Jagd, Hege, Naturschutz und mehr - allgemeine Diskussion

  • Ich hab grad auf die schnelle noch nix gefunden, schau aber gleich nochmal genauer nach!!

    Aber seine Thesen sind im prinziep:

    • Alte Tiere bejagen nicht sinnvoll → deren besetztes Revier wird frei → evtl neue Krankheiten
    • Bejagung komplett einstellen → Jungtiere wandern mehr ab, da alte Tiere die jungen aus ihren Revieren vertreiben → geringere Fuchsdichte
  • Ja das ist klar. Aber gerade weil eben der Lebensraum so eingeschränkt ist, muss man ihnen helfen, dass nicht noch zusätzliche starke Einschränkungen vorhanden sind.

  • Das sehe ich als größtes Problem an..diese Riesenmonokulturen ohne jegliche Hecken usw....der geeignete Lebensraum ist einfach völlig weg. Da sehe ich keinen Sinn eine Rebhuhn/Fasan whatever Population künstlich aufrecht zu erhalten, wird eh nix

  • Und vorausgesetzt die Bodenbrüter haben gegen die Landwirtschaft eine Chance.

    Das sehe ich als größtes Problem an..diese Riesenmonokulturen ohne jegliche Hecken usw....der geeignete Lebensraum ist einfach völlig weg. Da sehe ich keinen Sinn eine Rebhuhn/Fasan whatever Population künstlich aufrecht zu erhalten, wird eh nix

    Es soll ja noch Lebensräume geben, die passend sind für die jeweilige Art.

    In dem Revier was ich als Beispiel genannt habe ist es so, dass Rebhühner da einen guten Lebensraum hätten/haben.

    Oder bist du der Meinung, dass man keine Arten schützen sollte, die es nicht von selbst schaffen zu überleben? (ist nicht ironisch gemeint, auch wenn es sich so liest)

  • Der DJV als Quelle ist halt echt nicht wirklich ideal, und weit entfernt von unbiased.

    Gibt es zu denn zum Thema wirklich keinerlei unabhängige Studien? Das fände ich ja sehr traurig.

    Es gibt allein deshalb keine aussagekräftigen, breit aufgestellten Studien, weil Füchse fast überall bejagt werden. Da müsste man ja erstmal über einen sehr langen Zeitraum entsprechende Forschungsbedingungen haben - also keine Fuchsjagd, dennoch gut besiedeltes Gebiet, normales Nahrungsangebot etc.

    Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass auch die Untersuchungen, die einen positiven Einfluss der Fuchsjagd behaupten, mit Vorsicht zu genießen sind.

    Ich persönlich bin nicht einmal strikter Jagdgegner. In gewissem Rahmen halte auch ich sie für unverzichtbar.

    Aber: man schaue mal in die einschlägigen Jagdzeitschriften mit vergleichsweise hoher Auflage. Da liest man zur Fuchsjagd nicht selten Argumente, die sich auf "Jagdfreude", "Spannung", "Herausforderung" etc beziehen. Das hat jetzt mit Artenschutz eigentlich gar nichts zu tun. Und sehr oft werden Füchse nicht nach bestimmten Vorgaben bejagt. Da werden die alten Fähen geschossen, deren Platz schneller als man denkt durch mehr als eine Jungfähe ersetzt wird.

    Hier, wo ich wohne, kenne ich einige Jäger. Seit längerer Zeit werden hier einvernehmlich kranke Füchse geschossen, ansonsten nur dann, wenn sich ein Fuchs auf Hühnerställe oder ähnliches spezialisiert hat. Eine Überpopulation scheint es nicht zu geben.

    Und genau das stört mich: meines Erachtens ist die Zahl der Jäger, die das Experiment wenigstens wagen wollen, zu klein.

  • Kann mir hier vielleicht jemand eine gute und umfrangreiche Internetseite zum Leben/Verhalten von Rotfüchsen empfehlen?

  • Wer von den Jägern hier hat traditionsgemäss den ersten Mai zur Bockjagd genutzt? Was haltet ihr davon, dass in manchen Bundesländern die Jagdzeiten für Rehwild verschoben werden sollen? Ich muss sagen, ich bin selbst kein Freund von dem Run am 1. Mai. Männe hat mich genötigt. Wir waren vor drei Wochen im neuen Revier und haben dort an den Orten, an denen wir saßen mehrere Böcke gesichtet. Und wie Männer so sind, hatte er Angst, dass die jemand anders erlegt, wenn er am 1. Mai nicht da ist... :roll:... Ok, bei 25 Begehern (sehr grosses Gebiet) nicht ganz unberechtigt, aber wie es aussieht war ich tatsächlich die einzige, die einen erlegt hat. Ein Jährling im ersten Büchsenlicht... Zerlegt ist er schon (wir lassen das Fleich im Kühlschrank reifen) und die Knochen stehen auf dem Herd zum Auskochen für den Hund.

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