Woher kommt die irrationale Angst?

  • Als ich mir Pixel angeschafft habe, dachte ich eigentlich ich müsste sie regelmäßig vor kleinen Kinderhänden schützen, aber irgendwie mache ich die total gegenteilige Erfahrung, jedenfalls hier bei uns.
    Vor allem Mädchen haben panische Angst vor ihr und können nur an ihre Eltern geklammert an uns vorbei gehen.Die Jungs sind etwas mutiger aber auch besorgt.
    Man sollte jetzt meinen ich hab nen schwarzen Bulmastiff oder so, aber nein ich habe einen kleinen (5kg) hellen Hund die heute morgen auch noch einen neongrünen Mantel an hatte und trotzdem sah ich schon auf Entfernung wie sich das Mädchen (6-10 Jahre (?)) verkrampfte und sich an seine Mutter presste die mit "es ist alles gut" auf sie einredete bis sie an uns vorbei waren.
    Ähnliches Bild bei dem Mädchen das im Erdgeschoss lebt, sie lebt jetzt knapp 3 Jahre mit Pixel in einem Haus, und auch sie hatte eine Phase wo sie nur an ihrem Vater geklammert an uns vorbei gehen konnte. Bei ihr weiß ich aber das sie wohl mal gebissen wurde und sie kommt aus einer türkischen Familie die nichts davon hält das man Hunde in einer Wohnung hält, dazu kommt das sie wenn ihre Mutter dabei ist oder sie alleine um einiges mutiger ist als mit ihrem Vater ist.
    Aber das sind nicht die einzigen hier, ich habe tatsächlich sehr oft solche Begegnungen.

    Vor allem an die User die selbst Kinder haben und damit ein bisschen mehr Einblick in die Materie haben, woher kommt das?
    Ist es weil die Kinder keinen Kontakt mehr zu echten Tieren haben und sie deswegen nicht einschätzen können?
    Oder sind es die Eltern die ihre Kinder in Angst versetzen weil sie selbst Angst haben?
    Oder liegt das einfach am Alter? Ich bin leider mega schlecht darin zu schätzen wie alt die Kinder sind. Stichwort Angstphase?

  • Oder sind es die Eltern die ihre Kinder in Angst versetzen weil sie selbst Angst haben?

    Hier im Dorf haben genau die Kinder Angst vor allen Hunden, egal ob groß oder klein, egal ob niedlich, wuschelig, weiß oder schwarz, denen von ihren Eltern von klein auf gesagt wird, "komm her, da kommt ein Hund, der beisst".
    Und genau auf solche Kinder reagieren dann viele Hunde erst recht negativ.
    Wegen meiner Tamy ist mal ein Kind auf die Straße gelaufen. Der ca. 8-jährige Junge kam mir mit gesenktem Kopf auf dem Gehweg entgegen und als er dann den Kopf hob, sah er 5m vor mir, dass ich einen Hund (5kg-Dackel) dabei habe, hat einen Riesenschreck bekommen und ist kreischend auf die Straße runtergesprungen. Was war ich froh, dass da gerade kein Auto kam.
    Jetzt weiß ich, dass dieser Junge Angst hat und ich wechsle die Straßenseite wenn wir ihn treffen.
    Auch seine kleine Schwester hat mittlerweile Angst weil ihr das von der Oma so beigebracht wurde wenn sie das Kind zum Kindergarten bringt.
    Tamy war das damals egal, aber wenn ich Sina dabei gehabt hätte, wäre die mit Sicherheit bellend auf den Jungen losgegangen wenn er sich so verhalten hätte, weil sie dann selbst Schiss bekommen hätte. Die reagiert da extrem, auch wenn uns ein Kind entgegenkommt und dann sehr zögerlich einen Bogen macht.
    Ich nehme sie daher jetzt immer ins Fuß auf der abgewandten Seite, dann passt das und es kann nichts passieren und sie reagiert dann auch nicht auf solches Benehmen.

  • hier haben die kinder auch teilweise aus 10 meter entfernung schon panische angst vor meinen zwei plüschteddys :ka: (allerdings geschlechts unabhängig)

    es gibt hier auch fast nur die zwei extreme:
    totale angst oder total begeistert.

  • Ich hab zwar keine Kinder, aber es durchaus selber schon öfters erlebt, dass Kinder sichtlich Angst haben vor meinen 3-Kilp-Zwergen. Auch mit dem Rüden alleine hatte ich sowas des Öfteren.

    Hier im Haus wohnen auch 2 kleine Mädchen (die Jüngere vllt 4, die große 6), die panische Angst vor Rex und Jasmin haben.

    Nichtsdestotrotz gibt es auch sehr viele Kinder, die positiv auf meine Hunde reagieren und sie süß finden bzw auch streicheln wollen.

    Woher die Angst kommt? Gute Frage. Hier sind es schon òfter Kinder mit Migrationshintergrund, die sich fürchten. Ich nehme an, weil sie eben kaum Kontakt zu Hunden haben. Bei manchen Kids ist es vllt wirklich nur eine Phase.

  • Hier ist das eigentlich nicht so bzw. betrifft nur die wenigsten Kinder. Aber hier haben auch sehr viele Familien Hund/Hunde, meist auch große.
    Und deren Kinder haben natürlich keine Angst.
    Respekt vor Hunden, egal ob klein oder groß, finde ich schon wichtiges Erziehungsziel, auch dass die Kinder lernen, sie dürfen einen fremden Hund nicht einfach so anfassen.

    Diese übertriebene Angst haben hier nur Kinder, die keinen Hund haben und deren Eltern Hunde auch grundsätzlich für gefährlich halten bzw. für Überträger von Krankheiten etc.
    Meist haben diese Kinder aber auch vor allem und jedem Angst und es sind diese Kinder, die dann morgens auch noch bis an die Klassentür in die Schule gebracht werden und die immer in Überwachung der Eltern stehen.
    Meine Kinder haben keine Angst vor Hunden, würden aber auch nie einfach so auf einen anderen fremden Hund zugehen oder ihn einfach so streicheln. Bei einem großen Hund, der ihnen entgegenkommt, würden sie sicher auch etwas zur Seite gehen. ;)


  • Vor allem an die User die selbst Kinder haben und damit ein bisschen mehr Einblick in die Materie haben, woher kommt das?
    Ist es weil die Kinder keinen Kontakt mehr zu echten Tieren haben und sie deswegen nicht einschätzen können?
    Oder sind es die Eltern die ihre Kinder in Angst versetzen weil sie selbst Angst haben?
    Oder liegt das einfach am Alter? Ich bin leider mega schlecht darin zu schätzen wie alt die Kinder sind. Stichwort Angstphase?


    Mein zweijähriger Neffe, der nie negative Erfahrungen mit einem Hund gemacht hat, hat Angst vor Hunde. Mit quietschen, schreien, weinen, an Eltern klammern, auf den Arm wollen, etc. Im Gegenteil, es gab bereits freundliche Annährungen an ebenso freundliche Hunde (meinen hat er noch nicht kennengelernt und wird es auch nicht, da nicht kindertauglich). Klar - schliesslich hat meine Familie und ich seit über 25Jahren Hunde.
    Für ihn ist es noch nicht geifbar, dass es Hunde in so vielen Grössen, Farben und "Ausführungen" gibt. Und selbst auf Hunde die er kennt, reagiert er je nach Tagesform sehr ängstlich bis ignorant. Und ganz sicher erklären ihn mein Bruder und seine Frau nicht dass Hunde böse sind und beissen. Im Gegenteil, sie reden ihn jeden Hund schön und achten selbst darauf dass er sich fremden Hunden aber nicht nährt (was er (bisher) nie tun würde, weil eben Angst).
    Wir sind aber sicher, die Zeit und der pragmatische, unaufgeregte Umgang mit seiner Angst dazu führt dass diese Angst sich irgendwann legt.

    Gestern war ich bei einer lieben Freundin mit ihren beiden 7jährigen Zwillingen zu Besuch. Eine der Mädels hatten bis gar nicht allzulanger Zeit grosse Angst vor Hunden. Ohne jeglichen negativen Auslöser oder Beeinflussung durch die Eltern. Das andere Mädel fand Hunde immer neutral bis spannend. Heute findet das ängstliche Mädel Hunde ok, auch wenn sie eher kein Hundefreund wird und die andere findet Hunde heute suuuuuuper (Pferde ebenso). Beide haben absolut dieselbe Heranführung an Hunde/Tiere bekommen. Ich denke es liegt nicht immer an der EInwirkung der Eltern bzw. schlechte Erfahrungen. Wahrscheinlich liegt es bei vielen Kindern einfach am Alter und an "Phasen". Einige brauchen wahrscheinlich einen regelmässigen positiven Umgang mit Hunden, die nächsten finden Hunde von Anfang an klasse und andere werden Hunde immer mindestens suspekt finden.

    Ich denke Du musst gar nichts tun ausser weiterhin soweit es halt geht Rücksicht nehmen.

  • Tja, was ganz konkretes kann ich dir nicht sagen. Nur meinen speziellen Fall.
    Meine Tochter (6 Jahre) hatte bis vor ein paar Monaten (bevor unsere Orly bei uns einzog) auch wirklich ernsthaft Angst vor Hunden. Warum?!- weil sie als 2 Jährige eine schlechte Erfahrung gemacht hatte. Einfach gesagt: ein (schlecht erzogener, freilaufender) Hovarwart kam direkt auf sie zugeschossen, als sie in ihrem Buggy saß, blieb vor ihr stehen und bellte wie verrückt. Wir haben den Hund damals nicht gesehen- er war "plötzlich da". Der Schreck saß uns allen in den Knochen, den Hund und Kind waren Augenhöhe.
    Seither war es schwer, meine Tochter wieder für Hunde zu begeistern. Jedoch war für uns immer klar, dass wir (wieder) selbst einen Hund haben wollen, wenn der "richtige Zeitpunkt" da ist.
    Tja, und seit wir nun "unseren" Hund haben, ist meine Tochter ein kleiner Hundenarr ;)

    Gerade gestern passierte mir folgendes:
    Wir waren bei einer befreundeten Familie. Der Mann ist mit Hunden aufgewachsen und liebt Hunde. Die Frau ist auch positiv Hunden gegenüber gestimmt. Der Sohn, 7 Jahre, war keinesfalls ängstlich sondern sehr am Hund interessiert (aber nicht überschwänglich und aufdringlich)- die Tochter 1,5 Jahre war wirklich panisch vor Angst. Wie kommt das?! Keine Ahnung. Die Eltern haben es ihr nicht anerzogen. Das ist einfach so. Die Kleine hat selbst vor Mini-Kätzchen Angst.

    Ansonsten: Zu uns kommen immer viele verschiedene Kinder zum Spielen. Es gibt welche, die möchten zwar gern irgendwie mal mit dem Hund, aber haben keine Erfahrung und sind deswegen doch recht ängstlich.
    Dann gibt es welche die haben wirklich einfach nur Angst.
    Und dann gibt es welche, die haben einen echten Draht und das läuft unproblematisch. Ein Mädchen (9 Jahre) bewundere ich hier besonders. Als sie zum ersten Mal zu uns kam, als unser Hund da war, machte sie alles "richtig". Sie spielte dann sogar mit unserem Hund und versuchte Tricks beizubringen- aber sie hat das echt sehr gut gemacht. Als ich dann fragte "Habt ihr einen Hund zuhause, oder hattet ihr mal einen?" - "nein, ich interessiere mich aber total für Hunde und guck gern YouTube Videos" :D

    Pauschal kann man deine Frage also nicht beantworten. Bleibt allerdings auch die Frage: wie verhält sich denn dein Hund? Denn dazu sagst du nichts ;)
    Wenn er zum Beispiel ein kleiner kläffender Leinenzerrer ist... dann versteh ich die Reaktion der Kinder :lachtot:

  • vermutlich hängt es bei den Kindern und großen Menschen mit der Umgebung zusammen. Wenn sie keine Hunde kennen, den Umgang nicht gewohnt sind, daß dadurch Angst da ist.
    Bin selber auf dem Land groß geworden und wenn ich zu meinen Freundinnen wollte, mußte ich auf dem Hof erstmal am Hofhund vorbei, alles Schäferhunde- Mixe. Und bei meinen ehemaligen Freundinnen genauso, wenn sie zu mir wollten. Die mußten auch erstmal an unserem Hund vorbei, Typ King auf dem Hof. Ich hab mir eine Scheibe Wurst immer erst aus dem Kühlschrank geholt bevor ich losgegangen bin, das ist mir einfach so eingefallen als Kind und es hat funktioniert. Die Hunde waren da es war das SELBSTVERSTÄNDLICHSTE von der Welt wie alles gewesen ist. Und heutzutage wird vieles aufgebauscht, auch in den Medien. Und viele Eltern haben selber Angst vor Hunde und geben das evtl. an ihre Kinder weiter. Meine Nichten und Neffen haben keine Angst vor Hunde, ja klar meine Schwestern sind so groß geworden wie ich.

    Neulich bin ich mit meinem Hund in eine große Kindergartengruppe geraten, ich denke die Kinder hatten keine Angst. Mein Hund ist furchtlos und sehr souverän, von klein auf an schon. In solchen Situationen laß ich ihn bei Fuß gehen und er schaut mich an dabei. Ich geh dran vorbei und gut ist. Ein paar Kommentare sind mir aufgefallen, süß und ein Mädchen sagte: Der hat ja Ohren! Das hat mir irgendwie zu Denken gegeben. naja, es ist eben wie es ist.
    Mir fällt aber schon auf, daß einige vor meinem Hund Angst haben, er ist hauptsächlich schwarz und nicht gerade klein. Und hat von der Optik/ Farbe etwas Ähnlichkeit mit einem DSH. Ich kann es nicht ändern daß einige Angst haben und würde es auch niemals wollen, weil ich der Meinung bin daß es nichts bringt. Mein Hund ist kein Therapiehund, der große und kleine Menschen von ihren Ängsten befreien soll, das möchte ich nicht, ich möchte niemanden beweisen daß er ein friedlicher Menschenfreund ist. Da bin ich nicht der richtige Ansprechpartner für, auch nicht zum Streichelnlassen von Fremden. Ich will einfach nur meine Ruhe haben draussen mit meinem Hund und gehe meines Weges ohne andere zu stören oder zu ängstigen. (Und freue mich aber natürlich wenn ich Menschen treffe die keine Angst haben und einen Klönschnack beginnen)

  • Hm, das "Problem" (schön wärs...) haben wir hier nicht. Entweder die Kinder laufen uns hinterher, tatschen ungefragt, wenn's wo eng ist oder bellen den Hund sogar an, um ihn zu provozieren. Einmal wurden wir sogar mit Rädern verfolgt.

    Ich weiß nicht, ob es konkret bei uns darum geht, zu schauen, ob der große weiße Flauschehund auch anders kann, aber hier sind die Kinder bezüglich Hunden oft recht schmerzfrei - bis auf die, die wirklich schlechte Erfahrungen gemacht haben. :ka: Da weiß ich von einer. Da war das Neuseeländische Spitzzahnschaf aber wieder gut, sie hat ihn sich unbedingt anschauen wollen.

    Ich finde, dass viele Eltern, die wir sehen, entweder ZU vorausschauend reagieren ("NICHT HINFASSEN, DER BEISST") oder zu lahm sind (Kind fasst hin "du sollst doch keine Hunde anfassen). Das beste war mal, als ein Zweijähriger plötzlich auf uns zu ist und sich auf den liegenden Hund hätte fallen lassen, wenn ich nicht dazwischen wäre. Ein Glück ist mein Hund auch innerlich ein Schaf... der war lediglich verwirrt und ausweichend. Die Eltern kamen dann irgendwann lahm daher, nachdem ich den Jungen nur noch durch meine Hand abwehren konnte (also tatsächlich vorsichtig physisch blocken). Das hätte für mich richtig mistig enden können.

  • Ich hab ja selbst 2 Mädchen (3 und 10), die Große hatte nie ein Problem, die Kleine wurde kurz vor Einzug des Welpen in meiner Hausarztpraxis von den 2 Westfalenterriern des Docs, die eben in den Garten gelassen werden sollten, umgemäht und die musste ich tatsächlich die ersten 1-2 Wochen als Mamba da war an die Hand nehmen oder tragen wenn sie im selben Raum wie der Hund war. Das hat sich Gott sei Dank von selbst „therapiert“, weil der kleine Hund einfach nett war und mittlerweile merkt man da gar nichts mehr von.

    Besucherkinder haben bisher hier auch nie Angst gehabt, obwohl Mamba von klein und süß echt etwas weg ist^^
    Draußen haben wir alles, von Erwachsenen, die die Straßenseite wechseln bis zu Kleinkindern, die gerade laufen können und gerne streicheln möchten, sie mag Kinder, deswegen ermögliche ich das wenns grade passt auch mit mir zusammen.

    Mein :shocked: Erlebnis hatte ich hier, als ich eine 5jährige hier hatte, die einen Weinkrampf bekommen hat, weil unsere damals 17jährige Katze zu uns in die Küche gelaufen ist :muede: Und das ist dann einfach oft ein durch die Eltern hausgemachtes Problem!

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