„Hier“ funktioniert einfach nicht

  • Hallöchen!

    Leni ist jetzt bald 4 Monate alt und macht uns sehr viel :applaus: Freude ...das Einzige, das einfach nicht klappt ist das meiner Meinung nach sehr wichtige „hier“.... auch mit einem Leckerli kommt sie einfach nicht, obwohl es in der Welpenschule fast immer klappt. Zu Hause, z.B. In der Tiefgarage, wir wollen wegfahren und sie läuft frei, kommt sie einfach nicht her sondern immer nur so weit, dass ich sie nicht erwische und ins Auto setzen kann...obwohl ihr Kumpel Spiky schon im Auto ist. Auch nach dem Spielen auf der Freilaufwiese weigert sie sich und ich muss sie immer irgendwie in die Schleuse locken und sie dann einfangen. Dieses Herkommen auf mein „hier“ ist für mich eigentlich das wichtigste Kommando, und ich weiß, sie ist noch klein, aber vielleicht habt ihr einen guten Tipp für mich. Die Trainerin aus der Welpenschule kann ich erst in 2 Wochen fragen, da wir da erst wieder Unterricht haben, aber ich möchte nicht so lange warten.

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe :hilfe:

    GLG Babsi

  • Wie übst du das denn ?

    Wenn meine Welpen nicht gekommen sind, bin ich dann nach dem 3ten mal rufen einfach gegangen. Hörbar und schnellen fußes, da kamen beide immer irgendwann hinterher. Einfangen oder das ICH den Hund austricksen muss da hab ich mir nie drauf eingelassen. Ich habe nie ein Spiel daraus gemacht. Also ganz simpel "du kommst nicht? Ok dann gehe ich ohne dich" . Kein zurück sehen gar nichts.

    Viele Hunde machen sich einen Spaß wenn der Halter dann hinter rennt.

    An deiner Stelle würde ich den Hund auch nur da laufen lassen wenn der Rückruf noch nicht sitzt wo er sich nicht in Gefahr bringen kann. Die Einfahrt beim Auto würde der Hund bei mir an der Leine verbringen müssen. Schleppleinen sind ja wunderbar dafür.

  • Na, mit 16 Wochen kannst du nix erwarten!

    Dein Hund macht aktuell vielleicht daraus ein Spiel, oder er ist mental völlig hinüber und kann nichts mehr (nach der Hundewiese ist der garantiert hinüber weil das wahrscheinlich viel zu viel ist) und in der Tiefgarage findet er es vielleicht auch einfach gruselig, wenn du dich bückst.

    Also mach eine leichte Leine ans Geschirrchen damit er nicht einfach abhauen kann in de rGarage.

    In der Hundehaltung ist oftmals das Vorausschauen wichtiger als das erziehen! Also überlege dir, wie du Konflikte im Voraus vermeiden kannst. Dann habt ihr alle weniger Stress.

  • Leni ist noch sehr klein und verspielt, Du musst ihre Erziehung in kleine Schritte aufbauen und nicht erwarten, dass sie gleich auf "Hier" reagiert.
    Übe mit ihr das Hier in einer ruhigen Situation ohne Ablenkung, z.B. zu Hause im Wohnzimmer.


    z.B. In der Tiefgarage, wir wollen wegfahren und sie läuft frei, kommt sie einfach nicht her sondern immer nur so weit, dass ich sie nicht erwische und ins Auto setzen kann

    Behalte sie in der Tiefgarage vor dem Einsteigen an der Leine und lass sie nicht frei laufen.
    "Einfangen" solltest Du sie niemals... sobald Du versuchst, sie einzufangen, fasst sie das als Spiel auf. Sie muss auf Dein Locken herkommen zu Dir, so dass Du sie ganz ruhig anleinen kannst, niemals ruckartig nach ihr fassen geschweige denn sie "einfangen."


    Auch nach dem Spielen auf der Freilaufwiese weigert sie sich und ich muss sie immer irgendwie in die Schleuse locken und sie dann einfangen.

    Auch hier dasselbe... nicht "einfangen", mach Dich selber interessant (Guteli, Spieli, ihr Kumpel, etc.), lass sie herankommen, belohne sie und leine sie dann ruhig und unter Loben an. Befreie Deine Gedanken völlig von "Einfangen."

    Je mehr Du sie anlockst und dann einfängst (sie rennt weg, Du packst sie, so interpretiere ich das), desto mehr sieht sie das als Jäger- und Beutespiel und desto vorsichtiger wird sie und vermeidet es, überhaupt nahe genug zu Dir her zu kommen.

  • In der Hundehaltung ist oftmals das Vorausschauen wichtiger als das erziehen! Also überlege dir, wie du Konflikte im Voraus vermeiden kannst. Dann habt ihr alle weniger Stress.

    Absolut!


    Und wie trainiert ihr den Rückruf?
    Lohnt es sich für den Kleinen wenn er kommt?

  • Was hat sie denn zu erwarten, wenn sie kommt? Dass du sie anleinst und der Spaß vorbei ist?
    Das ist nämlich der Klassiker bei solchen Problemen ;)

    Du solltest deinem Hund vermitteln, dass bei dir der Spaß erst richtig anfängt. Also freu dich, renn eine Runde mit ihr, zergel eine Runde etc., was deinem Hund halt Spaß macht. Aktuell scheint nicht zu kommen höherwertig für sie zu sein als zu kommen.

    Damit du sie nicht jedesmal einfangen musst und somit erst recht zum Spielverderber wirst, würde ich eine leichte Schleppleine benutzen. Wenn sie nicht komm, kanns du sie dir so kommentarlos herangeln.

  • Wenn ich zuhause in der Tiefgarage zum Auto gehe, ist mein Junghund immer an der Leine. Er würde da nämlich auch nicht kommen und ins Auto steigen. Hab ich einmal ausprobiert und mach ich so schnell nicht mehr :tropf: Also einfach Leine dran.
    Beim vom Auto in die Wohnung gehen kann er ohne Leine sein.

    Ich habe den Rückruf immer sehr hochwertig belohnt (Hühnerfleisch, Käse usw.) oder mit Pauli gespielt. Dann durfte er auch gleich wieder zurück in den Freilauf. Also für ihn bedeutet der Rückruf nicht, dass der Spaß vorbei ist.
    Ruf Leni auch einfach mal so, hab kurz Spaß mit ihr, und dann schick sie gleich wieder in den Freilauf.

  • Kann mich in vielem den Vorschreiber/innen nur anschließen. Ich würde mich auch nicht auf den Folgetrieb verlassen und - ich sag jetzt mal provokant - auf Gedeih und Verderb überall Freilauf zulassen. Zum einen erkunden Hundekinder gern die Welt, zum anderen sind einige eigenständiger als andere (wir haben auch so ein Exemplar).

    Dass der Rückruf das wichtigste Kommando ist, da gebe ich dir recht. Aber es ist nicht zwingend ein Kommando, das schon im Welpenalter in dieser Form aufgebaut werden muss.

    Ich würde an deiner Stelle so vorgehen: Rufe euer Rückrufkommando immer nur dann, wenn du sicher bist, DASS der Hund kommt. Hört sich total irre an, hilft aber ungemein. Beispiel: Das Hundekind bewegt sich einige Meter von dir fort und kommt von selbst wieder zurück. In dem Moment, wo Leni zu dir kommt, rufst du euer Rückrufkommando. Ist sie bei dir, wird gelobt und belohnt (bitte aber erst dann und nicht schon beim Kommen :bindafür: ). Und so steigerst du das Stück für Stück. Aber ganz, ganz langsam.

    Ein weiterer Tipp von mir wäre: Das Zurückkommen muss sich immer lohnen. Also auch dann, wenn Leni nicht sofort kommt. Wir machen das so: Hört Nemo nicht auf den Rückruf, kommt aber irgendwann trotzdem, gibt es zwar eine Belohnung. Aber danach - mit etwas Verzögerung - kommt die Leine dran. Sprich Hund verknüpft (hoffentlich) das Kommen mit "oh klasse, gibt was tolles bei Frauchen". Und für mich gibt es dann - mit etwas Verzögerung - die Sicherheit via Leine.

    Ansonsten: In unübersichtlichen Situationen nie freilaufen lassen. Zumindest nicht, solange du nicht weißt, ob das Hundekind auch wirklich auf dich in der Weise reagiert, wie du es in dem Moment brauchst. Lieber also einmal zuviel die Leine dran als einmal zu wenig.

    Später kannst du dann - wenn du magst - noch in aller Ruhe die Pfeife aufbauen. Aber auch das braucht Geduld und viel Zeit, sollte drinnen (z.B. bei der Futterschüssel) auf- und ausgebaut werden und erst, wenn es drinnen unter Ablenkung in allen Zimmern sitzt, nach draußen verlagert werden.

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