Pöbeln - aber NUR an der Leine?

  • Ziva ist zB so. bei ihr liegt es daran dass sie an der Leine eingeschränkt ist in der Kommunikation. sie will mit entgegen kommenden Hunden meist nix zu Tun haben und läuft ohne Leine einfach einen größeren Bogen. mit Leine kann sie das nicht und wenn der entgegenkommende Hund sie auch noch mit dem Blick fixiert fängt sie an zu bellen.
    ich muss gestehen dass ich es mir leicht mache und sie in 99% der Zeit sowieso frei läuft. würden wir wieder in der Stadt wohnen würde ich wohl dran arbeiten. hier am Dorf brauche ich die Leine nur an der Hauptstrasse dran

  • aber hier mal etwas von vor zwei oder drei wochen.
    Hund pöbelt extrem weil auf der anderen straßenseite zwei hunde laufen. Halterin lässt die Leine vom Pöbler fallen - Hund dreht sich zu ihr um und pöbelt nicht mehr.


    Dürfte, mMn, daran liegen ob und wer am anderen Ende der Leine hängt. Das berühmte "ich muss meinen Halter vor allem beschützen", weil der es selbst nicht kann. Die Leine ist auch immer eine Verbindung des Hundes zum Halter und gibt Rückmeldung was der da so treibt.

  • So ist es.Mein Dino ist auch leinenaggressiv - aber, so blöd es klingt: der will nur mit dem anderen Hund spielen :headbash:
    Oder zumindest hallo sagen. Sobald er leinenlos unterwegs ist, ist er anderen Hunden gegenüber erstmal höflich, dann entscheidet die Sympathie. Je nach Hund wird dann zusammen gespielt oder zusammen im Garten rumgeschnüffelt :smile:
    Die meisten Besitzer sind mit solchem Verhalten einfach überfordert, denke ich, oder erkennen nicht, dass ihr Hund ein Problem hat. Hier im DF ist das anders, hier treiben sich ja auch viele Fachleute herum, die das Verhalten schon kennen und Tipps zur Besserung geben können.
    Meistens liegt es nur daran, dass nicht hundegerecht aneinander vorbeigegangen wird. Wenn ein Hund frontal auf einen anderen zukommt, ist das eher eine nicht so nette Geste. Das könnte man mit "Ey alter, was willst du, ich mach dich kaputt!" übersetzen. Wenn dir jemand auf der Straße SO begegnet, würdest du auch erstmal laut werden, was das denn soll usw.
    Der Trick dabei ist: Bogen um den anderen Hund laufen, großflächig ausweichen. Dabei natürlich in einem Radius, der zur Individualdistanz deines Hundes passt. Bei manchen reichen schon 5 m, andere brauchen 30 m, um sich sicherzufühlen.

    Um sowas rauszukriegen, braucht es viel Zeit, Geduld und Durchsetzungsvermögen. Dino treibt mich mit seiner Leinenaggressivität manchmal zur Weißglut, aber es gibt auch Tage, da macht er das für seinen Lernstand suuuuuper und ich möchte ihn dann einfach nur abknutschen. Versteht er nicht, daher gibts dann einfach tolle Leckerli =)

    Hunde sind offline übrigens nicht mehr so leinenaggressiv, weil die Leine den Bewegungsradius des Hundes einschränkt. Er kann dann nicht mehr komplett ausweichen - ohne Leine geht das super. Da kann der Hund dann einen unheimlich großen Bogen um den fremden Hund machen und selbst entscheiden, ob er Kontakt möchte oder nicht.

    Edit: trifft natürlich nicht auf alle Hunde zu, manche haben auch einfach schlechte Erfahrungen gemacht. Sowas muss man immer individuell betrachten.

    spannend, wäre dann bei sowas eigentlich eine schleppleine eine alternative ?

  • Naja, du bist ja schon länger hier. Hast du nicht mal irgendwo mitgelesen?

    nur weil mein account schon länger hier ist, heißt das doch nichts. :ka: also die antwort ist: nein.

    aber ist doch egal ob man einen jungen oder älteren account hat. "ich setze voraus das man das weiß" ist niemals eine gute antwort auf eine Frage. Zumal du ja auch keine Threads verlinkt hast, die antworten geben könnten (:

  • Geht so. Fremdhunde und -menschen treten dann bei der Begegung gerne mal auf die Schleppleine und schon hat der Hund wieder keinen Bewegungsspielraum mehr und muss sich anders Raum verschaffen.

  • hier genau das Selbe!Mala LIEBT andere Hunde mehr als alles andere. Aber an der Leine geht sie so ab, dass ein uns entgegenkommender Hundetrainer meine Freundin danach gefragt hat, wieso mein Hund so aggressiv sei :ugly: .
    Wie du arbeiten auch wir sehr stark daran aber es zieht sich... absolut kleine Erfolge.
    Ich hab ihr mittlerweile ein breites und gefüttertes Martingale Halsband gekauft an dem ich sie festhalte, wenn es einfach zu spät ist, oder keine Ausweichmöglichkeit gibt. Wenn sie sich dann voll reinhängt, bleibt ihr schon mal kurz das Bellen im Halse stecken (nein, es würgt nicht, bzw. höchstens sie selbst wenn sie sich mit vollem Gewicht reinhängt). Grad in der U-Bahn muss sowas ja nicht sein :pfeif:

    Ich kenne den heftigen Auslöser bei Mala allerdings nicht. Es wirkt schon ganz schön heftig dafür, dass sie einfach unbedingt zu dem anderen Hund hinwill. Einen anderen Grund kann ich mir aber nicht vorstellen :???:

    Die Idee mit dem Martingale-Halsband klingt gut - ich werd meinem Dicken für Notfälle ein Halsband mit Griff kaufen. Am Geschirr hat er eh schon einen Griff, damit kann ich ihn auch gut festhalten, aber sicher ist sicher |)

    Bei Dino kenn ich den Auslöser auch nicht. Er ist ein Hund aus dem rumänischen Tierschutz und war davor wohl der klassische Straßenhund. Vielleicht hat er die Hunde einfach immer abgecheckt und ist jetzt sauer darüber, dass das nicht mehr ohne weiteres geht.
    Und ich denke, die Besitzer, die ihn nach DE geholt haben, haben ihm da schlicht keine Grenzen aufgezeigt. In den 2 Jahren, die er bei ihnen war, hat sich das Verhalten natürlich nicht gebessert ... eher gefestigt. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, das Verhalten aus ihm rauszukriegen :pfeif:

  • Also Kira bellt vor Angst. Sie ist allgemein sehr ängstlich und sie hat auch keine guten Erfahrungen mit großen Hunden gemacht. Ich merk es immer wieder an Ihrer Körperhaltung. Passiert aber nur bei Hunden, die sie noch nicht kennt bzw noch nie gesehen hat.

  • Geht so. Fremdhunde und -menschen treten dann bei der Begegung gerne mal auf die Schleppleine und schon hat der Hund wieder keinen Bewegungsspielraum mehr und muss sich anders Raum verschaffen.

    nunja aber wenn man sie halt nutzt ohne drauf zu treten, das war jetzt meine frage. wenn man eh drauf tritt kann man ja auch ne kurze leine nehmen. Aber eben die Schlepp als ausweichmöglichkeit

  • Nein, ein Halsband ist keine gute Idee nur weil es Leinenaggression heißt. :shocked:
    Greift man ins Halsband hat man alle Probleme noch komprimierter.

  • Zum einen wird da bei einer "echten Leinenaggression" die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit an der Leine und/oder Frust mit reinspielen, zum anderen – ich kenne hier wirklich 'ne auffällige Zahl Hunde, wo die Besitzer sagen, dass der "nur an der Leine so ist, ohne ist der ganz lieb."

    Isser dann aber nicht. ;) Das problematische Verhalten zeigt sich da nur anders und wird von den Leuten häufig nicht als solches erkannt. Konkretes Beispiel: Hier gibt's einen dreijährigen Hütehund-Mix, der an der Leine total abgeht – Pöbeln, Springen, Schreien, in die eigenen Besitzer knappsen, etc. – sobald die Leine ab ist, ist der dann leise, aber die Besitzerin sieht nicht, dass der dann einfach auf mobben und fixieren des anderen Hundes "umschaltet". :roll: Ist für den Mensch bequemer, aber jetzt nicht wirklich "netter", weder für den Hund, noch für die Umwelt.

    (Ich lass deswegen bei solchen Leinenpöblern grundsätzlich keinen Kontakt zu meinem Hund zu, auch nicht nach Absprache im Freilauf, da kann der Besitzer noch sooft beteuern, dass der ohne Leine ganz brav ist – zu viele schlechte Erfahrungen gemacht...)

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