Extrem gereizt vor der Haustür (plus 100m) - Territorial?

  • ANZEIGE

    Hey,


    Betti ist ja grundsätzlich eine Angstaggressive Hündin (Artgenossen, Gegenstände und Menschenproblem ), aber an der Wiese vor der Haustür bis zu 60m davon entfernt ist wirklich extrem.

    Zur Beschreibung, direkt vor der Haustür ist eine Wiese die zur Genossenschaft gehört (ca 30x80m), es sind 5 Hauseingänge, die darauf münden und alle Hunde des Stadtteils nutzen diese Wiese.


    Noch bevor wir die Wiese auf dem Heimweg sehen, fängt Betti schon Teilweise an wie eine irre zu Hecheln, sich hochzupuschen und bellt dann auch mal in die Luft, wenn gar kein Hund in der Gegend ist. Im Dunkeln wird jeder Mensch, jedes neuabgestellte Rad in dem Bereich gemeldet. Meist bin ich schnell genug und markere bevor sie macht. Aber sie ist erregt. Auch wenn ich mal von der anderen Straßenseite mit ihr ankomme oder wir Zickzack, Bögen oder dauerfütternd oder was/wie auch immer gehen. Ändert nix.


    Mittlerweile (seit drei Monaten, da hat das Verhalten erst richtig angefangen)erlaube ich ihr nicht mehr die Wiese zu betreten und führe sie eng bis ins Haus oder weg. Sie hat da einfach nix zu regeln. Es stresst sie die Wiese nicht betreten zu dürfen. Wenn wir aus dem Haus herauskommen und sie hat beim Türöffnen eine Fährte in der Nase (was bei dem Hundeanteil der Stadt fast immer ist), dann ist sie schon auf 165.

    Würde ich sie lassen, würde sie jede Fährte einsaugen und dabei ihren Aggrokamm aufstellen, warten bis der Feind kommt etc. Je dunkler es ist desto aggressiver.


    Denkt ihr das ist Teil von Territorialen Verhalten? Wie weit kann sich ein Territorium ausdehnen? Es geht halt schon außer Sichtweite los. Kann man die Ausdehnung reduzieren?


    In der Wohnung/ Hausflur gibt es übrigens kein solches Verhalten.


    Gestern habe ich mich eine Viertelstunde mit der Nachbarin in der Einfahrt unterhalten. Betti saß daneben und hat angespannt die Welt der Wiese beobachtet. Es ist wirklich nix passiert, niemand gekommen, aber sie war konzentriert = gestresst.


    Mir geht es vor allem darum, das sich das Verhalten nicht weiter räumlich ausdehnt. Kann man das irgendwie reduzieren? Es dreht sich schon sehr klar um diese Wiese. :verzweifelt: :barbar:

  • Zu Deiner Frage: Ja, territoriales Verhalten kann sich ausdehnen und vor der Haustür anfangen. Betti will sich mit ihrem Verhalten ja potentielle Bedrohungen möglichst weiträumig vom Hals halten, das wäre also aus ihrer Sicht nur sinnvoll. Ob das genau der Grund ist ? :ka:


    Wie reagiert Betti denn auf „Fremdeinbrüche“ innerhalb Eurer 4 Wände, ist das ähnlich?

  • ANZEIGE
  • Ja, das Verhalten ist tatsächlich extrem.

    Bei mir wäre diese Wiese auch Tabu.


    Hast Du denn absolut keine Möglichkeit, diese Wiese zu meiden?

    Hinterausgang, Seitenweg,...

  • Wirkt für mich schon territorial gepaart mit Unsicherheit. Mein Terrier ist ähnlich und hier in der Straße, wo wir wohnen, eher auf Konfrontation aus. Er findet allerdings auch „Eindringlinge“ ins Haus super doof und würde die gerne wieder raus befördern. Lösung ist hier enge Führung und Unterbinden von dummem Getue.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Auf der Wiese gibt es jeden Tag eine oder mehrere Begegnungen mit Dingen, die sie nicht mag. Es ist ein HundeHotspot. Beim Rausgehen kann ich vorher aus dem Fenster sehen, aber nicht beim Heimkommen. Manchmal laufe ich dann hinter den Autos mit ihr an den Häusern vorbei. Also noch eine Straße weiter bis der andere Hund weg ist und drehe dann zurück. Aber allein das Wissen/der Geruch/Leinengeräusch triggert schon.


    Ausweichen geht gar nicht. Sie ist quasi einen Meter von der Haustür entfernt. Selbst die Kellertür führt darauf. Helikopter vom Dach vielleicht ;)


    Innerhalb der Wohnung gibt es kein Problem. Sie mag zwar keine Fremden. Aber sie weiß auf ihrem Platz ist sie sicher bzw. es gibt eine feste Routine.


    Mich stresst das Verhalten, weil es jetzt schon so früh anfängt. Sie steigert sich in den Frust. Es ist ihr normales Unsicherheitsverhalten hoch 10. Als würden wir in den Boxring gehen statt nach Hause.


    Manchmal trage ich sie nach Hause, wenn ich merke sie wird scheitern... :tropf:


    :ka:

  • Und wenn du versuchst, die Wiese positiv zu belegen?

    Wenn du die vom Haus aus im Blick hast, könntest du dann raus, wenn nix los ist und mit ihr spielen oder sie dort füttern? Irgendwie die Stimmung umlenken?

  • Magst Du überhaupt mal nen Betti Thread eröffnen?


    Vielleicht geht es auch nur mir so, aber ich hab nach viel mitlesen noch immer überhaupt kein Bild von ihr/Euch (unabhängig davon, ob so ein Bild überhaupt stimmt oder auch nicht).


    Find das irrsinnig schwer zu fassen, wie sie drauf sein könnte und warum. Ein bisschen auch deshalb, weil die Beiträge etwas verstreut sind.

  • Und wenn du versuchst, die Wiese positiv zu belegen?

    Wenn du die vom Haus aus im Blick hast, könntest du dann raus, wenn nix los ist und mit ihr spielen oder sie dort füttern? Irgendwie die Stimmung umlenken?

    Draußen spielen macht sie leider nicht, da gewinnt die Gefahr. Draußen ist immer gefährlich.


    Ich könnte sie vom Balkon aus auf die Wiese gucken lassen, aber habe Bedenken sie würde das in einen Wachjob mit Belohnung verwandeln. :denker:

    Auf der Wiese sitzen und Leberwurst in den Mund hatte ich schon probiert. Problem ist das die Auslöser sich ja ständig ändern. Sie generalisiert kaum. Der Nachbarspudel und Besitzerin (Betti liebt diese Nachbarin) sind die Einzigen, die wiedererkannt werden. Da geht es statt nach vorne, auf großen Abstand vorbei.



    Aktuell geht es auf dem Gehweg relativ zügig weg von der Grünfläche. Und hoffen, das danach kein anderer den Frust abbekommt.


    @pinkelpinscher

    Bin mir unsicher, hab Sorge das ich mich dann zu sehr aufs Negative fokussiere. Ich denke mal darüber nach.

  • Aus eigener Erfahrung: ich find, man kann auch viel positives daraus gewinnen. Unter anderem, wenn man Entwicklungen mal liest und nicht gleich wieder vergisst.

    Aber ist natürlich Deine Sache und muss auch nicht sein.


    Find es nur immer wahnsinnig schwierig, irgendwas zu sagen, weil (zumindest mir) so ein bisschen der Faden zum ganzen Hund fehlt, weil es ja auch ne komplexere Sache ist als "Hilfe, mein Hund frisst Katzenkacke" oder so.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!