Problem Kleinkind und Hund

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    Hallo Gemeinde,


    Ich bitte euch hier mal um einen Rat. Die Fakten sind wie folgt:

    Unser Hund ist mittlerweile 7,5 Jahre alt, kastrierter Rüde. Seit Welpenalter bei mir im Haus. Mit meiner neuen Freundin (mittlerweile Frau) verstand er sich sofort super.

    Seit einem halben Jahr lebt nun ein kleines Menschkind mit in unserem Rudel. Die Schwangerschaft war für den Hund (denken wir) das Paradies da es gemeinsam mit meiner Frau täglich daheim war, viel spazieren war, viel auf Couch gekuschelt hat etc pp. - schönes Leben halt, so denken wir.


    Die ersten Wochen mit dem Neugeborenen waren nicht ganz so stressfrei da wir das große Los der Kolliken gezogen hatten, diese stressige Zeit hat er eigentlich gut weggesteckt und verstand sich gut mit dem Nachwuchs, soweit sich Hunde mit Säuglingen "verstehen" können. Er hat immer geguckt,wollte schleckern und sowas in der Art halt.


    Zwei Tage vor Weihnachten kam es dann jedoch leider zu einen Zwischenfall und zwar Schnappe er ohne vorherige "Ankündigung" mittels Knurren o.ä. richtung Gesicht des Kindes. Passiert ist zum Glück nichts. Die Stimmung war dann natürlich im Keller aber wir haben es weiter versucht und es lief auch alles wieder gut und fast besser als vorher. Er freute sich nun immer mehr wenn er ihn sah, auch begründet damit das er von seinem Kinderstuhl immer unbewusst mit Essenresten versorgt wurde.


    Leider kam es nun vor zwei Wochen wieder zu einem Zwischenfall - wir waren früh im Kinderzimmer und machten unsere Morgenroutine mit "guten morgen liebe Hund" streichel streichel. Auf einmal schnappe er wieder nach ihm, ohne vorher auch nur irgendwelches unwohlbefinden anzukündigen.


    Wir haben nun leider das Vertrauen in unseren Hund leider absolut verloren und wissen nicht weiter - auch da unser Nachwuchs immer aktiver ist und schon ordentlich durch die Wohnung krabbelt. Wir vertrauen ihm leider nicht mehr und wissen nicht wie wir in Zukunft mit ihm umgehen sollen oder ob es nicht besser wäre ein neues Zuhause für Ihn zu suchen, da ein ständiges weg sperren wenn wir zuhause sind ja auch kein schönes Lebne für Ihn wären.


    Habt ihr ggf Tipps oder Ratschläge wie man dies doch noch gefixed bekommen kann. Termin mit einem Hundetrainer haben wir gemacht, auch schon mit einem weiteren gesprochen wo wir ab und zu zum Gruppentrainning waren. Dieser meinte halt auch, wenn kein Vertrauen unsererseits mehr vorhanden ist wird es schwierig.

  • Erstmal würde ich Hund und Kind strikt trennen, bis ihr die Ursache gefunden und behoben habt.


    Und klar ist das Vertrauen jetzt erstmal weg, aber das kann man doch wieder aufbauen? Und ich denke nicht, dass euer Hund ohne Ankündigung geschnappt hat - ihr habt die Ankündigung wahrscheinlich nicht verstanden oder übersehen. Kennst Du alle "Calming signals"?

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  • Er hat immer geguckt,wollte schleckern und sowas in der Art halt.


    Er freute sich nun immer mehr wenn er ihn sah, auch begründet damit das er von seinem Kinderstuhl immer unbewusst mit Essenresten versorgt wurde.


    Leider kam es nun vor zwei Wochen wieder zu einem Zwischenfall - wir waren früh im Kinderzimmer und machten unsere Morgenroutine mit "guten morgen liebe Hund" streichel streichel. Auf einmal schnappe er wieder nach ihm, ohne vorher auch nur irgendwelches unwohlbefinden anzukündigen

    Sicher dass das Freude war und nicht Unsicherheit? Dann wäre das morgendliche Streicheln kontraproduktiv.


    Ich wär auch für Maulkorb, Trennen und einen kompetenten Trainer suchen (PLZ? Vielleicht hat hier jemand Tipps), der sich den Hund bei euch zu Hause im Alltag ankuckt.

  • Also ich will euch jetzt nicht angreifen aber ihr habt es auch denkbar schlecht angefangen.


    Kinder und Hunde zusammen zu lassen ist immer ein Risiko und ich würde sowas mit "Guten morgen, *streichel*" gar nicht machen. Das Kind ist euer Kind und der Hund ist euer Hund. Ihr bestimmt das Leben von beiden und da euer Hund anscheinend nicht so mega Lust auf Kleinkind hat würde ich die beiden konsequent trennen. Also dem Hund das Kind auch nicht auf Augenhöhe halten, den Hund nicht aufs Sofa lassen wenn das Kind da ist etc.


    Wir wohnen hier in einer 3 Zimmer Wohnung mit 1.5 Hunden (Einer oft in Pflege) und ich bin in der 30. Woche schwanger. Unsere Hunde sind recht klein.


    Die allererste Anschaffung war ein Laufstall, damit ich das Kind außer Reichweite der Hunde ablegen kann, morgen zieht noch ein Türgitter ins Schlafzimmer, denn in der Wochenbett Zeit hat kein Hund an meinem Baby zu schnüffeln. So kann man die drei dann konsequent trennen.


    Wenn das Kind größer ist und anfängt zu krabbeln kommt auch noch ein Tor in die Wohnzimmer tür. Wenn Kind im Wohnzimmer "Freilauf" hat haben die Hunde das Büro und Schlafzimmer und Flur und wenn der kleine mit Papa im Büro ist haben die hunde Wohnzimmer kuschelzeit.


    Zusammen gelassen werde sie nur, wenn die hunde durch uns unter Kontrolle sind und keinen direkten Zugang zum Kind haben. Natürlich kann man das dann langsam testen und erweitern aber unbeobachtet lassen darf man Kind und Hund nie.


    Richtig einfach wird es denke ich erst wenn das Kind ca. 6 ist und sich den Hunden gegenüber wie ein normaler Mensch und nicht wie ein armwedelndes Monster verhält.



    Also, türgitter kaufen und trennen. Kein Streicheln etc. Euer Hund weiss wahrscheinlich einfach nicht was er mit dem menschenwelpen soll. Nichts eben ?‍♀️

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo,


    wow das nenne ich schnelle und freundliche Hilfe, ist man garnicht gewöhnt in der Servicewüste :D


    Das Kind ist jetzt genau ein halbes Jahr alt, aber dafür schon sehr weit heisst also es krabbelt überall hin (wo es hinkommt) - und es will immer unbedingt zum Hund weil er ihn so "liebt" , er strahlt lächelt und freut sich wenn er ihn sieht das es einem das Herz zerreist.
    Mit dem Maulkorb hab ich mir auch schon überlegt, ist auch schon angeschafft, also werd ich das heute abend sofort beginnen zu trainieren, wird dauern da er auch der nase sehr sensibel sit. aber das mach ich.


    Was ist das gute Morgen streichel streichel Ritual? Beschreibe das mal.

    Wie alt ist das Kind jetzt genau?

    also ok, ritual ist wahrlich ein bisschen übertrieben, wenn meine Frau mit dem kleinen aufsteht hat der Hund auch meist ausgeschlafen und steht mit auf. Da geht sie, mit ihm auf dem Arm, leicht in die Knie und sagt "guten morgen barney" und streichelt ihn. Das Kind selber hat keinen Kontakt zum Hund.

    kennst Du alle "Calming signals"?

    scheinbar nicht nein

  • ...Und die Situation mit dem Essen sofort unterbinden....


    Am Ende ist das Kind ein lustiger quitschender Futterautomat

    "If men define situations as real, they are real in their consequences“

  • Mit dem Maulkorb hab ich mir auch schon überlegt, ist auch schon angeschafft, also werd ich das heute abend sofort beginnen zu trainieren, wird dauern da er auch der nase sehr sensibel sit. aber das mach ich.

    Ich würde da nicht lange oder viel "rum trainieren". Sondern ohne viel TamTam MaulKorb drauf und fertig. Natürlich sollte der Maulkorb gut passen, komfortabel sein und sicher sein.


    Wenn ich viel Zeit habe, dann trainiere ich sowas kleinschrittig auf. Aber in diesem Fall hätte ich persönlich den Maulkorb lieber gestern als heute drauf. Da geht das Wohl eures Kindes einfach definitiv vor, egal wie sensibel der Hund an der Nase ist. Euer Kind ist in Bezug auf die Zähne eures Hundes doch deutlich sensibler.

  • von dem Maulkorb bin ich nicht restlos überzeugt

    Ich wäre eher für räumlich so trennen das man keinen braucht


    (Würde mir in der Gesamtsituation gut Gedanken

    Bzgl fehlverknüpfung machen)


    Lässt sich das nicht realisieren

    Ist der Maulkorb natürlich Pflicht


    Trainer sehr sehr zeitnah

    Und dann Ursachen entsprechend handeln


    Sollte das Vertrauen so tief gestört sein

    Auch darüber nachdenken ob ich dem Hund

    Erst noch eine anstrengende, vermutlich nicht zielführende

    Trainingsphase zumuten möchte

    "If men define situations as real, they are real in their consequences“

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