Vanessa Bokr - Meinungen und Erfahrungen

  • Hmh. Der Job, zu entscheiden, ob und welche Konsequenzen das für Frau Bokr in Zukunft hat, ist auch schon vergeben. Den haben die entsprechenden Behörden.

    Und wenn die nicht adäquat reagieren (um das zu beurteilen, müsste ich aus meiner Sicht halt bei Weitem mehr wissen, als ich jetzt tue), dann ist das ein Missstand, der offen gelegt gehört. Wenn es dadurch wieder eine tierheimähnliche Einrichtung geleitet durch Frau Bokr geben wird genauso.

    Der Unterschied ist für mich: Missstand in einer oder durch eine Struktur, an der ich teilhabe (da kann ich was machen, wenn ich möchte, also kann ich da einen Teil Verantwortung übernehmen) versus Schuldzuweisung und Strafbemessung gegenüber einer konkreten Person (so lange ich nicht direkt involviert bin, kann ich da auch nichts machen).

  • Für individuelle Entscheidungen trägt die Gemeinschaft die Verantwortung?

    Das ist doch Unsinn.

    Nein, auch das meine ich nicht. Die Gemeinschaft trägt - bei Interesse dafür - die Verantwortung dafür den Rahmen zu ändern, innerhalb dessen individuelle Entscheidungen aufnehmender und abgebender Menschen bisher solche Auswirkungen haben konnten.

    Nochmal: Verantwortung für die Zukunft. Mir gehts darum: Was muss pasieren, damit sowas nie mehr passiert.

    Aber es wird langsam außerordentlich OT, deshalb steige ich aus der Diskussion auch aus. Wer noch Fragen oder Kritik hat: Gerne per PN :smile:

  • Wie gesagt, ich übernehme gerne in meinem Rahmen Verantwortung für die Hunde, die sind ganz sicher unschuldig, soviel steht fest.

    Mein Rahmen ist derzeit eben so, dass ich die Suche der Hunde nach einem geeigneten Zuhause an passenden Stellen ins Gespräch bringe, vielleicht erreicht es jemanden der einen Hund von dort aufnehmen kann und möchte.

    Selber einen aufnehmen, egal woher, kommt einfach nicht infrage, denn es gibt die Kapazität hier nicht, also Nein. Wäre ja auch völlig irrwitzig jemandem vorzuwerfen seine Kapazitäten nicht vernünftig einschätzen zu können und daraufhin selber die eigenen Kapazitäten zu sprengen. Ja, dann muss im schlimmsten Fall getötet werden, ich kann es nicht ändern (aber ich würde in Zweifel jeden Hund auf diesem letzten Weg begleiten, wenn er sonst alleine wäre, da geht es wieder um den Hund, ich kenne das aus meiner damaligen Arbeit als Tfa, ist immer sch*** aber kann ich mit zurecht kommen).

    Und mir persönlich ist es an der Stelle sehr wichtig, dass von den Protagonisten abzuspalten. Das ist für mich der Punkt, wo es einfach um die Hunde und deren Schutz und Zukunft geht. Wenn jemand irgendwo mies und dreckig gehalten, mißhandelt und benutzt wird (allein das "Konzept" führt schon dazu) ist es mir völlig egal wer aus welchen Motiven und mit welchem Hintergrund Täter ist, wie kacke ich seine Einrichtung finde etc., um den Opfern davon zu helfen. Ich kann und will das Opfer nicht am Täter messen. Und für mich gibt es klar erkennbar Opfer und Täter.

    Der handelnden Person hingegen nehme ich kein Mü der Verantwortung für das Desaster ab. Es gibt sicher einige, die sich die Schuhe anziehen müssen, das entweder gedeckt zu haben oder selbst den Blick für den Realität verloren zu haben und damit in der Mitverantwortung sind.

    Ich sähe es allerdings gerne, wenn die gesamtgesellschaftlich finanzierten Behörden der Protagonistin nachhaltig zukünftig verunmöglichen sowas nochmal zu verantworten. Dafür ist nun die Behörde und ggf. Gerichte zuständig. Meine Hoffnung ist aber gering, dass die ihrer Verantwortung nachkommen. Und ich habe keine Ahnung, was ich konkret dafür tun könnte, damit meine Steuergelder auf sowas verwendet werden (was auch für die Nutztierhaltung, den sozialen Bereich (der hier auch die Menschen dazu auffangen müsste) uvm.

    Und wie schon gesagt wurde, die Gesellschaft, wenn man sie fragt, wäre vielleicht schon viel weiter, wenn Politik und Wirtschaft nicht so dicke wären und fröhlich "weiter so" tröten...

  • Aber es gibt doch auch Organisationen die das sehr gut hinbekommen, auch in dem aktuellen unperfekten System und das ohne Tierleid zu verursachen.

  • Weils OT ist, mach ich es mal in den Spoiler.

    Spoiler anzeigen

    Es gibt aktuell einen Fall, der in eine sehr kritische (nennen wir es mal so) Richtung geht.

    Es werden immer mehr Hunde. Alle naselang gibts einen Neuzugang. Man (u.a. ich) redet sich den Mund fusselig! Reaktionen auf Hinweise wie verdrecktes Grundstueck/Haus, Hunde die 0,0 gepflegt werden und wegen Zeitmangel (!) nicht mehr als Gassi bekommen, ziemlich ueble Erziehungsmethoden, TA nur wenn der Hund sonst stirbt, usw. lauten:

    - Wieso zuviel Hunde? Die sehen gut aus, Auslastung braucht nicht jeder Hund und sie kommen doch regelmaessig raus

    - nicht jeder Hund kuscht bei einem 'BUH!'

    - Jedem Gelaende und Haus auf/in dem Hunde leben sieht man es an

    - bisher konnten die TA-Rechnungen gezahlt werden

    - Betreuungsschluessel gibt es bei Privatpersonen nicht

    - nicht jeder Hund braucht ein sauteures Futter. Notfalls kaufen wir mal nen Sack ('wir' sind Leute, die nen Hund hingegeben haben oder es wollen)

    Dem Amt ist alles bekannt, angeblich sind denen die Haende gebunden.


    Missstaende aufzeigen? Wie denn noch? Im DF genug Hinweise geben, damit auch der letzte User ueber Google rausfindet, wer die Person ist? Wohl kaum! Aemter sind informiert. Alle die da irgendwas mit zu tun haben, sind informiert. Die Person wird wieder und wieder und wieder angesprochen, es wird Hilfe angeboten.

    Und es passiert....nichts. Hurra, hurra.

    Sollte es so kommen, wie es sich abzeichnet..joa. Da zeige ich mit dem Finger drauf. Dieses Recht nehme ich mir dann tatsaechlich raus. Und es ist mir tatsaechlich egal, ob das irgendwer nicht versteht. Denn im Gegensatz zu *irgendwer* (nein ich meine niemanden speziell!!), hab ich mir im Vorfeld den A**** aufgerissen um der Person und den Hunden zu helfen!

    EDIT: Ein Hoch auf die Spekulation :roll:

    Ich meine niemanden aus dem DF, sondern eine Person aus meinem Umfeld.

  • Aber es gibt doch auch Organisationen die das sehr gut hinbekommen, auch in dem aktuellen unperfekten System und das ohne Tierleid zu verursachen.

    Ja, selbstverständlich. Und es wäre klasse, wenn man das dahinter stehende Konzept und Know How - und ggf. noch einen ähnlichen Unterstützerkreis - auf alle Einrichtungen übertragen könnte.

  • Für individuelle Entscheidungen trägt die Gemeinschaft die Verantwortung?

    Das ist doch Unsinn.

    Nein, auch das meine ich nicht. Die Gemeinschaft trägt - bei Interesse dafür - die Verantwortung dafür den Rahmen zu ändern, innerhalb dessen individuelle Entscheidungen aufnehmender und abgebender Menschen bisher solche Auswirkungen haben konnten.

    Nochmal: Verantwortung für die Zukunft. Mir gehts darum: Was muss pasieren, damit sowas nie mehr passiert.

    Aber es wird langsam außerordentlich OT, deshalb steige ich aus der Diskussion auch aus. Wer noch Fragen oder Kritik hat: Gerne per PN :smile:

    Da die Gemeinschaft aus Individuen besteht, wird sowas natürlich wieder passieren. Vielleicht nicht mit denselben Beteiligten, dann aber mit anderen.

    Wenn der Einfluss der Gemeinschaft so wäre, wie du ihn wünscht, würden keine Morde passieren, keine Vergewaltigungen, keine Attentate etc.

  • Tucker

    Murmelchen

    Eine Dienstaufsichtsbeschwerde wäre noch eine mögliche und legale Eskalationsstufe. Lobbyarbeit beim Deutschen Tierschutzbund, um solche Themen stärker ins Bewusstsein zu rücken, wäre was Nachhaltiges, was mir einfiele. Nur als Beispiel.

    Aber ich bin hier jetzt auch raus ...

  • Nein, auch das meine ich nicht. Die Gemeinschaft trägt - bei Interesse dafür - die Verantwortung dafür den Rahmen zu ändern, innerhalb dessen individuelle Entscheidungen aufnehmender und abgebender Menschen bisher solche Auswirkungen haben konnten.

    Nochmal: Verantwortung für die Zukunft. Mir gehts darum: Was muss pasieren, damit sowas nie mehr passiert.

    Aber es wird langsam außerordentlich OT, deshalb steige ich aus der Diskussion auch aus. Wer noch Fragen oder Kritik hat: Gerne per PN :smile:

    Da die Gemeinschaft aus Individuen besteht, wird sowas natürlich wieder passieren. Vielleicht nicht mit denselben Beteiligten, dann aber mit anderen.

    Wenn der Einfluss der Gemeinschaft so wäre, wie du ihn wünscht, würden keine Morde passieren, keine Vergewaltigungen, keine Attentate etc.

    Eines der ganz großen Probleme ist, dass wir es in dem Bereich tatsächlich mit einer sehr signifikanten Zahl an Wiederholungstätern zu tun haben.

    Sicher wird es immer einzelne Individuen geben die Mist bauen, aber dass sie das obwohl einschlägig bekannt dann mehrfach wiederholen können sehe ich sehr problematisch. Man sieht der Gefahr ins Auge, stellt sie eindeutig fest um sie dann zu ignorieren (weil man keine Lösungen hat, weil sich speziell in dem Bereich kaum einer traut laut das "Unaussprechliche" aber eben auch Unausweichliche zu sagen und eine Entscheidung zu treffen?)

  • Entweder sind wir ein Wir, oder eben nicht. Wer das Wir aber nicht möchte muss da auch konsequent sein und sich rausziehen.

    Wer nicht der Meinung des Kollektivs ist - dem "wir", der ist auch kein Teil der Gesellschaft?

    Grusselig...

    Also das da rauszulesen ist ja auch schon ne Kunst.

    Mal einfacher: Du willst etwas tun womit du (auf lange oder kurze Sicht) der Gesellschaft Schaden zufügst. Aus dem einzigen Grund weil du das eben willst und dir die Gesellschaft eh latte ist.

    Gut. Dann wunder dich aber auch nicht wenn die Gesellschaft dir dafür die Quittung gibt. Aktion, Reaktion. Ist ne ganz einfache Sache.

    Und wenn dir die Gesellschaft und deren Werte nicht passen, dann steht es dir doch frei dir deine ganz eigene Gesellschaft aufzubauen. Aber halt bitte woanders. Und vor allem ohne die Annehmlichkeiten zu nutzen die eben von der Gesellschaft bereitgestellt werden die du scheiße findest.

    (Also, nicht du persönlich! Sondern eben nur das Beispiel)

    Für individuelle Entscheidungen trägt die Gemeinschaft die Verantwortung?

    Das ist doch Unsinn.

    Tun wir doch eh schon.

    Oder woher glaubst du finanzieren sich Gerichte, Gefängnisse, Polizei und so weiter? Aus Steuergeldern. Und wer zahlt die? Genau, wir.

    Ebenso wollen "wir" halt nicht das Mörder, Vergewaltiger und Co weiter frei in unserer Gesellschaft herumlaufen. Sie treffen ihre individuelle Entscheidung gegen das Gesetz zu verstoßen und "wir" übernehmen die Verantwortung eben dieses nicht zu dulden und zu ahnden.

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