Welche Rassen würdet Ihr mir empfehlen? - Teil 2

  • und Elbenwald hat/hatte einen reinrassigen.

    Da bin ich. :smile:

    Ich habe einen, eine Hündin, jetzt 10 Jahre alt. Da ich jetzt alles nur überflogen habe, schreibe ich mal allgemein etwas zu ihr. Vielleicht hilft es ja.

    Sie hat, im Gegensatz zu vielen anderen Terriern verschiedener Rassen die ich kenne, einen relativ starken WTP, sie möchte alles richtig machen, aber manchmal steht ihr ihre eigene Ungeduld etwas im Weg. Darf sie, rassegerecht und sinnvoll, arbeiten, ist sie eine angenehme Begleitung. Meiner Erfahrung nach, darf man es damit aber nicht übertreiben, sonst wird sie hibbelig. Zwei bis drei mal die Woche intensive Arbeit und ansonsten Bewegung, gepaart mit Unterordnung und "einfach Hund sein" ist für sie die beste Kombination. Ehrlich gesagt denke ich, das ein HH mit etwas Erfahrung und einem Gespür für Hunde und deren Bedürfnissen sie super gehändelt bekommt.

    Zum Jagdtrieb, das ist ja immer das interessanteste für die meisten, kann ich sagen, dass sie überall frei läuft. Auch bei Wildsichtung habe ich kein Problem, ebenso wenig bei Wildspuren. Das liegt aber daran, jetzt bitte alle Wattebäuschler mal kurz weghören, dass ich das nein zum Thema "sich zum Jagen selbstständig machen" sehr stark "verdeutlicht" habe. Sie hat verstanden, dass ich das unter KEINEN Umständen dulde. Allerdings hat sie gleichzeitig gelernt, dass sie in Zusammenarbeit mit mir, tatsächlich Beute macht/machen darf. Auch mal "zufällig" (von mir vorher präparierte Gassistrecke). Das hat sie zu einem sehr zuverlässigen und aufmerksamen Begleiter gemacht.

    Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich von einigen Exemplaren weiß, die niemals von der Schleppleine kommen. Und das liegt nicht an unfähigen Haltern, sondern daran, dass es bei dieser Rasse durchaus eine größere Bandbreite gibt. Sowohl in der Größe als auch in ihrer jagdlichen Ausprägung.

    So ganz privat ist sie ein lebendiges Kuscheltier. Sie liebt Menschen! Also wirklich und wahrhaftig! Sie hat noch nie in irgendeiner Art und Weise unsauberes Verhalten gezeigt. Sogar als ein Nachbar sie im Nacken gepackt hat (lange Geschichte, die jetzt hier nicht reinpasst) war sie absolut nett. Aber da gibts sicher auch andere, die sich das nicht gefallen lassen würden. Mit Hunden war sie, bis zu einem sehr heftigen Angriff, immer nett und freundlich, wenn auch manchmal etwas aufgedreht. Ihre Geschwister sind da, zumindest die, von denen ich es weiß, sehr unterschiedlich. Ein Bruder zB würde Rüden eher nicht dulden, um es mal höflich auszudrücken.

    Noch ein kurzer Schwenk zum Thema "Ruhe lernen". Das war bei ihr intensiv und ich musste das regelrecht durchsetzen. Als sie Welpe/Junghund war, war sie wirklich sehr reizoffen und brauchte, viel begleitete Ruhe. Das haben wir durchgezogen und heute kann sie das auch selbst sehr gut, hat sozusagen einen Ein-Aus-Schalter, den sie auch selbst bedienen kann.

    Alles in allem kann man sagen, das es eine Bandbreite in der Rasse gibt. Abbie ist wirklich für mein Leben sehr passend und einfach ein super Hund für alle (meine) Lebenslagen. Wenn sie ihre Bedürfnisse erfüllt bekommt.

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  • Für ernsthafte Sucharbeit würde ich immer einen Hund nehmen, der das im Blut hat.
    Labrador, Golden, die schon vorgeschlagenen Jagdhunde.

    "Hüter" lernen das natürlich auch meist schnell, aber es ist ein großer Unterschied zum Jagdhund, wie ich finde.




  • Terri-Lis-07
    Also ich mag Schnauzer an sich super gerne aber ich will nicht unbedingt einen haben xD


    Und klar, ich würde mich jetzt am Trimmfell nicht aufhängen wenn die Rasse sonst gut passt, das is klar. Aber mir fallen da so spontan halt nur Schnauzer und Terrier ein :denker:

    Wenn es nur das Fell sein sollte und dir die Art sonst zusagt würd ich mir wahrscheinlich echt die Pinscher näher anschauen, Deutsche Pinscher und Mittelschnauzer sind sich recht ähnlich.


    Ansonsten gäbe es bei den kurzhaarigen Terriern auch noch den Manchester Terrier, Russells oder Fox. Bei denen kann überall aber Jagdtrieb ein Thema sein und ich würd da nach ner nicht jagdlichen Zucht schauen um die näher kennen zu lernen. Manchester sind in der Terrier Familie bissl was anderes, die haben noch ne Prise Windhund drin und ähneln in mancherlei Punkten eher den Pinschern. Aber zum kennen lernen könnten die natürlich auch ne Idee sein.

  • Eine Bekannte hat 3 AL Aussie und ist sehr aktiv im Hundesport (Zughundesport, THS, RO) und sehr zufrieden mit ihren Jungs, jagdlich gut zu kontrollieren, verträglich. Denke auch, wenn man vom Cattle kommt, sollte Aussie eigentlich händelbar sein.


    Kenne auch einige, die mit Pudel momentan in der Spürhundearbeit unterwegs sind, aber eher übers Internet, daher keine Ahnung wie gut die sich anstellen. Und wenn man Hütis mag, passt Pudel vielleicht eher nicht so.

  • Da inzwischen klar ist, dass nach dem Tod einer meiner Senioren (hoffentlich in >5 Jahren, aber das Leben tut nicht immer was es soll) recht schnell wieder ein weiterer Hund einziehen wird, würde ich mich über Input freuen.

    Erfahrung: Tierschutz rauf und runter, Multimixe, Straßenhunde, aber auch Hunde, die vorher ein Zuhause hatten und ursprünglich vom "Züchter" kamen. Wahrscheinlicher Ausgang ist wieder "braucht ein Zuhause", aber die Gedanke an einen Welpen vom Züchter existiert. Meine Hunde sind alle sehr verschmust (sie können gut alleine bleiben, aber suchen viel Körperkontakt, wenn man da ist), trainieren mit Begeisterung ein bisschen, sind eher auf der sensiblen/ängstlichen Seite angesiedelt (und haben alle da tendenziell Baustellen) und sind ruhig. Allerdings bin auch ich ruhig und gestalte mein Leben so, ich denke gerade die Hündinnen wären wo anders nicht ruhig. Sie können aber tendenziell dennoch gut abschalten, also nicht Typ Mudi. In ihren Stammbäumen häufen sich laut Gentests Pinscher und Pudel.

    Wünsche:

    Ein kleiner (bis 7/8kg), menschenbezogener tendenziell sensibler, aber nicht neurotischer Hund, der gerne (!) ein bisschen arbeitet. Also Hundesport auf Hobbyniveau. Unbedingt sozial und für die Gruppenhaltung geeignet, dabei kein Rabauke - das würde meinen Hunden schaden. Körperkontakt zum Menschen genießen wäre schön, also gerne ein "velcor dog". Nichts, was bekannt ist für ständige Verdauungsprobleme oder besonders anfällig ist für eine Neigung zum Kläffen. Idealerweise kein Scher-/Trimmfell, aber da würde ich notfalls Abstriche machen. Ich muss ja hier nicht erwähnen, dass brachyzephale Rassen raus sind, ebenso alles mit kurzer Lebenserwartung. Hunde mit Qualzuchtmerkmalen, die trotzdem alt werden, könnt ihr vorschlagen - da käme dann aber für mich aber kein Welpe in Frage.

    Bleibt da was an Rassen übrig?:grinning_squinting_face:

    Kann mich meinen Vorredner/innen nur anschließen und einen PRT empfehlen! Meine Hündin passt exakt in deine Beschreibung. Aus einer nicht-jährlichen Zucht sollte da was für dich dabei sein :)

  • datKleene Ich empfinde Aussies ja viel schlimmer und komplizierter als die Cattles |) aber ja… ich müsste mich mit denen mehr und intensiver auseinander setzen.

    Pudel hab ich Tatsache bisschen aufm Schirm, bin aber auch da null im Game und weiss gar nichts.

    "Hüter" lernen das natürlich auch meist schnell, aber es ist ein großer Unterschied zum Jagdhund, wie ich finde.

    Ja klar, da hast du mehr Genetik die dir hilft aber ich kenne viele Hüti’s die super in der Spürhundearbeit laufen - meine eingeschlossen. Und es war absolut kein Problem ihr das beizubringen. Sicher, ein Jagdhund bringt gewisse Sachen mehr mit, klar.

    Terri-Lis-07 Ein Jack Russel würde mich ja vlt auch noch reizen. Pinscher gefallen mir optisch leider gar nicht.


    Elbenwald Deine Maus klingt super gut und ich freu mich dass es bei euch so super klappt. Ich werd mir die Rasse mal im Auge behalten.

  • Für ernsthafte Sucharbeit würde ich immer einen Hund nehmen, der das im Blut hat.
    Labrador, Golden, die schon vorgeschlagenen Jagdhunde.

    "Hüter" lernen das natürlich auch meist schnell, aber es ist ein großer Unterschied zum Jagdhund, wie ich finde.

    Also im WDD Verein sind die aktiv eingesetzten Hunde überwiegend Treib- und Hütehunde. Wenn man sich im Bereich der internationalen Veröffentlichungen um Spürhundeprojekte im Naturschutz umschaut, dann sind da ebenso überwiegend Hütehunde und Terrier verbreitet.

  • Kann man ja machen.

    Es ging mir weniger um "kann man machen", sondern darum dass es ja offensichtlich funktioniert. Was ist denn der große Unterschied dass Jagdhunde dafür viel besser geeignet wären als Hütehunde? Zumal es ja auch nicht DAS Einsatzgebiet in der Spürhundearbeit gibt. Deswegen wundert mich diese so krasse Aussage.

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