Schleppleine, kurze Leine - viel Disziplin, wenig Disziplin .... ?

  • Du sprichst mir aus dem Herzen!
    Aha? Du überholst Deine Maus dann, verstellst ihr sozusagen den Weg? Oder wie hast Du das gemacht?
    Meine bleibt ja z.B. im Unterholz nicht festschnüffelnd stehen, sondern verfolgt schnellhundetrabend eine Spur.

    Da muss man schon mal flott werden. :p Ja richtig, die laufen dann recht flott - bis die Leine eben zuende ist und bewegen sich dann dort, im äußersten Radius, zackig hin und her mit der Nase im Boden :roll: Ich hab mich dann an der Leine entlang gehangelt, hab drauf geachtet dass sie nicht in seine Richtung locker wird (hätte ihn bestätigt) und bin dann vor ihn getreten, hab ihn deutlich angesprochen ("Hey! Raus da!",nicht laut, aber kein Gesäusel vom Tonfall her).
    Freundlich ansprechen, ab/umlenken hab ich anfangs versucht, wenn ich angekommen war. Wenig bis keine Reaktion, er blendete mich direkt wieder aus und wühlte an der kurzen Leine weiter, dann eben um mich herum, versuchte auch mich wegzuschieben, meine Füße standen an einer interssanten Spur :D

  • Ich hab mich dann an der Leine entlang gehangelt, hab drauf geachtet dass sie nicht in seine Richtung locker wird (hätte ihn bestätigt) und bin dann vor ihn getreten, hab ihn deutlich angesprochen ("Hey! Raus da!",nicht laut, aber kein Gesäusel vom Tonfall her).

    Ah, so! DAS probiere ich gleich heute aus ... das erscheint mir für uns sehr zielführend.

    Wie alt ist deine Maus?

    Beagle haben die Nase viel unten, aber eventuell machst du auch zu viel mit ihr? Wieviel Ruhe hat sie? Wieviel Beschäftigung im Haus?

    Gut 2 Jahre ... dieser hat die Nase wirklich ständig unten ... nö, m.E. zu viel nicht.
    Im Moment geht's morgens (wenn's nicht zu kalt ist) auf ca. 3 - 4 km Fahrradrunde (Tempo gibt der Hund vor, meist flotten Trab) und ich gehe nachmittags ca. die gleiche Strecke nochmal zu Fuß und mache abends noch ein bisschen Leckerlietricks mit ihr (max. 10 Minuten).
    Dazwischen ein paar 100 m für Pipi ... und/oder je nach Wetter mehr oder weniger viel Garten ...

  • Beschäftigst Du dich gemeinsam mit ihr auf dem Gassi? Bietest Du ihr denn etwas ähnlich spannendes/lohnendes wie "Nase runter-GO!"?

    Nö, beim Spazierengehen will ich eigentlich nur den lustigen Hund beobachten und ... entspannt schlendern ... also kein Dauer-Entertainment (das gibt's halt zu anderem Zeitpunkt).
    Eigentlich sollte doch Schnüffeln (okay, aber nur entlang dem Weg ...), Leckerlies abholen und Gekuschelt werden (bei Rückruf, wenn's notwendig ist) während des Spazierganges interessant genug sein?

  • Eigentlich sollte doch Schnüffeln (okay, aber nur entlang dem Weg ...), Leckerlies abholen und Gekuschelt werden (bei Rückruf, wenn's notwendig ist) während des Spazierganges interessant genug sein?

    Für den Hund sicher, um ihr eigenes Ding zu machen und sich dafür auch noch Belohnungen abzuholen. ;)

    Was dein Ziel ist, für dich und den Hund, musst du wissen.
    Mit "mach mal dein Ding und schnuffel herum" wirst du wahrscheinlich nie nen kontrollierten Freilauf erreichen.
    Es gibt leider Hunde, mit denen ist entspannt schlendern ganz lange (oder sogar nie) nicht möglich. Kommt halt drauf an, wie man damit umgehen mag.

  • Um's mal ganz klar zusagen:
    Das "Endziel" sollte sein, dass sie frei am Pferd mit ins Gelände geht, wie meine früheren Hunde (Mixe, allerdings von Welpe an bei mir).

    Davon sind wir aber meilenweit entfernt, wenn es überhaupt jemals geht.

    Für mich steht beim Spaziergehen/Freilauf oder wie auch immer man es nennen möchte, ganz oldschool immer die Bewegung im Vordergrund, weniger eben Entertainment oder 90 % "aufeinander achten".

    Letzteres trainieren wir auf der Wiese, beim Fährtensuchen o.ä..

    Ich trenne das irgendwie in "Arbeit" und "Entspannung" ...

  • Den Reitbegleithund wirst Du, wenn Du weiter machst wie bisher, vermutlich vergessen können. :hust: Ist gar nicht bös gemeint.
    Dein Beagle macht draußen permanent, wofür er gemacht wurde - Spuren finden und ewig nachgehen, egal was im Weg ist, Wetter egal, Dornen egal.
    Das ist Teil seines Jagdverhaltens, er geht weniger auf Sicht von Wild jagen. Das würde er auch ohne Dich genau so durchziehen (und dabei mächtig Spaß haben), Du bist dafür nicht nötig, kannst eigentlich auch daheim bleiben, mit Rückruf etc unterbrichst Du ihn nur irgendwie nervig bei "der Arbeit". :D

    Für den Freilauf brauchts Kontrolle, gerade beim eigenständigen Jäger, der eigentlich ganz gut ohne Mensch parat kommt. Das geht nicht ohne Training. Hund sollte ein zuverlässiges "Stopp" beherrschen, Rückruf -egal was da des Weges kommt. Das ist das Mindeste.
    Das wirst Du aber mit: " gemütlich schlendern und den lustigen Hund beobachten" nicht erreichen.
    Ich kenne nun einige Beagle, die Freiläufer (auch die mit viel Jagdtrieb) leben alle bei Leuten, die mit dem Hund regelmäßig "arbeiten". Um für den Beagle draußen interessanter zu sein als sein Job (nichts anderes verlangst Du ja, wenn Du ihn beim Schnüffeln unterbrichst) muss man schon bereit sein, was zu tun.

  • Hm, ja, Du beschreibst das alles sehr gut ... (leider ;-) )

    ... also muss zwangsläufig JEDER Spaziergang zum Training werden? Immer, auf Dauer? Oder nur, bis die Kommandos sitzen?
    Ist das nicht auch für den Hund sehr nervig?

    Und die Teilung "chillige Spaziergänge" und "Arbeit" geht nicht so einfach, wie ich mir das vorstelle?

    Eigentlich kenne ich das von früheren Hunden so, dass sie unheimlichen Spaß am Laufen hatten und das für sie schon das Highlight war, daneben noch ein bisschen Hundezeitung lesen und ein paar Artikel selbst schreiben ...

    Mit dieser ständigen Überwachung und Gehorsam einfordern hätte ich die irgenwie total vergrätzt ..
    Ehrlich, wenn ich so manche Hundemamis und/oder -trainer sehe, wo die Hunde permanent am Rockzipfel hängen und die Menschenhände keine Sekunde aus den Augen lassen, das ist doch ... äh ... doof

  • Es gibt Hunde oder Einsatzzwecke die brauchen das schlicht und einfach.
    Um Stress rauszunehmen, Kontrolle reinzubringen etc. :ka:

    Und wie schon geschrieben, wenn sie Reitbegleithund werden soll, würd ich jeden Spaziergang zum Training machen, du brauchst es.

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