauf haben.

    Besuch ist auch sehr schwierig, da muss ich immer managen.


    Auf der anderen Seite sind sie die liebevollsten, geduldigsten Familienhunde, die man sich nur vorstellen kann.

    Man muss es nur erst mal in ihre Familie schaffen. Dann sind sie der Wahnsinn. Sie sind verschmust, feinfühlig, immer aufmerksam, aber trotzdem selbstständig. Sie müssen mir nicht hinterherlaufen oder mich erwartungsvoll in Grund und Boden starren, da suchen sie sich lieber ein bequemes Plätzchen (Couch oder Bett), aber sobald ich mich irgendwo hinsetze, kriechen sie auf meinen Schoß.

    Körperkontakt und Zudecken ist Pflicht.

    Regen ist scheiße, Kälte auch.

    Sie sind wahnsinnige Wetter-Mimosen, aber in vieler anderer Hinsicht knallhart.

    Sie legen nur bedingt Wert auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen. Dann halt, wenn die Aufgabe ihnen grade entgegenkommt. Statt Will-to-please haben sie aber Will-to-eat. Sie sind immerhin bestechlich.

    Ja, mehr fällt mir jetzt auf die Schnelle nicht ein.

    Doch, noch eins.

    Andere Hunde wollen oft nicht mit ihnen spielen, weil sie sehr grob spielen.

    Spielzeug ist albern und blöde, Spielen heißt für sie rennen, jagen, kloppen. Auf sie mit Gebrüll. Das kann leider auch mal in ernsthaftes Jagdverhalten oder Mobbing kippen.

    Ach, und RRs sind spätreif.

    Euer Bub ist frühestens in ein, zwei Jahren erwachsen, Lokuspokus80 . Frühestens.

    Bis dahin kann sich noch einiges tun, triebmäßig, aber auch was die Verträglichkeit mit Artgenossen angeht.

    Ich liebe meine Monster sehr.

    Aber manchmal ist unser Alltag schon eingeschränkt durch ihre Special Effects.

  • So untypisch find ich deinen Buben nicht, peikko .

    Er ist halt noch sehr jung.

    Aber vieles, das du erzählst, kenne ich auch so.

    Allerdings kann halt auch noch was kommen. Vielleicht auch nicht und du hast einfach einen netten. (Würde mich für euch freuen.)

    Und mit zwei Jahren kann man sicherlich schon die Tendenz sehen, von daher ist das m.M.n. nicht unrealistisch.


    Aber viele der von dir beschriebenen Charakterzüge finde ich „total RR“.

  • Ach, und zu deiner Frage, Lokuspokus80 (auch wenn ich natürlich nur von meinen Hunden spreche):


    Mantrailing finden die zwei spaßeshalber gut. Ernsthaft betreiben kann ich es mit beiden nicht.

    Der Rüde findet es nett, wenn sonst nichts Interessantes läuft und es nicht zu lange dauert. Wildspuren bringen ihn total aus dem Konzept, da ist das Trailen dann einfach nicht mehr interessant und die Konzentration total weg.

    Wenn dann müssen schon alle Parameter stimmen: Angenehmes Wetter und wenig Ablenkung.

    Meine Hündin fände trailen wesentlich spannender, ist da auch sehr motiviert, konzentriert und hartnäckig. Aber sie findet fremde Leute halt absolut bescheiden und zeigt das auch deutlich.

    Jemanden zu suchen, macht sie super. Jemanden tatsächlich zu finden, ist eine Gratwanderung und absoluter Stress für sie.


    Joggen mögen sie beide, allerdings ist mein Rüde wesentlich ausdauernder.

    Meiner Hündin wird dann nach einer Weile gerne mal langweilig.

    Mein Rüde könnte rennen, rennen, rennen...

    Ist wohl ein bisschen Typsache.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!