Erziehungsfrage, bitte um Rat
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Gast98216 -
4. Januar 2019 um 11:38 -
Geschlossen
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Hallo liebes Forum -
bevor ich zu meinem Anliegen komme, kurz ein paar Informationen über mich, die hier von Relevanz sind.
Ich wuchs mit Hunden auf und habe auch für zwei meiner ehemaligen Hunde die BH1 erfolgreich absolviert.
Meine Hunde habe ich immer gewaltfrei, nonverbal mit positiver Bestärkung erzogen.
Primär war ich aber immer daran interessiert Bindung zu schaffen.
Ich hatte schon den ein oder anderen Pflegehund: JRT, Weiße Schäferhunde, Amstaffs und einen Pitty.Mein Hund verstarb leider 2018.
Weswegen sich mein Anliegen auch an die richtet, die Erfahrung mit der Erziehung, insbesondere Erfahrung mit der Erziehung eines Ridgebacks haben.
Als Kind war es bereits mein Wunsch irgendwann einen Ridgeback zu halten und selbst zu erziehen. Normalerweise holte ich meine Hunde entweder aus den Tierheimen/Tierschutz oder half meinen Vater und Freunden.
Den Ridgeback holte ich mir von einem VDH-Züchter.Es wurde eine Hündin, die mich aussuchte und als ich sie als Welpe kennen lernte war sie sehr freundlich, kontaktsuchend, vor allem sehr ruhig und verschmust.
Wir besuchen die Hundeschule und alles läuft soweit ich wirklich super, ich frage hier eher wegen kleineren Dingen. :-)
Sie ist sieben Monate alt und sehr klug, gelehrig, zuhause sehr ruhig und angepasst wenn ich im Raum bin.Und hier startet bereits mein Anliegen:
In meiner Vergangenheit mit anderen Hunden war das so, dass einmal Regeln akzeptiert... Wurden sie eingehalten, auch wenn ich nicht im Raum war.Sobald ich den Raum verlasse, aufs Klo muss, baden gehe oder ähnliches, macht sie was sie will.
Das würde ich gerne unterbinden, aber auf bisherige Versuche reagiert sie mit Ignoranz.Das nächste Thema ist Leinenführigkeit.
Meine alten Hunde leinenführig zu bekommen war immer wirklich einfach.
Richtungswechsel, stehen bleiben wie ein Baum, Orientierung arbeiten mit Spielzeug etc... Fuß etablieren.
Ich arbeite mit meiner Hündin nun schon seit fast drei Monaten an die Leinenführigkeit.
Sie zieht nicht wirklich, aber sie geht nach vorn. Möchte ich nicht. Sie soll neben mir und auf Kommando hinter mir laufen.Weg blockieren bringt nichts... Sie korrigiert sich zwar und geht von allein nach hinten, aber direkt danach, geht sie wieder nach vorn.
Fehlverknüpfungen mit Futter kann es nicht geben, da ich die Leine nicht mit Futter belohne.
Ich belohne verbal mit Streicheleinheiten, wenn sie erwünschtes Verhalten zeigt.Das nächste Problem ist ihre Empfindsamkeit:
Während ihr Silvester völlig egal war und mir einen herunterfallenden Schlüsselbund bringt und sich davor nicht erschreckt, sie es völlig kalt lässt...
Ist sie hingegen bei anderen Dingen wirklich teilweise schreckhaft, sehr unsicher und extrem skeptisch.Sie muss ja keine anderen Menschen lieben. Dass das Verhalten rassebedingt ist weiß ich ja: Zurückhaltung.
Aber sie braucht wirklich einen größeren Radius Freiraum, wenn wir aufm Bürgersteig an anderen vorbei gehen.
Was manchmal problematisch ist, wegen der Straßen.
In der HuSchu zeigt sie dieses Verhalten nicht, da sie alle kennt.
Auch als ich sie als Welpe holte zeigte sie dieses VErhalten nicht. Sie freundlich, offen und aufgeschlossen und kam sofort zu mir und meinem Vater und wollte gestreichelt werden.In solchen Situationen gehen wir einen Schritt zurück und dann plane ich Routen, wo sie mehr Platz zum ausweichen erhält. Damit Vertrauen zu mir gefestigt wird.
Im Moment tarieren wir sehr viel aus. Mal gehts besser, dann zeigt sich Fortschritt, danach wieder Rückschritt...Hundebegegnungen laufen altersprogressiv ab.
Sie will hin zu anderen Hunden. Darf sie aber nicht ohne Kommando, wir wollen keinen Leinenkontakt, wir gehen weiter, insofern das möglich ist.
Das ist aber auch keine Baustelle. Noch nicht jedenfalls.Davon ab bin ich zufrieden, aber auch ratlos bzgl. der Baustellen.
Ausm Sozialspiel lässt sie sich problemfrei abrufen, Schleppleine wird immer besser und die Orientierung ohne Leine stellt mich mehr als zufrieden.Ich verstehe nicht, welches Problem sie mit meiner Führung an der Leine hat.
Irgendwas MUSS ich falsch machen. Ich bin ein ruhiger und sehr geduldiger Mensch... Aber langsam stoße ich an meine Grenzen.
Druck kann ich auf sie nicht ausüben, sie beschwichtigt unglaublich schnell, um danach wieder komplett sich im Gegenteil zu zeigen:
selbstbewusst nach vorn. (Schwanz oben, weiche aber zielgerichtete Körperbewegungen).
Mit anderen Hunden versteht sie sich im Übrigen wirklich super.Natürlich zweifel ich im Moment etwas an mir selbst.
Ich weiß aber, dass die Rasse RR ja nicht einfach sein soll und das wusste ich ja vorher.Ich persönlich arbeite immer erst abends, autonom, weswegen ich den gesamten Tag Zeit habe.
Stressen tun wir uns hingegen nicht. Gestern taten wir gar nichts, weil das Wetter richtig arg beschissen war, Glatteis, viel Schnee und Sturm; heute früh war die Gassirunde durchaus sehr ausgedehnt.
Ich wohne in einem Dorf, die Umgebung ist relativ reizarm (wir gehen allerdings in der Woche zweimal in die Stadt, um sie an den ganzen hirnrissigen Lärm zu gewöhnen). Das machen wir nicht radikal, sondern Schritt für Schritt.Vielleicht gibts hier einige Tipps und Ratschläge.
PS: Ich weiß, dass sie solangsam in die Pubertät kommt, von daher wäre das Verhalten normal.
Trotzdem müssen Regeln eingehalten werden und ich hatte bisher mit Junghunden, die pubertär waren nie vergleichebare "Probleme".
Ich weiß, dass es nicht am Hund liegt. Es muss an mir liegen.
Ich frage mich nur: was?Danke!
lg
kleev
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Hallo,
hast du hier Erziehungsfrage, bitte um Rat schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Hattest du denn schon häufiger Welpen und Junghunde oder eher ältere Vierbeiner?
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Sie ist jetzt mein vierter den ich groß ziehe :)
Und auch die größte Herausforderung, die Süße. -
Wieso kann ich denn jetzt Pinky nicht markieren? Sie hat zwei RR.
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@Pinky4
Ich hab markiert. -
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Meine Erfahrung mit meinen drei Hunden ist: Jeder Hund ist anders. Wenn du vier Hunde hattest die einfach zu erziehen waren dann kann der fünfte durchaus eine Herausforderung sein.
Ich passe mich auch immer an meine drei Hunde an was mein Verhalten angeht.
Fehlverknüpfungen mit Futter kann es nicht geben, da ich die Leine nicht mit Futter belohne.
Ich belohne verbal mit Streicheleinheiten, wenn sie erwünschtes Verhalten zeigtSind die Streicheleinheiten in dem Moment in dem die Hündin auf deiner Höhe läuft eine Belohnung für die Hündin? Es gibt ja Hunde die mögen es nicht draußen gestreichelt zu werden und ein Lob ist zwar "nett" aber es gibt noch eine besser Motivation. Vielleicht wäre deine Hündin über Futter gut zu motivieren?
Sobald ich den Raum verlasse, aufs Klo muss, baden gehe oder ähnliches, macht sie was sie will.
Das würde ich gerne unterbinden, aber auf bisherige Versuche reagiert sie mit Ignoranz.Was soll sie denn machen wenn du nicht im Raum bist?
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Zu langsam
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Meine Erfahrung mit meinen drei Hunden ist: Jeder Hund ist anders. Wenn du vier Hunde hattest die einfach zu erziehen waren dann kann der fünfte durchaus eine Herausforderung sein.
Ich passe mich auch immer an meine drei Hunde an was mein Verhalten angeht.
Sind die Streicheleinheiten in dem Moment in dem die Hündin auf deiner Höhe läuft eine Belohnung für die Hündin? Es gibt ja Hunde die mögen es nicht draußen gestreichelt zu werden und ein Lob ist zwar "nett" aber es gibt noch eine besser Motivation. Vielleicht wäre deine Hündin über Futter gut zu motivieren?
Was soll sie denn machen wenn du nicht im Raum bist?
Das stimmt, da hast Du recht.
Sie darf im Grunde nicht in jedes Zimmer. Im Bad möchte ich gerne meine Ruhe haben.
Jetzt habe ich das aber umgestaltet und nehme sie mit ins Bad und lass sie sich auf ihre Decke ablegen.
Während ich mein Zeug mache.Ich erwarte ja keinen blinden Gehorsam, nur, dass Regeln befolgt werden.
Das gibt nicht nur ihr Sicherheit, sondern auch mir. Sie darf gerne ihren eigenen Willen behalten.Am Anfang nutzte sie die Möglichkeit des Kongs. Die Sache ist halt, ihr wird schnell langweilig.
Mental machen wir angemessen viel. Sie lernt auch sehr schnell. Absitzen, bleiben, Dummy verstecken, suchen und holen und fallen lassen macht sie bereits ganz brav.
Es sind wie gesagt kleine Dinge. Für andere ist das wohl kein Problem. Für mich aber schon.Zu langsam
Sie muss sich an mir orientieren. Freilauf bekommt sie genug. An der Leine erwarte ich allerdings Ruhe.
Genau wie daheim. Langsam zu laufen fordert den Hund ja auch... Vor allem auch mental.
Nur weil sie schneller laufen will, fange ich nicht an mit rennen!lg
PS: Danke für die Verlinkung.
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Ich muss schon etwas schmunzeln. Du beschreibst in meinen Augen einen völlig normales Exemplar dieser Rasse. Genau das wolltest du ja, oder?

Das Erziehungsschema Deiner vorigen Hunde geht bei diesem Hund nicht. Hast Du einen Trainer, der wirklich Ahnung von diesem Typ Hund hat?
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@kleev: Ich glaube, du hast gar kein Problem - außer vielleicht, etwas Ungeduld deinerseits.
Das liest sich doch alles sehr gut und nicht so, als würdest du irgendwas falsch machen. Solange du Konsequenz beibehältst, also einen verlässlichen Rahmen schaffst, werden sich einige Sachen mit jeder Wiederholung bessern.An der Leine würde ich mal was anderes versuchen als Streicheln. Wenn Futter die bessere Wahl ist - warum nicht?
Geh einfach individuell auf deinen Hund ein - damit lässt sich oft sehr viel erreichen.
Und nimm mal ein wenig den Druck für euch beide raus. Ein 7 Monate alter Hund, der jederzeit hochkonzentriert an der Leine laufen soll? Da erwartest du schon ganz schön viel, finde ich. - Vor einem Moment
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