Schleppleine, kurze Leine - viel Disziplin, wenig Disziplin .... ?

  • Ich habe hier auch eine Kandidatin, die überwiegend angeleint unterwegs ist.
    Ich benutze normale Führleinen dann, wenn ich von A nach B will. Außer Leinenführigkeit kann ich an dem kurzen Ding eigentlich gar nichts üben und der Hund hat, auch wenn er schnuppern darf, nur wenig von dem Gang.
    Wirklich was üben, vor allem Rückruf, geht meiner Meinung nach am besten an der Schleppleine. Ich benutze mittlerweile überwiegend die lange Biothaneleine, Je nach Gelände und Trainingswunsch ist es dann die 8, 15 oder 20 Meter Leine.

  • Ich würde auch beide Varianten verwenden. Innerorts/wenn der Hund eng bei dir laufen soll an der kurzen Leine; wenn du Freilauf simulieren willst, an der langen.

    Um die Unterscheidung für den Hund einfacher zu machen, kannst du ja die kurze Leine ans Halsband (außer beim Fahrradfahren natürlich) machen und die lange ans Geschirr.

  • Kann nicht ändern, habe Eure Beiträge aber gerade erst gelesen.

    Also kurze Leine = kein Schnüffeln gibt's ja schon auf der Fahrradrunde mit Herrchen.

    Ich möchte das Ganze auch irgendwie aufsplitten:

    - entspanntes Spazierentrödeln für mich und Hund begleitet mich, ohne dass ich dauernd maßregeln muss
    - Entertainment/Erziehung auf dem Platz mit Spörekes

    Ach, eigentlich möchte ich generell "sorglos" spazierengehen ... und überlege halt, welche Variante für uns auf die Dauer (mit Blick auf evtl. Freilauf) gesehen sinnvoller/besser ist.

  • Also, unser Gelände ist sehr ländlich und ich sammel den Fiffi vorher (Auto, andere Leute) ein und halte ihn dann kurz, es macht also keinen Unterschied, mit welcher Leine ich unterwegs bin.
    Eine kurze in dem Sinne von Stadt usw. brauche ich eigentlich nie.

    Ja, im Endeffekt schreibt das LayNia schon richtig, ich möchte "Freilauf simulieren".
    Das "Rausziehen" brauche ich auch nicht sooo oft, dass es wirklich nervt ... und meine Idee dabei ist ja auch, dass das ihr so unangenehm ist, dass sie besser vorher schon auf's Rufen freiwillig kommt. Oder ist das zu hoch gedacht?

  • Ich würd einen Rückruf nie darauf aufbauen, dass etwas unangenehmes aus dem Weg gegangen wird dadurch.
    Eine der einfachsten Varianten für den Rückruf ist Rückruf = mega fettes geiles Event beim HF.
    Sprich, Hund kommt gern, weil es sich für den Hund lohnt bzw. dort einfach auch die Party abgeht.

    In Hinblick auf zukünftigen Freilauf hilft dir die Schleppleine sicher mehr, aber nicht indem du sie nutzt um den Hund wo raus zu zerren, sondern indem der Hund gesicherten simulierten Freilauf hat und du da alles trainieren kannst, was du für den Freilauf später brauchst. An der kurzen Leine lernt dir der Hund im Endeffekt nix, was er für den Freilauf brauchen wird.

  • - entspanntes Spazierentrödeln für mich und Hund begleitet mich, ohne dass ich dauernd maßregeln muss

    Diese entspannten Trödelspaziergänge finde ich für den Hund auch total wichtig! Finde da raus, mit welcher Leinenlänge das am Besten geht und gib ihr soviel Länge. Damit der Hund auch mal verträumt rumschnuffeln kann und nicht ständig überraschend einen Ruck von der Leine mitkriegt.

    Zwischendurch mal kleine Aufgaben stellen, zusammen was Lustiges machen oder punktuell Aufmerksamkeit einfordern kann man ja trotzdem noch. Die lange Leine ist ja nur dazu da, dass der Hund nicht stiften geht. Nicht dafür, dass sie nur noch stumpf neben Dir her latschen darf.

  • Viele Hunde steigern sich in ihr Jagdverhalten umso mehr hinein, je mehr "Freiheit" sie haben, also je länger die Leine, desto "irrer" könnte der Hund unterwegs sein wenn es arg nach Wild riecht.

    Dito. Wenn Lola im Wald abdriftet, nehm ich sie immer kurz zu mir ran. Ist viel einfacher für sie, hab ich das Gefühl. Nebenher üben wir am Umorientieren, was bei irgendeinem bestimmten Geruch aber noch zu viel verlangt ist.

    Ich hab meinen 8 Monate-Jungspund momentan bei Waldspaziergängen an der Schlepp und finde nicht, dass da jeder "nur " sein Ding macht. Ich trainiere ja dann mit ihm.Umorientierung, Aufmerksamkeit, Rückruf, Spur anzeigen... wir sind da schon beschäftigt miteinander. Da bin ich froh, dass der Große problemlos mitläuft. In freiem Gelände sind beide offline. Kurze Leine nehm ich nur zum Training ( außer natürlich Stadtgänge etc. )

    Und warum willst du überhaupt entscheiden welche Variante du nimmst ? Heute kurze Leine, morgen Schlepp, wie du grad magst?

    Genau. Hier auch Schlepp und eben zusammen was machen. Ich find mal einen Leckerlibaum, ein Mauseloch, belohne Umorientierung zu mir, gehe nicht nur Wege (da orientiert sich Lola auch schlechter, weil der Weg ist ja vorgegeben, wir können nur da lang) sondern auch quer über Wiesen mit Richtungswechseln (da guckt Lola suuuper!).
    Kurze Leine nur in der Stadt. In der Pampa immer Schlepp. Die kann ich zum Üben auch einfach mal kurz fassen und den Rest hinterher schleifen.

    Vielleicht macht konkretes Radiustraining Sinn bei euch?

  • Wenn du unterwegs nicht mit ihr arbeiten möchtest, dass sich etwas an eurem Miteinander verbessert, macht eh jeder nur sein Ding, wie du es nennst, und dann ist es egal, ob du eine kurze oder lange Leine nimmst.
    Wenn es dir, wie du schreibst, zu anstrengend ist, an der kurzen Leine mehr auf sie zu achten, klingt das Ganze eher so, als ob du mit ihr losmarschieren möchtest, ohne generell groß auf sie achten zu müssen. In diesem Fall ist ein Beagle die falsche Wahl gewesen, von vornherein. Da hättest du einen anderen Typ Hund nehmen müssen.

    Und auch wenn man seinen Hund im Freilauf hat, kann man auch nicht nur träumend durch die Gegend tapern, man muss immer gucken, was abgeht. Je nach Hund und Gelände mal mehr, mal weniger. Aber ist es nicht grade das, was einen Hundespaziergang ausmacht, dass man miteinander geht und sich um einander kümmert?

  • Also, unser Gelände ist sehr ländlich und ich sammel den Fiffi vorher (Auto, andere Leute) ein und halte ihn dann kurz, es macht also keinen Unterschied, mit welcher Leine ich unterwegs bin.
    Eine kurze in dem Sinne von Stadt usw. brauche ich eigentlich nie.

    Ja, im Endeffekt schreibt das LayNia schon richtig, ich möchte "Freilauf simulieren".
    Das "Rausziehen" brauche ich auch nicht sooo oft, dass es wirklich nervt ... und meine Idee dabei ist ja auch, dass das ihr so unangenehm ist, dass sie besser vorher schon auf's Rufen freiwillig kommt. Oder ist das zu hoch gedacht?

    Rausziehen würde ich nicht. Sondern dich spannend machen. Dafür brauchste Spiel auf der Leine und dann rufen und vom Hund weg bewegen. Hilft idR. Aber Lola kennt auch "Raus da!" und das lief quasi von alleine. Kommt sie nicht raus da, geh oder laufe ich mal hin, stupse sie an und sage nochmal "Raus da!".
    An das Zerren an der Leine gewöhnt sich der Hund bloß und beim Freilauf ginge das eh nicht. Also versuche ich das so zu lösen als wäre keine Leine dran.

  • Nun, aber zwischen "aufeinander achten" und den Hund ununterbrochen kontrollieren ist aber schon ein deutlicher Unterschied ...


    Rausziehen würde ich nicht. Sondern dich spannend machen. Dafür brauchste Spiel auf der Leine und dann rufen und vom Hund weg bewegen. Hilft idR. Aber Lola kennt auch "Raus da!" und das lief quasi von alleine. Kommt sie nicht raus da, geh oder laufe ich mal hin, stupse sie an und sage nochmal "Raus da!".An das Zerren an der Leine gewöhnt sich der Hund bloß und beim Freilauf ginge das eh nicht. Also versuche ich das so zu lösen als wäre keine Leine dran.

    Das ist ja auch mein Ansatz ... eigentlich ... aber da habe ich die Rechnung ohne den Hund gemacht ... dem ist beim "sich in die Büsche schlagen" alles andere pupsegal (Leckerlies, Frauchen, Spielzeuge, Party machen owai).

    Hm, also im Endeffekt evtl. noch länger Geduld ... wenn Hund im Gebüsch, Leine stramm und dann? Rufen, bis sie kommt - also nicht "angeln" (zerren)?

    Aber z.B. ein "Raus da", wenn es denn klappen würde, könnte ja auch in mehrere Richtungen ausgeführt werden (so denkt zumindest mein Hund ;-) ).


    Vielleicht macht konkretes Radiustraining Sinn bei euch?

    Was ist Radiustraining?

    Also, nicht, dass Ihr mich falsch versteht, ich möchte schon mit dem Hund arbeiten, aber eben nicht "immer" und auch nicht abends auf der Gassirunde, wenn ich total schlapp von der Arbeit bin.

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